ePredigte.

Gebruikers-avatar
Ton
BerichtenCOLON 4027
GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Sep 29, 2019 8:49 pm

ePredigt vom 28.09.2019 (Johannes 5, 1-16)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 19. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 5. Kapitel des Johannesevangeliums, die Verse 1-16. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Die Heilung eines Kranken am Teich Betesda

Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Herbräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen; in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte. Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank. Als Jesus den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es war aber an dem Tag Sabbat. Da sprachen die Juden zu dem, der gesund geworden war: Es ist heute Sabbat; du darfst dein Bett nicht tragen.
Er antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sprach zu mir: Nimm dein Bett und geh hin! Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und geh hin? Der aber gesund geworden war, wusste nicht, wer es war; denn Jesus war entwichen, da so viel Volk an dem Ort war. Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.
Der Mensch ging hin und berichtete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. Darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte.



Liebe Gemeinde,

da wär ich gern dabei gewesen, wie Jesus einen Menschen heilt, der achtunddreißig Jahre krank war. Im Prinzip sind wir ja auch heute noch Augen- und Ohrenzeugen. Wenn wir den Predigttext lesen, dann lesen wir ja Gottes Wort. Und dieses entspricht bekanntermaßen zu 100 % der Wahrheit. Was für einen Segen, dass wir in unserem Lande das Wort Gottes unbehelligt lesen, studieren und darüber reden dürfen. Das nur einmal kurz vorab.

Ja, liebe Gemeinde, Jesus heilt. Aber Jesus macht noch viel mehr. Lassen Sie uns dies heute morgen einmal gemeinsam betrachten.

1. Jesus der Arzt

Stellen Sie sich vor, Sie leiden seit fast 40 Jahren an einer chronischen Krankheit; nehmen wir ruhig einmal das Rheuma. Das tut höllisch weh habe ich mir sagen lassen. Und so richtig an eine Heilung ist wohl immer noch nicht zu denken.

Wenn ich an einer derartigen Krankheit leiden würde, dann wünschte ich mir nichts mehr, als wieder gesund zu werden. Irgendeine Therapie, auch wenn sie noch so lange dauert muss es doch geben; Hauptsache ich werde wieder gesund.

Und dann kommt Jesus daher und fragt mich, ob ich gesund werden möchte? Ja geht's noch? Natürlich will ich wieder gesund werden. Und dann sagt Jesus: Es geht natürlich um dein Rheuma. Aber was nutzt es dem Körper, wenn ich ihn heile und deine Seele bleibt krank. Dann kann es leicht passieren, dass du wieder krank wirst und dass sich die Krankheit deiner Seele auf den Körper überträgt.

Klar Jesus, habe ich verstanden, natürlich möchte ich auch, dass meine Seele gesund wird. Das dauert dann wohl ein wenig länger, aber Körper und Seele gesund, da muss man eben Geduld haben.

Und dann sagt Jesus: Steh auf, lauf umeinander und schau mal wie es dir geht. Wow Jesus !!! Von jetzt auf gleich wieder gesund. Ich fasse es nicht.

Genau das, liebe Gemeinde ist am Teich Betesda ja passiert. Und was damals passiert, das passiert auch heute noch. Immer genau dann, wenn wir es zulassen und wenn wir uns auf diesen Jesus einlassen und wenn es zu unserem Besten dient. Darauf dürfen wir uns auch heute noch felsenfest verlassen.

Ich habe ja schon öfters über die Drogentherapie des Walter Heidenreich berichtet. Die christliche Drogentherapie wartet mit erstaunlichen Erfolgen auf. Von einer Stunde auf die andere waren Schwerstabhängige ihre Sucht los. Aber nicht weil Walter Heidenreich dies gemacht hat, sondern weil der unter der Drogensucht leidende Mensch sein Leben Jesus übergeben hat.

2. Jesus und der Marschbefehl

Als Jesus den Kranken geheilt hatte, ließ er ihn ja nicht einfach am Teich Betesda zurück. Er hatte ja das Seine getan, was sollte also noch kommen.

Es sollte noch etwas kommen, liebe Gemeinde, nämlich der Marschbefehl an den Geheilten. Nimm dein Bett und geh hin. Das war der Auftrag an den Geheilten. Er, der so lange am Teich Betesda gelegen hatte sollte wieder zurück in die Welt.

Er sollte nicht lange über seine Gesundung nachdenken und grübeln, wie Jesus ihn geheilt hatte. Das hätte nur dazu geführt, dass er an alter Stätte weitergelebt hätte.

Jesus heilt und Jesus will die Geheilten wieder an ihren Platz in dieser Welt stellen. Zum einen können sie wieder ein vollkommen normales Leben führen. Was aber viel wichtiger ist: Die Geheilten können über die Wundertaten unseres Herrn berichten.

Ein Arzt aus Deutschland, der selber nach einem Martyrium von Behandlungen Jesu Heilung an seinem Körper erleben durfte, der ist heute nicht nur in ganz Europa unterwegs um über dieses Wunder zu berichten. Nein, dieser Arzt betreibt auch noch eine Praxis, wo er mit Jesus als "Seniorpartner" tätig ist.

Wenn es Sie interessiert, dann schauen Sie einfach mal bei youtube vorbei und geben den Namen "Arne Elsen" ein.

3. Jesus First

Jesus wusste natürlich, dass es ob der Heilung des Gelähmten wegen Ärger geben würde. Schließlich hatte er den Kranken ausgerechnet am Sabbat geheilt. Und das war jedenfalls so was von verboten. Das ging einfach gar nicht.

Jesus ging aus diesem Grunde dem Geheilten hinterher und sprach noch einmal mit ihm. Hinter seinen Worten "Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre" steht der Satz:

Folge mir nach und nicht irgendwelchen religiösen Regeln. Die sind doch alle nur von Menschen gemacht. Wenn Du mich kennenlernen willst und wenn du dein Leben auf die rechte Bahn lenken willst, dann schaue allein auf mich.

Liebe Gemeinde, ein Walter Heidenreich schaut nur auf Jesus und folgt ihm nach. Seitdem er dies tut, steht er unter Dauerbeschuss. Aber er schaut weiter nur auf Jesus und nicht auf die Menschen, die ihm übel nachreden.

Ein Arne Elsen schaut einfach nur auf Jesus. Er versucht auch gar nicht erst zu verstehen, wie Jesus heilt, er folgt ihm einfach nach und macht das, was Jesus ihm sagt. Und natürlich steht auch ein Arne Elsen im Kreuzfeuer der Kritik. Aber das macht ihm nichts, solange er Jesus in seiner Nähe weiß.

Was können wir heute von Jesus lernen? Ganz einfach seine Worte zu befolgen: Folge mir nach und mach das, was ich dir sage. Nicht mehr und nicht weniger. Und wie erfahre ich, was Jesus von mir will ? Ganz einfach, Jesus ist immer nur ein Gebet weit entfernt. Sprechen wir doch wieder mehr MIT ihm als über ihn. Es wird uns guttun, das verspreche ich uns allen.

Lassen Sie uns immer daran denken, dass unser Herr stets bei uns ist. Lassen Sie uns dies heute tun, indem wir gemeinsam in den ersten Vers des Liedes "Von Gott will ich nicht lassen... " (EG 365) des Liederdichters Ludwig Helmbold einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir,
führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.
Er reicht mir seine Hand,
den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen,
wo ich auch sei im Land.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche. Bis zum nächsten Donnerstag, dem Reformationstag, grüße ich Sie alle ganz herzlich.

Ihr
Ulrich Naber



Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



Copyright © 2019 ePredigt. All rights reserved.
Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19

Gebruikers-avatar
Ton
BerichtenCOLON 4027
GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Okt 07, 2019 10:55 am

ePredigt vom 06.10.2019 (Jesaja 58, 7-12)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem Erntedankfest des Jahres 2019. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Propheten Jesaja, Kapitel 58, die Verse 7-12. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen und der Herr wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit den Fingern zeigst und nicht übel redest, sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag.

Und der Herr wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und du sollst heißen: " Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, dass man da wohnen könne."




Liebe Gemeinde,

Erntedanktag ist heute schon ein Tag wie jeder andere geworden. In den Supermärkten gibt es all das, was auf unserem Altar liegt ja das ganze Jahr über. Und wenn es im Supermarkt doch alles gibt, wozu noch ein Dankestag ? So, liebe Gemeinde, denkt die Mehrheit unserer Bevölkerung. Und da wollen wir einmal gemeinsam überlegen, ob wir nicht vielleicht doch falsch liegen.

1. Nach oben

Unser Dank richtet sich nach oben, hin zu unserem Herrn. Unser Dank richtet sich eben nicht an REWE, Edeka und den Aldimarkt.

Das, was wir auf dem Altar sehen, all dies hat unser Herrgott wachsen lassen. Wir dürfen uns diesbezüglich ruhig einmal an die Sintflut zurückerinnern. Nach der Sintflut gab Gott Noah folgende Zusage: "Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht." (1. Mose 8,22).

Ich habe mir von einem Biologen sagen lassen, dass diese Gegebenheiten absolut notwendig sind, dass überhaupt etwas wächst auf Erden. Auch wenn Gottes Zusage gilt, solange die Erde steht, auch und gerade dann dürfen wir ihm allezeit Dank sagen, für das, was er für uns wachsen und gedeihen lässt. Wir haben es nämlich überhaupt nicht in der Hand, was da wächst und gedeiht.
Die Gage (Winzer in Baden-Württemberg) sagen gern, wenn es ein besonders gutes Weinjahr gab "Der ist uns gut gelungen". Bei einem weniger guten Jahrgang sagen sie gern:

Den hat halt der Herrgott so wachse lasse". Also immer, wenn’s schiefläuft ist Gott dran schuld; bei allem was gut gelingt ist es unser alleiniger Verdienst. Aber sind wir nicht alle in bisschen so, wie die Gage? Danken wir Gott überhaupt noch dafür, dass er uns so manche Dinge so gut gelingen lässt?
Lassen Sie uns immer wieder an die Zusage Gottes erinnern, die wir soeben besprochen haben. Nur so ganz nebenbei bemerkt: Die Zusage gilt auch trotz oder gerade wegen der Hysterie was die Klimakatastrophe anbelangt. Danken wir Gott einfach für seine Zusage und warten ab, was geschieht.

2. Die Folgen des Dankens

Danken, liebe Gemeinde, soll uns auch zum Denken hinführen. Wir danken Gott für alle guten Gaben und sollen auch einmal darüber nachdenken, ob es den Menschen um uns herum genauso gut geht, wie uns.

Wenn wir in unserem Predigttext lesen "Brich dem Hungrigen dein Brot...", dann ist dies unsere Aufgabe, ja, auch heute noch.

Jesaja beschreibt die drei wichtigsten Grundbedürfnisse des Lebens mit den Worten: Brot, Kleidung und Obdach. Aus unserem Dank, nicht nur am Erntedanktag, erwächst auch eine Aufgabe, wenn nicht sogar eine göttliche Verpflichtung dahingehend, dass wir dafür zu sorgen haben, dass jeder Mensch genügend Nahrung, vernünftige Kleidung und ein Dach über dem Kopf hat.

Christenleben hört eben nicht damit auf, dass wir uns bei Gott bedanken für das, was er uns schenkt. Wahres Christenleben sorgt dafür, dass der Nächste auch Grund zum Danken hat.
Wir alle können uns mit Herzen, Mund und Händen und eventuell mit dem, was uns an Geld übrigbleibt für die Menschen einsetzen, denen es eben nicht so gut geht wie uns. Ich bin kein Phantast und kein Träumer, aber wenn Gott uns diese Aufgabe überträgt, sollten wir sie nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Auch werden wir nicht alle Missstände von heute auf morgen beseitigen können, aber wir können jeden Tag einen richtigen Schritt in die richtige Richtung gehen.

3. Die Folgen des Handelns

Unsere Aufgabe, die gewiss nicht einfach ist, wird begleitet von einer wunderbaren Verheißung, die uns Jesaja mit auf den Weg gibt. Wenn wir unseren Teil erfüllen, dann wird uns der Herr führen und geleitet unser ganzes Leben lang.

Er wird uns immer sättigen, wenn es auch mal eng werden könnte. Wir werden sein wie eine Wasserquelle, der es niemals an Wasser fehlen wird.

Das klingt jetzt ein wenig träumerisch. Aber setzen wir es mal konkret in die Tat um. Jesus hat seinen Jüngern versprochen, dass er bei Ihren sein wird, alle Tage bis an der Welt Ende. Wohlgemerkt, das hat er seinen Nachfolgern versprochen und nicht denen, die nichts mit ihm zu tun haben wollen.

Das heißt ja im Umkehrschluss nichts anderes, als dass unser Herr heute noch lebt und sich auch heute noch um einen jeden seiner Nachfolger persönlich kümmert. Ja, liebe Gemeinde, das tut er auch heute noch. Ich habe noch keinen Jesusjünger getroffen, der dies nicht bestätigen konnte.
Was für einen wunderbaren Herren haben wir doch an unserer Seite. Und genau dies lassen Sie uns allen Menschen weitersagen, die diesen unseren Herren noch nicht kennen.

Wir haben gesehen, dass alles, was wir haben ein Geschenk unseres Herren an uns ist. Wir haben erfahren, dass wir unseren Dank auch als Aufgabe betrachten sollen, auch anderen Menschen zu helfen. Und wir haben gehört, was unser Herr alles für uns tut.

Darum lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes in den ersten Vers des Liedes "Lass mich, o Herr, in allen Dingen... " (EG 414) des Liederdichters Georg Joachim Zollikofer einstimmen, der da lautet, wie folgt:


Lass mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen sehn und dir mich weihn;
gib selbst das Wollen und Vollbringen und lass mein Herz dir ganz geheiligt sein.
Nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin; dein, Herr, ist alles, was ich hab und bin.


Der Herr segne Dicht und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden
Amen.



Liebe Gemeinde,
ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr
Ulrich Naber



Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



Copyright © 2019 ePredigt. All rights reserved.
Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19

Gebruikers-avatar
Ton
BerichtenCOLON 4027
GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Okt 14, 2019 11:19 am

ePredigt vom 13.10.2019 (Josua 2, 1-21)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 17. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei Josua im 2. Kapitel, die Verse 1-21. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Die Kundschafter in Jericho

Josua aber, der Sohn Nuns, sandte von Schittim zwei Männer heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen: Geht hin, seht das Land an, auch Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieß Rahab, und kehrten dort ein. Da wurde dem König von Jericho angesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Männer von Israel hereingekommen, um das Land zu erkunden.

Da sandte der König von Jericho zu Rahab und ließ ihr sagen: Gib die Männer heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind; denn sie sind gekommen, um das Land zu erkunden. Aber die Frau verbarg die Männer und sprach: Ja, es sind Männer zu mir hereingekommen, aber ich wusste nicht, woher sie waren. Und als man die Stadttore zuschließen wollte, als es finster wurde, gingen sie hinaus, und ich weiß nicht, wo sie hingegangen sind. Jagt ihnen eilends nach, dann werdet ihr sie ergreifen. Sie aber hatte sie auf das Dach steigen lassen und unter den Flachsstängeln versteckt, die sie auf dem Dach ausgebreitet hatte.

Die aber jagten den Männern nach auf dem Weg zum Jordan bis an die Furten, umd man schloss das Tor zu, als die draußen waren, die ihnen nachjagten. Und ehe die Männer sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach und sprach zu ihnen: Ich weiß, dass der Herr euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken vor euch ist über uns gefallen, und alle Bewohner des Landes sind vor euch feige geworden. Denn wir haben gehört, wie der Herr das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet hat vor euch her, als ihr aus Ägypten zogt, und was ihr den beiden Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordans getan habt, wie ihr an ihnen den Bann vollstreckt habt.

Und seitdem wir das gehört haben, ist unser Herz verzagt und es wagt keiner mehr, vor euch zu atmen; denn der Herr, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden. So schwört mir nun bei dem Herrn, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, dass auch ihr an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut, und gebt mir ein sicheres Zeichen, dass ihr Leben lasst meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und uns vom Tode errettet.

Die Männer sprachen zu ihr: Tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der Herr das Land gibt, so wollen wir selbst des Todes sein, sofern du unsere Sache nicht verrätst. Da ließ Rahab sie an einem Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnte an der Mauer.

Und sie sprach zu ihnen: Geht auf das Gebirge, dass euch nicht begegnen, die euch nachjagen; danach geht eure Straße. Die Männer aber sprachen zu ihr: Wir wollen den Eid so einlösen, den du uns hast schwören lassen: Wenn wir ins Land kommen, so sollst du dies rote Seil in das Fenster knüpfen, durch das du uns herniedergelassen hast, und zu dir ins Haus versammeln deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder und deines Vaters ganzes Haus.

Und wer zur Tür deines Hauses herausgeht, dessen Blut komme über ihn, aber wir seien unschuldig; doch das Blut aller, die in deinem Hause sind, soll über uns kommen, wenn Hand an sie gelegt wird. Und wenn du etwas von dieser unserer Sache verrätst, so sind wir des Eides los, den du uns hast schwören lassen. Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt!, und ließ sie gehen. Und sie gingen weg. Und sie knüpfte das rote Seil ins Fenster.



Liebe Gemeinde,

zentrale Rollen in der Weltgeschichte werden ja meist von wichtigen Personen wahrgenommen. Könige, Kanzler und Minister sind es doch, die die Fäden der Macht in Händen halten. Und in unserem heutigen Predigttext hält jemand ganz anderes die Fäden in der Hand; nämlich eine ganz gewöhnliche Prostituierte. Gott benutzt also eine Prostituierte, um mit dieser Weltgeschichte zu schreiben. Grund genug, dass wir uns diese Frau einmal etwas näher anschauen sollten:


1. Rahab - Die Prophetin Gottes

Wie komme ich darauf? Nun in der damaligen Zeit gab es noch kein Internet und Wikipedia. Und doch wusste Rahab um des Umstandes, dass die Israeliten 40 Jahre zuvor trockenen Fußes durch ein Meer hindurchgegangen sind. Gut, das hätte auch eine Überlieferung sein können. Aber dann kommt der entscheidende Satz: "Ich weiß, dass der Herr euch das Land gegeben hat..."

Und diese Erkenntnis konnte Rahab sich unmöglich ausgedacht haben; diese Erkenntnis war ihr von Gott gegeben worden.

Nun hätte Rahab ja auch ihr Volk warnen können und versuchen können, Schaden von ihm fernzuhalten. Aber Gott hatte ihr dieses Wort in ihr Herz gelegt und sie wusste, dass es überhaupt keinen Sin gehabt hätte gegen diesen Gott anzukämpfen.

Und so machte sie das einzig richtige und tat genau das, was Gott von ihr erwartete.

Wie oft, liebe Gemeinde, spricht Gott in unser Leben hinein und wir wollen oder können es nicht hören und machen dann genau das Gegenteil von dem, was er von uns erwartet? Wir können Gottes Wort aber nur dann verstehen, wenn wir uns Ruhe und Muße nehmen um ihm Zeit zum Reden und uns Zeit zum Hören zu geben.

2. Rahab - Die Sache mit dem unbekannten Gott

"Der Herr, euer Gott..." so beginnt Rahab die Rede zu den Kundschaftern. Rahab ist sich also bewusst, dass es nicht ihr Gott ist, der zu ihr gesprochen hat, sondern dass es sich dabei um den Gott der Israeliten handelt.

Und jetzt kommt das entscheidende: Obwohl sie diesen Gott ja gar nicht kennt sucht sie für sich und ihre Familie Schutz bei dem Volk, dessen Kundschafter gerade bei ihr sind.

Rahab begibt sich und ihre Familie voll und ganz in die Hände der Israeliten und damit in die Hände des fremden Gottes.

Liebe Gemeinde, genau dieser fremde Gott ist es, der doch häufig zu den noch unbekehrten Menschen spricht. Viele sind danach auf der Suche nach einer Gemeinschaft, in der sie sich diesem Gott näher fühlen können. Und hier kommen wir auch heute noch ins Spiel. Genau diesen Menschen, die Gott ja noch gar nicht richtig kennen, der sie aber berufen hat, genau diesen Menschen sollen wir eine geistliche Heimat geben.

Was Gott mit nur einer einzigen persönlichen Ansprache bewegen kann, das haben wir ja bei dem Apostel Paulus gesehen. Er, der die Christen verfolgte und sie sogar töten wollte, diesem Paulus stellte sich der ihm zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Jesus in den Weg. Und was ist aus diesem Paulus geworden!!!

Niemand ist zu klein oder zu unwichtig, als dass Gott ihn nicht in seinem Reich haben möchte. Und so ist auch eine Prostituierte ihm genauso wichtig, wie wir es sind. Denken wir einmal daran, wenn wir vielleicht in die Versuchung geraten, vorschnell über Mitmenschen zu urteilen.

3. Rahab - Die Sache mit der Gnade

Liebe Gemeinde, wer sich Gott anvertraut und sich ihm ausliefert, dem schenkt er die vollumfängliche Gnade.

Denken wir jetzt einmal daran, wie Gott Rahab gerettet hat. Wie wir alle wissen, fielen die Mauern der Stadt Jericho einfach um, als Josua das Zeichen zum Angriff gab. Und wo wohnte die Hure Rahab ! Genau, in einem Haus, deren Außenseite eben diese Mauer war, die umgefallen ist.

Aber genau das ist sie ja eben nicht. Gott bewahrte genau dieses Haus vor dem Umturz, wo sich sein geliebtes Kind und deren Verwandtschaft aufgehalten hat. Und so waren es nicht die Kundschafter, die Rahab gerettet hatten, sondern der allmächtige Gott höchstpersönlich.

Daran zu denken ist auch für uns heute ganz wichtig. Nicht wir treffen die Entscheidung, wer errettet wird oder wer nicht. Bei manchen Evangelisationen habe ich allerdings den Eindruck, dass ein selbsternannter Großevangelisator als Advokat Gottes bestimmt, wer in den Himmel kommt.

Wir alle können nur Wegweiser sein für unsere Mitmenschen, um ihnen den Weg zu Gott zu zeigen. Wir tragen auch keine Verantwortung für ihren Glauben. Wir führen diese Menschen zum Kreuz; alles, was dann geschieht, ist Gottes Angelegenheit.

Fassen wir es in aller Kürze noch einmal zusammen: Bevor ein Mensch auf uns trifft, da hat Gott schon mit ihm gesprochen und ihn uns zugeführt. Wir sind nicht die Regenten des Himmels, sondern Gottes Wegweiser auf Erden. Und als Wegweiser obliegt uns keine Wertung und Beurteilung der Person, die auf dem Weg zu Gott ist.

Wie wir rechte Wegweiser sein können, das beschreibt der Liederdichter Gerhard Tersteegen sehr schön in dem 4. Vers seines Liedes "Ich bete an die Macht der Liebe.." (EG 661), der da lautet, wie folgt:

O Jesu, dass dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein;
möcht deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein.
Im Wort, im Werk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



Copyright © 2019 ePredigt. All rights reserved.
Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19

Gebruikers-avatar
Ton
BerichtenCOLON 4027
GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Okt 21, 2019 12:53 pm

ePredigt vom 20.10.2019 (Jakobus 2, 14-26)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 18. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Kapitel des Jakobusbriefes, die Verse 14-26. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Glaube ohne Werke ist tot

Was hilft's liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke ? Kann denn der Glaube ihn selig machen ? Wenn ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an Kleidung und an der täglichen Nahrung und jemand unter euch spräche zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch !, ihr gäbet ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat - was könnte ihnen das helfen ? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber. Aber es könnte jemand sagen: Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken.
Du glaubst, dass nur einer Gott ist ? Du tust recht daran; die Teufel glauben's auch und zittern. Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist ? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden.
So ist die Schrift erfüllt, die da spricht (1. Mose 15,16) "Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden" und er wurde "ein Freund Gottes" genannt (Jesaja 41,8). So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Desgleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch Werke gerecht geworden, als sie die Boten aufnahm und ließ sie auf einem andern Weg hinaus? Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.




Liebe Gemeinde,

da reden wir nun seit Jahren über das Thema Werkgerechtigkeit und dass uns gute Werke nicht in den Himmel bringen und dann kommt da ein Jakobus daher und wirft alles über den Haufen. So jedenfalls kommt es rüber, wenn man den Text zum ersten Male hört. Dann lassen Sie uns heute Morgen einmal erforschen, ob denn wirklich alles falsch war, was wir bisher gehört und gelesen haben.

1. Vom Kreuz her

Alle anderen Briefes des Neuen Testamentes, voran der Römerbrief, zeigen uns den Weg hin zum Kreuz. Das ist der Weg, den ein jeder gehen muss, um wieder Gottes geliebtes Kind werden zu können. Umkehr und Bekehrung nennen wir dies. Und in der Tat ist es so, dass wir dadurch geläutert werden, es also keiner unserer Werke bedarf, um den Zustand der Erlösung zu erlangen.

Das Thema des Jakobusbriefes ist indes ein vollkommen anderes. Jakobus zeigt uns den Weg vom Kreuz her auf. Wir alle bleiben ja nicht bei unserer Bekehrung stehen, sondern wir müssen ja alle wieder in die Welt hinaus.

Und wie wir uns da verhalten sollen, wie also unser christliches Leben ganz praktisch aussehen soll, da gibt uns Jakobus in seinem Brief wertvolle Ratschläge an die Hand.

Einige werden wir heute kurz ansprechen. Ich empfehle Ihnen allen, den Jakobusbrief doch einmal in seiner Gesamtheit zu lesen, da er viele mehr praktische Ratschläge enthält, als wir heute Morgen besprechen können.

Ich komme also vom Kreuz her zurück in die Welt und da stellt sich zuallererst einmal die Frage: Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um? Wie gehe ich mit Streit und Zank um? Wie begegne ich meinen Mitmenschen unter dem Licht des Kreuzes unter dem ich ja nunmehr wandle?

2. Ganzheitlicher Glaube

Jakobus sagt uns für unseren Weg mit Gott, dass unser Glaube sichtbar sein muss. Andere Menschen sollen erkennen, dass wir eben anders reden, leben und handeln, als Menschen, die ohne Gott unterwegs sind.

Wie es ein bekanntes Kirchenlied beschreibt sollen wir mit Herzen, Mund UND Händen unseren Glauben in die Welt tragen.

Sonntags in der Kirche ist die Angelegenheit ja ganz einfach. Da sind wir ja unter uns. Da herrscht Eintracht und Harmonie, wenn wir mit Herzen und Mund unseren Herrn loben und preisen.

Aber zu Wochenbeginn sieht die Sache schon ganz anders aus. Da werden wir wieder in die Welt katapultiert und müssen dort unseren Mann/Frau stehen.

Und hier setzt Jakobus ein und sagt uns, dass unser Glaube in der Welt in aller erster Linie an unseren Taten erkennbar sein wird.

Ganz praktisch kann das auch so aussehen, dass ich meinen Arbeitskollegen bei seiner Arbeit unter die Arme greife, wenn ich erkenne, dass er es alleine nicht schafft. Auch wenn ich selber müde bin, so kann ich doch meinen Sitzplatz in der überfüllten Bahn der alten Dame anbieten, die ihn mehr benötigt als ich. Und wenn ich mal einen Fehler gemacht habe, dann kann ich ihn auch eingestehen und wieder versuchen geradezubiegen, was ich verbockt habe.

Wir könnten jetzt stundenlang so weitermachen, aber der Kern der Sache ist der, dass man uns unseren Glauben anmerken muss, wenn er denn wirklich echt ist. Und das geht vor allem mit Werken. Und durch die Werke wird unser Glaube auch zu einem lebendigen Glauben.

Also doch wieder Werkgerechtigkeit ? Lassen Sie uns schauen

3. Der vollendete Glaube

Eines gehört noch zu dem Glauben hinzu. Und das ist der Gehorsam gegenüber unserem Herrn. Wie weit dieser Gehorsam gehen sollte, dass haben wir bei Abraham gesehen, der nicht zögerte seinen eigenen Sohn zu opfern, weil Gott ihm dies auftrug. Dass es dann doch nicht dazu kam, das wissen wir natürlich alle.

Wir könnten ja auch sagen: Gut, in den Himmel komm ich jetzt, das wäre geschafft und jetzt chill ich erst mal und mach mich rar.

So hat Gott das allerdings nicht gemeint. Wir sollen unsere Ohren und Augen offenhalten für Aufgaben, die uns Gott an die Hand gibt. Und Gott hat für einen jeden von uns auch hin und wieder ganz, ganz unbequeme Aufgaben parat. Davon kann jeder ein Lied singen, der es mit seinem Glauben ernst meint.

Warum sollte nun gerade diese Aufgaben so lieben, da sie doch so schwer sind? Nun, weil ich von Gott Vergebung empfangen habe und er mit dem Heiligen Geist bei mir Einzug gehalten hat, werden mir diese Aufgaben gar nicht mehr schwer fallen.

Ich führe diese Aufgaben ja nicht aus, um in den Himmel zu kommen, sondern genau darum, weil ich schon die Eintrittskarte für den Himmel in Händen halte.

Gerade weil ich weiß, dass Gott mich liebt und mich trägt und mich durch mein ganzes Leben führt, ja genau darum kann ich es wagen auch unpopuläre Aufgaben wahrzunehmen. Ich kann es wagen den Glauben mit Leben zu füllen, weil ich weiß, dass da einer bei mir ist, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht.

Also doch keine Werkgerechtigkeit, sondern Werke aus der Liebe zu unserem Herrn heraus.

Gottes Leitung in unserem Leben beschreibt der Liederdichter Klaus Peter Hertzsch sehr schön in dem zweiten Vers seines Liedes "Vertraut den neuen Wegen..." (EG 395), der da lautet, wie folgt:

Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



Copyright © 2019 ePredigt. All rights reserved.
Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19

Gebruikers-avatar
Ton
BerichtenCOLON 4027
GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Okt 27, 2019 2:01 pm

Epredigt vom 27.10.2019 (Johannes 5, 1-16)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 19. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 5. Kapitel des Johannesevangeliums, die Verse 1-16. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Die Heilung eines Kranken am Teich Betesda

Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Herbräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen; in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte. Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank. Als Jesus den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es war aber an dem Tag Sabbat. Da sprachen die Juden zu dem, der gesund geworden war: Es ist heute Sabbat; du darfst dein Bett nicht tragen.
Er antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sprach zu mir: Nimm dein Bett und geh hin! Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und geh hin? Der aber gesund geworden war, wusste nicht, wer es war; denn Jesus war entwichen, da so viel Volk an dem Ort war.
Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre. Der Mensch ging hin und berichtete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. Darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte.



Liebe Gemeinde,

da wär ich gern dabei gewesen, wie Jesus einen Menschen heilt, der achtunddreißig Jahre krank war. Im Prinzip sind wir ja auch heute noch Augen- und Ohrenzeugen. Wenn wir den Predigttext lesen, dann lesen wir ja Gottes Wort. Und dieses entspricht bekanntermaßen zu 100 % der Wahrheit. Was für ein Segen, dass wir in unserem Lande das Wort Gottes unbehelligt lesen, studieren und darüber reden dürfen. Das nur einmal kurz vorab.

Ja, liebe Gemeinde, Jesus heilt. Aber Jesus macht noch viel mehr. Lassen Sie uns dies heute Morgen einmal gemeinsam betrachten.

1. Jesus der Arzt

Stellen Sie sich vor, Sie leiden seit fast 40 Jahren an einer chronischen Krankheit; nehmen wir ruhig einmal das Rheuma. Das tut höllisch weh habe ich mir sagen lassen. Und so richtig an eine Heilung ist wohl immer noch nicht zu denken.

Wenn ich an einer derartigen Krankheit leiden würde, dann wünschte ich mir nichts mehr, als wieder gesund zu werden. Irgendeine Therapie, auch wenn sie noch so lange dauert muss es doch geben; Hauptsache ich werde wieder gesund.

Und dann kommt Jesus daher und fragt mich, ob ich gesund werden möchte? Ja geht's noch? Natürlich will ich wieder gesund werden. Und dann sagt Jesus: Es geht natürlich um dein Rheuma. Aber was nutzt es dem Körper, wenn ich ihn heile und deine Seele bleibt krank. Dann kann es leicht passieren, dass du wieder krank wirst und dass sich die Krankheit deiner Seele auf den Körper überträgt.

Klar Jesus, habe ich verstanden, natürlich möchte ich auch, dass meine Seele gesund wird. Das dauert dann wohl ein wenig länger, aber Körper und Seele gesund, da muss man eben Geduld haben.

Und dann sagt Jesus: Steh auf, lauf umeinander und schau mal wie es dir geht. Wow Jesus !!! Von jetzt auf gleich wieder gesund. Ich fasse es nicht.

Genau das, liebe Gemeinde ist am Teich Betesda ja passiert. Und was damals passiert, das passiert auch heute noch. Immer genau dann, wenn wir es zulassen und wenn wir uns auf diesen Jesus einlassen und wenn es zu unserem Besten dient. Darauf dürfen wir uns auch heute noch felsenfest verlassen.

Ich habe ja schon öfters über die Drogentherapie des Walter Heidenreich berichtet. Die christliche Drogentherapie wartet mit erstaunlichen Erfolgen auf. Von einer Stunde auf die andere waren Schwerstabhängige ihre Sucht los. Aber nicht weil Walter Heidenreich dies gemacht hat, sondern weil der unter der Drogensucht leidende Mensch sein Leben Jesus übergeben hat.

2. Jesus und der Marschbefehl

Als Jesus den Kranken geheilt hatte, ließ er ihn ja nicht einfach am Teich Betesda zurück. Er hatte ja das Seine getan, was sollte also noch kommen.

Es sollte noch etwas kommen, liebe Gemeinde, nämlich der Marschbefehl an den Geheilten. Nimm dein Bett und geh hin. Das war der Auftrag an den Geheilten. Er, der so lange am Teich Betesda gelegen hatte sollte wieder zurück in die Welt.

Er sollte nicht lange über seine Gesundung nachdenken und grübeln, wie Jesus ihn geheilt hatte. Das hätte nur dazu geführt, dass er an alter Stätte weitergelebt hätte.

Jesus heilt und Jesus will die Geheilten wieder an ihren Platz in dieser Welt stellen. Zum einen können sie wieder ein vollkommen normales Leben führen. Was aber viel wichtiger ist: Die Geheilten können über die Wundertaten unseres Herrn berichten.

Ein Arzt aus Deutschland, der selber nach einem Martyrium von Behandlungen Jesu Heilung an seinem Körper erleben durfte, der ist heute nicht nur in ganz Europa unterwegs um über dieses Wunder zu berichten. Nein, dieser Arzt betreibt auch noch eine Praxis, wo er mit Jesus als "Seniorpartner" tätig ist.

Wenn es Sie interessiert, dann schauen Sie einfach mal bei youtube vorbei und geben den Namen "Arne Elsen" ein.

3. Jesus First

Jesus wusste natürlich, dass es ob der Heilung des Gelähmten wegen Ärger geben würde. Schließlich hatte er den Kranken ausgerechnet am Sabbat geheilt. Und das war jedenfalls so was von verboten. Das ging einfach gar nicht.

Jesus ging aus diesem Grunde dem Geheilten hinterher und sprach noch einmal mit ihm. Hinter seinen Worten "Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre" steht der Satz:

Folge mir nach und nicht irgendwelchen religiösen Regeln. Die sind doch alle nur von Menschen gemacht. Wenn Du mich kennenlernen willst und wenn du dein Leben auf die rechte Bahn lenken willst, dann schaue allein auf mich.

Liebe Gemeinde, ein Walter Heidenreich schaut nur auf Jesus und folgt ihm nach. Seitdem er dies tut, steht er unter Dauerbeschuss. Aber er schaut weiter nur auf Jesus und nicht auf die Menschen, die ihm übel nachreden.

Ein Arne Elsen schaut einfach nur auf Jesus. Er versucht auch gar nicht erst zu verstehen, wie Jesus heilt, er folgt ihm einfach nach und macht das, was Jesus ihm sagt. Und natürlich steht auch ein Arne Elsen im Kreuzfeuer der Kritik. Aber das macht ihm nichts, solange er Jesus in seiner Nähe weiß.

Was können wir heute von Jesus lernen? Ganz einfach seine Worte zu befolgen: Folge mir nach und mach das, was ich dir sage. Nicht mehr und nicht weniger. Und wie erfahre ich, was Jesus von mir will ? Ganz einfach, Jesus ist immer nur ein Gebet weit entfernt. Sprechen wir doch wieder mehr MIT ihm als über ihn. Es wird uns guttun, das verspreche ich uns allen.

Lassen Sie uns immer daran denken, dass unser Herr stets bei uns ist. Lassen Sie uns dies heute tun, indem wir gemeinsam in den ersten Vers des Liedes "Von Gott will ich nicht lassen... " (EG 365) des Liederdichters Ludwig Helmbold einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir,
führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.
Er reicht mir seine Hand,
den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen,
wo ich auch sei im Land.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche. Bis zum nächsten Donnerstag, dem Reformationstag, grüße ich Sie alle ganz herzlich.

Ihr
Ulrich Naber
Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



Copyright © 2019 ePredigt. All rights reserved.
Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19

Gebruikers-avatar
Ton
BerichtenCOLON 4027
GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Do Okt 31, 2019 9:58 am

ePredigt vom 31.10.2019 (5. Mose 6, 4-9)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Reformationstag im Jahre 2019. Den Predigttext für den heutigen Tag finden wir im 5. Buch Mose, Kapitel 6, die Verse 4-9. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Höre Israel, Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore.


Liebe Gemeinde,

wenn wir uns heute an die Reformation erinnern, dann sollten wir einmal darüber nachdenken, warum diese überhaupt stattgefunden hat, was sie beinhaltet und welche praktischen Konsequenzen sich für unseren Alltag als Christen daraus ergeben.

1. Warum Reformation

Ja, diese Frage steht natürlich im Raum. Hätte es nicht auch eine Kirche und eine Konfession getan ? Das werde ich immer wieder gefragt. Und musste Luther unbedingt die Kirche spalten ?

Also, der Reihe nach. Nach Christi Himmelfahrt hatte sich die Urgmeinde gebildet. Diese war allein darauf bedacht, das Werk Jesu auf Erden so fortzuführen, wie unser Herr es den Jüngern beigebracht hatte. Und so folgten sie rund 200 Jahre lang treu dem Herrn nach.

Doch dann kam der erste Bruch. Man pflegte nicht mehr, dem Herrn nachzufolgen, sondern die Worte des Herrn zu studieren und so auszulegen, wie es einem genehm war. Irgendwann bildete sich die katholische Kirche heraus ( es hätte auch die evangelische sein können) und schon bald hatte man Hiercharchien geschaffen, die nun ihrerseits wieder damit beschäftigt waren ein komplexes Regelwerk zu installieren.

Als man danach Ausschau hielt, wie man noch mehr Geld in die eh schon vollen Kassen bekommen konnte, kam man auf den Ablassbrief. Hinterbliebene konnten bei der Kirche einen derartigen Brief kaufen und damit ihre Verwandten oder Bekannten aus dem Fegefeuer herauskaufen. Das war genial, denn nachprüfen konnte es eh keiner und die Machtstellung der Kirche verfestigte sich noch mehr.

Und genau zu diesem Zeitpunkt setzt Luther mit seinen 95 Thesen ein Ausrufezeichen gegen diese katholische Kirche und ihr teils sehr absurdes Regelwerk.

Luther wollte die Kirche also gar nicht spalten, sondern nur von innen her renovieren oder, wie es der Name des heutigen Feiertages sagt, reformieren.

2. Was wollte Luther ?

Luther ging es darum, verlorenen Menschen aufzuzzeigen, wie sie wieder Himmelsbürger werden können. Und dafür gab es drei Säulen:

a. Sola Fide

Allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt. Er muss keine Werke vollbringen, Ablassbriefe kaufen oder spezielle religiöse Rituale vollbringen, damit er in den Himmel kommt.

b. Sola Gratia

Allein durch die Gnade Gottes kommt der Mensch wieder in den Stand eines von Gott geliebten Kindes. Er selber kann gar nichts dazutun, außer seinem "Ja" zu dem Gnadengeschenk, welches ihm Gott bereitet hat. Dieses muss man natürlich aktiv und höchstpersönlich annehmen. Da hilft einem auch keine Kirche.

c. Sola Scriptura

Allein die Schrift. Und damit legte sich Luther erst richtig mit der Kirche an. Für Luther galt allein Gottes Wort und nicht das vielältige Regelwerk der katholischen Kirche. Alles, was gegen das Wort Gottes verstößt ist somit null und nichtig. Und wenn man das Wort Gottes auslegen möchte, dann bitte nur MIT dem Wort Gottes. Oder wie es die Väter des Pietismus so schön ausgedrückt haben: Die Bibel muss durch die Bibel ausgelegt werden.

3. Die Praxis

So, uns jetzt kommen wir zu unserem heutigen Predigttext. Bisher war ja alles ein wenig historisch und sehr theoretisch. Wenn wir Gottes Gnadengeschenk angenommen haben, dann sollen wir uns auch entsprechend verhalten.

Wir sollen Gott lieben von ganzem Herzen. Das bedeutet, dass ich auch nicht ein Stückchen meines Herzens der Liebe für Gott entziehen darf. Wie oft hängen wir mit unserem Herzen auch an anderen Sachen, als an unserem Herrn.

Wir sollen Gott lieben von ganzer Seele. Die Seele ist es doch, auf die der Teufel es abgesehen hat. Und wenn diese sich nicht voll und ganz auf unseren Herrn fokussiert, dann hat der Teufel schnell ein leichtes Spiel mit uns. Das war schon bei Adam und Eva so und hat sich bis heute auch nicht geändert.

Wir sollen Gott lieben mit all unserer Kraft. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht auch Kraft in unsere Arbeit investieren dürfen oder Kraft in den harmonischen Zusammmenhalt unserer Familien. Nur sollte im Mittelpunkt immer unser Herr stehen.

Gottes Wort soll für uns alle ein Wegbegleiter im Alltag sein. Das sagt uns schon Mose in unserem heutigen Predigttext. Konkret umgesetzt heißt dies z.B. Zeit für ein Morgen- und ein Abendgebet mit unserem Herrn zu verbringen. Und auch tagsüber dürfen wir unseren Herrn um seinen Rat fragen.

Schon im Kindesalter sollen wir unsere Kleinen im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit dem Wort Gottes vertraut machen, damit das Wort Gottes schon in frühem Lebensalter ein Wegweiser auf all ihren Wegen sein kann.

Die Israeliten hatten die 10 Gebote jeweils auf die Pfosten der Eingangstüre ihrer Häuser geschrieben. Wenn sie das Haus verließen wurden sie an die Worte des Herrn erinnert und wenn sie heimkamen, wurden sie ebenfalls wieder an diese Worte erinnert. Heutzutage eignet sich sicherlich eher die Bibel auf dem Wohnzimmertisch dazu, diesen Zweck zu erfüllen.

Liebe Gemeinde, wenn wir dies machen, dann haben wir die praktische Konsequenz aus den drei "Solas" von Martin Luther gezogen und bieten so dem Satan keinerlei Angriffsfläche mehr. Natürlich ist dies alles nicht so einfach wie wir es heute morgen besprochen haben. Aber in all unseren Nöten dürfen wir uns getrost und unverzagt an den Einen wenden der uns versprochen hat: " Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienststes in DAS Reformationslied schlechthin einstimmen, welches Martin Luther gedichtet hat. Lassen Sie uns in den ersten Vers des Liedes "Ein feste Burg ist unser Gott..." (EG 362) einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.
Der altböse Feind mit Ernst er's jetzt meint;
groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist,
auf Erd ist nicht seinsgleichen.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen besinnlichen Reformationsabend und freue mich, wenn wir am nächsten Sonntag wieder vereint beisammen sein dürfen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber



Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



Copyright © 2019 ePredigt. All rights reserved.
Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19

Gebruikers-avatar
Ton
BerichtenCOLON 4027
GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Nov 04, 2019 1:44 pm

ePredigt vom 03.11.2019 (1. Mose 8, 18-22; 9, 12-17)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 20. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 1. Buch Mose Kapitel 8, die Verse 18-22 und im Kapitel 9, die Verse 12-17. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, dazu alle wilden Tiere, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen. Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.
Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig:
Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe.
Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist. Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.



Liebe Gemeinde,

obwohl es sich bei der Sintflut um einen der älteren Berichte aus der Bibel handelt, so können wir auch heute noch für uns wichtige Hinweise für unser Leben als Christen in ihm finden. Lassen Sie uns daher gedanklich auf die Reise begeben in die Zeit nach der Sintflut, als Noah die Arche verließ.

1. Der Altar

Das war schon gewaltig gewesen, was Noah erlebt hatte. Gott setzt die ganze Erde unter Wasser, alles Leben wurde innerhalb kürzester Zeit vernichtet. Nur Noah, seine Familie und die Tiere in der Arche überlebten diese einzigartige Sintflut.

Und nun hatte Noah wieder festen Boden unter den Füßen. Eigentlich hätte er sofort damit beginnen müssen, einen Acker zu bestellen, damit für Ihn, seine Familie und das ganze Getier auch wieder genügend Nahrung vorhanden war.

Aber Noah machte etwas ganz anderes, Noah war sich bewusst, wer ihn durch diese ganze Geschichte so sicher hindurchgeführt hatte. Und da machte er das einzig richtige: Noah baute dem Herrn einen Altar. Einen Altar aus Dank dafür, dass ihn der Herr durch alle Unbillen des Lebens hindurchgeführt hatte. Aber auch einen Altar, der der Anbetung dienen sollte und der ein stets sichtbares Zeichen dafür sein sollte, wem man das alles zu verdanken hatte.

Also nochmals: Noah baute nicht zuerst einen Tempel, sondern einen Altar. Und daraus können wir auch heute noch lernen, liebe Gemeinde. Wir müssen gar keinen Altar aus Steinen bauen, wir können in unserem Herzen einen Altar errichten, der stets und ständig auf unseren Herrn ausgerichtet ist.

Wenn wir einmal unser Leben betrachten, dann finden wir jeden Tag genügend Möglichkeiten um bei dem Herrn für seine treue und Fürsorge einmal wieder von Herzen "Danke" zu sagen. Und bevor Noah etwas Neues begonnen hatte, da baute den den Altar und betete den Herrn an. Das können wir uns auch zur Gepflogenheit machen. Sprechen wir doch wieder mal zuerst mit unserem Herrn, wenn Entscheidungen und Neuerungen jedweder Art bei uns anstehen.

2. Gottes Zusage

Noah forderte nichts von Gott. Aber Noah bedankte sich dafür, was der Herr bisher für ihn und die Seinen getan hatte. Noah wusste, dass er nichts von diesem Herrn fordern konnte, aber für alles dankbar sein sollte, was der Herr ihm schenkt.

Und dann schenkte der Herr Noah viel mehr, als er es sicherlich gewagt hatte zu fragen. Der Herr sagte Noah zu, dass hinfort nicht mehr aufhören soll: Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, sowie Tag und Nacht. Das klingt banal, aber was der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat, hier verpflichtend zusagt ist übertragen folgendes:

"Obwohl ihr nach wie vor Sünder seid und in euren Herzen von Jugend an nur Böses zu finden ist, verpflichte ich mich, diese Erde am Leben zu erhalten. "

Wenn auch nur einer der oben genannten Faktoren ausfiele, dann wäre die ganze Erde innerhalb kürzester Zeit unbewohnbar. Wir würden alle elendig zugrunde gehen.

Was sehen wir daraus: Gott, der Gott der Liebe schenkt immer mehr als wir verdient haben, weil er uns so sehr liebt.

Natürlich sollen wir auch achtsam mit unserer Schöpfung umgehen, wir sollen aber nicht unsere Schöpfung zum Gott machen sondern unseren Schöpfer. Natürlich ist Klimaschutz wichtig, aber wichtiger ist unser Verhältnis zu demjenigen, der das alles erschaffen hat. Der ist nämlich auch für das Klima verantwortlich. Er hat es definitiv zugesagt.

Daher brauchen wir auch keine kleine Greta; denn wir haben ja schon einen großen Gott, und der macht das alles ohne merkantile Interessen.

3. Sein Zeichen

Wir Menschen brauchen ja immer wieder Zeichen. "Ich glaube nur, was ich sehe" das kennen wir ja alle. So waren die Menschen damals und so sind sie es auch heute noch.

Und dann lässt sich der allmächtige Gott auch noch dazu herab und bietet den Menschen ein Zeichen für seinen Bund an.

Dieses Zeichen kennen wir alle: Es ist der Regenbogen. Wenn wir uns einen Regenbogen betrachten, dann ist er ohne Anfang und ohne Ende. Der Bogen, der scheinbar auf der Erde endet, dieser Bogen ist dort nicht zu Ende; wir sehen ihn nur nicht mehr mit unseren Sinnesorganen.

Mit diesem Zeichen untermauert Gott noch einmal die Dauer seines Bundes und zeigt aber zugleich, dass es bei ihm keinen Raum und keine Zeit gibt, sondern nur die Ewigkeit.

Dank des stellvertretenden Todes unseres Herrn für unsere Sünden gilt dieser Bund der Ewigkeit über unser zeitliches Leben hinaus. In dem Augenblick, wo wir auf Erden sterben, gehen wir ein in Gottes Ewigkeit und dürfen auf ewig mit ihm zusammenleben. Voraussetzung ist nur, dass wir dies auch wirklich wollen, unsere Sünden bekennen und das Geschenk, was uns Gott gemacht hat, auch im Glauben annehmen.

Lassen Sie uns zum Abschluss gemeinsam in den ersten Vers des Liedes "Ich bin ein Gast auf Erden..." (EG 529) des Liederdichters Paul Gerhardt einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand;
der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland.
Hier reis ich bis zum Grabe; dort in der ewgen Ruh
ist Gottes Gnadengabe, die schließt all Arbeit zu.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



Copyright © 2019 ePredigt. All rights reserved.
Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19

Gebruikers-avatar
Ton
BerichtenCOLON 4027
GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Nov 11, 2019 11:28 am

ePredigt vom 10.11.2019 (Lukas 6, 27-38)



Liebe Gemeinde,


ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 6. Kapitel des Lukasevangeliums, die Verse 27-38. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen, segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Und wer dich auf die eine Backe schlägt, dem biete die andere auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem verweigere auch den Rock nicht. Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht zurück.
Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch. Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank habt ihr davon? Denn auch die Sünder lieben ihre Freunde. Und wenn ihr euren Wohltätern wohltut, welchen Dank habt ihr davon?
Denn die Sünder tun dasselbe auch. Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr etwas zu bekommen hofft, welchen Dank habt ihr davon? Auch die Sünder leihen den Sündern, damit sie das Gleiche bekommen. Vielmehr liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft. So wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Kinder des Allerhöchstens sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen.



Liebe Gemeinde,


es gibt, und das lehrt uns Jesus heute, zwei Arten des Christentums. Das Christentum light und das ernstgemeinte Christentum, also die aufrechte Nachfolge. Lassen Sie uns diese beiden heute einmal gemeinsam betrachten:

1. Christentum Light

Die Mitmenschen lieben, gute Taten vollbringen und dem in Not geratenen Mitmenschen zur Seite stehen. Das sind doch an sich die Dinge, die uns unser Herr lehrt zu tun.

Und doch gibt es da einen gewaltigen Unterschied zur echten Nachfolge. Natürlich mögen wir die Menschen, die uns auch mögen und denen wir "auf Augenhöhe" begegnen. Die vielleicht sogar noch unsere Meinungen, Hobbys und Interessen teilen, das sind doch die Menschen, in deren Gegenwart wir uns sehr wohl fühlen.

Natürlich sind wir alle wohltätig gegenüber unseren Mitmenschen. Man kennt das ja: Eine Hand wäscht die andere. Hilfst Du mir helf ich Dir. Und so kann man sich ein gerüttelt Maß an guten Taten auf die Guthabenseite legen, die man irgendwann wieder einfordern kann.

Klar leihe ich meinem Nachbarn meinen Rasenmäher; der hat ja eine so tolle Schneefräse. Die muss er mir dann ja auch geben, wenn es Winter wird.

Liebe Gemeinde, auf den ersten Blick sind dies alles gute Taten. Nur, und das ist leider der Knackpunkt; bei all diesen Taten haben wir nicht wirklich unsere Mitmenschen im Blickpunkt, sondern letztendlich uns selber. Klar geben wir gern, aber nur, wenn wir auch etwas dafür zurückbekommen.

Mit dem wahren christlichen Leben meint unser Herr aber etwas ganz anderes:

2. Christentum 1.0 - Feindesliebe

"Liebt eure Feinde", so haben wir es am Anfang unsers Predigttextes gehört. Das wirft so einiges von dem was wir soeben besprochen haben über den Haufen. Jetzt geht es eben nicht mehr um mich, sondern um denjenigen, den ich nun wirklich nicht ausstehen kann.

Ich glaube, mit Fug und Recht sagen zu können, dass dies für uns alle eine wirklich ernste Herausforderung darstellt. Meinen Feind wie meinen besten Freund behandeln, ihm auch noch Gutes angedeihen lassen und ihm sogar auch noch mit Geld aus der Patsche zu helfen. Das fordert mich ganz schön heraus.

Gott sei Dank stehe ich bei dieser Aufgabe nicht alleine da. Und unser Herr gibt uns auch einige Hilfsmittel an die Hand, wie denn dies gelingen kann. Schauen wir uns diese einmal etwas näher an:

"Betet", so haben wir es vorhin gehört. Für meinen Feind beten heißt, ihn loszulassen, und ihn Gott anzuvertrauen. Wenn ich dies ernsthaft durchführe, dann merke ich auf einmal, dass mein Feind immer weniger Macht über meine Gedanken besitzt. Meinen Feind in die Hand Gottes zu überantworten ist also der erste Schritt in die richtige Richtung.

"Segnet", ja jetzt wird es schon etwas schwieriger. Wenn ich eine Person segne, dann bitte ich darum, dass auch sie Anteil an der göttlichen Kraft und der göttlichen Gnade bekommen möge. Vielleicht fehlt meinem Widersacher ja auch nur der Zugang zu Gott. Vielleicht dreht Gott ihn ja komplett um. Segnen heißt, dass ich meinen Feind nicht nur aus Rachegründen Gott anempfehle sondern auch zu seiner eigenen Läuterung.

"Tut Gutes", ok, beten und segnen lasse ich mir ja noch gefallen. Aber zuerst einmal muss der blöde Kerl von Gott einmal zu hören bekommen, was er alles für Mist gebaut hat. Und dann wären wir wieder am Anfang. Wissen Sie, wie man einen Streit fast immer mit sofortiger Wirkung beenden kann ? Sagen Sie ihrem Gegenüber doch einfach was ganz nettes. Machen sie ihm ein Kompliment oder loben Sie ihn einfach.

Die Spirale der sprachlichen Gewalt wird auf der Stelle unterbrochen. Ich werde auch häufig angegriffen und verwende sehr oft folgende Formulierung: "Wissen Sie, Sie sind mir schon lange aufgefallen als ein intelligenter Mensch, der Emotionen von Fakten trennen kann. Und dafür bewundere ich Sie." Damit ist der Krach meist vom Tisch und man kann wieder sachlich miteinander umgehen.

Ich hatte auch einmal eine hitzige Diskussion mit einem Kollegen. Auf einmal sagte er: "Du, es ist schon spät geworden. Darf ich Dich zum Essen einladen?" Zack, war der Knatsch beendet.

3. Wat soll datt denn geben?

Verzeihen Sie mir, wenn ich in mein Ruhrgebietsdeutsch zurückfalle. Diese Formulierung verwendet man bei uns, wenn uns ein Vorschlag gemacht wird, etwas ganz anders zu machen als wir es bisher gewohnt waren.

Wir beten ja immer das Vater unser. Erinnern Sie sich: "Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben (haben) unseren Schuldigern." Im Urtext steckt dieses kleine Wort "haben" so wie ich es in Klammern gesetzt habe.

Das bedeutet aber auch, dass mir nicht vergeben wird, wenn ich nicht bereit bin zu vergeben.

Zum Abschluss sagt uns unser Herr noch etwas ganz entscheidendes; nämlich: "Mit dem Maß, mit dem ihre messt, wird man euch auch messen".

Messen wir mit dem Maß des Hasses, dann werden auch wir mit dem Maß des Hasses gemessen werden. Messen wir mit dem Maß der Überheblichkeit, dann werden auch wir mit diesem Maß gemessen werden. Messen wir hingegen mit dem Maß der Liebe, dann werden auch wir am Ende aller Tage mit diesem Maß der Liebe gemessen werden.

Wir wollen doch alle in den Himmel kommen, davon gehe ich einmal aus. Dann lassen Sie und doch schon hier auf Erden die Liebe trainieren, die wir im Himmel erfahren werden. Das wird natürlich nicht immer klappen, aber ich habe stets den Einen bei mir, der mir immer wieder die zweite Chance einräumt und der mir immer wieder zeigt, wie es doch klappen kann.

Wie wir mit dem Maß der Liebe schon auf Erden messen lernen können, das beschreibt der Liederdichter Johann Scheffler sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes "Liebe, die du mich zum Bilde..." (EG 401), der da lautet, wie folgt:

Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht,
Liebe, die du mich so milde nach dem Fall hast wiederbracht:
Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



Copyright © 2019 ePredigt. All rights reserved.
Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19


Terug naar

Wie is er online?

Gebruikers in dit forum: 0 en 0 gasten