ePredigte.

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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Za Nov 30, 2019 12:03 pm

ePredigt vom 24.11.2019 (Matthäus 25, 1-22)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Ewigkeitssonntag. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums, die Verse 1-22. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Von den klugen und den törichten Jungfrauen,

Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zum Kaufmann und kauft für euch selbst. Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.



Liebe Gemeinde,

eine Hochzeitsgeschichte am Ewigkeitssonntag !!! Das passt doch überhaupt nicht zusammen. Tod und Freude sind doch scheinbare Gegensätze. Schauen wir uns doch einmal etwas genauer an, was Matthäus, respektive Jesus uns mit diesem Text sagen will.

1. Himmelreich für alle

Wenn Jesus das Himmelreich mit den 10 Jungfrauen vergleicht, dann möchte er uns damit sagen, dass Gottes Reich für uns alle da ist.

Viele unter uns haben im vergangenen Jahr den schweren Weg zu einem Friedhof antreten müssen und mussten endgültig von einem lieben Menschen Abschied nehmen. Dieser Abschied muss aber nicht für ewig sein.

Gott hat nicht nur die Ewigkeitssehnsucht in unsere Herzen gelegt, nein er hat auch selber den Weg bereitet, wie wir wieder zu ihm in das Himmelreich kommen können.

Wo unsere Lieben jetzt sind, da können und dürfen wir auch dereinst unseren Hauptwohnsitz nehmen.

Eine ältere Dame, die ihren Mann verloren hatte, sagte mir einmal, dass sie ja wisse, dass ihr Gatte ja nur eine kleine Zeit vor ihr in den Urlaub gefahren ist und sie demnächst nachreisen werde.

Aber Vorsicht, liebe Gemeinde, einen Automatismus dafür gibt es nicht. Und damit wollen wir uns jetzt noch ein wenig beschäftigen.

2. Die klugen Jungfrauen

Wenn wir in den Himmel kommen wollen, dann müssen wir darauf auch gut vorbereitet sein. Gut vorbereitet ist jeder Mensch, der, das, was der Herr Jesus Christus für uns getan hat im Glauben annimmt, seine Sünden bereut und dem Herrn Jesus den Thron seines Lebens übergibt.

So wie die 5 klugen Jungfrauen nicht nur die Öllampen mitnahmen, sondern vorausschauend auch noch das Öl dazu im Gepäck hatten, so sollen auch wir gut vorbereitet sein, wenn wir eines Tages vor unserem Herrn stehen werden.

Bekehrung ist der Beginn der Vorbereitung, danach kommt das "Dranbleiben" an unserem Herrn. Nur wenn wir tagtäglich in einer engen Beziehung mit ihm leben, können wir seinen Willen für unser Leben erfahren. Nur so kann er uns auf unserem Lebensweg begleiten und dereinst durch die Türe in sein Reich führen.

Wenn wir unseren Herrn nach unserer Bekehrung in die Ecke stellen, um ihn später einmal wieder vorzuholen, dann laufen wir nämlich Gefahr, dass wir uns so nach und nach wieder von ihm trennen und ein Leben führen, wie wir es vor der Bekehrung getan haben.

Vergessen wir nie, dass es ein Leben lang einen Gegenspieler Gottes gibt, der alles daran setzt, uns von unserem Herrn loszueisen und in seinen Bann zu ziehen.

Lassen Sie uns klug sein und klug handeln.

3. Die törichten Jungfrauen

Liebe Gemeinde, die törichten Jungfrauen sind ja auch auf dem rechten Weg gewesen, wie die klugen Jungfrauen. Wo ist denn genau da etwas schief gelaufen?

Sie hatten sich halbherzig auf den Weg gemacht. Und das ist das gefährlichste was es gibt. Ein bekannter Evangelist sagte einmal über die echte Beziehung zu unserem Herrn: "Sei ganz Sein, oder lass es ganz sein."

Machen wir uns nichts vor, liebe Gemeinde, es gibt sehr viele Menschen, die halbherzig dem Herrn angehören, mit der anderen Hälfte des Herzens aber nach wie vor an ihrem alten Leben festhalten.

Betrachten wir doch unsere Gemeinschaft mit dem Herrn mal mit einer Ehe. Das passt auch ganz gut zu unserem heutigen Predigttext. Was würde Ihr Ehepartner wohl dazusagen, wenn Sie neben ihm noch einen anderen Partner hätten? Er/Sie wäre wohl nicht davon begeistert.

Was würde Ihr Ehepartner wohl dazu sagen, wenn Sie mit allen möglichen Menschen Kontakt halten, nur zu ihm nicht? Er/Sie würde wohl über kurz oder lang die Trennung vollziehen.

Und so machen es leider viele Menschen, die sich in falscher Sicherheit wiegen, weil sie getauft sind, ab und wann in die Kirche gehen und ja auch sonst nichts gegen Gott haben.

Und wenn ich so lebe, liebe Gemeinde, dann stehe ich nach meinem irdischen Tode vor der verschlossenen Türe, wie die 5 törichten Jungfrauen. Und dann gibt es keine Möglichkeit mehr, diese Türe zu öffnen. Wer sie zu Lebzeiten nicht öffnen wollte, dem bleibt diese Türe auch nach seinem Tode verschlossen.

Liebe Gemeinde, Jesus will uns keine Angst einjagen, wenn er uns dies so pragmatisch sagt; Jesus will uns wachrütteln, damit wir uns auf den Weg dahin machen, wo er in Ewigkeit mit uns leben möchte.

Lassen Sie uns also Jesu Weckruf folgen und ihm nachfolgen, damit wir auch durch die offene Tür in das ewige Leben eintreten dürfen, wie unsere Lieben, die uns bereits vorangegangen sind.

Und jetzt können wir auch die Eingangsfrage beantworten, ob den Hochzeit und Ewigkeitssonntag zusammen passen. Ja, sie passen zusammen, da wir uns in unserem Leben auf unseren Eintritt in die Ewigkeit vorbereiten. Und dieser Moment im Zeitpunkt unseres irdischen Ablebens kommt. Daher dürfen wir uns für die freuen, die uns bereits vorausgegangen sind und dürfen uns selber für uns freuen, die wir eines Tages unseren Lieben nachreisen werden.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den ersten Vers des Liedes "Wir warten dein, o Gottes Sohn..." (EG 152) des Liederdichters Philipp Friedrich Hiller einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Wir warten dein, o Gottes Sohn, und lieben dein Erscheinen.
Wir wissen dich auf deinem Thron und nennen uns die Deinen.
Wer an dich glaubt erhebt sein Haupt und siehet dir entgegen;
du kommst uns ja zum Segen.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen noch einen besinnlichen Ewigkeitssonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Dec 02, 2019 11:21 am

ePredigt vom 01.12.2019 (Römer 13, 8-12)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 1. Sonntag im Advent. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 13. Kapitel des Römerbriefes, die Verse 8-12. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist (2. Mose 20, 13-17): "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren", und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst (3. Mose 19,18):"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nämlich dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.



Liebe Gemeinde,

wenn wir auf das Kind in der Krippe schauen, dann meinen wir ja immer, dass wir es sind, die auf dem Weg zu Gott sind. Aber es ist genau umgekehrt. Gott hat uns zuerst geliebt. Der Mensch hat die Sache mit dem Paradies, welches ihm Gott gegeben hatte, ja genial in den Sand gesetzt. Fortan exstierte eine Kluft zwischen Gott und den Menschen, die kein Mensch überwinden konnte.

Also musste Gott einen neuen Weg suchen, wie er uns wieder zu seinen geliebten Kindern machen kann. Das ging nur, indem er als vollkommen sündloser Mensch für all unsere Sünden bezahlt. Dazu musste er er aber erst einmal als Mensch auf die Welt kommen. Also Gott kommt zuerst zu uns und nicht wir zu ihm.

Mit dem Kommen allein ist es aber nicht getan. Gott erwartet von uns auch etwas, was ich einmal als aktiven Advent bezeichnen möchte. Schauen wir uns doch einmal an, was Gott von uns erwartet.

1. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

Das ist mal eine Herausforderung. Wer ist denn mein Nächster frage ich mich dann sofort. Stop, diese Frage führt schon in die Passivität. Ist es der Hartz 4 Empfänger ? Dem wird doch schon vom Staat geholfen. Ist es die alte kranke Dame von nebenan? Für die ist doch ein Platz im Pflegeheim vorhanden.

Nein, wir müssen anders fragen. Wir müssen fragen: Wem kann ich der Nächste sein. Nur so schärfen wir unsere Sinne und erkennen, wo unsere Hilfe benötigt wird und wir gebraucht werden. Wenn wir so fragen, dann kommen auch keine Ausreden mehr auf den Tisch.

Denken wir an den barmherzigen Samariter. Der fand einen Verletzten auf seiner Reise. Obwohl er sicherlich auch unter Zeitdruck stand, unterbrach er alles, was ihm wichtig war und kümmerte sich zunächst um den Verletzten.

So sollen wir es auch machen. Seien wir bereit, diese Frage zu stellen. Und seien wir auch bereit, uns von Gott unterbrechen zu lassen.

2. Aufstehen

Wir sollen aufstehen von unserem Schlaf, so haben wir es soeben gehört. Das bedeutet, dass wir aktiv werden sollen. Wir sollen die Gebote Gottes mit Leben füllen.

Paulus führt ja einige Gebote auf. Drehen wir diese doch einmal um ins Positive.

"Du sollst nicht ehebrechen" können wir mit Leben füllen, indem wir unseren Ehepartnern stets treu bleiben und sie auf allen ihren Wegen unterstützen. Da darf man sich ruhig einmal für das tolle Essen bedanken, was man uns gekocht hat. Und es ist auch nicht verboten, unsere Ehepartner mit kleinen Geschenken zu überraschen.

"Du sollst nicht töten" können wir zum Beispiel mit Leben füllen, indem wir uns für den Erhalt des Lebens einsetzen. Wussten Sie, dass die dritthäufigste Todesursache in Schweden die Abtreibung ist. Da heißt es aufstehen und aktiv werden.

"Du sollst nicht stehlen". Anstelle von Stehlen kann man auch das Wort Nehmen setzen. Wir sollen nicht immer nur nehmen und noch mehr nehmen. Wir sollen wieder zu Gebern werden, die fröhlichen Herzens von ihrem zu viel an die abgeben, die von allem zu wenig haben.

"Du sollst nicht begehren". Das sagt sich so einfach. Ich muss doch nur ins Fernsehen schauen und schon setzt mir die Werbung vor, was mir alles fehlt. Und wenn sie das lange genug macht, dann wächst in mir die Begierde nach dem, was auf mich einprasselt. Und wehe, mein Nachbar hat das schon und ich noch nicht. Und genau hier sollen wir den Riegel vorschieben.

Das geht ganz einfach mit einer einfachen Frage an uns selbst: Brauche ich das wirklich ? Denken wir mal wieder darüber nach, bevor wir etwas begehren, nur weil man uns eingetrichtert hat, dass wir das unbedingt brauchen.

3. Waffen anlegen

Bevor unser Herr sein Erlösungswerk an uns vollendet hat, haben wir alle in der Finsternis gelebt. Gott hat uns aus dieser Finsternis heraus den Weg zu seinem Licht gezeigt.

Und das bedeutet zweierlei. Als erstes sollen wir die Werke der Finsternis ablegen. Wir sollen uns also von allem trennen, was uns von Gott wieder entfernen könnte. Das muss natürlich ein jeder für sich selber eruieren. Da wir alle keine Heiligen sind, kommen bestimmt etliche Punkte zusammen, die wir mit Jesus besprechen sollten und ihn um seinen Beistand bitten sollen, damit wir davon loskommen.

Und dann sollen wir die Waffen des Lichts anlegen. Was bedeutet denn das jetzt schon wieder? Nun, wir sollen Leuchten sein für unsere Mitmenschen.

In der Dunkelheit der Welt fällt das Licht auf. Wie sich Schiffe nach dem Leuchtfeuer der Leuchttürme richten, so richten sich die Augen der Mitmenschen, die noch in der Finsternis leben auf unsere Waffen des Lichts.

Wenn in der Finsternis irgendwo ein Licht leuchtet, dann schaue ich doch automatisch dorthin. In aller Regel gehe ich auch und schaue nach diesem Licht. Und hier beginnt auch ein Stück weit Verantwortung für uns Christen.

Wir sollen leuchten mit unserem Licht und die Menschen neugierig machen auf dieses Licht und den Ursprung dieses Lichtes. Wir sollen unsere Mitmenschen nicht belehren oder zutexten mit Bibelzitaten und Moralpredigten jedweder Art.

Wir sollen nur zeigen, dass es einen Weg gibt aus der Finsternis der Welt heraus in das Licht der Ewigkeit. Alles andere macht schon unser Herr.

Liebe Gemeinde, wenn wir dies tun, dann sind wir in der Tat "Aktive Adventslichter".

Lassen Sie uns unseren Herrn zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes mit dem ersten Vers des Liedes: "Macht hoch die Tür..." (EG 1) des Liederdichters Georg Weisel anbeten, der da lautet, wie folgt:

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden


Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten ersten Advent und einen besinnlichen Start in die Adventszeit dieses Jahres.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Dec 09, 2019 2:21 pm

ePredigt vom 08.12.2019 (Lukas 21, 25-33)




Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 2. Sonntag im Advent. Den Predigttext für den heutigen Adventssonntag finden wir im Lukasevangelium, Kapitel 21, die Verse 25-33. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:


Das Kommen des Menschensohns

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dies anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Und er sagte Ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume an: Wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wisst ihr selber, dass jetzt der Sommer nahe ist. So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wisst, dass das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht.


Liebe Gemeinde,

natürlich gedenken wir an das erste Kommen Jesu in dieser Welt gerade in der Adventszeit. Doch die Überschrift unseres heutigen Predigttextes spricht über ein anderes Kommen Jesu, nämlich sein zweites Kommen auf diese Erde. Lukas beschreibt uns ziemlich detailliert, wie dies vonstattengeht. Schauen wir uns das zweite Kommen unseres Herrn einmal gemeinsam an.

1. Was passiert dann?

Schauen wir doch zunächst noch einmal auf das Kind in der Krippe. So heimelig wie es da liegt so heimelig waren die äußeren Umstände von Jesu Kommen in der Tat nicht.

Jesus wurde als uneheliches Kind geboren. Der Geburtsort war ein Stall, heute würde man wohl eher Baracke dazu sagen. Und die ersten Gratulanten waren auch nicht die Könige dieser Welt, sondern einfache Hirten, die damals zur Unterschicht der Bevölkerung gehörten.

Und dann gipfelte Jesu Leben mit dem, was er für uns tat. Erniedrigt, gedemütigt, bespuckt und belächelt trat er den Weg zum Kreuz an, wo er für unsere aller Sünden starb.

Das zweite Kommen, um welches in unserem Predigttext geht, sieht schon ganz anders aus. Wenn Jesus wiederkommt, dann kommt er in Herrlichkeit und als Weltenrichter auf diese Erde.

Schauen wir noch einmal in unsere Krippe. Vor dem Kind, das dort liegt, werden sich einmal beugen alle Knie dieser Welt. Vor diesem Kind werden wir uns alle einmal für all unser Tun und Unterlassen verantworten müssen. Das Kind in der Krippe ist also alles andere als ein harmloses Baby. Betrachten wir es doch auch einmal durch diese nicht rosarote, sondern reale Brille.

2. Unsere Aufgabe

Wenn sich das Kommen unseres Herrn ankündigt, dann sollen wir unsere Häupter erheben und aufstehen.

Liebe Gemeinde, wir leben ja alle in der Endzeit. Diese definiert sich von Jesu Himmelfahrt bis zu seinem Wiederkommen und hat nichts mit spekulativen Endzeitberechnungen zu tun.

Schon jetzt sollen wir als Christen unsere Häupter erheben. Das bedeutet nichts anderes, als dass ich schon jetzt immer wieder "Danke" zu ihm sagen darf für das, was er mir alles in meinem Leben geschenkt hat. Ich darf, da ich ihm ja gehöre voller Vertrauen auf das blicken, was da kommen mag. Ich darf voller Hoffnung durch mein Leben gehen in der festen Gewissheit, dass da einer ist, der mich mein Leben lang auf diesem Wege begleitet.

Dadurch, liebe Gemeinde unterscheiden wir uns als Christen von den Nichtchristen.

Die Sache mit dem Haupt erheben kriegen wir alle hin. Aber es kommt ja noch die Sache mit dem Aufstehen. Schauen wir wieder auf das Kind in der Krippe. Dieses Kind, dass für unsere aller Sünden mit seinem Leben bezahlt hat, dieses Kind möchte nicht, dass auch nur ein einziger Mensch verlorengeht.

Und daher sind wir von diesem Kind persönlich beauftragt worden, seine Erlösungstat in aller Welt zu verbreiten. Wir sollen seine Geschichte unseren Mitmenschen weitererzählen, damit auch sie voll Dank, Hoffnung und Vertrauen durchs Leben gehen können.

3. Wann geht es los ?

Natürlich interessierte es die Jünger Jesu, wann denn dies alles passiert. Und uns interessiert es doch auch. Erlebe ich es noch zu Lebzeiten, dass Jesus widerkommt? Diese Frage haben wir uns doch alle sicherlich schon einmal gestellt.

Jesu spricht zu Beginn unseres heutigen Predigttextes von allerlei Katastrophen, die seiner Wiederkunft vorausgehen. Und wenn wir uns in der Welt umsehen, dann scheint dies bald der Fall zu sein. Daher kursieren ja auch so viele banale Endzeitberechnungen umeinander.

Vor 100 Jahren passierten bestimmt genau so viele Katastrophen wie heute. Nur konnten wie diese nicht alle zur Kenntnis nehmen, da es die meisten Medien, allen voran das Internet noch gar nicht gab. Es gab immer schon Kriege, und es gab immer schon Frieden zwischen den Völkern.

Daher benutzt Jesus auch ein Gleichnis aus der Natur. Die Natur ist gewissen Regeln unterworfen, die immer wiederkehren. So jedenfalls hat es Gott Noah zugesagt. Saat und Ernte, Sommer und Winter sollten niemals aufhören. So lesen wir es im 1. Buch Mose.

Wenn Jesus ein Gleichnis aus der Natur wählt, dann will er uns zeigen, dass wir eben nicht auf die Katastrophen um uns herum fixiert sein sollen. Wir sollen eben keine Mutmaßungen anstellen, wann dies alles geschieht.

Wie der Bauer im Frühjahr sein Feld bestellt und im Herbst erntet, so sollen auch wir treu und brav und voller Hoffnung und Vertrauen unseren Weg durch diese Welt gehen ohne uns von anderen verrückt machen zu lassen.

Wenn wir IHM gehören, dann können wir dies auch tun. Dann müssen wir nicht allen möglichen Gerüchten unser Gehör schenken, dann dürfen wir getrost auf IHN warten bis er wiederkommt zu unser aller Heil und Segen.

Das alles will uns das Kind in der Krippe sagen, wenn wir ihm nur aufmerksam und still zuhören.

Lassen Sie uns zum Abschluss unseres heutigen Gottesdienstes unseren Herrn loben und preisen, indem wir gemeinsam in den 5. Vers des Liedes "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit..." (EG 1) des Liederdichters Georg Weissel einstimmen, der da lautet, wie folgt:


Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten zweiten Advent und eine besinnliche zweite Adventswoche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Dec 16, 2019 1:55 pm

ePredigt vom 15.12.2019 (Lukas 3, 3-14, 18)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 3. Sonntag im Advent.
Den Predigttext für den heutigen Adventssonntag finden wir bei dem Evangelisten Lukas im 3. Kapitel, die Verse 3-14 und 18. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buch der Reden des Propheten Jesaja (Jesaja 40, 3-5)
" Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden. Und alle Menschen werden den Heiland Gottes sehen."
Da sprach Johannes zu der Menge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? Seht zu, bringt rechtschaffene Früchte der Buße; und nehmt euch nicht vor zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken.
Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Und die Menge fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, tue ebenso. Es kamen auch die Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm:
Meister, was sollen denn wir tun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! Da fragten ihn auch die Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold! Und mit vielem andern mehr ermahnte er das Volk und verkündigte ihm das Heil.


Liebe Gemeinde, eine Bußpredigt im Advent? Das passt doch gar nicht.
Warum eigentlich nicht? Schauen wir auf das Kind in der Krippe, dann liegt es so friedlich da, weil wir es von Babys gewohnt sind.

Doch dieses Kind in der Krippe kam mit einer ganz ernsten Aufgabe und einem ernsten Auftrag auf diese Welt. Es sollte für unser aller Sünden mit seinem Leben bezahlen. Und daher passt sicherlich auch eine Bußpredigt im Advent.

1. Buße und Umkehr

Johannes redet Klartext liebe Gemeinde. Buße und Umkehr sind die Bedingungen, die wir erfüllen müssen, damit wir erlöst werden können.

Da hilft uns keine persönliche Beziehung zu einem Pfarrer. Da hilft uns keine Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft.
Und da hilft uns leider auch nicht der regelmäßige Kirchgang. Buße heißt nichts anderes, als dass ich erkenne, dass ich mit meinem Leben grundlegend falsch liege und anerkenne, dass ich so nicht weiter leben kann und darf, wenn ich in den Himmel kommen möchte.

Wenn ich mich dann umdrehe und eine Kehrtwendung in meinem Leben vollziehe, also in die Richtung meines Herrn laufe, dann darf ich gewiss davon ausgehen, dass ER mir alle meine Sünden vergeben wird. Wenn dies geschehen ist, dann steige ich vom Thron meines Lebens herab und übergebe die Führung meines Lebens eben diesem Kind in der Krippe. Und wenn dieses Kind mein Leben regiert, dann wird erst einmal kräftig aufgeräumt.

Wenn dies geschehen ist, dann sehen wir den Kirchgang und die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft in einem ganz anderen Licht. Aus Freude über die Vergebung unserer Sünden schließen wir uns nunmehr gern Gleichgesinnten an und nutzen die Möglichkeiten zusammen unseren Herrn anzubeten, ihn zu loben und zu preisen.
War es vorher Zwang ist es jetzt eine reine Freude.

2. Praktischer Teil

Mit der Bekehrung, dem Thronwechsel und der Anbetung unseres Herrn allein ist es nicht getan. Johannes fordert noch ein wenig mehr. Johannes forderte von dem Volk rechtschaffene Früchte der Buße. Wir es schon bei Jakobus gehört haben, ist ein Glaube, den man nicht an Werken und Taten festmachen kann ein toter Glaube.

Das ist jetzt alles sehr theoretisch und da fragten ihn natürlich auch die Zuhörer, wie sie denn ausschauen sollten, diese rechtschaffenen Früchte der Buße. Johannes nennt auch gleich drei Beispiele, die wir uns nun gemeinsam anschauen wollen:

a. Teilen Johannes legt hier den Fokus auf die Bedürftigkeit der Menschen. Viele von uns kennen die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton".

Hier geben wir von unserem Zuviel an die Kinder ab, die immer von allem Zuwenig haben. Johannes geht aber noch einen Schritt weiter. Er fordert uns auf, von all dem abzugeben, was wir über dem Notwendigen hinaus besitzen. Und da sind wir alle gefragt.

Schauen wir uns doch einmal unsere Kleiderschränke an und was davon wir alles alljährlich wegwerfen. Man könnte ja auch den Betrag für das ein oder andere Kleidungsstück von vornherein spenden. Muss ich wirklich alle drei Jahre ein neues Auto haben? Muss ich unbedingt dreimal im Jahr eine Luxusreise machen? Man könnte ja auch das Auto noch ein Jahr weiter benutzen und nur zwei Reisen im Jahr unternehmen.

Dann wäre freie Liquidität für unsere bedürftigen Mitmenschen vorhanden. Nur mal so nebenbei bemerkt: Vor Weihnachten sind die Briefkästen ja wieder voll mit Spendenaufrufen. Wissen Sie, wie wir es vermeiden können, dass uns keiner dieser Briefe mehr erreicht ? Wenn jeder Bundesbürger im Jahr 12,00 € spendet, dann hätten alle Organisationen, die uns anschreiben mehr als genug.

b. Weg von der Gier Fordert nicht mehr, als auch zusteht, so sagt es Johannes zu den Zöllnern. Die Zöllner waren schon eine illustre Truppe. Um sich ein Zubrot hinzuzuverdienen nahmen sie oftmals einfach den doppelten Satz und führten natürlich nur den einfachen Satz an den Staat ab.

Da kam schon ein erkleckliches Sümmchen zusammen. Und kontrolliert wurden sie auch nicht solange sie den einfachen Satz ordentlich abführten. Machen wir dies nicht auch ab und wann? Ob es die Steuererklärung ist oder aber das zu viel herausgegebene Wechselgeld an der Supermarktkasse.

Sind wir da immer so ehrlich, wie Gott es von uns erwartet. "Es gibt für all unsere Bedürfnisse genug auf dieser Erde, aber nicht für unser aller Gier", so sagte es einmal der Dalai Lama. Gut, er ist alles andere als ein überzeugter Christ. Aber wo er recht hat, da hat er recht. Wie mit dem Teilen so liegt es auch mit der Gier in unserer Hand.

Mal ein Geheimtipp: Wenn wir nicht wissen, wie wir das machen sollen, dann fragen wir doch einmal unseren Herrn. Fragen wir ihn bei vermeintlich notwendigen Neuanschaffungen, was er davon hält. Oder noch besser: Machen wir doch einmal die jährliche Steuererklärung zusammen mit unserem Herrn.
Ich kann Ihnen versprechen, dass dies echt spannend ist.

c. Keine Gewalt und kein Unrecht Dies sagte Johannes zu den Soldaten, die ihn nach rechtschaffenen Früchten der Buße fragten. Natürlich, und das hoffe ich jetzt wirklich, läuft keiner von uns durch die Gegend und verprügelt regelmäßig seine Artgenossen. Und ich gehe auch mal davon aus, dass wir es nicht als unsere Lebensaufgabe ansehen, unsere Mitmenschen übers Ohr zu hauen.

Aber Gewalt, liebe Gemeinde, äußert sich eben nicht nur in körperlicher Gewalt. Wie verhalte ich mich in meiner Familie?

Bin ich der Autokrat, der als Herrscher der ganzen Sippe vorsteht und bestimmt wo es lang geht. Und wenn dann einer aus der Reihe tanzt, na der kann was erleben. Wie benehme ich mich als Chef gegenüber meinen Untergebenen. Presse ich sie aus wie Zitronen und bevorzuge denjenigen, der mir immer nach dem Munde spricht? Wie gehe ich ganz allgemein mit meinen Mitmenschen um?

Kann ich mich mit dem Obdachlosen auf Augenhöhe unterhalten oder muss ich ihm zeigen, dass er ganz unten und ich ganz oben bin? Wir sehen Unrecht und Gewalt haben viele verschiedene Facetten. Und wir sind alle aufgerufen darauf zu achten, dass wir allen Mitmenschen gegenüber Gewalt und Unrecht jedweder Form vermeiden. Und wenn es uns dann doch einmal überkommt, dann können wir ganz schnell das Kind in der Krippe anrufen und um seinen Beistand bitten.

Liebe Gemeinde, Weihnachten besteht eben nicht nur aus Geschenken. Weihnachten besteht auch aus Teilen, dem Blick weg vom ich und hin zum Du und aus dem Verzicht auf Gewalt und Unrecht. Das bekommen wir aber nur in den Griff, wenn wir unseren Herrn um seinen ständigen Beistand bitten.

Wir sollen uns aber auch nicht ständig sorgen und ängstigen, dass wir den Ansprüchen unseres Herrn an uns nicht gerecht werden könnten.

Wir sollen nur ihm ganz allein unser Vertrauen schenken. Er wird es wohl richten. Dies beschreibt der Liederdichter Paul Gerhardt sehr schön in dem 7. Vers seines Liedes "Wie soll ich dich empfangen..." (EG 11), der da lautet, wie folgt:

Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht,
wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armen Macht.
Er kommt er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust,
all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewusst.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und
gebe Dir seinen Frieden
Amen.


Liebe Gemeinde,
ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten 3. Advent und eine ebensolche gesegnete Adventswoche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich

Ihr Ulrich Naber





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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Dec 23, 2019 11:20 am

ePredigt vom 22.12.2019 (2. Korintger 1, 18-22)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 4. Sonntag im Advent. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im zweiten Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 1, die Verse 18-22. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Gott ist mein Zeuge, dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein zugleich ist. Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern es war das Ja in ihm. Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.


Liebe Gemeinde,

Die Redewendung vom "Ja und Amen sagen", die kennen wir sicherlich alle. Und darum geht es auch in unserem heutigen Predigttext. Aber nicht so, wie wir es von unserer Redewendung her kennen, sondern es geht um Gottes dreifaches Ja zu uns und unser Amen zu ihm.

Lassen wir uns dieses dreifache Ja einmal etwas genauer anschauen.

1. Ja - Die Erlösung

Liebe Gemeinde, das Kind in der Krippe ist es, welches uns die Erlösung beschert hat. In einem Aufsatz habe ich gelesen, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung das Weihnachtsgeschehen gar nicht mehr richtig kennen.

Wie können wir einem solchen Menschen erklären, was an Weihnachten passierte? Versuchen wir es mal ganz einfach. Durch den Sündenfall war der Mensch von Gott getrennt worden, da Gott in seiner Gegenwart keinerlei Sünde duldet.

Der Mensch ist also ein Sünder und kann daher nicht wieder zurück zu Gott kommen. Also musste Gott einen Weg finden, wie er dem Menschen die Möglichkeit gibt, dass alle seine Sünden getilgt werden. Daher kam er auf diese Erde. Salopp gesagt ist mit Weihnachten der Grundstein für unsere Erlösung gelegt worden.

Die Vollendung hingegen geschah mit Jesu Kreuzigung, als er mit seinem Blut ein für allemal für alle unsere Sünden bezahlte. Für alle Sünden in unserer Vergangenheit, für alle gegenwärtigen Sünden und für alle zukünftigen Sünden hat unser Herr mit seinem Blut bezahlt.

Das Kind in der Krippe hat also dafür gesorgt, dass unsere Tür zum Himmel und damit zum Vaterhaus wieder sperrangelweit geöffnet ist. Wir haben somit wieder freien Zugang zu unserem Herrn.

Freilich werden wir weiterhin sündigen, aber wenn wir unsere Sünden dann bereuen, dann werden diese auch wieder aus dem Register gelöscht. Vor Gott stehen wir also als vollkommen sündlose Wesen dar, weil eben die gerechte Strafe, die eigentlich wir verdient hätten, schon von dem Kind in der Krippe bezahlt worden ist.

2. Ja - Der Beistand

Jesus ist am Kreuz für all unsere Sünden gestorben. Aber es kommt noch besser. Am dritten Tage ist er, der den Tod besiegt hat, wieder auferstanden von den Toten.

Auch wenn er am Himmelfahrtstag wieder in den Himmel aufgenommen worden ist lebt er in der Gestalt des Heiligen Geistes weiterhin unter uns.

Viele Menschen suchen sich geistliche Leiter und Führer in dieser Welt. Wenn ich allein an die tausenden von Menschen denke, die aus der ganzen Republik zum Dalai Lama gereist sind nur um seinen Worten zu lauschen.

Oder wievielte Menschen geben sehr viel Geld für weltliche Coaches aus, um sich von diesen in allen Lebenslagen beraten zu lassen.

Die gute Nachricht ist: Keiner muss sein Geld derart verplempern. Wir haben einen ständigen Beistand, einen Begleiter und einen Tröster direkt neben uns. Dieser ist nur ein Gebet weit entfernt und stellt uns keine horrenden Rechnungen für seine Beratung aus.

Wenden wir uns doch wieder an den einen, der mit seinem JA uns verspricht, alle Zeit bei uns zu sein bis an der Welt Ende.

3. Ja - Die Ewigkeit

Das Kind in der Krippe hat uns nicht nur erlöst und ist unser Beistand unser ganzes Leben lang. Nein, es hat auch den Tod besiegt und uns das ewige Leben geschenkt.

Was heißt dies nun für uns? Nun, das bedeutet, dass unser irdischer Tod eigentlich bedeutungslos für uns geworden ist. Wenn wir hier unseren letzten Atemzug tun, dann werden wir den nächsten Atemzug im Himmel tun.

Wir werden in den Himmel aufgenommen um dann die gesamte Ewigkeit mit unserem Vater im Himmel verbringen zu dürfen.

Wenn wir diese Ewigkeit im Herzen tragen, dann sind alle Tage, die wir leben irgendwie schon wie Advent und Weihnachten zusammen.

4. Unser Amen

Jetzt kommt unser Part in der Geschichte. Um in den Himmel zu kommen müssen wir nur eines tun; nämlich zu dem, was unser Herr für uns getan hat Amen sagen. Das bedeutet "So geschehe es". Mehr ist nicht notwendig und mehr geht auch nicht.

Lassen wir uns nicht von religiösen Blendern ins Bockshorn jagen, wenn sie uns rituelle Handlungen auferlegen wollen oder gar Spenden von uns fordern, um in den Himmel zu gelangen.

Gottes dreifaches JA und unser Amen reichen aus, um in den Himmel zu kommen.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den ersten Vers des Liedes "Ihr lieben Christen, freut euch nun..." (EG 6) des Liederdichters Erasmus Alber einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Ihr lieben Christen, freut euch nun,
bald wird erscheinen Gottes Sohn,
der unser Bruder worden ist,
das ist der lieb Herr Jesu Christ.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und ich freue mich, wenn wir am Heiligabend wieder zusammen sein dürfen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




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Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Di Dec 24, 2019 1:44 pm

ePredigt vom 24.12.2019 (Hesekiel 37, 24-28)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Gottesdienst zum Heiligabend des Jahres 2019. Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Gottes Wort für diesen Tag finden wir bei dem Propheten Hesekiel, Kapitel 7, die Verse 24-28. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. Und sie sollen wieder in dem Land wohnen, dass ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer, und mein Knecht David soll für immer ihr Fürst sein. Und ich will mit ihnen einen neuen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein. Und ich will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soll unter ihnen sein für immer. Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sei sollen mein Volk sein, damit auch die Heiden erfahren, dass ich der Herr bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum für immer bei ihnen sein wird.


Liebe Gemeinde,

Weihnachten ist ja auch das Fest der Geschenke. Wir freuen uns doch alle, wenn wir von unseren Lieben beschenkt werden. Nur ist dies ja nur ein kleiner Teil des Weihnachtsfestes. Der Zauber der Bescherung ist bald wieder vorbei.

Gott möchte uns auch ein Weihnachtsgeschenk, oder besser gesagt drei Weihnachtsgeschenke überreichen, deren Zauber bis in alle Ewigkeit andauert. Lassen Sie uns diese Weihnachtsgeschenke einmal etwas genauer betrachten.

1. Der neue Bund

Liebe Gemeinde, das Volk Israel hatte sich von Gott abgewandt und wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Und daher befanden sie sich, weil sie auf Gotts Rat nicht hören wollten in der babylonschen Gefangenschaft. Man kann sich vorstellen, dass die Stimmung auf den Tiefpunkt gefallen war.

In diese Situation hinein spricht Gott wieder mit seinem Volk durch den Prophetn Hesekiel. Trotz aller Ungemach, die sie ihm bereitet haben, will Gott einen neuen Bund mit diesem Volk schließen.

Ja, wir haben richtig gehört, das Volk, das Gott verlassen hat, an genau dieses Volk ist diese Botschaft gerichtet. Übertragen ausgedrückt sagt Gott: Ein Neuanfang ist immer möglich. Du musst Dich nur umdrehen und in meine liebenden Arme hineinrennen.

Egal, was auch passiert ist, egal wie weit Du Dich von mir entfernt hast, ich bin Dir immer nachgegangen und will Dich immer noch in meinem Vaterhaus willkommen heißen.

Ist das nicht ein ganz tolles Weihnachtsgeschenk, was Gott uns hier bereitet.

2. Das neue Heiligtum

Einmal im Jahr ging der Hohepriester in das Allerheiligste, um für die Sünden des Volkes ein Opfer zu erbringen. Das Volk war entsühnt. Aber fünf nach zwölf waren schon wieder neue Sünden begangen worden.

Schauen wir uns das neue Heiligtum, welches wir in Form der Krippe vor uns sehen einmal etwas genauer an. Es handelt sich um einen Stall, indem es sicherlich mächtig stinkt. Außerdem zieht es an allen Ecken und Enden. Und die Lage ist ales andere als 1A Citylage. Also genau das Gegenteil von dem Allerheiligsten im Alten Testament.

Wir Menschen verlassen uns ja gerne auf den äußeren Schein. Schauen wir aber mal in das Innere der Krippe.

Ja es stinkt, daher dürfen auch wir mit all unseren Sünden, die zum Himmel stinken zu diesem Kind in der Krippe kommen, um ihm unsere Sünden, Nöte , Sorgen und Probleme vor die Füße zu legen.

Ja, es zieht an allen Ecken und Enden. Aber dadurch scheint auch das Licht der Krippe nach außen und lädt so andere Menschen ein, zu ihm zu kommen. Vergleichen wir dies mal mit unseren Kirchenfenstern. Von außen sehen wir, dass in der Kirche Licht brennt. Die wahre Schönheit der KIrchenfenster erkennen wir aber erst, wenn wir selber hineingehen.

So ist es auch mit unserem Herrn. Die wahre Kraft und die Herrlichkeit erkennen wir erst, wenn wir in die Krippe hineingehen um mit diesem Kind Gemeinschaft zu haben.

Ja und dann wäre da noch die Lage. Gott geht dahin, wo die Not am größten ist. Da will Gott helfen. Auch wir haben sicherlich schon viele solcher Situationen erlebt und gerade in größten Nöten Gottes Hilfe ganz besonders gespürt.

Wir dürfen nicht nur einmal im Jahr zu unserem Herrn kommen, das Licht aus der Krippe leuchtet das ganze Jahr lang und will immer unsere Herzen erreichen. Gerade und immer dann, wenn wir uns nicht in einer 1A-Gemütslage befinden.

Das ist das zweite Weihnachtsgeschenk Gottes an uns, und gerade explizit an uns, da Gott uns sinnbildlich mit ins Boot holt, wenn er durch Hesekiel auch von den Heiden spricht.

3. Der neue Tag

Wir feiern heute Weihnachten. Bald gedenken wir der Erlösungstat unseres Herrn am Karfreitag, dann gedenken wir an die Auferstehung unseres Herrn am Ostertage und danach an seine Wiederaufnahme in den Himmel.

Liebe Gemeinde, damit ist aber eben nicht alles vorbei.

"Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein..." diese Worte unseres heutigen Predigttextes finden wir noch an einer anderen Stelle in unseren Bibeln. Nämlich im 21. Kapitel der Offenbarung, wo es um das neue Jerusalem geht.

Gott möchte einmal eine ewige Gemeinschaft mit uns haben. Und auf diesen Tag leben wir schon heute hin. Wenn unser Herr, den wir in unserer Krippe liegen sehen wiederkommt, dann als Herrscher aller Herrscher.

Dann werden wir alle, die wir ihm unser Leben übergeben haben, mit ihm zusammen in das neue Jerusalem einziehen um für immer mit ihm Gemeinschaft zu haben.

Und das ist das dritte Weihnachtsgeschenk unseres Herrn an uns.

Gott hat die Türe zum Vaterhaus wieder für uns geöffnet, wir dürfen 24 Stnden am Tag mit allem, was uns Sorge bereitet zu ihm kommen und wir werden einmal alle gemeinsam mit ihm die Ewigkeit verbringen dürfen. Sind das nicht drei ganz tolle Weihnachtsgeschenke, deren Zauber unser ganzes Leben lang anhält ?

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in das Weihnachtslied "O du fröhliche..." (EG 44) einstimmen, das da lautet, wie folgt:

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit !

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich o Christenheit !

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich o Christenheit !


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

das gesamte Team der ePredigt und ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Heiligabend. Lassen wir uns alle von der Weihnachtsfreude und den drei Geschenken unseres Herrn gefangen nehmen. Behalten wir sie ganz fest in unseren Herzen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich Ihr
Ulrich Naber, Waltraud Steinführer und Jens Steinführer




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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Vr Dec 27, 2019 12:00 pm

ePredigt vom 25.12.2019 (Titus 3, 4-7)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu unserem Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag. Den Predigttext für den heutigen Feiertag finden wir im Titusbrief, Kapitel 3, die Verse 4-7. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig - nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit - durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unserer Hoffnung.



Liebe Gemeinde,

gestern haben wir von unserem Herrn drei Geschenke erhalten. Heute geht es ans Auspacken. Schauen wir uns doch einmal an, was ganz praktisch mit diesen Geschenken des Heils an uns passiert.

1. Bad der Wiedergeburt

Ich glaube, uns allen fällt sofort der Gelehrte Nikodemus ein, der sich mit Jesus über die Wiedergeburt unterhalten hat.

Das Bad der Wiedergeburt beginnt mit dem Einstieg, ich sage jetzt ganz bewusst in die Badewanne. Dies muss freiwillig geschehen. Wir müssen beladen mit unseren Sünden in dieses Bad einsteigen. Reingewaschen werden wir indes von unserem Herrn. Mit unserem Einstieg ist für uns der aktive Part vorbei.

Unser Herr wäscht uns so rein, wie wir es gar nicht selber tun könnten. Damit wir vor Gott bestehen können, darf auch nicht das kleinste Fitzelchen Sünde mehr an uns kleben.

Und dann steigen wir aus diesem Bad wieder aus und sind geläuterte Sünder, die zwar immer wieder sündigen werden, aber deren Sünden immer wieder auf's Neue vergeben werden können.

2. Versiegelung

Jetzt sind war zwar reingewaschen, aber wir laufen immer wieder Gefahr uns dreckig zu machen. Ich denke an meinen Sohn, der von meiner Frau nach seinen Outdooreinsätzen in der Kindheit ers mal gebadet werden musste, bevor ich ihn als meinen Sohn wiedererkannt habe. Und wie schnell sah er wieder aus wie ein Dreckspatz.

Übertragen gesehen, könnte uns das auch passieren. Aber wir sind versiegelt mit dem Heiligen Geist. Klingt sehr theoretisch. Da müssen wir ein Beispiel aus der Praxis nehmen.

Wenn ein neuer Parkettboden verlegt wird, dann wird er versiegelt. Er wird mit einer Schicht versehen, die verhindert, dass sich Dreck und Unrat in das Holz hineinfrisst und dieses zerstört. Genau so ist dies mit dem Heiligen Geist, der uns versiegelt.

Natürlich erreicht uns noch, Paulus würde sagen der Dreck dieser Welt. Aber, dieser Dreck kann sich nicht mehr in unsere Seelen einfressen. Diesen Dreck kann Gott ganz einfach mit seiner Liebe abspülen.

Der Dreck verweilt nicht mehr bei uns wie in einem unversiegelten Parkettboden. Und erst recht kann er uns nicht mehr zerfressen. Wir leben ja nach wie vor in dieser gefallenen Welt und damit in ständiger Gegenwart von Sünde und Verführungen. Wir dürfen aber die Hilfe unseres Herrn in Anspruch nehmen, der uns vor der Sünde bewahren will und wenn es dann doch passiert, dass wir sündigen, dann kann er diese Sünde abwischen, ehe sie großen Schaden anrichtet.

3. Die Erben

Liebe Gemeinde, und das ist das allergrößte, was es für uns gibt. Wenn wir uns entschieden haben, den Weg mit unserem Herrn zu gehen, dann sind wir wieder aufgenommen in Gottes große Familie. Wir sind dann nicht mehr Gottes Geschöpfe, sondern wieder seine geliebten Kinder.

Als Kinder haben wir aber auch einen Anspruch auf ein Erbe. Das muss man sich mal vorstellen, als Gottes Kinder sind wir nicht mehr Knechte und Sklaven, sondern Erben mit einem Anspruch auf das ewige Leben und damit auf einen Platz im Himmel.

Gewiss, diesen werden wir erst einnehmen, wenn wir diese Erde verlassen. Aber im Herzen tragen wir dieses Erbe jeden Tag schon heute in uns.

Wenn ich genau weiß, dass das Schönste, was ich erleben werde dann kommt, wenn ich den Himmel aufgenommen werde, dann kann ich doch hier auf Erden schon viel entspannter leben.

Ich muss nicht zwanghaft alles erleben wollen, was gerade eben noch so geht. Ich erlebe ja dereinst viel mehr. Ich kann ruhig von dem, was ich habe, auch mal was abgeben. Ich bekomme ja dereinst unendlich viel. Ich darf und soll mich an dem erfreuen, was ich hier auf Erden habe in der festen Gewissheit, dass viel schöneres im Himmel auf mich wartet.

Lasen Sie uns versuchen so zu leben. Im Herzen die feste Gewissheit des ewigen Lebens tragend können wir ja auch unseren Mitmenschen diesen Weg in den Himmel zeigen, damit auch sie einmal dorthin gelangen.

Lassen Sie uns zum Abschluss es heutigen Gottesdienstes noch einmal in das Weihnachtslied "O du fröhliche..." (EG 44) einstimmen, dessen Verse lauten wie folgt:

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit !

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich o Christenheit !

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich o Christenheit !


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten ersten Weihnachtsfeiertag und ich freue mich, wenn wir am morgigen Tag wieder voneinander hören oder lesen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Vr Dec 27, 2019 12:00 pm

ePredigt vom 26.12.2019 (Matthäus 1, 18-25)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 2. Weihnachtsfeiertag. Den Predigttext für den heutigen Feiertag finden wir im 1. Kapitel des Matthäusevangeliums, die Verse 18-25. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Jesu Geburt

Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen. Als er das noch bedachte, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): "Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben", das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er berührte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.



Liebe Gemeinde,

wenn es um Jesu Geburt geht, dann steht immer Maria im Mittelpunkt. Das ist natürlich vollkommen normal, da ja nun einmal Frauen die Kinder zur Welt bringen. Doch bis auf unseren heutigen Predigttext hören wir von Josef so gut wie gar nichts. Da wird es also Zeit, dass wir uns diesen Josef einmal gemeinsam anschauen. Er ist nämlich weit mehr als eine Randfigur im Weihnachtsgeschehen.

1. Josef der Retter

Wenn im Orient geheiratet wurde, dann waren dies auch damals meist schon arrangierte Ehen. Wenn der Ehevertrag ausgehandelt war, mussten die Brautleute eine einjährige Wartefrist überstehen, bevor sie heiraten durften.

Dies hatte durchaus seinen Sinn. Sollte in dieser Zeit eine Schwangerschaft auftreten, dann war der Tatbestand des vorehelichen Ehebruches erfüllt. In aller Regel drohte der Frau dann die Todesstrafe.

Und genau dies schien sich bei Maria und Josef zu bewahrheiten.

Josef musste also davon ausgehen, dass seine Frau von einem anderen Manne geschwängert worden war. Er hätte die ganze Sache ja auch gleich an die große Glocke hängen können und dann hätte sich die Sache mit Jesu Geburt wohl sogleich erledigt.

Aber Josef liebte seine Maria nach wie vor und hüllte sich erst einmal in Stilschweigen.

2. Der fromme Josef

"Josef war fromm." so haben wir es soeben in unserem Predigttext gehört.

Liebe Gemeinde, wir nehmen das Wort "Fromm" ja gern in den Mund, auch wenn es nicht mehr unbedingt zum weltlichen Sprachgebrauch gehört. Was ist das eigentlich, fromm zu sein?

Nun, fromm zu sein bedeutet, dass Gott der Mittelpunkt meines Lebens ist. Alles was ich entscheide und in die Tat umsetze muss sich an Gottes Richtschnur, also der Bibel, messen lassen.

Jetzt war Josef endgültig in ein gewaltiges Dilemma geraten. Seine Frau war schwanger, offensichtlich von einem anderen Mann, und er durfte diese Frau nun nicht mehr ehelichen.

Nun dachte Josef in seiner Liebe aber nicht nur an Gottes Gesetz, sondern auch an all den Tratsch und das Gerede und natürlich auch die rechtlichen Konsequenzen, die auf Maria zukommen könnten.

Josef dachte sich einen genialen Plan aus, der beide aus diesem Dilemma retten konnte. Er wollte Maria verlassen, ihr also den Scheidebrief ausstellen. Dann war Maria frei für den Erzeuger ihres Kindes und Josef wäre auch nicht in einen Konflikt geraten, hat er doch genau das getan, was das Alte Testament für diese Fälle vorsah. Natürlich, war die Lösung nach innen nicht so ganz sauber, aber nach außen hin problemlos durchführbar.

3. Der gehorsame Josef

Alle menschlichen Lösungen sind irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Ganz tief in seinem Herzen war diese Lösung für Josef auch nur eine Notlösung.

Ruf gerettet, aber die große Liebe verloren!!! Aber, wie gesagt, Josef war ein gottesfürchtiger Mann. Eine andere Wahl blieb ihm eigentlich nicht. Aber immerhin wäre seine Maria rehabilitiert gewesen.

Josef stellt also seine eigene Liebe hintenan, nur damit seine Maria gut dastehen kann.

In diese Situation greift Gott ein. Ich habe es oftmals erlebt, dass Gott bei seinen Kindern eingegriffen hat, die in einem persönlichen Zwiespalt waren, ihm aber immer treu folgen wollten.

In unserem Falle spricht Gott zu Josef während er schläft. Eigentlich ist die Geschichte ja schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen. So jedenfalls sehen es die Menschen heute oftmals.

Aber, wie gesagt, Josef war ein gottesfürchtiger Mann, der natürlich auch den Propheten Jesaja kannte. Und Gott verhalf ihm nun zu der Erkenntnis, dass Maria eben nicht von einem anderen Manne schwanger war.

Und dann hörte Josef genau auf das, was Gott ihm aufgetragen hatte. Er setzte Gottes Auftrag an ihn wirklich genau so um, wie Gott es von ihm erwartete.

Und somit, liebe Gemeinde, wurde unser Heiland vor über 2000 Jahren geboren. In der Gegenwart seiner ihn liebenden Eltern erblickte das Kind in der Krippe das Licht der Welt.

Was können wir von Josef lernen? Ich glaube, wir können lernen, in allen schwierigen Situationen unseres Lebens erst einmal Besonnenheit walten zu lassen. Wir können lernen, dass wir in Gottes Wort die einzig wahre Richtschnur für unser Leben zur Hand haben. Und wir dürfen lernen, dass Gott auch heute noch in für uns aussichtslosen Situationen einen Weg kennt, den wir mit ihm zusammen begehen dürfen.

Zum Abschluss des diesjährigen Weihnachtsfestes lassen Sie uns noch einmal in das Lied "O du fröhliche..." (EG 44) einstimmen, dessen Verse wie folgt lauten:

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit !

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich o Christenheit !

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit
! Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich o Christenheit !


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünschen Ihnen allen noch einen besinnlichen Weihnachtsfeiertag. Bis zum nächsten Sonntag bleiben Sie alle wohl behütet von unserem Herrn und Heiland.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber



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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Dec 29, 2019 11:16 am

ePredigt vom 29.12.2019 (Hiob 42, 1-6)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 1. Sonntag nach Weihnachten. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Buch Hiob, Kapitel 42, die Verse 1-6. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und Hiob antwortete dem Herrn und sprach: Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen hast, ist dir zu schwer. "Wer ist der, den den Ratschluss verhüllt mit Worten ohne Verstand? " Darum hab ich unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. "So höre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!" Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.



Liebe Gemeinde,

im Vorfeld unseres heutigen Predigttextes war Hiob Gott höchstpersönlich begegnet. Da gab es dann auf einmal kein Lamentieren und Jammern mehr. Da forderte Gott seinen Knecht Hiob persönlich heraus. Und das sollte das Leben von Hiob grundlegend verändern. Wie, das wollen wr uns heute morgen einmal gemeinsam anschauen:

1. Die Erkenntnis

Als sich Gott Hiob offenbarte, erkannte Hiob die wahre Größe Gottes. Zugleich erkannte er aber auch wie klein er wirklich ist.

Diese Erkenntnis fehlt uns heute auch ab und wann. Wir meinen ja immer, wir seien die Herrscher des Universums, wir können die Welt erklären und wir sind diejenigen die alles schaffen und erschaffen können.

Aber letztendlich müssen auch wir sagen: "Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen hast, ist dir zu schwer."

Wenn wir das aus innerster Überzeugung sagen können, dann steigen wir herab von unserem Thron des Lebens und übergeben diesen unserem Schöpfer.

Auch wenn wir nicht immer nur freudvolle Erfahrungen machen werden, so erkennen wir doch, dass wir an Seiner Hand für immer und ewig geborgen sind.

2. Die Selbstanklage

Die Erkenntnis führt häufig auch zur Selbstanklage. So erkannte Hiob, dass er unweise geredet hatte. Unweise insofern, als dass er den großen Zusammenhang außer acht gelassen hatte und nur auf sich und sein Leid fixiert war.

Tun wir dies nicht alle gelegentlich ? Wenn dies mal wieder der Fall ist, sollten wir uns an Hiob erinnern.

Hiob klagt sich an, dass er von Dingen geredet hatte, die ihm zu hoch waren. Tun wir dies nicht auch ab und wann ? Versuchen wir nicht auch, Gottes Wesen zu erklären, zu erkennen oder gar zu durchschauen. Hiob musste schmerzhaft zugestehen, dass dies ein Fehler war, da Gott einfach zu hoch war für seinen Verstand.

Gott können wir nicht erklären oder durchschauen, aber wir können und dürfen Gott auf's Wort gehorchen und darauf vertrauen, dass er stets das Beste für uns will.

Und dann klagt sich Hiob noch an, dass er von Dingen gesprochen hat, die er selber nicht versteht. Tun wir dies nicht auch manchmal? Schießen wir mit unserem kleinen Verstand nicht auch manchmal über das Ziel hinaus, wenn wir versuchen Gottes Handeln zu erkennen und zu ergründen. Oder aber, wenn wir Gott gute Ratschläge geben wollen, was er denn nun am besten tun möge.

3. Die Konsequenz

Hiob bekennt sich schuldig vor Gott. Er tut Buße und geht in Staub und Asche. Heutzutage würde man sagen, Hiob streicht die Segel und gibt sich vollends geschlagen.

Und dies, liebe Gemeinde, sollten wir auch wieder lernen. Wir müssen vor dem großen Gott ganz klein werden, damit er große Dinge an und mit uns tun kann.

Wenn wir uns vor dem Kind in der Krippe ganz klein machen, wenn wir erkennen, dass wir ohne seine Erlösungstat auf ewig verloren gehen, dann kann Gott in uns wirken.

Die Basis dafür liegt vor uns in der Krippe. Die Erlösungstat kommt am Karfreitag. Und dann kommt es nur noch auf uns an. Nehmen wir das Gnadenangebot unseres Herrn an, dann kann er große Dinge an uns tun und wir werden dereinst im Himmel mit ihm ewige Gemeinschaft haben.

Lehnen wir das Gnadenangebot ab, dann werden wir die Ewigkeit in der ewigen Gottesferne, also in der Hölle verbringen müssen.

Auch wenn für uns innerlich noch das heimelige Weihnachten ist, so will uns doch Hiob wachrütteln und uns sagen, dass wir allein auf seine Gnade angewiesen sind. Gehen wir doch mit dieser Erkenntnis nach Hause und lassen unseren Herrn in uns und an uns und durch uns wirken. Zu unserem Wohle und zum Wohle unserer Mitmenschen.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den 9. Vers des Liedes " Ich steh an deiner Krippen hier..." (EG 37) des Liederdichters Paul Gerhardt einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Eins aber, hoff ich, wirst du mir mein Heiland, nicht versagen:
dass ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen.
So lass mich doch dein Kripplein sein; komm, komm und lege bei mir ein
dich und all deine Freuden.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und ich freue mich, wenn wir am Altjahrsabend wieder beisammen sein dürfen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber





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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Wo Jan 01, 2020 12:55 pm

ePredigt vom 31.12.2019 (Hebräer 13, 8-9 b)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Altjahrsabend. Den Predigttext für den heutigen Abend finden wir im 13. Kapitel des Hebräerbriefes, die Verse 8-9 B. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisegebote, von denen keinen Nutzen haben, die damit umgehen.



Liebe Gemeinde,

am heutigen Tage stehen wir vor dem Eintritt in das Jahr 2020. Viele von uns denken vielleicht über dieses Jahr noch einmal nach. Was war schön, was war weniger schön und wie wird es weitergehen in 2020. Unser Predigttext beschäftigt sich auch mit einem Rückblick, einem jetzigen Status und einem Ausblick in die Zukunft. Nur setzt er diesen in einen größeren Rahmen. Dieser Rahmen umfasst nämlich unser ganzes Leben. Lassen Sie uns diesen Rahmen einmal gemeinsam anschauen.

1. Jesus Christus Gestern

Sicherlich können wir uns alle noch daran erinnern, wann wir die Sache mit Gott ernsthaft angegangen sind. Irgendwann in unserem Leben kam der Tag, wo wir unser Leben unserem Herrn übergeben haben.

Fragen wir uns doch einmal, wie dieser Weg bisher mit unserem Herrn an unserer Seite war. War es nicht ein beruhigendes Gefühl, immer einen Begleiter an der Seite zu haben? Gewiss, wir alle haben auch harte Zeiten durchgemacht.

Vielleicht ist ein lieber Mensch gestorben, oder aber eine schwere Krankheit hat uns ereilt oder wir wurden wirtschaftlich aus der Bahn geworfen.

Aber hatten wir nicht gerade in diesen Zeiten die feste Gewissheit, dass da EINER ist, der uns trägt und der uns hält und uns gerade auf diesen Wegen ein ganz enger Begleiter ist.

Und von Jahr zu Jahr wurde diese Beziehung immer enger. Ich glaube, keiner unter uns möchte wieder zurück in die Welt ohne den Herrn Jesus an seiner Seite.

Eigentlich doch ein geeigneter Zeitpunkt, unserem Herrn einmal dafür zu danken, was er alles für uns getan hat, wovor er uns bewahrt hat und dass er der einzige immer treue Begleiter ist, den es auf dieser Erde gibt.

2. Jesus Christus Heute

Wenn ich einen guten Freund habe, mit dem mich schon seit Jahren eine sehr enge Beziehung verbindet, dann baut sich im Laufe der Jahre doch ein großes Vertrauen auf. War ich zu Beginn der Freundschaft noch ein wenig zögerlich und manchmal auch ein wenig skeptisch, so vertraue ich meinem Freund heute einfach blindlings.

Das ist es doch auch, was der Herr Jesus heute für uns ist. Als wir zu ihm gefunden haben, da waren wir sicherlich alle ein wenig skeptisch ob das alles so stimmt, was man uns von ihm erzählt hat und was wir von ihm gelesen haben.

Mit der Zeit durften wir feststellen, dass alles, was wir gehört und gelesen haben wirklich stimmt. Ja, er wohnt tatsächlich in uns. Ja, wir können tatsächlich mit ihm reden. Ja, ER beantwortet auch heute noch unsere Gebete.

Wenn das wahr ist, und es ist ja wahr, weil wir es alle erleben dürfen, dann dürfen wir ihm doch auch unser vollstes Vertrauen für das Jahr 2020 schenken.

Natürlich wird auch das Jahr 2020 so manche Tücken für uns bereithalten. Ganz ohne Frage. Das Leben wäre ja auch langweilig, wenn dies nicht so wäre. Und so richtig wachsen in unserem Leben als Christ können wir ja nur, wenn wir gemeinsam mit dem Herrn an unserer Seite diese Unbillen des Lebens durchschreiten.

Und weil dies so ist, können wir ganz gelassen, voller Vertrauen in das Jahr 2020 gehen. Wir wissen ja, unser Herr geht mit.

3. Jesus Christus in Ewigkeit

Ich werde immer mal wieder gefragt: "Was ist für Dich das Schönste an deinem Christenleben?" Nun, da ist natürlich die Tatsache, dass ich wieder Gottes Kind geworden bin sehr wichtig. Und natürlich auch die Tatsache, dass ich stets einen treuen Begleiter an meiner Seite habe.

Aber, liebe Gemeinde, das allerwichtigste ist für mich, dass ich Heilsgewissheit habe. Ich weiß, dass dieses Leben für mich auf dieser Erde zwar eines Tages enden wird. Ich weiß aber auch, dass ich in dem Moment, wo ich meinen letzten Atemzug in dieser Welt beendet habe, ich den ersten Atemzug im Himmel tun werde.

Unser aller Christenleben ist eben nicht auf diese kleine Zeit hier auf Erden beschränkt. Auf uns alle wartet die Ewigkeit, die wir gemeinsam mit unserem Herrn verbringen dürfen.

Nun ist ja der Altjahrsabend immer auch der Zeitpunkt wo gute Vorsätze gefasst werden. Mehr Sport, weniger und gesünder essen, mehr Zeit für die Familie usw.

Ich lade uns alle ein, unter dem Ewigkeitsaspekt einen ganz neuen Vorsatz für das neue Jahr zu fassen: Den Vorsatz der Gelassenheit.

Wenn diese kleine Lebensspanne auf Erden nur ein Hauch ist und die Ewigkeit im Himmel auf uns wartet, dann können wir doch unser Leben auf Erden wirklich ein wenig gelassener angehen. Wir müssen dann nicht mehr alles, was gerade noch so geht, in diese kleine Lebensspanne hineinquetschen. Auf uns wartet ja die ganze Ewigkeit.

Lassen Sie uns immer daran denken, dass dieser Jesus, den wir haben finden dürfen und dass dieser Jesus, der uns seitdem ein treuer Freund und Begleiter auf Erden ist, dass dieser Jesus uns vorangegangen ist und schon unsere Wohnungen im Himmel für uns bereitet hat. Mit dieser Gewissheit lassen Sie uns nun fröhlich in das Jahr 2020 hineingehen.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den 1. Vers des Liedes "Hilf, Herr Jesu, lass gelingen..." (EG 61) einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Hilf, Herr Jesu, lass gelingen, hilf, das neue Jahr geht an;
lass es neue Kräfte bringen, dass aufs neu ich wandeln kann.
Neues Glück und neues Leben wollest du aus Gnaden geben.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Übergang in das neue Jahr. Lassen Sie uns darauf vertrauen, dass der Herr, der uns mit seinem Blut erlöst hat, uns auch in den weiteren Jahren unseres Lebens in treuer Begleiter sein wird.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




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Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19


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