ePredigte.

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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Mrt 26, 2018 12:30 pm

ePredigt vom 25.03.2018[b] (Jesaja 50, 4-9)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem Palmsonntag im Jahre 2018. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Propheten Jesaja im 50. Kapitel, die Verse 4-9. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der Knecht Gottes im Leiden

Gott der Herr hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. Gott der Herr hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Ich bot meinen Rücken dar, denen die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Aber Gott der Herr hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht, wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde. Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten ? Last uns zusammen vortreten! Wer will mein Recht anfechten? Der komme her zu mir! Siehe, Gott der Herr hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie Kleider zerfallen, die die Motten fressen.


Liebe Gemeinde,

sofort beim ersten Lesen ist einem natürlich klar, um wen es in diesem Predigttext geht; nämlich um Jesus Christus. Das ist auch vollkommen richtig, aber es geht auch um uns ganz persönlich um uns als seine Jünger. Was Jesaja oder besser Deuterojesaja hier beschreibt könnte auch unter der Überschrift stehen"Das ganz normale Jüngerleben". Lassen Sie uns daher heute morgen einmal anschauen, was denn ein ganz normales Jüngerleben so ausmacht.

1. Das Hören

Liebe Gemeinde, wenn wir etwas lernen wollen, dann geschieht dies unter anderem dadurch, dass wir dem Lehrer aufmerksam zuhören. Kaum einer von uns hat sich selber das Schreiben, Lesen oder die Grundrechenarten beigebracht.

Das christliche 1x1 hören wir aber nicht mit unseren uns angewachsenen Ohren. Das christliche Hören ist ein hören mit unseren Herzen. Dieses christliche Herz muss aber zunächst einmal aufgetan werden. Dies tut unser Herr für uns.

"Alle Morgen weckt er mir das Ohr", so haben wir es gerade gehört. Das Öffnen der Herzensohren ist also kein einmaliger Vorgang. Immer und immer wieder muss unser Herr uns unsere Herzensohren öffnen, damit wir seine Botschaft aufnehmen können. Von Mal zu Mal geht dies besser und schneller und ab und wann gelingt es uns auch in unserem Jüngerleben von alleine die Herzensohren aufzutun.

Übrigens: Gott öffnet unsere Ohren für ihn und seine Botschaft nicht gewaltsam, wir sollten ihn schon allmorgendlich darum bitten. Darum ist auch das Morgengebet, wie Luther einmal sagte, das wichtigste Tagesgebet eines Christen.

2. Das Reden

Als Jünger, die aufmerksam zugehört haben, werden wir auch irgendwann in die Welt gesandt, um die Botschaft, die uns unser Herr gelehrt hat, weiter zu tragen.

Nun handelt es sich bei der Gottesbotschaft um keine "Ach wie hat er euch alle lieb"-Botschaft. Nein, die christliche Botschaft ist eine knallharte Botschaft, die schonungslos aufdeckt wie der unbekehrte Mensch vor Gott dasteht.

Nicht nur das, die christliche Botschaft zeigt dem noch unbekehrten Menschen auch auf, wo die Reise hingeht, wenn er nicht umkehrt.

Das erzeugt natürlich zunächst Abwehr und Widerspruch. Dessen müssen wir uns immer wieder bewusst werden. Wir verkünden zwar die frohe Botschaft, aber der Eintritt in den Himmel setzt auch Veränderungen im Leben voraus.

Der noch unbekehrte Mensch hat es sich ja zumeist in seinem Erdenleben so recht gemütlich gemacht. Er kommt ja nicht zu uns, weil ihm etwas fehlt. Wir gehen zu ihm und sagen ihm ja erst, dass ihm etwas fehlt und was ihm ganz konkret fehlt.

Und da keiner gern seine Gewohnheiten ändert oder gar aufgibt, kommt es in der Regel zu Abwehr und Widerspruch.

Dieser Widerspruch richtet sich nicht nur gegen Gott, sondern auch immer gegen den Botschafter der frohen Botschaft. Und daher müssen wir uns als Jünger schon ein etwas dickeres Fell zulegen. Aber keine Angst, auch dies macht unser Herr für uns.

3. Kraft von oben

Wenn man das auf sich wirken lässt, worüber wir soeben gesprochen haben, dann fragt man sich unwillkürlich: Wie soll denn das ein Mensch aushalten ? Jeden Tag Abwehr, Widerspruch, gehässige Bemerkungen und stellenweise offene Gotteslästerung. Da muss man doch verrückt werden als gläubiger Christ!!!

"Gott, der Herr hilft mir..." so haben wir es vorhin im Predigttext gelesen. Und so ist es auch in der Tat. Gott der Herr ist immer nur einen Gebetsruf weit von uns entfernt. Wenn uns der Boden unter den Füßen wegzugleiten droht, dann reicht ein Gebet und unser Herr hilft uns.

Aus diesem tiefen Grunde nehmen wir Christen die unerschütterliche Gewissheit, dass Gott allezeit nahe bei uns ist.

Das erfahren wir als Jünger so nach und nach. Ich empfehle jedem neuen Jünger ein Ergebnistagebuch zu führen, in welchem er alle Dinge notiert, wo er Gottes Hilfe, seine Nähe und sein konkretes Einwirken direkt spüren konnte.

Ich habe vor Jahrzehnten mit einem kleinen Vorkabelheft begonnen, diese Erlebnisse für mich zu notieren. Ein Vorkabelheft hat man immer dabei, es nimmt nicht viel Platz weg und zwischendurch kann man immer mal wieder nachschauen, was man schon alles mit Gott erlebt hat. Das geht natürlich auch mit dem Smartphone !!!, aber ich komme ja bekanntermaßen noch aus der alten Generation.

Wenn ich dann mal wieder, und das kommt auch nach Jahrzehnten der Jüngerschule vor, eine scheinbar ausweglose Situation vor mir habe, dann nehme ich mein kleines Büchlein und binnen weniger Minuten wird aus der Ungewissheit eine göttliche Gelassenheit, dass Gott auch dieses Mal wieder eingreifen wird.

Natürlich lässt sich nicht alles so regeln, wie ich es gern möchte, aber so wie ER es will, werden die Dinge geregelt.

Das setzt natürlich voraus, dass auch ich im fortgeschrittenen Alter mir immer wieder meine Ohren von unserem Herrn öffnen lasse. Damit wir alle auch immer daran denken, lassen Sie uns zum Abschluss in den ersten Vers des Liedes "Er weckt mich alle Morgen..." (EG 452) von Jochen Klepper einstimmen, der da lautet, wie folgt:
Er weckt mich alle Morgen, er weckt mir selbst das Ohr.
Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor,
dass ich mit seinem Worte begrüß das neue Licht.
Schon an der Dämmerung Pforte ist er mir nah und spricht.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.[/b]

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen schönen Start im die vorösterliche Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de


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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Vr Mrt 30, 2018 11:45 am

ePredigt vom 29.03.2018 (1. Korinther 10, 16-17)


Liebe Gemeinde,

Ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Gründonnerstag. Traditionell gedenken wir heute an die Einsetzung des Heiligen Abendmahles. Den dazugehörigen Predigttext finden wie im 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 10, die Verse 16-17. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi ? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi ? Denn ein Brot ist's: So sind wir viele ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.

Liebe Gemeinde,

wenn wir heute der Einsetzung des Heiligen Abendmahles gedenken, dann lassen Sie uns einmal alle unterschiedlichen theologischen Sichtweisen an die Seite stellen. Betrachten wir doch heute einmal, was das Heilige Abendmahl denn eigentlich bedeutet, für einen jeden von uns ganz persönlich, für uns als Gemeinschaft und für uns auf dem Wege zur Ewigkeit.

1. Das bedeutet es für Dich ganz persönlich

Außer im Gebet kommt es auch bei dem Abendmahl zu einer ganz persönlichen Begegnung mit unserem Herrn. Mit dem Brot nehmen wir den Leib Christi in uns auf und mit dem Wein sein Blut.

Das soll uns immer auch daran erinnern, was er für uns getan hat. Es soll aber auch jeden Einzelnen ganz persönlich daran erinnern, was Jesus ganz persönlich für ihn allein getan hat. Jesus bezahlte nämlich ganz persönlich für meine Sünden mit seinem Blut.

Jesus starb für die Sünden der Welt hört sich irgendwie verallgemeinert an. Jesus starb aber ganz speziell und höchstpersönlich für meine eigenen Sünden.

Da wird es einem schon mal etwas mulmig in der Magengegend, wenn man sich das mal wieder ins Gedächtnis ruft, dass Jesus ganz persönlich für mich gestorben ist und dadurch meinen Weg zu Gott wieder freigemacht hat. Da kann man nur noch eines machen; nämlich demutsvoll "Danke Jesus" sagen.

2. Das bedeutet es für uns als Gemeinschaft

Jesus starb also ganz persönlich auch für mich. So weit so gut. Aber Jesus trug ja nicht nur meine Sünden an das Kreuz, sondern die Sünden aller Menschen.

Derjenige, der bei dem Abendmahl neben mir steht und die gesamte Gemeinde, die am Abendmahl teilnimmt, für all diese Menschen hat Jesus mit seinem Blute ihre Sünden bezahlt.

Warum tat er das ? Weil wir von Gott getrennt lebten, er uns aber dennoch so sehr liebte, dass er wieder Gemeinschaft mit uns haben wollte. Darum musste ein stellvertretendes Sühneopfer für all unsere Sünden bezahlen.

Und jetzt kommt etwas ganz entscheidendes. Wenn Jesus dies für alle Menschen tat und Gott alle Menschen über alles liebt, dann kann es ja wohl nicht sein, dass ich hinsichtlich meiner Liebe zu meinen Mitmenschen differenziere.

Klar komme ich mit dem einen besser zurecht als mit dem anderen Menschen. Aber jemanden bewusst ausgrenzen oder schneiden, dass steht uns als Gottes geliebten Kinder niemals zu.

Auch daran will uns das Heilige Abendmahl regelmäßig erinnern. Und jetzt schauen wir doch mal über den Tellerrand der eigenen Gemeinde hinaus. Ja genau die, die eben nicht zum Gottesdienst kommen, die vielleicht mit Gott noch gar nichts am Hut haben, je genau die liebt Gott auch.

Und um diese Menschen sollen wir uns ganz besonders kümmern und sie einladen, doch einmal bei uns vorbeizuschauen.

Und dann sind da noch die Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Was gibt uns eigentlich das Recht diese Menschen zu verurteilen oder gar als Penner zu bezeichnen ? Diese Menschen liebt Gott genau so, wie uns. Geben wir ihnen doch etwas von unserer Liebe ab und geben wir ihnen doch etwas von dem ab, womit Gott uns so überreich beschenkt hat; nämlich von unserem Geld.

Ein Freund von mir predigte einmal über das Thema Geld. Er sagte wortwörtlich: " Es geht nicht darum, wie viel Geld ich spende, es geht darum, wie viel Geld ich von dem, was Gott mir geschenkt hat für mich behalten darf."

Auch ein interessanter Ansatz, nicht wahr ?

3. Das bedeutet es für alle Zeiten

Ein bekannter Prediger sagte einmal: "Das Abendmahl ist die Zeit, wo Himmel und Erde sich treffen." Schöner kann man es kaum sagen.

Wenn wir auf Erden das Heilige Abendmahl feiern, dann tun wir dies auch immer im Gedenken an diejenigen, die uns im Glauben vorausgegangen sind. Manch ein Theologe geht sogar so weit, dass er der Überzeugung ist, dass zeitgleich im Himmel und auf Erden wir alle zusammen dieses Heilige Abendmahl feiern.

Aber jetzt einmal ganz konkret für uns heute auf Erden bedeutet es, dass ich als Kind Gottes in ständiger Gemeinschaft mit meinem Herrn lebe.

Ich erfahre immer wieder die Stärkung durch seinen Leib und sein Blut, welche mir die Kraft zum Leben geben. Und weit darüber hinaus darf ich mich darauf verlassen, dass der, der mich gerade stärkt auch bei mir ist, wenn mein irdisches Leben sich dem Ende entgegen neigt.

Ich darf darauf vertrauen, dass ich nach meinem irdischen Ableben immer wieder an dem himmlischen Abendmahl teilnehmen darf; dann aber in der persönlichen Gemeinschaft mit unserem Herrn. Was ich bis daher nur geglaubt habe, das darf ich dann endlich schauen.

Wenn wir in einem Satz zusammenfassen wollten, was wir soeben gehört haben, dann möchte ich sagen: Lasst uns von Jesus stärken, lasst uns diese Stärke weitertragen in die Welt und lasst uns fröhlich dem Himmel entgegenstreben.

Lassen Sie uns zum Abschluss noch gemeinsam in den ersten Vers des Liedes "Wir sind zum Mahl geladen..." (EG 598) von Kurt Rommel einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Wir sind zum Mahl geladen, der Herr ruft uns zu Tisch
wie einstmals seine Freunde zu Wein und Brot und Fisch.
Er ruft uns Menschen alle, er zieht die Grenzen nicht.
Denn die im Dunkeln leben, holt er zu sich ins Licht.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen besinnlichen Gründonnerstag und freue mich, wenn ich Sie morgen am Karfreitag wieder begrüßen darf.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Vr Mrt 30, 2018 2:03 pm

ePredigt vom 30.03.2018 (Hebräer 9, 26b - 28)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Karfreitag, der zwar bei uns als "trauriger" Feiertag begangen wird, aber in vielen Ländern um uns herum besser als "Guter Freitag" bekannt ist. Warum dies so ist, das erfahren wir in unserem heutigen Predigttext. Wir finden den Predigttext für den heutigen Karfreitag im 9. Kapitel des Hebräerbriefes, die Verse 26b - 28.

Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:
Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: So ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.

Liebe Gemeinde,

lassen Sie uns heute morgen einmal chronologisch vorgehen und gemeinsam Gottes Weg mit den Menschen von Anbeginn der Menschheit bis zum heutigen Tage betrachten. Da wir zunehmend immer mehr mit Menschen zu tun haben die aus einem nichtchristlichen Umfeld stammen, ist es wichtig, dass wir das Karfreitagsgeschehen in aller Kürze in seinem historischen Umfeld betrachten. Nur so können wir es nämlich Menschen einfach erklären, die in Glaubensdingen eben noch nicht so bewandert sind, wie wir.

1. Der Sündenfall

Am Anfang, so lesen wir es in den ersten Kapiteln der Bibel, herrschten auf unserer Erde wahrhaft paradiesische Zustände. Der Mensch hatte von allem, was er brauchte mehr als genug und es fehlte ihm an rein gar nichts.

Das Verhältnis zu seinem Schöpfer war vollkommen unbelastet. Aber dann verstieß der Mensch gegen ein Gebot oder besser gegen ein Verbot, welches Gott ihm als einziges auferlegt hatte. Und durch diese Tat kam die Sünde in die Welt. Der Mensch konnte auch gar nichts dafür tun die Sünde ungeschehen zu machen oder für die Sünde zu bezahlen.

Sünde und Gott passen beide nicht zusammen. Und somit blieb Gott nichts anderes übrig, als den Menschen aus dem Paradies zu vertreiben.

2. Der alte Bund

Den alten Bund kennen wir aus dem Alten Testament. Gott liebte seine Geschöpfe natürlich auch weiterhin, obwohl sie, bedingt durch Adams Sünde, alle Erbsünder waren.

Jede Sünde musste aber gesühnt werden und zwar durch Blut. Und so gab es zahlreiche Sündopfervorschriften mit denen die Sünde eines einzelnen Menschen, aber auch die der gesamten Gemeinde gesühnt werden konnte.

Einmal im Jahr zum Beispiel vollzog der Hohepriester diese Handlung für die Sünden der gesamten Gemeinde. Das Ganze hatte nur einen gewaltigen Haken. Selbst wenn damit für alle Sünden der Vergangenheit bezahlt worden war, so wurde eine Sekunde später bereits wieder gesündigt. Und für die Bezahlung dieser Sünde war wieder ein Blutopfer fällig.

Somit kam es unter dem alten Testament nicht wirklich zu einer dauerhaften Begleichung der Sündenschuld.

3. Der neue Bund

Gott liebte seine Geschöpfe trotz aller Sünden und anderer Vergehen nach wie vor so sehr, dass er es nicht mit ansehen konnte, dass Menschen nicht in den Himmel, sondern in die Hölle kommen.

Der alte Bund war, wie wir es gesehen haben, unzureichend und lückenhaft. Es musste also eine neue Möglichkeit geschaffen werden, die es den Menschen ermöglichen konnte befreit von Schuld vor Gott treten zu können.

Für die Schuld musste aber nach wie vor mit Blut bezahlt werden. Gott musste also eine Möglichkeit schaffen mit einer einzigen Opferhandlung für alle Sünden zu bezahlen. Und zwar für alle Sünden der Vergangenheit, für alle Sünden der Gegenwart und für alle zukünftigen Sünden.

Die einzige Möglichkeit bestand darin, dass ein vollkommen sündloses Sühneopfer alle diese Sünden auf sich nahm und für diese mit seinem Blut ein für alle Mal bezahlte. Der einzige, der dafür in frage kam, war Gott selber.

Und so kam der wahre Gott als wahrer Mensch auf unsere Erde. Dieser Jesus, den wir jetzt am Kreuze sehen, dieser vollkommen sündlose Jesus nahm die Schuld aller Menschen auf sich und bezahlte für alle diese Sünden durch seinen Tod mit seinem Blut am Kreuz.

Was bedeutet dies ganz konkret für uns alle, die wir hier sitzen ? Ganz einfach, indem ich mich an diesen Jesus wende, ihm meine Sünden bekenne, um Vergebung bitte und meine Sünden bei ihm ablade, kann auch ich die Vergebung der Sünden erlangen. Ich bin ab diesem Moment nicht mehr nur das Gechöpf Gottes, sondern wieder sein geliebtes Kind.

Mit dem Kreuzestod wurden alle religiösen Handlungen für null und nichtig erklärt. Wir können uns mit gar nichts Gottes Liebe verdienen oder uns gar selbst "entschuldigen" im wahrsten Sinne des Wortes. Das einzige was uns hilft ist, eine lebendige Beziehung zu unserem Herrn Jesus Christus.

Daher lassen Sie sich nicht in das berühmte Bockshorn jagen, wenn selbsternannte Superchristen Ihnen weismachen wollen, dass es neben dem einmaligen Tode am Kreuz und der einmaligen Bezahlung für alle Sünden noch zahlreicher weiterer ritueller Handlungen bedarf, um in den Himmel zu kommen. Das ist alles, verzeihen Sie, nichts anderes als ein geistiger Blödsinn.

4. Vorsicht Falle

Eine Kleinigkeit in unserem Predigttext können wir schnell überlesen. "So ist auch Christus geopfert worden, die Sünden VIELER wegzunehmen..."

Gerade auf dieses eine Wort "Vieler" kommt es nämlich an. Gott hat uns allen die Möglichkeit gegeben, wieder seine geliebten Kinder zu werden. Aber Gott zwingt keinen Menschen sein Kind zu werden.

Alle Menschen die zu ihm kommen und die Erlösungstat für sich in Anspruch nehmen wollen, all diese werden sofort wieder zu seinen geliebten Kindern und bekommen, salopp gesprochen, die Eintrittskarte in den Himmel in die Hand gedrückt.

Aber schon auf Erden dürfen sich seine Kinder stets an ihn wenden. Er hat ihnen ja versprochen, dass er bei ihnen sein wird alle Tage bis an der Welt Ende.

Wohlgemerkt, das bekommen wir als Kinder Gottes geschenkt, das können wir uns nicht selber verdienen. Aber wir müssen das Geschenk auch annehmen. Wer dieses Geschenk nicht annimmt, der, liebe Gemeinde, bleibt weiterhin nur Gottes Geschöpf und wird erst dann wieder zu Gottes Kind wenn er es sich doch noch anders überlegt.

Gehen wir doch mit dieser rettenden Botschaft zu den Menschen, die dieses Geschenk noch gar nicht kennen und sagen ihnen, was Gott für sie alles bereithält.

Lassen Sie uns zum Abschluss gemeinsam in den ersten Vers des Liedes "Nun gehören unsre Herzen..." (EG 93) von Friedrich von Bodelschwingh einstimmen, der da lautet, wie folgt:
Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha,
der in bittern Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah,
das Geheimnis des Gerichtes über aller Menschenschuld,
das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ewger Huld.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen besinnlichen Karfreitag, der in aller unser Herzen zu einem Guten Freitag werden möge.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Apr 01, 2018 4:41 pm

ePredigt vom 01.04.2018 - Ostern [b](1. Samuel 2, 1-2; 6-8a)

Liebe Gemeinde,

der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Mit diesem Ostergruß begrüße ich Sie alle ganz herzlich am heutigen Ostersonntag im Jahre 2018. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 1. Buch Samuel, Kapitel 2, die Verse 1-2 und 6-8a. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und Hanna betete und sprach: Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn, mein Haupt ist erhöht in dem Herrn. Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde, denn ich freue mich deines Heils. Es ist niemand heilig wie der Herr, außer dir ist keiner, und ist ein Fels wie unser Gott ist. Der Herr tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf. Der Herr mach arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse.

Liebe Gemeinde,

unser heutiger Predigttext ist ein Teil des Lobliedes von Samuels Mutter, mit welchem sie Gott preist. Sie, die einst unfruchtbare Frau hat durch Gottes Eingreifen einen Sohn geboren. Und darum dankt sie Gott mit diesem Loblied.

Dieses Loblied deutet aber auch indirekt schon auf das Ostergeschehen hin und zeigt uns auf, wie uns unser Herr, der von den Toten auferstanden ist, auf den Himmel vorbereitet.

Lasen Sie uns heute morgen einmal gemeinsam unsere drei Schritte zum Himmel gemeinsam betrachten, welche wir direkt aus Hannas Loblied ableiten können.

1. Der Herr tötet und macht lebendig

Formulieren wir den Satz doch einmal anders, ohne den Sinn zu verdrehen. Der Herr tötet, um lebendig zu machen.

Von Geburt an sind wir nämlich dem alten Adam verbunden. Wir werden alle in direkter Linie in die Erbsünde hineingeboren. Sie glauben das nicht ? Dann schauen Sie sich doch bitte einmal kleine Kinder an. Das Wort Nein lernen sie von ganz alleine. Und das Schwindeln scheint ihnen angeboren zu sein. Ein bekannter Pädagoge hat einmal gesagt, dass alle Kinder später im Gefängnis landen; es sei denn, sie genießen unsere Erziehung.

Dieser alte Adam in uns muss also zunächst getötet werden, damit Neues entstehen kann. Nun haben wir uns ja ziemlich bequem in der Adamswelt eingerichtet. Wir müssen also zunächst einmal wachgerüttelt werden, damit wir erkennen, wie verloren wir sind.

Das geschieht dadurch, dass wir erkennen, was für sündige Menschen wir doch letztendlich sind. Es kann sein, dass uns ein Bruder oder eine Schwester darauf aufmerksam macht. Es kann sein dass uns Gott selber die Augen öffnet, z.B. wenn wir die Bibel aufrichtigen Herzens lesen.

Wenn wir erkannt haben, wo unsere Reise hingeht, wenn wir so weitermachen wie bisher, dann, liebe Gemeinde, sind wir gerne bereit, den alten Adam in uns töten zu lassen, damit wir in Christus wieder lebendig werden können.

2. Der Herr macht arm und macht reich

Drehen wir doch auch diesen Satz wieder um, indem wir sagen: Der Herr macht arm, um uns reich zu machen.

Uns geht es doch wirklich gut, vor allem, wenn ich uns unseren materiellen Wohlstand anschaue. Jeder von uns hat ein Dach über dem Kopf, viele haben einen gesicherten Arbeitsplatz oder aber gute und ausreichende Renten. Keiner von uns muss unter Hunger leiden oder aber in freier Wildbahn übernachten.

Da kann es schon mal sein, dass wir die Sache mit Gott auf des Menschen liebstes Möbelstück legen; nämlich auf die lange Bank.

Zudem meinen wir ja auch gerne, dass wir uns für Geld alles kaufen können. Auch der Himmel, so meinen viele Zeitgenossen ,sei käuflich, wenn wir nur genug spenden, ein einigermaßen regelkonformes Leben führen und ab und wann auch mal in der Kirche aufschlagen. Zudem sind wir ja alle getauft. Was kann also da noch schiefgehen.

Auch aus diesem Dämmerschlaf muss uns der auferstandene Herr wachrütteln. Und das macht er, indem er uns die wir meinen reich an Erkenntnis zu sein, ganz arm an Erkenntnis macht. Er wirft quasi unser ganzes Lebensmodell über den Haufen, damit wir erkennen können, dass wir seine Gnade für kein Geld der Welt kaufen können.

Erst wenn er uns so arm gemacht hat, dass wir erkennen, dass wir mit eigenen Mitteln nichts, aber auch gar nichts zu unserer Erlösung beitragen können, erst dann werden wir in unserer Armut demutsvoll das große Gnadengeschenk mit einem aufrichtigen Herzen annehmen können.

3. Der Herr erniedrigt und erhöht

Gehen wir konsequent diesen dritten Schritt weiter und formulieren den Satz um, wie folgt: Der Herr erniedrigt, um zu erhöhen.

Wir leben ja in einer Zeit, welche von wissenschaftlicher Erkenntnis geprägt ist. Was angeblich wissenschaftlich nachgewiesen worden ist, das verdient unser aller Respekt und das wird auch sofort als unumstößliches Dogma angenommen.

Und wer hat diese wissenschaftlichen Erkenntnisse herausgefunden ? Natürlich unsere Rasse, die Rasse Mensch, die immer weiter voranschreitet und bald in der Lage ist, das ganze Universum zu erklären oder sogar nachzubauen.

Darum sind wir natürlich alle ganz, ganz wichtig. Ja, und dann kamen auf einmal Wissenschaftler, wie Albert Einstein daher und erklärten uns, dass es jenseits aller Erkenntnis eine Intelligenz geben muss, die unglaublich viel mehr von allen Dingen weiß, als wir alle zusammen. Und dann erklärte uns auch noch ein Herr Heisenberg in seiner Heisenbergschen Unschärfetheorie, dass eben nichts so ist, wie wir es meinen wahrzunehmen.
Übrigens, viele Wissenschaftler haben auf diesem Weg zum Glauben gefunden. Erst als Gott sie erniedrigte, also ganz klein machte, konnten sie diesen Schritt bereitwillig und vertrauensvoll gehen.

Auch uns alle musste Gott erst einmal erniedrigen, damit er uns erhöhen, also für den Himmel bereitmachen konnte. Und wenn er uns dann erhöht, dann lässt er uns niemals vergessen, wie es denn ganz unten ausschaut.

Dies ist eine christliche Verpflichtung in der Zeit in der wir leben. Dadurch, dass uns unser Herr als seine Kinder angenommen hat, haben wir das Vorrecht, das Leben der Menschen um uns herum ein wenig angenehmer zu gestalten.

Fangen wir doch gleich heute damit an, Ostern ist erst der Anfang. Es geht weiter.

Lassen Sie uns zum Abschluss noch gemeinsam in den ersten Vers des Osterliedes "Wir danken dir, Herr Jesus Christ..." (EG 107) von Nikolaus Hermann einstimmen, der da lautet, wie folgt:
Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du vom Tod erstanden bist
und hast dem Tod zerstört sein Macht und uns zum Leben wiederbracht.
Halleluja.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.[/b]

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Osterfeiertag in der Gegenwart des auferstandenen Herrn und freue mich, Sie am morgigen Tag wieder begrüßen zu dürfen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Di Apr 03, 2018 1:14 pm

ePredigt vom 02.04.2018 (1. Korinther 15, 50-58)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Ostermontag. Den Predigttext für den heutigen Tag finden wir im 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 15, die Verse 50-58. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Verwandlung der Gläubigen und Sieg über den Tod

Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht vererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden alle verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja25,8; Hosea 13,14): " Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?" Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer mehr zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

Liebe Gemeinde,

was passierte Ostern, welche Auswirkungen hat Ostern auf uns hier und heute und welche Auswirkungen hat Ostern auf die Zukunft? Lassen Sie uns diesen Fragen heute einmal gemeinsam nachgehen.

1. Die Heilstat

Jesus hat den Schuldbrief zerrissen, so lesen wir es in der Bibel. Aber wer kann damit heute noch was anfangen. Erzählen wir dies einem Menschen, der mit dem Glauben noch nichts zu tun hat, dann wird er uns wohl eher schräg anschauen. Was er denkt, lassen wir lieber mal außen vor.

"Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz." Jeder, der sündigt hat den Tod verdient. Und das Gesetz überführt uns alle. Keiner aber auch wirklich kein einziger Mensch kann so wie er ist in den Himmel kommen.

Also landen wir alle in der Hölle. Oder aber, es kommt jemand daher und nimmt all unsere Schuld auf sich und bezahlt dafür. Dieser jemand muss aber mit dem Tode bezahlen, wie wir es gerade gehört haben. Und dieser jemand muss jemand sein, der dies auch kann, nämlich ein jemand, der vollkommen ohne Sünde ist.

Und dieser Jemand ist unser Herr Jesus Christus. Er kam in unsere Welt, führte ein vollkommen sündloses Leben und bezahlte für unser aller Sünden mit dem Tode. Jetzt haben alle Menschen, die dies im Glauben annehmen wieder einen freien Zugang zum Himmel.

2. Hier und Heute

Hat Ostern heute überhaupt noch eine aktuelle Bedeutung für uns? Wenn Jesus doch vor 2000 Jahren bezahlt hat, dann ist doch alles gut. Wir kommen dann eben alle in den Himmel. Nicht weil wir so brav sind, sondern weil Jesus bereits für unsere Sünden bezahlt hat.

Hört sich doch gut an. Stimmt aber leider nicht.

Ostern vor 2000 Jahren war nämlich erst der Anfang eines Geschehens, das bis heute fortdauert und erst enden wird, wenn unser Herr wiederkommt.

Ostern ganz praktisch heißt für uns alle, dass wir das, was der Herr Jesus für uns getan hat, auch im Glauben annehmen müssen. Wir müssen unsere Sünden bereuen und den Herrn Jesus um Verzeihung bitten. Wenn wir dies ganz ehrlich tun dann sind uns all unsere Sünden vergeben.

Damit endet das Ostergeschehen aber noch lange nicht. Jesus möchte uns ja nicht so lassen wie wir sind. Er möchte uns alle verwandeln. Ja, schon hier auf Erden möchte er damit beginnen. Dazu ist es notwendig, dass wir ihn in unsere Herzen einziehen lassen.

Wir müssen selber vom Thron unseres Lebens herabsteigen und Jesus die Königsherrschaft über unser Leben übertragen. Nur dann kann er sein Wirken in uns beginnen und vollbringen.

Was macht er denn ganz konkret mit uns? Nun, ich sage es mal ganz salopp, er mistet kräftig bei uns aus. Er zeigt uns alles, was ihm nicht an uns passt und möchte dass wir von diesen Sachen die Finger lassen. Diesen Leerraum möchte unser Herr dann mit den Dingen füllen, die ihm wohlgefällig sind.

Das hört sich ganz einfach an, ist aber enorm schwer. Satan klopft nämlich nach wie vor an die Türe unseres Herzens und möchte uns zur Sünde verführen. Und wir werden immer mal wiedeer in diese aufgestellte Falle hineintappen. Aber, wer einmal den Herrn Jesus in sein Leben gelassen hat, den lässt er niemals mehr im Stich.

Wenn es wieder mal passiert ist und wir unsere Sünden ehrlich bereuen, dann wird er uns auch diese verzeihen. Natürlich sollten wir alle schon ein wenig aufpassen, dass wir nicht in jede satanische Falle hineintappen. Das klappt am besten, wenn wir mit unserem Herrn in stetiger Verbindung bleiben.

3. Die Zukunft

Und eines Tages, liebe Gemeinde ist es dann soweit. "Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich und wir werden alle verwandelt werden."

Über dieses Geschehen können wir freilich wild spekulieren. Das führt bloß zu nichts.

Gehen wir einmal ein wenig zurück zu den beiden Emmausjüngern, die mit Jesus auf dem Weg waren. Beide waren recht betrübt, als sich Jesus zu ihnen gesellte. Er legte ihnen aber auf dem Wege die ganze Schrift aus, wie sie schon im Alten Testament von ihm berichtete. "Der Menschensohn muss viel leiden... und getötet werden und am dritten Tage auferstehen."

Der, der von der Ewigkeit her kommt, legte also den Jüngern den Plan Gottes aus, der von Anfang an feststand, daher auch das Wort "MUSS".

Und dieses Wort "MUSS" finden wir dann auch in unserem Predigttext wieder. "Denn dies Verwesliche MUSS anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche MUSS anziehen die Unsterblichkeit."

Es steht also alles bereits fest, was geschehen wird. Gott kennt auch schon das genaue Datum. Uns bleibt nichts anderes übrig, als auf dieses MUSS unser ganzes Vertrauen zu werfen.

Wenn der Menschensohn leiden MUSSTE und getötet werden MUSSTE, damit wir wieder freien Zugang zu unserem Herrn haben, dann dürfen wir ganz getrost davon ausgehen, dass auch wir einmal anziehen werden das Unwerwesliche und das Unsterbliche. Ganz einfach weil es bei Gott bereits beschlossene Sache ist.

Und somit lassen Sie uns vertrauensvoll in diese nach österliche Zeit gehen.

Diese vertrauensvolle Zuversicht beschreibt der Liederdichter Christian Fürchtegott Gellert sehr schön in dem 5. Vers seines Liedes "Jesus lebt, mit ihm auch ich..." (EG 115), der da lautet, wie folgt:
Jesus lebt ! Ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden,
keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden.
Seine Treue wanket nicht; dies ist meine Zuversicht.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Osterfeiertag und einen guten Start in die nach-österliche Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de


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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Apr 09, 2018 2:05 pm

ePredigt vom 08.04.2018 (Kolosser 2, 12-15)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße sie alle ganz herzlich am heutigen 1.Sonntag nach Ostern, dem Sonntag Quasimodogeniti. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Kapitel des Kolosserbriefes, die Verse 12-15. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. Und er hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet. Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.

Liebe Gemeinde,

Quasimodogeniti, wie die neugeborenen Kindlein, so die Übersetzung des heutigen Sonntages. Wie die neugeborenen Kindlein sind wir nach Ostern sicherlich. Aber herrscht nun wirklich Friede, Freude, Eierkuchen alle Tage bis an unser selig Ende? Lassen Sie uns darüber heute morgen einmal gemeinsam nachdenken.

1. Der Triumph

Unser gesamter Predigttext ist eine einzige Siegeshymne. Unser alter Mensch ist mit Jesus begraben worden. Wir sind als neugeborene Menschen mit Jesus auferstanden. Wir waren tot in unseren Sünden und er hat uns lebendig gemacht. Alle unsere Sünden sind uns vergeben.

Jesus hat alle finsteren Mächte, vor allem den Teufel besiegt. Fortan hat auch der Tod keine Macht mehr über uns, weil Jesus ihn besiegt hat.

Mehr geht doch einfach nicht. Wenn wir dies einmal in Gedanken aneinanderreihen, dann kommen wir uns manchmal schon recht schäbig vor wenn wir uns die Frage stellen: Das tat ER für Dich und was tust Du für ihn?

Eigentlich müssten wir doch allzeit jubilierend durch die Lande laufen und diese frohe Botschaft überall verkünden. Das tun wir aber nicht. Und warum nicht?

2. Zweifel und Bedenken

Das klingt doch alles viel zu schön, um wahr zu sein. Das kann man sich doch gar nicht vorstellen. Und was ich mir nicht vorstellen kann mit der Sache stimmt doch auch etwas nicht.

Diese und andere Gedanken kommen zumeist, wenn die erste Euphorie vorüber ist. Dann drängen sich Zweifel und Bedenken in unsere Herzen. Wir müssen uns immer wieder klarmachen, dass auch nach der Erlösungstat unseres Herrn Satan immer noch in der Lage ist, uns Zweifel und Bedenken in unsere Herzen zu legen.

Manchmal hat er es ja auch ein ganz leichtes Spiel. Schlagen wir doch einfach mal die Tageszeitungen der letzten Wochen auf. Da wurde ein Kinderschänder dingfest gemacht, der mehrere Jahre kleine Kinder auf das Übelste missbraucht hat.

Da lesen wir von einer gewaltsamen Prügelei, bei der ausgerechnet der Schlichter mit einem Messer tödlich verletzt worden ist. Und dann lesen wir auch noch, dass immer mehr Senioren Opfer gemeiner Betrügerbanden werden, welche ihnen geschickt ihre Ersparnisse aus der Tasche ziehen.

Und dann war da noch die Story von dem Familienvater, der seine Frau und 2 Kinder einfach so erstochen hat, nur weil er ein anderes weibliches Wesen kennengelernt hat und sich auf diese Art und Weise die Unterhaltszahlungen sparen wollte.

Da sind sie dann ganz schnell im Hintergrund verschwunden, die jubilierenden Gedanken. Wenn es einen Gott gibt, dann kann er dies doch nicht so einfach zulassen. Dieses Argument begegnet mir in jeder Woche mindestens einmal.

Wir sollten an dieser Stelle an eines denken, Gott hat uns Menschen den freien Willen überlassen. Wir sind keine ferngesteuerten Roboter, die Gott mit Signalen aus dem Jenseits lenkt. Und weil er uns den freien Willen gelassen hat, kommt aus auch zu solchen Vorfällen in der Welt.

3. Das Zusammenspiel

Was haben wir gerade gemacht? Wir haben um uns herumgeschaut und gesehen, was für fürchterliche Dinge in dieser Welt geschehen. Und wissen Sie was? Genau das hat Jesus uns auch schon vorhergesagt.

Wir müssen zu einer anderen Sichtweise gelangen. Schauen wir doch einmal nicht auf das, wozu Menschen in der Lage sind es zu tun. Schauen wir doch einmal auf unseren Herrn und was der in der Lage ist, zu vollbringen.

Richten wir unsere Blicke einmal weg von der Erde und richten sie himmelwärts. Wenn wir dies tun, dann kommt auch wieder das Osterlachen in unsere Herzen hinein.

Egal, was auf der Welt geschieht, Jesus ist immer größer. Egal, wie Menschen uns auch behandeln, Jesus ist immer Herr unserer Lage. Wir müssen nun wirklich nicht mehr auf das schauen, was vermeintlich vor unseren Augen geschieht, sondern auf, das was uns unser Herr versprochen hat.

Wenn wir dem unser ganzes Vertrauen schenken, der für all unsere Sünden bezahlt hat, wenn wir allein dem vertrauen, der als erster von den Toten auferstanden ist und wenn wir allein dem vertrauen, der alle finsteren Mächte besiegt hat, dann wird sich unsere Einstellung schlagartig verändern.

Wir können nicht das Böse aus unserer Welt schaffen, aber wir können für das Gute kämpfen. Aber das können wir nur, wenn wir unseren Blick auf Jesus richten. Er wird uns schon sagen, was zu tun ist.

Also sind wir doch wie die neugeborenen Kindlein. Mit dieser Gewissheit lassen Sie uns in die neue Woche gehen und lassen Sie uns zum Abschluss einstimmen in den 5. Vers des Liedes "Auf, auf, mein Herz mit Freuden (EG 112) von Paul Gerhardt, der da lautet, wie folgt:
Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn,
sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn.
Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht,
das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Apr 30, 2018 2:07 pm

ePredigt vom 29.04.2018 ([b]Apostelgeschichte 16, 23-34)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag Kantate. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 16. Kapitel der Apostelgeschichte, die Verse 23-34. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Paulus und Silas im Gefängnis

Nachdem man sie hart geschlagen hatte, warf man sie ins Gefängnis und befahl dem Aufseher, sie gut zu bewachen. Als er diesen Befehl empfangen hatte, warf er sie in das innerste Gefängnis und legte ihre Füße in den Block. Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten sie. Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, sodass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Und sogleich öffneten sich alle Türen, und von allen fielen die Fesseln ab. Als aber der Aufseher aus dem Schlaf auffuhr und sah die Türen des Gefängnisses offenstehen, zog er das Schwert und wollte sich selbst töten; denn er meinte, die Gefangenen wären entflohen. Paulus aber rief laut: Tu dir nichts an; denn wir sind alle hier! Da forderte der Aufseher ein Licht und stürzte hinein und fiel zitternd Paulus und Silas zu Füßen. Und er führte sie heraus und sprach: Liebe Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig! Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Hause waren. Und er nahm sie zu sich in derselben Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen. Und er ließ sich und alle die Seinen sogleich taufen und führte sie in sein Haus und deckte ihnen den Tisch und freute sich mit seinem ganzen Hause, dass er zum Glauben an Gott gekommen war.



Liebe Gemeinde,

eine Geschichte, in der es drunter und drüber geht haben wir so eben gehört. Nichts ist so gelaufen, wie wir es gemeinhin erwarten würden. Lassen Sie uns drei Punkte der Geschichte anschauen, die auch von uns heute noch von Bedeutung sind.

1. Die Nacht

Da saßen sie also im Gefängnis. Paulus und Silas, die ja überhaupt nichts verbrochen hatten. Als willfährige Opfer der römischen Staatsmacht wurden sie auch noch in den Hochsicherheitstrakt verlegt. Nicht nur, dass sich dieser in einem besonderen Bereich des Innenhofes befand, nein ihre Füße wurden auch noch in den Block gelegt.

Stellen wir uns einmal vor, bei uns klingelt morgen früh um 6.00 Uhr die Polizei, verhaftet uns und verlegt uns ohne irgendeine persönliche Anordnung in einen Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses. Weil wir ja so gefährlich sind, werden unseren Füßen auch noch Fußfesseln angelegt.

Wie würden wir wohl reagieren ? Ich denke, ich spreche für uns alle, dass wir wohl verzweifelt wären. Keine Möglichkeit, unsere Angehörigen zu informieren, keine Möglichkeit unsere Unschuld zu beweisen und keine Möglichkeit einen Anwalt hinzuzuziehen.

Genau in dieser Situation steckten Paulus und Silas. In dieser Situation haderten sie sicherlich mit ihrem Schicksal. Vielleicht haben sie sich sogar gedacht, dass die Sache mit Jesus wohl doch nicht das Beste war, was sie sich ausgesucht hatten. Man sieht ja, wo man mit Jesus letztendlich landet.

Aber dann kommt etwas ganz entscheidendes, was wir in dieser Situation so wohl nicht erwartet hätten; nämlich:

2. Die Mitternacht

"Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott." So lesen wir es in der Mitte unseres Predigttextes.

Und das ist eine Situation, die wir alle schon einmal durchlebt haben. Wir alle haben bestimmt schon schwere Schicksalsschläge erleiden müssen. Wir alle waren sicherlich ohne Ende verzweifelt. Vielleicht haben wir auch Gott angeklagt, wie es bestimmt Paulus und Silas seit dem Nachmittag im Gefängnis getan haben.

Nach all dieser Verzweiflung, in der sie sich selbst bemitleidet haben, wurde ihr Focus wieder auf den gerückt, dem sie dies alles zu "verdanken" hatten. Und dieser eine hatte schließlich enmal gesagt: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Da liegt es denn ja auch nahe, nach all dem Selbstmitleid doch gerade diesen einen anzurufen und ihn an sein Versprechen zu erinnern. Und da durften Sie erleben, dass Jesus immer nur einen Gebetsruf weit von einem jeden von uns entfernt ist.

Liebe Gemeinde, was damals galt, dies gilt heute noch in der gleichen Form. Jesus lebt ja, er möchte auch heute noch unser Beistand sein alle Tage bis an der Welt Ende. Das einzige, was wir tun müssen ist, ihn anzurufen. Und dann kann er auch heute noch Gewaltiges bewirken.

Vertrauen wir uns doch in den Krisenzeiten unseres Lebens immer wieder unserem Herrn an, anstatt verzweifelt nach Lösungen zu suchen, die wir sowieso nicht finden. Lassen wir uns von Gott mit dem beschenken, was tatsächlich gut für uns ist.

3. Jesus greift ein

Liebe Gemeinde, wenn Jesus in unser Leben eingreift dann meist so, wie wir es niemals erwartet hätten. Das durften auch Paulus und Silas erfahren.

Auf einmal wankten die Mauern des Gefängnisses. Übertragen wir die Mauern des Gefängnisses doch auf die Mauern unseres Lebens, in welchen wir gefangen sind.

Das könne die Mauern der Süchte sein, die uns eingeschlossen haben und wir keinen Ausweg mehr sehen. Das können die Mauern der Verzweiflung sein, die uns umgeben und wir keinen Ausweg mehr erkennen. Das können auch die Mauern des Unglaubens ein, die uns so fest in ihrem Bann halten, dass wir gar nicht mehr glauben können, dass da draußen doch ein Gott existiert.

Genau in dem Moment, wo wir uns einfach trauen, diesen Gott anzurufen, genau in diesem Moment wird er uns erretten. Das ist alles keine fromme Gefühlsduselei, liebe Gemeinde, ich habe es selber hundertfach persönlich erlebt, wie die Kraft des Gebetes in Menschen wirken kann.

Gott nutzt sein Eingreifen aber nicht ausschließlich dazu, um uns aus unseren Nöten zu befreien; nein Gott sorgt auch immer dafür, dass Unbeteiligte davon erfahren und sie selber auch zum Glauben finden können.

In unserem Predigttest erfuhr der Gefängniswärter von Paulus und Silas, wer ihnen denn geholfen hatte. Und sofort wollte auch er ein Kind Gottes werden. Und so sollen wir unsere Erfahrungen mit unserem Herrn auch unseren Mitmenschen kundtun, auf dass sie auch die Frage an uns richten, die der Gefängniswärter an Paulus und Silas richtete, als er sie fragte: "Liebe Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde?"

Und die Antwort ist derart einfach, dass wir sie auch heute noch 1:1 von Paulus uns Silas übernehmen können: "Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig!"

Liebe Gemeinde, der Weg zu Gott ist nicht schwer. Lassen Sie uns doch diese einfache Glaubensformel in die Welt hinaustragen. Ermutigen wir doch wieder unsere Mitmenschen mit dieser Formel den Glauben auszuprobieren.

Und wenn wir selber einmal wieder die Nächte unseres Lebens durchleben und wir vielleicht auch wieder einmal zweifeln, dann lassen Sie uns auf den 5. Vers des Liedes "Auf, auf, mein Herz mit Freuden..." (EG 112) von Paul Gerhardt hören, der da lautet, wie folgt:

Die Welt ist mir ein Lachen mit ihem großen Zorn,
sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn.
Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht,
das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.[/b]

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch eine gesegnete Woche unter dem Schutz unseres Herrn. Vielleicht machen Sie es wie ich und machen den soeben gesungenen Liedvers zu Ihrem persönlichen Tagesmotto. Jeden Tag auf's Neue.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Wo Mei 09, 2018 11:02 am

ePredigt vom 06.05.2018 (Kolosser 4, 2-4; 5-6)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem Sonntag Rogate. Um rogare, also um das Beten geht es unter anderem auch in unserem heutigen Predigttext. Wir finden den Predigttext im Kolosserbrief im vierten Kapitel, die Verse 2-6. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Ermahnung zum Gebet und zum rechten Wort

Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung ! Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen auch ich in Fesseln bin, damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss. Verhaltet euch weise gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus. Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.


Liebe Gemeinde,

was macht eigentlich ein originäres Christenleben aus, was kennzeichnet denn ein solches Christenleben? Lassen Sie uns dieser Frage heute morgen einmal gemeinsam nachgehen.

1. Gebet und Danksagung

Liebe Gemeinde, eigentlich doch eine Selbstverständlichkeit das Beten und die Danksagung. Und doch denke ich sollten wir uns diese beiden christlichen Tugenden einmal etwas aus der Nähe betrachten.

Sicherlich haben wir alle gute Freunde. Wie pflegen wir denn den Kontakt zu unseren Freunden? Natürlich dadurch, dass wir mit ihnen kommunizieren. Was ganz früher das Briefeschreiben war und früher das Telefonieren ist heute die Kommunikation über soziale Netzwerke. Aber wie auch immer; wir bleiben mit unseren Freunden im Kontakt, auch wenn das persönliche Gespräch nicht möglich ist.

Genau so verhält es sich mit dem Gebet zu Gott. Wir sollen Gott keine vorformulierten und auswendig gelernten Phrasen um die Ohren hauen. Er ist doch unser lieber Vater, er will doch nur, dass es uns gut geht. Daher sollen wir mit allem, was uns bedrückt, was uns Nöte bereitet und uns sonst noch auf der Seele liegt ganz einfach zu ihm kommen und ihm dies im Gespräch unterbreiten.

Ja, liebe Gemeinde, im Gespräch. Beten ist nämlich nichts anderes als ein Gespräch mit Gott. Und wenn wir unseren Teil mit dem Amen beendet haben, dann sollen wir auch auf das hören, was Gott uns antwortet. Das vergessen wir nur leider all zu oft in unsrer hektischen Zeit. Wenn wir unsere Freunde auf Erden nur zu texten und uns umdrehen und dann unseres Weges gehen, dann werden wir bald keine Freunde mehr haben.

Und dann war da noch die Sache mit der Danksagung. Wenn wir einmal in uns hineinhorchen, dann gibt es doch unendlich viel für das wir Gott danken können. Alles, was wir haben und sind ist ein Geschenk von unserem Herrn. Wenn wir danken, dann gestehen wir ein, dass wir nichts aus uns heraus selber machen können, sondern dass alles in des Herren Hand liegt.

2. Weisheit gegenüber Außenstehenden

"Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein", so könnte das Dogma von ultrachristlichen Gruppen gegenüber dem Umgang mit Außenstehenden lauten. Aber Achtung, liebe Gemeinde, ein kleines Stück davon steckt auch in uns. Wie schnell vorverurteilen wir unsere Mitmenschen die eben noch nicht im Glauben stehen.

Wie der Koran uns Christen als Menschen zweiter Klasse bezeichnet, so sind wir manchmal auch mit einer derartigen Klassifikation bei der Hand, wenn es um unsere Meinung zu unseren noch ungläubigen Mitmenschen geht.

Was verstehen wir denn nun unter weise handeln? Weisheit wird definiert, als ein tiefgehendes Verständnis einer Thematik, um bei auftretenden Problemen die sinnvollste Handlungsalternative zu finden.

Weisheit besteht nun aus "Weise denken", "Weise reden" und " Weise handeln". Und da gehört unser eingangs zitierter Satz sicherlich nicht zu.

Wenn wir Menschen die frohe Botschaft weitergeben wollen, dann müssen wir erst einmal von dem Kenntnisstand ausgehen, den diese Menschen besitzen. Weise denken heißt, das ich dort ansetze, wo mein Gegenüber mir auch folgen kann.

Weise reden heißt, dass ich den Außenstehenden nicht mit theologischen Erkenntnissen zutexte, sondern meine Botschaft dem Empfängerhorizont so anpasse, dass dieser die Botschaft ohne viel Nachdenkens auch umfassend verstehen kann. Wir müssen unserem Gegenüber nicht beweisen, wie bibelfest wir doch sind; wir müssen unserem Gegenüber verständlich machen, was er denn davon hat, wenn auch er zum Glauben kommt.

Weise handeln bedeutet nichts anderes, als dass ich das, was ich rede auch mit Taten untermauere. Mein Gegenüber soll ja erkennen, das ich das, was ich sage auch wirklich so meine.

In Abwandlung eines Sprichworts möchte ich einmal sagen: "Eine Tat sagt mehr als tausend Worte." Den Weg, den wir unseren Mitmenschen aufzeigen, diesen Weg müssen wir auch für diese sichtbar und erkenntlich selber begehen. Machen wir dies nicht, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn man uns unsere Botschaft nicht abnimmt.

3. Kauft die Zeit aus

Aals ich diesen Text zum ersten Male las, dachte ich sofort an operative Hektik. Bloß ja keine Zeit verschenken, immer und überall für Christus am Start sein. Egal, wer mir über den Weg läuft, es wird sofort drauflos evangelisiert.

Dass dabei nichts herumkommt ist uns hoffentlich allen klar. Aber was ist denn damit gemeint mit dem "Kauft die Zeit aus."

Das bedeutet, dass ich mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehe und nach Türen Ausschau halte, die Gott mir geöffnet hat. Dort, wo Gott mir den Weg bereitet hat, dort darf ich getrost eintreten und sein Wort und seine Botschaft weitersagen.

Kauft die Zeit aus heißt auch, dass ich mir bereitgestellte Möglichkeiten mein christliches Leben unter Beweis zu stelle nicht auf später verschiebe. Da ist mein Freund in Not, ich habe aber gerade heute keine Zeit. Na ja, dann eben morgen. Da zieht mein Nachbar um und braucht am Samstag kräftige Arme, die ihm anpacken. Ich habe zwar Zeit, aber auch ich brauche meine Ruhe. Vielleicht beim nächsten Mal.

Genau so sollen wir eben nicht handeln. Wenn Gott uns zeigt, welche Menschen uns brauchen, dann sollen wir auch genau in diesem Moment für sie da sein. Nicht früher, aber auch nicht später.

Und hier schließt sich der Kreis wieder. Wenn wir Gott im Gebet bitten, dann wird er uns entsprechende Möglichkeiten zeigen, wie wir am besten die Zeit auskaufen können.

Lassen Sie uns zum Abschluss in den 4. Vers des Liedes "Bewahre uns Gott..." (EG 171) von Eugen Eckert einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns durch deinen Segen.
Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
sei um uns auf unseren Wegen.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Behüte Sie Gott auf all Ihren Wegen das wünscht Ihnen
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Mei 13, 2018 6:56 pm

ePredigt vom 10.05.2018 (Offenbarung 1, 4-8)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Himmelfahrtstag im Jahre 2018. Den Predigttext für den heutigen Tag finden wir im ersten Kapitel der Offenbarung, die Verse 4-8. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen.

Gruß an die sieben Gemeinden

Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden ! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit ! Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das A und das O spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.


Liebe Gemeinde,

glauben wir das eigentlich wirklich noch, was in Markus 16, Vers 19 berichtet wird: "Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzt sich zur Rechten Gottes." Es handelt sich ja lediglich um Zeugenaussagen, die über dieses Geschehen berichten. Und kaum ein Gericht stützt sich gern allein auf Zeugenaussagen, da diese immer auch persönlich geprägt sind.

Aber, liebe Gemeinde, in unserem heutigen Predigttext spricht derjenige höchstpersönlich zu uns, der aufgehoben wurde in den Himmel und der nun zur Rechten Gottes sitzt. Also keine möglicherweise gefärbten Zeugenaussagen, nein in unserem Predigttext spricht Jesus direkt zu uns. Schauen wir uns doch einmal an, was er uns sagen möchte:

1. Der da ist

Der da ist bedeutet ja in der Realität nichts anders als dass unser Herr lebt. ER lebt schon ganz real in der Ewigkeit. Von dort hat er sich schließlich auch Johannes offenbart, der dann das, was ihm aufgetragen wurde 1:1 an uns weitergegeben hat.

Das bedeutet aber auch, dass die umgekehrte Richtung funktioniert. Wenn ER lebt uns zu uns spricht, dann können auch wir direkt mit ihm reden. Dann ist das Gebet kein frommes Wunschdenken und schon gar keine bloßes religiöses Ritual mehr, nein, dann ist Gebet das tatsächliche reden mit Gott.

Im Laufe der Kirchengeschichte waren ja über das Auferstehungsgeschehen diverse Zweifel aufgekommen. Die Jünger hätten das Grab verwechselt, die Jünger hätten den Leichnam Jesu geklaut oder aber gar die Theorie Jesus sei nicht wirklich tot gewesen, sondern habe sich aus dem Grab selber befreit.

Spätestens jetzt, mit der direkten Ansprache fallen alle diese Theorien gänzlich in sich zusammen. Jesus selbst also räumt alle Zweifel aus, indem er zu Johannes spricht.

2. Der da war

Derjenige, der jetzt im Himmel ist, also Gottes eingeborener Sohn, der war tatsächlich bei uns auf Erden und hat mitten unter uns gelebt. Davon berichten insbesondere die vier Evangelien.

Doch auch diese, deren Entstehung und deren Verbreitung wurden im Laufe der Geschichte immer wieder kritisch hinterfragt. Aber mit dem "Der da war" räumt Jesus auch mit allen diesen Zweifeln auf und sagt "Ja, ich war auf Erden und habe mitten unter euch gelebt."

Was bedeutet dies denn für uns heute ? Das bedeutet nichts anderes, als dass alles, was der Herr Jesus auf Erden gelehrt hat, die tatsächliche Lehre desjenigen war, der Himmel und Erde geschaffen hat.

Er war auf Erden weil er uns über als geliebt hat, sodass er sogar für unsere Sünden mit seinem Leben bezahlt hat. In seiner Lebenszeit auf Erden hat er uns den Weg aufgezeigt, wie wir wieder Frieden mit Gott bekommen können und wie wir uns auf Erden schon auf den Himmel vorbereiten können.

Seinen Jüngern hat er dies immer wieder erläutert. Jesus wusste vermutlich, dass kaum ein Mensch dies alles behalten kann. Daher hat er seine persönlichen Ratschläge für ein gelingendes Christenleben auf Erden auch in einer besonderen Predigt zusammengefasst.

Diese Bergpredigt finden wir bei dem Evangelisten Matthäus in den Kapiteln 5-7. Wenn wir uns wieder einmal vergegenwärtigen, dass diese Predigt von dem stammt, der auf Erden gelebt hat und nun im Himmel weiterlebt, dann nähern wir uns dieser Predigt sicherlich mit noch mehr Respekt und Achtung, als wir es sicherlich ohnehin schon tun.

3. Der da kommt

Jesus war auf Erden, Jesus ist nun im Himmel und wir sind erlöst und Ende der Botschaft. Da fehlt doch irgendwie noch was, oder finden Sie nicht auch?

Und das, was fehlt haben wir soeben gehört. "Der da kommt" heißt nichts anderes als dass der Herr Jesus noch einmal auf Erden erscheinen wird. Dann aber nicht als Kind in der Krippe sondern als Richter der Welt.

Dann wird er all die Seinen, die ihr Leben ihm anvertraut haben mit sich führen in den Himmel. Und wenn das geschieht, dann wird sich auch das bewahrheiten, was wir im 21. Kapitel der Offenbarung lesen:

" Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen ! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das erste ist vergangen."

Diese Zusage gilt allen Menschen, die auf Erden schon ihr ganzes Vertrauen in den Herrn gesetzt haben, der für ihre Sünden bezahlt hat und nunmehr im Himmel regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Darum lassen Sie uns schon hier auf Erden immer wieder in den ersten Vers des Liedes "Jesus Christus herrscht als König... (EG 123) von Philipp Friedrich Hiller einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Jesus Christus herrscht als König, alles ist ihm untertänig,
alles legt ihm Gott zu Fuß.
Alle Zunge soll bekannen, Jesus sei der Herr zu nennen,
dem man Ehre geben muss.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen besinnlichen Himmelfahrtstag und ich verabschiede mich bis zum nächsten Sonntag.

Bleiben Sie wohlbehütet wünscht Ihnen
Ihr

Ulrich Naber
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Mei 13, 2018 6:57 pm

ePredigt vom 13.05.2018 ( Exaudi-Jeremia 31, 31-34)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem Sonntag Exaudi. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Propheten Jeremia im 31. Kapitel, die Verse 31-34. Lassen Sie uns diesen Text vorab gemeinsam lesen:

Die Verheißung eines neuen Bundes

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der Herr; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein. Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den den andern lehren und sagen: "Erkenne den Herrn", sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der Herr; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.


Liebe Gemeinde,

viele Menschen sprechen dem Alten Testament ja gern seine Bedeutung ab, weil es ja schließlich das Neue Testament gibt. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass ja gerade das Alte Testament auf Jesus hinweist und das Neue Testament unter anderem das Buch der erfüllten Prophezeiungen darstellt. Insofern handelt es sich hierbei um eine doppelte Beweisführung.

Lassen Sie uns heute morgen einmal gemeinsam den Alten Bund un den Neuen Bund anschauen, von welchem der Prophet Jeremia berichtet.

1. Der alte Bund

Der alte Bund, also der Bund zwischen Gott und seinem auserwählten Volk war ein Bund, der sehr schnell von seinem Volk "aufgekündigt" wurde.

Obschon Gott sein Volk aus Ägypten sicher herausgeführt hatte, wichen sie alsbald bei den kleinsten Unwägbarkeiten von diesem Bunde ab. Denken wir nur an das goldene Kalb, welches hinfort ihr Gott sein sollte, weil sie Mose für verschollen erklärten.

Wenn wir uns die Geschichte weiter anschauen, dann wurde dieser Bund immer und immer wieder von den Israeliten gebrochen.

Infolgedessen kam es dann auch zu den Opfervorschriften, die wir im dritten Buch Mose in aller Ausführlichkeit finden. Wenn das Volk Israel seine Sünden bereute und der Hohepriester das Sühneopfer vollzog, waren zwar die Sünden der Vergangenheit vergeben.

Aber, wie wir gesehen haben, wurde schon alsbald wieder gesündigt. Der alte Bund war seitens Gottes perfekt, aber die Sollbruchstelle, wie man so schön sagt, war der Mensch.

2. Der neue Bund

Gott liebte seine Menschen aber nach wie vor über alles. Gott wollte und will nicht, dass auch nur ein Mensch verlorengeht. Und daher musste ein neuer Bund her.

Wie müsste dieser Bund aber aussehen ?

Es müsste ein Bund sein, der ein für alle mal für die Sünden der Menschen bezahlt. Der ewige Kreislauf Sünde und Sündopfer neue Sünde und neues Sündopfer müsste so durchbrochen werden dass die "Einmalzahlung" ausreicht.

Es müsste einem jeden Menschen möglich sein, auch ohne Hohepriester und andere Kirchenobere, diese Bezahlung für alle Sünden für sich in Anspruch zu nehmen.

Für den Fall, das auch nach der Inanspruchnahme der Einmalzahlung doch wieder gesündigt wird müsste es einen einfachen Weg geben, dass der reuige Sünder zurückkehren kann.

3. Jesus

Mit Jesus richtet Gott diesen neuen Bund mit den Menschen auf.

Jesus kam vollkommen sündlos auf die Erde und lebte, ohne jemals eine Sünde zu begehen bis zu seinem Tode vollkommen sündlos.

Diesen Jesus gab Gott als Einmalzahlung für all unsere Sünden hin. Jesus starb für die Sünden der gesamten Menschheit. Es musste also fortan kein Opfertier mehr für die Entsühnung geschlachtet werden. Die, verzeihen Sie mir den Ausdruck, Schlachtung von Jesus als einmaliges ewiges Sündopfer machte es möglich, dass alle Menschen wieder den Weg zu Gott zurückgehen konnten und bis heute können.

Der Stellvertretertod Jesus gilt also für alle Sünden der Vergangenheit, für alle Sünden der Gegenwart und auch für alle Sünden der Zukunft, sodass auch der reuige Sünder jederzeit zurückkehren kann ins Vaterhaus.

Der Weg musste, wie wir gesehen haben auch einfach zu verstehen und zu gehen sein. Wie Gott dies macht, das lesen wir auch in unserem Predigttext. Gott hat uns sein Gesetz und seinen Sinn in unsere Herzen gelegt, sodass wir alle Voraussetzungen für den Rückweg in uns tragen.

Das dies tatsächlich so ist, erfahren wir immer wieder von Missionaren, die in Gegenden tätig sind, wo Menschen leben, die noch niemals etwas von Gott gehört haben. Aber sie tragen alle eine wie auch immer geartete Ewigkeitshoffnung in ihrem Herzen.

Wenn das wirklich so ist, dann ist ja alles klar. Nein, ist es eben nicht. Wir Menschen verstehen es auf wundersame Weise Gottes Gesetz in uns zu überschreiben. Einmal natürlich durch den Unglauben. Der führt dazu, dass man alles, was mit Gott zu tun hat gerne als fromme Legenden bezeichnet, die für einen selber keine Gültigkeit haben.

Dann ist da noch der Alltag mit all seine Problemen. Da vergisst man schon mal auf das in einem innewohnende Gesetz zu hören. Und dann kommt da noch die ständige Überlastung. Ein Arbeitsplatz reicht nicht mehr, wir brauchen schon einen Zweitjob um irgendwie über die Runden zu kommen. Dann darf natürlich die Familie nicht zu kurz kommen.

So manövrieren wir uns selber, wenn wir es so wollen, ganz elegant von Gott weg. Wenn wir dann mal wirklich einen stillen Moment erwischen und Gott sich mit seinem Gesetz wieder zu Wort meldet, dann schauen wir ganz schnell, dass wir uns mit etwas anderem beschäftigen können.

Ich glaube, der Kirchenvater Augustinus hat etwas bahnbrechendes gesagt: "Unruhig ist unser Herz bis es Ruhe findet in dir."

Und damit wäre alles gesagt. Wir sind alle eingeladen, Mitglieder des neuen Bundes zu werden. Aber bevor wir Ruhe und Frieden bei Gott finden, müssen wir diesen auch aufrichtig suchen. Deshalb mein eindringender Appell an uns alle: Helfen wir doch den Menschen dabei, diese Ruhe zu finden.

Sagen wir doch unseren Mitmenschen, wo es diese Ruhe und diesen Frieden gibt. Für alle und ohne jedwede Voraussetzungen.

Lassen Sie uns immer an den ersten Vers des Liedes "Ich steh in meines Herren Hand..." (EG 374) von Philipp Spitta denken, wenn sich auch bei uns wieder einmal die Unruhe bemerkbar macht. Dieser Vers lautet, wie folgt:

Ich steh in meines Herren Hand und will drin stehenbleiben;
nicht Erdennot, nicht Erdentand soll mich daraus vertreiben.
Und wenn zerfällt die ganze Welt, wer sich an ihn und wen er hält,
wird wohlbehalten bleiben.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber
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Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19


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