ePredigte.

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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Jan 08, 2018 1:58 pm

ePredigt vom 07.01.2018 (1. Korinther 1, 26-31)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 1. Sonntag nach Epiphanias. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im ersten Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 1, die Verse 26-31. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme. Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9, 22-23): "Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn !"

Liebe Gemeinde,

anlässlich einer Diskussionsrunde über den Glauben sagte mir einmal ein Gesprächsparter: Herr Naber, Sie sind doch ein gebildeter Mensch, wie können sie dann an einen Gott glauben ? Ich blöder Esel tappte natürlich bereitwillig in die aufgestellte Falle indem ich antwortete: " Sie sind wohl der Meinung, eine Grundvoraussetzung für den Glauben sei, dass man ausgesprochen dämlich sein müsse, um an Gott zu glauben."
Ich hatte es kaum ausgesprochen, da wurde mir der heutige Predigttext um die Ohren gehauen.

Mittlerweile weiß ich natürlich, dass hinter diesem Predigttext etwas ganz anderes steckt. Damals bin ich nur nicht sofort darauf gekommen. Nur für den Fall, dass es Ihnen auch einmal so ergehen sollte, hier ein paar Tipps zum Umgang mit unserem heutigen Predigttext:

1. Die Nicht-Berufenen

Wen hat Gott nicht berufen ? Wie haben soeben gehört, dass es die Weisen, Mächtigen und Angesehenen Menschen sind, die Gott nicht berufen hat. Irgendwie schon komisch, richten wir uns doch gern nach dem, was die vermeintlich Weisen uns wissen lassen. Schauen wir doch gern zu den Mächtigen auf und die Angesehenen auf den vielen roten Teppichen dieser Welt verdienen doch auch unsere Anerkennung.

Das sind doch die, die es in ihrem Leben schließlich zu etwas gebracht haben ? Auf die muss man doch hören, von denen kann man schließlich noch was lernen.

Warum, um Himmels willen hat er diese Menschen nicht berufen ? Ich denke, dass gerade die Weisen, Mächtigen und Angesehenen dieser Welt schnell auch überheblich werden und die Stufe nach der Überheblichkeit ist bekanntermaßen der Hochmut. Danach kommt dann noch der krönende Abschluss der Selbstüberschätzung und schon geht es häufig im freien Fall nach unten.

Denken wir nur an Personen, wie Ulli Hoeness, den Schlecker-Clan, oder an den ehemaligen Arcandor-Chef, der sich seit einigen Tagen wieder auf freiem Fuße befindet. Alle waren mächtig, sind angesehen und sicherlich auch nicht unweise. Und doch stürzten diese Personen ab.

Nur um nicht falsch verstanden zu werden, es steht in unserem Predigttext nicht, dass alle Weisen, Mächtigen und Angesehen nicht berufen worden sind, sondern es steht dort, dass nicht viele dieser Personen berufen worden sind.

2. Die Berufenen

Jetzt müssen wir uns doch einmal anschauen, wen Gott beruft.

Beginnen wir mit den Törichten. Gott beruft die Törichten, weil er allein weise ist. Der Törichte wird genau das weitergeben, was Gott ihm sagt. Der vermeintlich Weise hingegen wird an allem, was Gott ihm sagt, etwas zu kritisieren haben.

Der Törichte sagt zum Beispiel, dass die Ehe eine von Gott vorgegebene Lebensform zwischen Mann und Frau ist. Der vermeintlich Weise versucht diese Lebensform auf andere Konstellationen auszudehnen, die Gott eben nur vergessen hat zu erwähnen. Aber dafür sind ja die Wesien da, um sein Wort erst einmal richtig auszulegen.

Gott beruft die Schwachen. Die Schwachen können nicht mit ihrer eigenen Kraft protzen. Die Schwachen sind immer auf eine Kraftquelle von außen angewiesen. Ohne diese könnten sie gar nicht existieren. Gott, liebe Gemeinde, ist in den Schwachen mächtig und demonstriert so seine ganze Kraft und Allmacht.

Der Starke hingegen würde sich vieles von dem was er erreicht hat, fälschlicherweise auf seine Fahnen schreiben und wäre dann auch wieder auf dem Wege des Hochmutes.

Gott beruft die Geringen. Die Geringen, also die Personen, die kein so großes Ansehen genießen sehen eben nicht nur auf sich selbst und dass sich die ganze Welt gefälligst um sie zu drehen hat. Die Geringen sehen nahezu immer auch die anderen um sie herum. Und somit kann Gott mit den Geringen viel gezielter in das Leben der Menschen eingreifen.

3. Die praktische Konsequenz

Kommen jetzt wirklich nur die Schwachen, Törichten und Geringen und nur ganz wenige Weise, Mächtige und Angesehene in den Himmel ? Nein, das glaube ich nicht.

Ich glaube,es kommen alle in den Himmel, die so weise sind, dass sie erkennen, dass es töricht wäre nur auf sich selbst zu schauen und die daher so weise sind, auf den Herrn zu schauen.

Ich glaube, es kommen alle in den Himmel, die so mächtig sind, dass sie ihre eigene Ohnmacht, Schwächen und Grenzen erkennen und die dann auch erkennen, dass nur Gott allein allmächtig ist.

Ich glaube, es kommen alle Angesehenen in den Himmel, die sich selber als so gering einschätzen, dass sie nur den ansehen, dem allein Preis und Ehre und Ansehen zusteht.

Darum lassen Sie uns in diesem Jahre wieder so weise sein, dass wir auch unsere Mitmenschen im Blickfeld haben. Lassen Sie uns so mächtig sein, dass wir sein Wort mit Vollmacht weitergeben können. Und lassen Sie uns zu den Menschen gehören, denen man ansieht, wem sie wirklich gehören. Dann sind und bleiben wir nach wie vor auf dem rechten Wege.

Lassen Sie uns in diesem noch neuen Jahre so an unsere weltliche und an unsere christliche Arbeit gehen, wie es der Liederdichter Salomo Liscow sehr schön in dem 1. Vers seines Liedes "In Gottes Namen fang ich an..." (EG 494) beschreibt, der da lautet, wie folgt:
In Gottes Namen fang ich an, was mir zu tun grebühret;
mit Gott wird alles wohlgetan und glücklich ausgeführet.
Was man in Gottes Namen tut, ist allenthalben recht und gut
und kann uns auch gedeihen.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche unter dem immerwährenden Schutz unseres Herrn.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Di Jan 16, 2018 11:40 am

ePredigt vom 14.01.2018 (Jahreslosung: Offenbarung 21, 6)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 2. Sonntag nach Epiphanias. Als Prediggtext dient uns heute unsere Jahreslosung für das Jahr 2018, welche wir im 21. Kapitel der Offenbarung finden. Hören wir zunächst auf die Jahreslosung.

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Liebe Gemeinde,

als ich mich in der ruhigen Zeit zwischen den Jahren etwas intensiver mit der Jahreslosung beschäftigt habe, fielen mir drei Dinge auf, die man schnell überlesen kann. Lassen Sie uns diese drei Aspekte heute morgen einmal gemeinsam betrachten.

1. Die Gottesgemeinschaft

Liebe Gemeinde, das ist das wunderbarste, was ich heute morgen berichten kann: Der allmächtige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erden, dieser allmächtige Gott möchte Gemeinschaft mit uns haben. Wir sind also keine kleinen demütigen Bittsteller, die vor Gott erscheinen und um Gnade bitten. Nein, wir sind die Adressaten seiner göttlichen Liebe.

Stellen wir es doch einmal so vor: Gott streckt uns die Hand entgegen. Das einzige, was wir machen müssen, ist diese rettende, liebende Hand im Glauben zu ergreifen. Wir sehen also, dass Gott den ersten Schritt macht und nicht wir.

Daraus folgt, dass wir auch keine religiösen Klimmzüge unternehmen müssen, um Gottes Liebe zu erfahren. Das sah man und sieht man auch heute in vielen Gemeinschaften noch ganz anders. Daher lassen Sie uns dem vertrauen, der diese Worte durch die Bibel zu uns spricht. Und lassen wir uns nicht von selbsternannten religiösen Lichtgestalten in die Irre führen.

2. Gott der Geber

Wir sind ja meist sehr von uns selbst überzeugt und von dem, was wir nicht schon alles in unserem Leben erreicht haben. Einige von uns erinnern sich vielleicht noch an die Werbung, wo sich zwei Freunde nach Jahren wiedersehen und der erste seine Trumpfkarten "Mein Haus, Mein Auto, Mein Pool" ausspielt. Als sein Freund nun seine Trumpfkarten ausspielt, war natürlich alles eine Ecke größer und besser.

Und so meinen auch viele Menschen, dass sie alles, was sie erreicht haben, allein ihren eigenen Fähigkeiten zu verdanken haben. Das ist natürlich ein fataler Irrtum.

Alles, was wir haben und was wir sind, das haben wir unserem Vater im Himmel zu verdanken. Gott will uns mit vollen Händen beschenken. Und wir müssen wieder nichts anderes tun, als diese Geschenk einfach aus seiner Hand annehmen. Gott ist es, der uns mit verschiedenen Fähigkeiten ausstattet und an uns liegt es natürlich diese Begabungen auch zu nutzen.

Gott dürfen wir unsere Gesundheit verdanken. Gott dürfen wir es verdanken, wenn wir nach einer Krankheit wieder genesen. Und schließlich ist es Gott, der uns ein Leben im materiellen und sozialen Wohlstand ermöglicht.

Wir müssen uns an dieser Stelle einmal vergegenwärtigen, dass wir auf all das überhaupt keinen Rechtsanspruch haben. Wir haben keinen Rechtsanspruch auf körperliche Unversehrtheit und Gesundheit. Wir haben keinen Rechtsanspruch auf einen guten Arbeitsplatz und wir haben auch keinen Rechtsanspruch auf eine liebevolle Familie. All dies wird uns von Gott geschenkt.

Da wäre es doch auch mal wieder an der Zeit, dem Geber aller Gaben für all das zu danken, was er uns Gutes getan hat und auch weiter tun will. Ein kleiner praktischer Tipp am Rande. Ich nehme mir jedes Jahr ein Vorkabelheft und trage dort alles ein, was mir Dank unserem himmlischen Vater widerfährt. Natürlich zuerst das aus meiner Sicht Gute. Aber ich trage auch das Negative dort ein. Und oftmals ist mir nachträglich aufgegangen, dass das vermeintlich Negative mir nur zum Guten gedient hat.

3. Das Königsgeschenk

Erinnern Sie sich an das schönste Geschenk, welches Sie jemals in Ihrem Leben erhalten Haben ? Denken wir ruhig einmal einen Moment darüber nach.

Gott möchte einem jeden von uns ein Geschenk machen, dass all unsere irdischen Geschenke in den Schatten stellt. Gott möchte uns das ewige Leben schenken. Und nicht nur das, er möchte mit uns zusammen diese Ewigkeit verbringen. Alle seine Kinder lädt er ein, schon auf Erden den Gutschein für die Ewigkeit anzunehmen, der freilich erst im Himmel eingelöst werden kann.

Lassen Sie uns noch kurz darüber nachdenken, was das ganz praktisch für uns im Jahre 2018 bedeutet.

Wenn ich unserer Jahreslosung vertraue, dann kann ich alles im Jahre 2018 etwas gelassener angehen lassen und kann in Ruhe abwarten, womit mich mein Vater im Himmel auch in diesem Jahr wieder beschenken möchte.

Ich darf alles in Dankbarkeit annehmen, was er mir im Jahre 2018 schenken wird und ich kann mir auch die Zeit nehmen, die Gemeinschaft mit IHM auf Erden wieder zu intensivieren. Sprechen wir doch in diesem Jahr einfach mal wieder öfter mit unserem Vater im Himmel und lassen Sie uns in diesem Jahr mit unseren Schwestern und Brüdern doch wieder mehr Zeit in seiner Gegenwart verbringen.

Und lassen Sie uns das Geschenk des ewigen Lebens freudig annahmen in der festen Gewissheit, dass wir nicht alles an Spaß, Freude und Vergnügen in dieses kleine irdische Leben hineinpressen müssen, was gerade noch so geht. Lassen Sie uns ganz einfach darauf vertrauen, dass uns im Himmel unendlicher Friede, unendliche Freude und unendliche Zufriedenheit erwarten wird.

Einstimmen auf diese wunderbaren Aussichten wollen wir uns zum Abschluss, indem wir in den dritten Vers des Liedes "Jesus Christus herrscht als König.." (EG 123) von Philipp Friedrich Hiller einstimmen, der da lautet, wie folgt:
Gott ist Herr, der Herr ist einer, und demselben gleichet keiner,
nur der Sohn, der ist ihm gleich;
dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich,
dessen Reich ein ewig Reich.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen fröhlichen Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Jan 22, 2018 12:44 pm

ePredigt vom 21.01.2018 (Offenbarung 1, 9-18)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Letzten Sonntag nach Epiphanias. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Buch der Offenbarung, Kapitel 1, die Verse 9-18. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der Auftrag an Johannes
Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus. Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, die sprach: Was die siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea. Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme und seine Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht. Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.


Liebe Gemeinde,

da war Johannes also abgeschieden von der Welt auf einer einsamen Insel namens Patmos und hatte diese Vision, die damit beginnt, dass sich ihm jemand vorstellt, nämlich der auferstandene Herr Jesus Christus. Welche zentrale Botschaft er Johannes gleich zu Beginn mitgibt, dies wollen wir uns heute Morgen einmal gemeinsam anschauen.

1. Die Bibel - (K)ein Märchenbuch

Kritiker sprechen mich immer sehr gerne auf dieses erste Kapitel im Buch der Offenbarung an. Wer weiß, was der geträumt hat? Wer weiß, was der zu sich genommen hat als er diese Visionen hatte? Das und noch mehr sind häufige Kritikpunkte, die die Wahrheit der Offenbarung anzweifeln.

Machen wir doch einmal einen Sprung in das Alte Testament hinein. Ein kluger Kopf hat sich einmal die Mühe gemacht und nachgezählt, wie viele prophetische Verheißungen des Alten Testamentes sich bereits erfüllt haben. Er kam auf mehrere hundert ganz konkrete Geschehnisse, die genauso stattgefunden haben, wie sie im Alten Testament vorhergesagt wurden.

In Jesaja 7 zum Beispiel wird die Jungfrauengeburt Jesu vorhergesagt und in Jesaja 53 Jesu Kreuzigung. Jesu Geburtsort und die Umstände wurden genauso vorhergesagt, wie sie dann auch tatsächlich stattfanden.

Ich frage mich dann immer wieder, wie man allen Ernstes dann noch an der Bibel und deren Wahrheitsgehalt zweifeln kann.

Wenn wir dies alles zusammen betrachten, also Altes Testament und Neues Testament dann kann man nur zu dem zwingenden Ergebnis kommen: Ja, Johannes hat den Menschensohn im Himmel tatsächlich gesehen und die Worte, die er uns kundtut sind tatsächlich wahr. Dann stimmt es also, was in den siebziger Jahren auf so vielen Stickern stand:

2. Jesus lebt

Jesus offenbart sich Johannes genauso, wie es auch geschehen war. Er war tot und ist wieder von den Toten auferstanden. Und er ist aufgefahren in den Himmel, wo er nunmehr weilt von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Wenn Jesus zu Johannes sagt, dass er lebendig ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, dann bedeutet dies ja auch, dass Jesus am heutigen Tage mitten unter uns weilt in Form des Heiligen Geistes, wie er es uns versprochen hat.

Und auch darauf dürfen wir uns felsenfest verlassen. Was bedeutet dies nun ganz konkret für uns ganz persönlich? Das bedeutet, dass ich einen Heiland an meiner Seite habe, der mir mein ganzes Leben lang beisteht. Das bedeutet freilich nicht, dass er mir alle meine Wünsche erfüllt, aber das bedeutet, dass ich einen wahren Freund und Helfer immer in meiner Nähe habe.

Egal, was auf mich zukommt, egal mit welchen widrigen Umständen ich in meinem Leben zu kämpfen habe, ER, der lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit lässt mich niemals allein im Regen stehen.

Natürlich setzt das auch voraus, dass ich ihm vertraue und auch wirklich etwas mit ihm zu tun haben will. ER möchte, dass ich immer mit ihm in Verbindung bleibe und mit ihm alles teile, das Gute und auch das vermeintlich Schlechte.

Also falten wir doch wieder öfters auch tagsüber die Hände und bitten unseren Herrn um seinen Beistand. Viele Menschen trauen Gott zwar zu, dass er die Erde und was darauf lebt gemacht hat, sie trauen ihm aber nicht zu dass er einem jeden seiner Geschöpfe auch in den kleinen Dingen des Lebens beistehen möchte.

3. Der Schlüssel

Wenn Jesus sagt, dass er den Schlüssel der Hölle und des Todes hat, dann kann dies auch anders übersetzt werden; nämlich mit den Worten: Ich BIN der Schlüssel des Himmels und der Hölle.

Nun ist es ja nicht gerade populär über die Hölle zu predigen. Natürlich ist es schöner über den Himmel zu reden. Aber wenn der Herr Jesus ganz konkret sagt, dass es er den Schlüssel der Hölle in Händen hält, dann dürfen wir ihm schon vertrauen, dass er Johannes nicht anflunkert.

So, und jetzt wird es ganz konkret für uns: Wir haben es zu Lebzeiten in der Hand, wo die Reise nach unserem Tode hingehen soll.

Gott wirft keinen Menschen in die Hölle. Diesen Ort wählt ein jeder von uns nämlich selber. Wenn wir uns während unseres Erdenlebens für den Herrn Jesus entscheiden, ihm also unsere Sünden bekennen, um Vergebung bitten und schließlich ihm die Regentschaft über unser Leben übergeben, dann werden wir nach unserem Ableben auf Erden unsere Ewigkeit im Himmel verbringen.

Wenn wir dies nicht tun, dann geht die Reise in die Hölle. Aber, wie gesagt, bis zu unserem letzten Atemzug haben wir die Möglichkeit Himmelsbewohner zu werden.

Und darum ist es auch so wichtig, dass wir unseren Mitmenschen von dieser Wahlmöglichkeit berichten. Gott möchte nämlich nicht, dass auch nur eines seiner Geschöpfe verloren geht. Gott möchte, dass alle seine Geschöpfe auch wieder seine Kinder werden.

Nur noch eine kleine Anmerkung zum Abschluss: Die Entscheidung können wir keinem Menschen abnehmen. Unsere Aufgabe ist es nur, auf die Konsequenzen hinzuweisen. Für den Rest sind wir nicht verantwortlich.

Lassen Sie uns zum Abschluss einstimmen in den 6. Vers des Liedes von Paul Gerhardt: "Ich bin ein Gast auf Erden..." (EG 529), der unseren Lebensweg auf Erden in Richtung Himmel sehr schön beschreibt, wie folgt:
So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt,
doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt.
Ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt,
da mich ohn alle Maße mein Vater trösten wird.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe Sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Jan 29, 2018 1:09 pm

ePredigt vom 28.01.2018 (Jeremia 9, 22-23)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 3. Sonntag vor der Passionszeit, dem Sonntag Septuagesimae. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Propheten Jeremia im 9. Kapitel, die Verse 22-23. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Das rechte Rühmen

So spricht der Herr: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der Herr.


Liebe Gemeinde,

70 Tage vor Ostern, das bedeutet ja der heutige Sonntag. Und rechtzeitig vor Ostern liegen sie schon wieder in den Regalen, die Osterhasen und Marzipanostereier. Ja, so feiert die Welt eben Ostern. Und um die Wertmaßstäbe der Welt und Gottes Maßstäbe geht es auch in unserem heutigen Predigttext. Lassen Sie uns doch einmal anschauen, was Gott uns durch seinen Propheten Jeremia dazu zu sagen hat.

1. Die Maßstäbe der Welt

In der Welt da zählen vor allem Stärke, Reichtum und Weisheit. Wer das geschafft hat, der rühmt sich auch gern mit dem, was er erreicht hat.

Grundsätzlich ist natürlich auch nichts dagegen einzuwenden. Oberflächlich betrachtet zumindest. Schauen wir doch einmal hinter den Vorhang und sehen uns einmal die Stärke an. Viele "starke" Menschen erscheinen nur deswegen stark, weil sie die Schwächen der anderen schamlos ausnutzen. Und gerade dieser Stärke sollen wir uns nicht rühmen.

Betrachten wir den Reichtum. Viele Menschen, ich denke besonders an einen Finanzmakler aus Hannover, sind dadurch reich geworden, dass sie andere Menschen in die Armut getrieben haben. Dass man sich dieser Form des Reichtums nicht unbedingt rühmen sollte versteht sich wohl von selbst.

Bei der Weisheit ist es schon ein wenig komplizierter. Wir haben doch alle Respekt vor weisen Menschen. Weise zu sein bedeutet doch letztendlich, dass wir den Durchblick haben. Von der Weisheit her ist es aber nicht weit hin zur Überheblichkeit. Und diese Eigenschaft ist nun sicherlich nicht des Rühmens wert.

Und wie schnell können uns diese drei abhandenkommen. Die Stärke kann ganz schnell in Schwäche umkippen, wenn einer kommt, der stärker ist als ich. Der Reichtum ist auch ein vergänglich Ding, der schneller wieder weg sein kann, als er gekommen ist. Und auch die Weisheit nimmt irgendwann in unserem Leben mal ein Ende.

Also, vergänglicher Dinge sollen wir uns nicht rühmen.

2. Gottes Maßstäbe

Wessen darf ich mich denn dann rühmen, wenn schon nicht meiner vermeintlichen Erfolge wegen? Das sagt uns Jeremia auch ganz eindeutig.

Es darf sich der rühmen, der klug ist und Gott kennt. Der göttlichen Klugheit darf ich mich rühmen, wenn ich ihn denn kenne.

Wie lerne ich aber Gott kennen? Zu Zeiten Jeremias war es noch etwas komplizierter als heute. Heute haben wir alle den freien Zugang zu Gottes Wort, der Bibel. Wenn wir diese lesen, dann lernen wir Gott höchstpersönlich kennen.

Und dann haben wir ja auch noch die Möglichkeit, uns ganz persönlich mit Gott zu unterhalten, wir Christen nennen dies Gebet.

Und wir haben noch die Möglichkeit, uns anderen Christen anzuschließen um gemeinsam mehr über diesen Gott zu erfahren.

Nur mal so nebenbei bemerkt, dies ist ein gewaltiges Privileg. Es gibt sehr viele Länder auf der Erde, wo der Besitz der Bibel unter Strafe gestellt ist und wo christliche Gemeinschaften gewaltsam aufgelöst und deren Mitglieder günstigenfalls inhaftiert werden.

3. Wie ist Gott ganz konkret

Auch darüber lässt uns Jeremia nicht im Unklaren. Er weist uns auf Wesenseigenschaften Gottes hin, die auch für uns heute noch von Bedeutung sind.

Gott ist barmherzig. In diesem Wort steckt ja offensichtlich auch das Wort Herz. Gott liebt uns nicht mit seinem Verstand und seiner Vernunft, sondern mit seinem ganzen Herzen. Auch wenn wir seine Liebe nicht verdient haben, dann liebt er uns trotzdem.

Und genau dies sollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten auch an unsere Mitmenschen weitergeben. Eben nicht nur die großen und Mächtigen lieben, sondern auch sich derer annehmen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Auch das ist Barmherzigkeit. Lesen Sie einmal das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.

Gott übt Recht und Gerechtigkeit. Wir kennen sicherlich alle das Sprichwort: "Gottes Mühlen mahlen langsam, aber vortrefflich fein". Selbst wenn es manchmal den Anschein hat, dass die Ungerechten mit ihren oftmals unrechten Taten am weitesten kommen, dann steht am Ende doch wieder Gottes Gericht.

Und darum sollten wir immer wieder unser Leben überprüfen, ob das, was Gott unter Recht und Gerechtigkeit versteht, auch von uns so in unserem Leben ausgeübt wird, wie Gott es gerne haben möchte.

Oftmals ist dies ganz einfach. Wir sollen keinen anderen Menschen betrügen oder gar hintergehen. Wir sollen aufrichtig und ehrlich sein. Aber es mag auch Situationen in unserem Leben geben, wo dies nicht so einfach erkennbar ist.

Wenn wir vor schwierigen Entscheidungen stehen, liebe Gemeinde, dann ist es unser Vorrecht als Christen unseren Herrn im Himmel zu befragen, was wir denn machen sollen.

Und wenn wir dann ganz aufmerksam und stille werden und auf das hören, was Gott uns sagen möchte, dann sind wir auch in diesen Situationen auf der richtigen Seite. Und dann dürfen wir uns dessen rühmen, was wir erkannt haben; nämlich dass Gott der alleinige Herrscher in unserem Leben ist.

Woher kommt denn eigentlich all das schlechte auf der Welt. Es kommt von der Sünde. Wie wir darum bitten können, dass Gott uns von der Sünde fernhält, das erfahren wir im ersten Vers des Liedes "Ein reines Herz, Herr, schaff in mir..." (EG 389) von Heinrich Georg Neuß, der da lautet, wie folgt:
Ein reines Herz, Herr, schaff in mir,
schließ zu der Sünde Tor und Tür;
vertreibe sie und lass nicht zu,
dass sie in meinem Herzen ruh.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Feb 05, 2018 1:50 pm

ePredigt vom 04.02.2018 (2. Korinther 12, 1-10)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag Sexagesimae. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Korintherbrief, Kapitel 12, die Verse 1-20. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Gerühmt muss werden; wenn es auch nichts nützt, so will ich doch kommen auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren - ist er im Leib gewesen? Ich weiß es nicht; oder ist er außer dem Leib gewesen? Ich weiß es auch nicht; Gott weiß es -, da wurde derselbe entrückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselben Menschen - ob er im Leib oder außer dem Leib gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es -, der wurde entrückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte, die kein Mensch sagen kann. Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich mich nicht rühmen, außer meiner Schwachheit. Und wenn ich mich rühmen wollte, wäre ich nicht töricht; denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht jemand mich höher achte, als er an mir sieht oder von mir hört. Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, dass er von mir weiche. Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi in mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten, um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.

Liebe Gemeinde,

"Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig" so lautet der zentrale Satz aus unserem heutigen Predigttext. Lassen Sie uns doch einmal gemeinsam überlegen, was uns dieser Satz auch heute noch sagen möchte.

1. Die Selbstaufgabe

Wir sind es doch alle gewohnt und werden häufig schon von Kindesbeinen an darauf gedrillt, dass man etwas leisten muss, wenn man im Leben was erreichen möchte. Schwäche ist da doch eher die Eigenschaft der Looser, dies sowieso zu nichts bringen.

So sehen doch unsere Wertmaßstäbe in der Welt aus. Wer sich dran hält ist bald fein raus und wer sich nicht daran hält ist alsbald fein draußen.

Und dann lesen wir die Worte unseres Herrn, der kundtut, dass er in den Schwachen mächtig ist. Das passt ja doch wohl gar nicht in unser Weltbild. Und doch stimmt es, was Gott sagt.

Solange ich mein eigenes Süppchen koche und in meinem eigenen selbst erschaffenen Weltbild lebe, solange kann Gott nicht in mir wirken. Er hat ja auch gar keinen Platz in mir, weil ich alle Plätze selber belege.

Erst wenn ich erkenne, dass ich rein gar nichts bin und vor Gott gar nichts gelte, erst dann, wenn ich vor Gott die weiße Fahne hisse und vor ihm kapituliere, erst dann kann der Herr in mein Leben einziehen.

2. Der Heilige Geist

Liebe Gemeinde, wenn wir so vor Gott treten, wie es in dem schönen Kirchenlied "Stern auf den ich schaue" heißt "Nichts hab ich zu bringen, alles Herr bist Du", dann kann sein Heiliger Geist in mir Wohnung nehmen.

Und sein Heiliger Geist möchte mich so verändern, wie ER mich haben will. Wie aber kann denn der Heilige Geist in uns so geschwächten Menschen wirken?

Nun als erstes kann er uns zu Gottes Wort hinführen. Der alte Schinken, der seit Jahrzehnten im Bücherregal sein Dasein fristet bekommt auf einmal eine ganz andere Bedeutung für uns. Plötzlich wollen wir wissen, wie er denn ist, der mit seinem Heiligen Geist in uns wohnt. Wir wollen lernen, wie wir uns denn nun zu verhalten haben und vor allem, was uns denn als Christen erwartet.

Dann fordert derjenige, der seine Kraft in uns wirken lässt auf, doch mit ihm zu reden. Wir Christen nennen dies Gebet. Nun hört sich Gebet ja immer ein wenig Hochliturgisch an. Wir müssen uns nicht festlich kleiden bevor wir beten. Und wir müssen uns auch nicht mit wohlformulierten Sätzen an Gott wenden.

Gebet ist und bleibt nichts anderes als das Gespräch mit Gott. So wie sie mit ihrem besten Freund sprechen, genau so können Sie auch mit Gott reden.

Wenn wir wollen, dass seine Kraft in uns schwachen Menschen mächtig ist, dann müssen wir Gott natürlich auch die Zeit geben, um auf unser Gebet zu antworten. Wir texten ja auch nicht unseren besten Freund zu und drehen uns um und verschwinden. Wenn wir dies täten, dann hätten wir bald keinen besten Freund mehr.

Und dann leitet uns der Heilige Geist mit seiner Kraft auch in die Gemeinschaft mit Menschen, die genau so schwach sind, wie wir. Dies soll uns Halt in Versuchungen geben und uns noch näher zu ihm heranbringen.

3. Der Stachel

Erst schwach und dann auch noch eingeschränkt. So erging es Paulus. Obwohl er Gott mehrfach darum gebeten hatte, doch diesen, wie er ihn nennt, Stachel von ihm wegzunehmen, lässt er diese Schwachstelle auch weiterhin in Paulus wirken.

Irgendwie schon ein wenig unverständlich oder nicht ? Allein durch Gottes Kraft leben, die in uns wirkt ist zwar schön, aber einige Menschen kommen auch ganz schnell zu dem Schluss, dass da noch mehr geht.

Meine eigene Kraft mit Gottes Kraft kombiniert, da muss doch was ganz geniales bei herauskommen. Und genau dafür haben wir diesen Stachel. Dieser soll uns immer daran erinnern, dass alles, aber auch wirklich alles aus seiner Kraft kommt und wir allein aus seiner Gnade leben.

Dieser Stachel, und ich bin fest davon überzeugt, dass jeder von uns seine eigene Schwachstelle hat, dieser Stachel bewahrt uns vor Überheblichkeit uns Hochmut und erinnert uns immer wieder daran, wem wir alles zu verdanken haben.

Ein Bademeister erzählte mir einmal, dass er einen Ertrinkenden nur dann retten kann, wenn er seine Kraft aufgegeben hat. Und so dürfen auch wir ganz fest darauf vertrauen, das da jemand auch uns auffängt, wenn wir ihm gegenüber schwach sind. Und dieser Jeman fängt uns nicht nur auf, sondern möchte uns unser ganzes Leben lang und darüber hinaus ein treuer Begleiter sein.

Damit wir uns immer daran erinnern, wem wir alles auf Erden zu verdanken haben lassen Sie uns zum Abschluss in den ersten Vers des Liedes "Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn..." (EG 644) von Heino Tangermann einstimmen, der da lautet, wie folgt:
Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn, er hat dir viel Gutes getan.
Bedenke, in Jesus vergibt er dir gern, du darfst ihm, so wie du bist, nahn.
Barmherzig, geduldig und gnädig ist er, viel mehr als ein Vater es kann.
Er warf unsre Sünden ins äußerste Meer, kommt, betet den Ewigen an.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und eine segensreiche neue Woche unter dem Schutz und unter der Fürsorge unseres Herrn.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Feb 12, 2018 2:59 pm

ePredigt vom 11.02.2018 (Amos 5, 21-24)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem Sonntag Estomihi. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Propheten Amos im 5. Kapitel, die Verse 21-24. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der äußerliche Gottesdienst tut's nicht

Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich keinen Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören ! Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.


Liebe Gemeinde,

klare Worte, die wir soeben gehört haben. Da kommen wir Sonntag für Sonntag zusammen und dann wird dies auch noch von Gott kritisiert. Er sollte sich gefälligst freuen, dass wir überhaupt noch kommen!!! 95 % der Menschen kommen eh nicht mehr, da kann man doch wohl etwas Dankbarkeit anstelle von Kritik erwarten. Oder stimmt doch etwas nicht mit unseren Gottesdiensten? Gehen wir dieser Frage heute morgen doch einmal gemeinsam nach.

1. Gott mag keinen Gottesdienst

Ein steile Behauptung, aber Gott bezieht sich in seiner Botschaft an den Propheten Amos darauf, wie wir den Gottesdienst gestalten und nicht darauf, dass wir den Gottesdienst halten.

Jedes Ding hat also seine zwei Seiten. Ich kann ein Messer als nützliches Werkzeug gebrauchen, ich kann es aber auch dazu verwenden, um anderen Menschen damit Schaden zuzufügen.

Was war denn wirklich so falsch an den Gottesdiensten, die Gott hier höchstpersönlich kritisiert?

Die Gottesdienste waren zu Veranstaltungen voller inhaltsloser Rituale verkommen. Man faltete die Hände zum Gebet, doch in Gedanken war man schon wieder ganz woanders.

Nach den ersten zwei Sätzen der Predigt überfiel einen der Kirchenschlaf und man wachte erst wieder beim Orgelnachspiel auf.

Gewiss, man gab auch den ein oder anderen Euro in den Klingelbeutel. Man wollte ja schließlich nicht, dass die anderen noch über einen herziehen, weil man nichts hineingetan hat. Na ja, ein echtes Opfer war dies ja auch dann noch nicht. Von all dem Überfluss, den man hatte, gab man gerade mal einen kleinen Krümel ab.

Und auch die Lieder, die dem Gotteslob dienen, die sang man auch nur halbherzig mit ohne sich darüber Gedanken zu machen, was man denn da gerade sang.

Und beim Heiligen Abendmahl ging man wie alle nach vorne, erhielt Brot und Wein, und setzte sich dann wieder auf seinen Platz. Die Gedanken waren überall, aber eben nicht bei dem Geschehen im Altarraum.

Und nach dem Schlusssegen, da konnte man es gar nicht mehr erwarten schnellstmöglich nach Hause zu gelangen.

Das war natürlich nur damals so. Heute ist das bestimmt ganz anders. Heute feiern wir ihn, den

2. Wahren und rechten Gottesdienst

Der wahre und rechte Gottesdienst, liebe Gemeinde, findet nicht nur sonntags zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr statt, nein der wahre Gottesdienst fängt jeden Sonntag ab 11.00 Uhr an uns dauert die ganze Woche über bis zum nächsten Sonntag um 10.00 Uhr, wo wir wieder alle zusammenkommen.

Unser ganzes Leben soll ein einziger Gottesdienst sein, den wir mit Herzen, Mund und Händen feiern. Was Gott dabei von uns erwartet, das lesen wir in unserem Predigttext sogar ganz konkret: Gott erwartet von uns, dass wir Recht und Gerechtigkeit ausüben.

So, jetzt wollen wir uns einmal anschauen, was das für uns bedeutet.

Wenn wir im Namen unseres Herrn für ihn tätig sein wollen, dann müssen wir uns natürlich auch mit ihm darüber verständigen, was wir genau tun sollen und auch darüber, was wir besser lassen sollen. Im andächtigen Gebet wird uns der Herr schon mitteilen, was wir in bestimmten Situationen machen sollen.

Ein Arbeitnehmer geht ja auch nicht morgens zu seiner Firma und macht irgendetwas, was ihm gerade einfällt. Nein er erwartet, dass sein Vorgesetzter ihm eine Aufgabe überträgt.

Gott sendet seine Liebe in unsere Herzen hinein. Und mit diesem Herzen voller Liebe sollen wir unseren Mitmenschen begegnen. Ein Lächeln und ein freundliches Wort ist dabei das mindeste, was wir für unsere Mitmenschen übrig haben sollten. Schauen Sie doch einmal ganz bewusst, wie viele Menschen griesgrämig durch die Gegend laufen. Schenken Sie diesen Menschen ein Lächeln und sie werden überrascht sein, was passiert.

Der wahre Gottesdienst, an dem Gott Freude hat, findet nicht nur mit dem Herzen, sondern auch mit dem Mund statt. Mit dem Mund will heißen, dass wir anderen Menschen in allen möglichen Notlagen mit unserem Ratschlag beistehen könnten. Und natürlich bedeutet dies auch, dass wir über den, der uns trägt und hält und uns auf all unseren Wegen begleitet auch etwas an unsere Mitmenschen weitergeben sollen.

Mit Herzen und Mund sollen wir den Gottesdienst feiern. Aber da war doch noch ein Drittes. Ach ja, mit unseren Händen sollen wir die ganze Woche den Gottesdienst begehen.

Das bedeutet schlicht und einfach, dass wir dort zupacken sollen, wo unsere Hilfe benötigt wird. Ich darf meinem alten Nachbarn ruhig einmal behilflich sein, wenn er sich abmüht den Rasen noch selber zu mähen. Ich darf ruhig einmal der jungen Mutti im Supermarkt den Vortritt lassen, wenn ich bemerke, wie eilig sie es hat. Und ich darf auch meinem Arbeitskollegen bei der Verrichtung seiner Tätigkeit helfend zur Seitre stehen, wenn ich bemerke, dass er damit so seine Schwierigkeiten hat.

Dies waren natürlich nur ein paar Beispiele. Pfarrer Paul Deitenbeck, ein Urgestein eines Predigers aus dem Sauerland fasste den wahren Gottesdienst einmal mit folgenden Worten zusammen:
"Der wahre Gottesdienst ist das Vorrecht von uns Christen, dass wir das Leben der Menschen, denen wir tagtäglich begegnen, ruhig ein wenig einfacher machen können."

Mit dieser Zusammenfassung lassen Sie uns in die nächste Woche gehen. Und lassen Sie uns nunmehr gemeinsam in den ersten Vers des Liedes "Nun danket alle Gott.." (EG 321)von Martin Rinckart einstimmen, der da lautet, wie folgt:
Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleibe und Kindesbeinen an
unzählig viel zu gut bis hierher hat getan.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und eine schöne neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Feb 18, 2018 4:22 pm

ePredigt vom 18.02.2018 (2. Korinther 6, 1-10)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 1. Sonntag in der Passionszeit, dem Sonntag Invokavit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 6, die Verse 1-10. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:


Die Bewährung des Apostels in seinem Dienst

Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. Denn er spricht (Jesaja 49,8): "Ich habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen." Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils ! Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit unser Amt nicht verwässert werde; sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten, in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen, im Fasten, in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, in Ehre und Schande; in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als Verführer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht getötet; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.


Liebe Gemeinde,

was braucht man eigentlich wirklich im Leben ? Nun, der eine braucht ein großes Haus, der andere tolle Autos und der dritte ist nur glücklich, wenn er möglichst viele Fernreisen unternehmen kann. Aber braucht man das wirklich im Leben ?

Paulus jedenfalls ist wohl anderer Meinung, wenn er uns sagt, was wir wirklich im Leben benötigen, nämlich die Gnade Gottes. Lassen Sie uns doch heute morgen einmal gemeinsam betrachten, was es denn auf sich hat mit der Gnade Gottes.

1. Gnade, ein Geschenk Gottes

Wenn wir heute das Wort Gnade hören, dann fällt uns vielleicht noch die Formulierung "Gnade vor Recht ergehen lassen ein." Und das trifft Gottes Geschenk an uns auch auf den Punkt.

Wenn ein Richter vor einem weltlichen Gericht diese Gnade vor Recht ergehen lässt, dann bedeutet dies übersetzt nichts anderes als: "Du bist ein Verbrecher und Du hast eine Strafe verdient. Aber aufgrund des mir übertragenen Amtes und dem Umstand Rechnung tragend, dass Du Deine Taten bereust werde ich Dich nicht bestrafen sondern Dir etwas schenken, was Du gar nicht verdienst hast; nämlich Deine Freiheit.

Ähnlich sieht es auch vor dem Gericht Gottes aus. Er, vor dem wir alle Sünder sind, verzichtet darauf uns unsere rechtmäßige Strafe aufzubürden und gibt uns so die Möglichkeit vollkommen unbelastet wieder zu ihm zurückkehren zu können.

Aber, und das dürfen wir niemals vergessen, unsere Sünden sind nicht einfach so weggewischt worden. Für all unsere Sünden muss bezahlt werden. Und dies tat der Herr Jesus Christus stellvertretend für uns, als er am Karfreitag am Kreuz starb.

Seitdem dürfen wir Gottes Gnadengeschenk in tiefer Dankbarkeit annehmen.

Gnade, liebe Gemeinde, können wir uns auch nicht verdienen oder gar verdienen. Da ist es eben nicht mit 50 Ave Maria und 30 Vater Unser getan. Damit können wir uns von Gott nichts erkaufen. Wir selber sind also vollkommen machtlos, was die Erlangung der Gnade anbelangt.

2. Gnade, die große Gefahr

Was bitteschön soll denn an der Gnade so gefährlich sein ?

Wenn wir die Gnade Gottes als selbstverständliches Geschenk hinnehmen, dass sowieso jeder bekommt, dann erlangen wir unter Umständen nicht den Zustand der Gnade.

Viele von uns kennen sicherlich den Karnevalsschlager: "Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind..." Viele Menschen leben aber tatsächlich nach diesem Schlager.

Mir sagte einmal ein Bekannter: "In den Himmel komme ich sowieso, jetzt lasse ich es auf Erden erst mal so richtig krachen."

Das ist genau die Einstellung, die Dietrich Bonhoeffer als billige Gnade bezeichnet, die eben keine Gnade ist. Gnade will in Demut angenommen sein. Gnade darf niemals als wertloses Geschenk hingenommen werden, welches jeder Mensch vor seinem Tode erhält und damit in den Himmel kommen kann.

Echte Gnade setzt nämlich voraus, dass ich mir meines Zustandes als Sünder bewusst bin und mich zutiefst danach sehne, irgendwie aus dieser Sache herauszukommen. Wenn ich dann Gottes Geschenk erkenne, das er für mich bereitet hat, dann nehme ich dieses unverdiente Gnadengeschenk in tiefer Demut und mit einem hocherfreuten Herzen an.

Wenn ich so in den Zustand der Gnade gelange, dann werte ich dieses Geschenk auch richtig und ich zeige mich der Gnade würdig. Zudem wird sich mein Leben fortan verändern. Ich richte mein Leben mehr und mehr auf den aus, der mir dieses Geschenk gemacht hat.

3. Gnade ist nicht Glück

Paulus ist ja bekanntermaßen ein knallharter Realist. Er verschweigt niemals etwas und er redet auch nichts schön.

Wenn wir das Geschenk der Gnade angenommen haben, dann bedeutet dies nicht, dass wir fortan auf Wolke 7 im Wolkenkuckucksheim leben und es uns an nichts mehr mangeln wird und wir alles im Überfluss haben, was wir uns auch immer wünschen.

Paulus sagt genau das Gegenteil. Wenn wir das große Gnadengeschenk der Sündenvergebung angenommen haben, dann kann es sein, dass man uns bedrängt, uns lächerlich macht oder gar beschimpft. In manchen Ländern kann es sogar dazu kommen, dass Menschen inhaftiert werden, die zum Christentum übergetreten sind.

Auch kann es dazu kommen, dass Christen Gewalt angetan wird und sie von vielen Nöten, Sorgen und Problemen geplagt werden, die sie in dieser Form vorher vielleicht gar nicht hatten.

Ein toller Tausch könnte man nunmehr sagen. Aber, liebe Gemeinde, wir müssen uns noch den letzten Teilsatz unseres Predigttextes anschauen, ehe wir uns ein Urteil darüber bilden wollen.

Dort steht: "Als die nichts haben und doch alles haben". Und das ist genau der springende Punkt. Mit der Gnade Gottes haben wir alles, was wir zum Leben benötigen. Mehr geht nicht und mehr brauchen wir nicht.

Diese Gnade führt uns durch unser ganzes Leben, diese Gnade gibt uns Kraft in allen nur erdenklichen Situationen und diese Gnade gibt uns den tiefen inneren Frieden, der höher ist als all unsere Vernunft es sich je vorstellen kann.

Egal, was auch mit uns geschieht, diese Gnade wird uns begleiten und zwar unser ganzes Leben lang und durch diese Gnade werden wir auch dereinst in den Himmel getragen werden.

Damit wir uns immer an diese Gnade erinnern, lassen Sie uns gemeinsam in den ersten und vierten Vers des Liedes "Ach bleib mit deiner Gnade..." (EG 347) von Josua Stegmann einstimmen, die da lauten, wie folgt:
Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesus Christ,
dass uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List.
Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr;
dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und eine kommende Woche, die ganz unter der Gnade unseres Herrn stehen möge.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Feb 25, 2018 4:13 pm

ePredigt vom 25.02.2018 (Jesaja 5, 1-7)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 2. Sonntag in der Passionszeit, dem Sonntag Reminiszere. "Herr, gedenke an deine Barmgherzigkeit" so die Übersetzung des Namens für den heutigen Sonntag. Und um dieses Thema geht es auch in unserem heutigen Predigttext. Wir finden den Predigttext für den heutigen Sonntag bei dem Propheten Jesaja im 5. Kapitel, die Verse 1-7. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Wohl an, ich will meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte. Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er dann schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte? Wohlen, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will ! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er verwüstet werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen. Des Herrn Zebaoth Weinerg aber ist das Haus Israel, und die Männer Judas seine Pflanzung, an der sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit.

Liebe Gemeinde,

der heutige Predigttext ist auch unter dem Namen "Weinberglied" bekannt und beschreibt die Botschaft Gottes an sein Volk. Weil man Geschichten und Lieder einfach besser behalten kann, nutzte Jesaja schon vor 2.500 Jahren diese Form der Weitergabe der Botschaft Gottes an sein Volk. Diese Botschaft beschreibt die Geschichte Gottes mit seinem Volk, indem er ihm einen Spiegel vorhält.

Schauen wir uns doch heute morgen einmal gemeinsam an, was Gott seinem Volk zu sagen hat:

1.Das Paradies auf Erden

Jeder, der die Arbeit in einem Weinberg kennt, der weiß, das dies alles andere als einfach ist. Von Rodungsarbeiten angefangen bis hin zur Pflanzung der Reben und deren Pflege ist es schon ein gutes Stück harter Arbeit. Und dann müssen ja auch noch die Schädlinge in Schach gehalten werden.

Diesen Weinberg stellte Gott seinen geliebten Menschen zur Verfügung. Denken wir nur an Adam und Eva und deren Paradies.

Auch als die Beiden sich nicht an Gottes Vorgaben hielten und sie aus dem Paradies heraus geschmissen wurden zog Gott die Hand nicht ab von seinem Volk. Er segnete Abraham, Isaak und Jakob und führte, leitete und begleitete sie auf ihrem Lebensweg.

Denken wir weiter an die Josefsgeschichte. Josef wurde von Gott erkoren, sein Volk vor dem sicheren Hungertod zu erretten. Denken wir weiter an Mose, der dazu berufen wurde, Gottes Volk aus Ägypten zu führen.

Und lassen Sie uns abschließend noch an Gottes Heiligen Bund am Berge Sinai erinnern.

Nein, Gott hat seine Hand niemals von seinem geliebten Volk abgezogen. Er hat es stets bewahrt auf allen ihren Wegen.

2. Die Enttäuschung

Der Weingärtner, also Gott, hatte alles dafür getan, dass der Weinberg gute Früchte hervorbringen konnte. Und was passierte ? Er brachte schlechte Früchte hervor.

Damit ist natürlich sein geliebtes Volk gemeint. Was war denn eigentlich passiert ?

Nun, immer wenn es nicht so lief, wie sich Gottes geliebtes Volk sich das wünschte, dann trauten sie nicht mehr seinen Wegen, sondern gingen lieber ihrer eigenen Wege.

Denken wir nur an das goldene Kalb, welches sie sich als Ersatzgott geschaffen hatten. Nur weil Mose nichts von sich hören ließ, als er von Gott die 10 Gebote erhielt, wurde sofort ein Ersatzgott bereitgestellt.

Das Buch der Richter wimmelt nur so von eigenen Wegen seines Volkes. Das Gesetz Gottes zu brechen war fast schon der Normalzustand geworden.

Kommt Ihnen das ein wenig bekannt vor? Richtig, wir machen es heute genau so, wie Israel und Juda es damals taten. Ein paar Beispiele gefällig?

Gott hat die Ehe zwischen Mann und Frau gestiftet. Was machen wir daraus? Die Ehe für alle. Gott stellt alles Leben unter seinen Schutz. Und was machen wir daraus? Jedes Jahr werden tausende von Kindern abgetrieben, also durch unsere Hand getötet.

3. Gottes Urteil

"Ich will den Wolken gebieten, dass es nicht regenet." So lautet das Urteil Gottes im Weinberg gegen sein geliebtes Volk. Nun, auf ein wenig Regen kann man ja ruhig mal verzichten.

Nein, kann man nicht. Denn Wasser bedeutet Leben und ohne Wasser gibt es kein Leben mehr. Das war also schon das absolute Todesurteil gegen Israel und Juda, was wir in unserem Predigttext gelesen haben.

4. Gottes Erlöser

Wir kennen es von einigen Todesurteilen aus den USA, dass unter gewissen Bedingungen der Gouverneur eines Staates einen Gefangenen begnadigen kann.

Gott hingegen tat noch viel mehr, er begnadigte sein Volk nicht nur , er erlöste es von allem, was sie gegen ihn getan hatten.

Und jetzt hören wir bitte gemeinsam auf Johannes 3, 16: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."

Das ist schon heftig, liebe Gemeinde. Da haben wir alles getan um es uns mit Gott so richtig zu verscherzen und was macht Gott? Er schafft uns doch noch eine Möglichkeit, alles wieder gut zu machen, was wir verbockt haben.

All unsere Sünden, die Sünden vor tausenden von Jahren, die Sünden der Gegenwart und die Sünden der Zukunft werden von Gott ausgetilgt, indem sein Sohn sein Blut für unsere Sünden vergossen hat.

Nun kann es also beginnen das Leben 2.0 wie man so schön in der Computersprache sagt. Aber Achtung!!!, wir müssen Johannes 3,16 schon noch weiter lesen.

Diese Möglichkeit der Befreiung von allen Sünden und des ewige Leben bekommen nur diejenigen geschenkt, die an den Sohn Gottes glauben, ihm ihre Sünden bekennen und dann dankbar sein Gnadengeschenk annehmen.

Ein "Einfach weiter so" gibt es bei Gott nämlich nach wie vor nicht. Für all diejenigen, die dies nicht tun, gilt nämlich weiter das Todesurteil aus dem Weinberg. Gott möchte aber nicht, dass auch nur eines seiner Geschöpfe verloren geht. Darum hat er uns, die wir heute morgern beisammen sind, damit beauftragt, diese frohe Botschaft allen Menschen weiter zu sagen, die sie eben noch nicht kennen.

Gehen wir doch mit diesem Auftrag, seinem Segen und Gottes ständigem Beistand in die folgende Woche.

Lassen Sie uns zuvor noch gemeinsam in den ersten Vers des Liedes "Herr, wir bitten: Komm und segne uns..." (EG 607) von Peter Strauch einstimmen, der da lautet, wie folgt:
Herr, wir bitten: Komm und segne uns;
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
In die Nacht der Welt hast du uns gestellt,
deine Freude auszubreiten.
In der Traurigkeit, mitten in dem Leid
lass uns deine Boten sein.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Mrt 11, 2018 3:59 pm

ePredigt vom 11.03.2018 (Phlipper 1, 15-21)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem Sonntag Lätare. Übersetzt bedeutete Lätare "Freuet Euch". Freude deswegen, weil wir soeben die Mitte der Fastenzeit überschritten haben. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Philipperbrief, Kapitel 1, die Verse 15-21. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Einige zwar predigen Christus aus Neid und Streitsucht, einige aber auch in guter Absicht: Diese aus Liebe, denn sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums hier liege; jene aber verkündigen Christus aus Eigennutz und nicht lauter, denn sie möchten mir Trübsal bereiten in meiner Gefangenschaft. Was tut's aber ? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber. Aber ich werde mich auch weiterhin freuen, denn ich weiß, dass mir dies zum Heil ausgehen wird durch euer Gebet und durch den Beistand des Geistes Jesu Christi, wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinem Stück zuschanden werde, sondern dass frei und offen, wie allezeit so auch jetzt, Christus verherrlicht werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn.


Liebe Gemeinde,

gute und schlechte Verkündigung. Gutes und schlechtes Christentum. Darum geht es in unserem heutigen Predigttext. Ich denke wir sollten uns heute morgen einmal drei Punkte eines Christenlebens gemeinsam etwas genauer anschauen.
1. Gutes und schlechtes Christenleben
Eigentlich ist dies ein Widerspruch in sich selbst. Entweder bin ich Christ oder nicht. Ich glaube darum geht es in unserem Predigttext auch gar nicht. Es geht vielmehr darum mit welcher Intention ich als Christ lebe und aus welcher Intention heraus ich etwas mache oder etwas unterlasse.
Viele unter uns haben permanent Angst, etwas falsch zu machen, wenn es um die Weitergabe unserer frohen Botschaft geht. Wenn mal wirklich was in die Hose geht, dann ist man jedenfalls sicherlich kein schlechter Christ. Man hat sich vielleicht ein wenig überschätzt oder ist über das Ziel hinaus gesprescht. Aber ein schlechter Christ ist man deswegen nicht.
Ein altes Kirchenlied beschreibt unsere Tätigkeiten als Christen sehr schön, wie folgt: "Was man im Namen Gottes tut, ist allenthalben recht und gut..."
Wir dürfen uns immer darauf verlassen, dass Jesus das Beste aus dem macht, was wir für ihn tun. Eines ist allerdings immer ganz ganz wichtig. Das, was wir tun, sollen wir nur mit der Absicht tun, den Namen des Herrn zu verherrlichen. Dann wird Er schon das seinige dazutun, dass dies auch wirklich klappt.
2. In Christus leben
Ein originäres Christenleben bedeutet, dass wir IN Christus leben. Tun wir das nicht irgendwie alle ? Kleine Gegenfrage: Haben wir nicht auch oftmals unsere eigenen Ziele und Absichten im Kopf, denen wir absolute Priorität verleihen ?
In Christus leben heißt, dass ich meine eigene Königswürde ablege, meinen Lebensthron verlasse und Jesus bitte, den Lebensthron meines Lebens zu besteigen und von diesem aus mein weiteres Leben zu regieren.
Wenn ich dies mache, dann lebe ich nicht nur in Christus, sondern auch tagtäglich mit Christus an meiner Seite. Er ist ständig bei mir als treuer Begleiter auf meinem Lebensweg. Egal, was auch passiert, ER ist da, um mir beizustehen.
Ich lebe also nicht nur in Christus, sondern auch mit Christus. Und schlussendlich lebe ich auch immer aus Christus heraus. Das ist die Wirkung, die die Außenwelt an mir, meinem Leben und meinen Entscheidungen wahrnehmen kann.
Diese Außenwirkung hat Hanns Dieter Hüsch einmal sehr schön wie folgt beschrieben:
"Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen und sagen: Er habe Gotttes Kinder gesehen und die seien ungebrochen fröhlich und heiter gewesen, weil die Zukunft Jesus heiße und weil die Liebe alles überwindet und Himmel und Erde eins wären und Leben und Tod sich vermählen und der Mensch ein neuer Mensch werde durch Jesus Christus."
Hanns Dieter Hüsch hat auch unseren heutigen dritten Punkt schon angesprochen, nämlich den Tod. Lassen Sie uns diesen Punkt auch noch ein wenig näher betrachten.
3. Sterben ist mein Gewinn
So lesen wir es im letzten Satz unseres heutigen Predigttextes. Wissen Sie, was ich als erstes dachte, als ich diesen Satz gelesen habe ? Ich dachte: Dann kann das Leben mit Christus ja doch nicht so dolle sein, wenn das Sterben mein Gewinn ist.
Aber, liebe Gemeinde, das Gegenteil ist natürlich der Fall. Wenn ich in der ständigen Gemeinschaft mit Jesus lebe, dann ist er, wie wir gehört haben, tagtäglich mein treuer Begleiter.
Er begleitet mich aber nicht nur im Alltagsleben, nein in der Jüngerschule des Herrn bereitet er mich auch darauf vor, was mich nach meinem irdischen Leben erwartet. Von ihm lerne ich, dass eines Tages, wenn ich meine Augen auf Erden schließe, ein unvorstellbar schönes Leben im Himmel auf mich wartet.
Sogar in meiner letzten Stunde ist Jesus bei mir und wird mich dann an seiner Hand in den Himmel führen. Wenn ich mein Leben so betrachte, dann ist das Sterben wirklich mein Gewinn. Ich könnte auch sagen im Sterben erhalte ich meine Belohnung für meine Entscheidung, Christus mein gesamtes Leben anzuvertrauen.
Halten wir es noch einmal kurz fest: Als Christen brauchen wir keine Angst vor Fehlern zu haben. Wir leben allezeit in unserem Herrn, mit unserem Herrn an unserer Seite und aus unserem Herrn heraus. Und darum dürfen wir ihm auch in Zeit und Ewigkeit unser vollstes Vertrauen schenken.
Wir hatten vorhin einen Abschnitt aus einem alten Kirchenlied gehört. Lassen Sie uns zum Abschluss gemeinsam in den gesamten ersten Vers diese Liedes einstimmen. Es handelt sich um das Lied: "In Gottes Namen fang ich an..." (EG 494) von Salomon Liscow. Der erste Vers lautet sehr schön, wie folgt:
In Gottes Namen fang ich an, was mir zu tun gebühret;
mit Gott wird alles wohlgetan und glücklich ausgeführet.
Was man im Namen Gottes tut, ist allenthalben recht und gut
und kann uns auch gedeihen.
Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sien Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden
Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und eine ganz tolle Woche in der ständigen Gemeinschaft mit unserem Herrn.
Es grüßt Sie alle ganz herzlich

Ihr
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Mrt 19, 2018 12:42 pm

ePredigt vom 18.03.2018 (4. Mose 21, 4-9)

Liebe Gemeinde,
ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 5. Sonntag in der Passionszeit, dem Sonntag Judika. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 4. Buch Mose, Kapitel 21, die Verse 4-9. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Mose richtet die eherne Schlange auf
Da brachen sie auf von dem Berge Hor in Richtung auf das Schilfmeer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Und das Volk wurde verdrossen auf dem Wege und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Ägypten geführt, dass wir sterben in der Wüste ? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier und uns ekelt vor der mageren Speise. Da sandte der Herr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viele aus Israel starben. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wieder den Herrn und wider dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk. Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemand eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.


Liebe Gemeinde,

was wir gerade gehört haben kommt uns bestimmt bekannt vor, deutet doch dieser Bericht aus dem Alten Testament schon ganz konkret auf Jesus hin. Wenn wir es so wollen, dann handelt es sich hierbei um die frohe Botschaft im Kompaktformat. Gehen wir doch einmal die einzelnen Schritte dieses Geschehens gemeinsam durch.
1. Die Sünde
Liebe Gemeinde, was ist eigentlich Sünde? Wenn wir zu viel gegessen haben, dann haben wir mal eben gesündigt. Oder denken wir an das sündhaft teure Handy, welches wir gekauft haben. Das hat natürlich nichts mit der Sünde vor Gott zu tun.
Die Israeliten in der Wüste redeten wider Gott und dies ist bereits eine Sünde. Sünde vor Gott ist also nicht nur ein aktives Tun oder Unterlassen. Nein, Sünde fängt bereits bei Gedanken an und hört erst in der vollendeten Tat auf.
Darum ist es für uns Christen auch so immens wichtig, dass wir auf eine geistige und geistliche Hygiene achten, also unsere Gedanken bereits versuchen zu kontrollieren.
2. Die Folge
Der Sünde Sold ist der Tod. Da kann man auch nichts hineininterpretieren oder verharmlosen. Wer vor Gott sündigt, und das sind wir alle, der hat nichts anderes als den Tod verdient. Das mag jetzt grausam klingen, ist aber so.
Viele Religionen neigen ja dazu, gerade hier mal fünfe gerade sein zu lassen. Ich würde mich nicht darauf verlassen. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass Gott eben nicht fünfe gerade sein kässt, wenn wir dereinst vor ihm stehen.
Und so kam es auch dazu, dass Gott feurige Schlangen in das Lager der Israeliten sandte. Viele Israeliten fanden dadurch den Tod. Und aus ist es mit dem lieben Gott !!!! Wir haben eben einen gerechten Gott, der Menschen, die sich gegen ihn versündigt haben, die gerechte Strafe auferlegt hat.
3. Die Umkehr
Als das Desaster begann, als Gott also die gerechte Strafe vollstreckte, da erkannten die Israeliten, dass sie gesündigt hatten. Nun war natürlich guter Rat teuer. Und da baten Sie Mose, er möchte doch mit Gott reden, damit das Sterben aufhört.
Hier haben wir genau das, was Gott von uns armen Sündern begehrt. Als erstes die Erkenntnis, dass wir vor ihm gesündigt haben. Dann die Reue, die uns erfasst, wenn wir erkennen, was wir vor Gott getan haben. Und dann die Bitte an Gott, dass er uns doch bitte helfen möge.
Das war damals so, ist heute noch genau so und gilt auch für die Zukunft. Aber wie kann ich denn zu der Erkenntnis kommen, dass ich vor Gott gesündigt habe ? Nun, wir haben heute die Bibel, also Gottes Fahrplan für unser Leben.
Dort finden wir alles, was wir tun und auch alles, was wir lassen sollen. Beginnen wir im Alten Testament mit den 10 Geboten und gehen zum Beispiel im Neuen Testament zu der Bergpredigt und zu dem Jakobusbrief. Wenn wir das alles befolgen, dann sind wir auf dem rechten Wege.
So, und jetzt kommt der Knackpunkt. Kein Mensch, aber auch wirklich kein Mensch kann von sich sagen, dass er sein ganzes Leben lang alle Ge- und Verbote zu 100% eingehalten hat und auch weiterhin einhalten wird. Also haben wir alle den Tod verdient.
4. Gottes Masterplan
Für diesen Supergau hatte Gott aber auch schon einen Plan. Mose sollte eine eherne Schlange aufrichten. Jeder, der diese Schlange ansah, wurde nicht von den Schlangen getötet.
Und hier haben wir die Parallele zu unserem Herrn Jesus Christus. Wir selber waren nicht in der Lage, uns von unseren Sünden zu befreien und wieder Frieden mit Gott herzustellen.
Dazu bedurfte es eines Stellvertreters, der dies für uns tat. Dieser Stellvertreter musste vollkommen sündlos geboren werden und auch vollkommen sündlos sterben. Wenn dies geschah, dann konnte derjenige, der sündlos starb, für alle unsere Sünden mit seinem Blut bezahlen. Im Umkehrschluss bedeutet dass, dass meine Sünden vor Gott nicht mehr existieren. Denn ein anderer, nämlich der Herr Jesus Christus hat ja dafür bezahlt.
Ein kleiner Knackpunkt ist aber immer noch da. Es wurden nämlich nur die errettet, die auf die Schlange sahen. Für uns bedeutete dies, dass nur derjenige die Sündenvergebung für sich in Anspruch nehmen kann, der dem Herrn Jesus Christus seine Sünden bekennt, diese bereut und ihm sein Leben übergibt und ihn als Herrscher in sein Leben lässt.
Wer das nicht möchte, oder es doch lieber auf später verschieben möchte, der lebt nach wie vor unter dem gerechten Zorn Gottes und landet nicht im Himmel sondern in der Hölle.
Wir sehen, Gott lässt jedem Menschen die freie Wahl der Entscheidung. Wir, die wir hier beisammen sitzen haben diese Entscheidung alle schon getroffen. Helfen wir doch auch denen, die bildlich gesprochen noch draußen vor der Türe stehen, durch diese Türe in die Herrlichkeit Gottes zu gehen.
Häufig wird uns Christen ja vorgeworfen, wir würden die Menschen auf den Himmel vertrösten. Das tun wir natürlich nicht. Schon der Prophet Jesaja beschreibt in Jesaja 40, 31, was mit den Menschen schon auf Erden geschieht, die die rechte Wahl getroffen haben:
"Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden."
Was wollen wir noch mehr? Mehr geht einfach nicht.
Darum lasen Sie uns zum Schluss unseren Herrn bitten, dass er uns unser ganzes Leben lang auf allen unseren Wegen leiten möge. Lassen Sie uns dies tun, indem wir zusammen in den 9. Vers des Liedes "Großer Gott, wir loben dich...." (EG 331) von Ignaz Franz einstimmen, der da lautet, wie folgt:
Sieh dein Volk in Gnaden an. Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe;
leit es auf der rechten Bahn, dass der Feind es nicht verderbe.
Führe es durch diese Zeit, nimm es auf in Ewigkeit.

Der Herr segne dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe ein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden
Amen.


Liebe Gemeinde,
ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Es grüßt sie alle ganz herzlich
Ihr
Ulrich Naber


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Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19


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