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Ton
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Berichtdoor Ton » Zo Jan 10, 2016 3:57 pm

ePredigt vom 10.01.2016 (Römer 12, 1-3)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 1. Sonntag nach Epiphanias. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 12.
Kapitel des Römerbriefes, die Verse 1-3. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Das Leben als Gottesdienst

Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Liebe Gemeinde,

in unserem heutigen Gottesdienst geht es also um den Gottesdienst. Was zunächst wie eine nette Wortspielerei anmutet, hat, wie wir es soeben gehört haben, einen tieferen Sinn. Paulus stellt uns heute einmal vor, was denn der rechte Gottesdienst ist. Lassen Sie uns gemeinsam einmal anschauen, wie er denn aussieht, der rechte Gottesdienst.

1. Leben als Gottesdienst

Gottesdienst ist sicherlich auch die heutige Stunde am Sonntag, die wir gemeinsam erleben dürfen. Aber Gottesdienst ist weit mehr als das. Unser gesamtes Leben soll ein Gottesdienst sein, ein Dienst also an und für Gott. So sieht es jedenfalls der Apostel Paulus.

Mein Leben besteht nun einmal auch aus meiner körperlichen Hülle, meinem Leib. Diesen soll ich Gott hingeben als ein Opfer. Das heißt nichts anderes, als dass ich meinem Herrn meinen Körper zur Verfügung stellen soll, damit er durch diesen Körper hindurch wirken kann.

Das bedeutet aber auch, dass ich auf meinen Körper achten muss, damit Jesus ihn als "Gebrauchswerkzeug" benutzen kann. Wenn ich das Vehikel bin, durch das Jesus wirkt, dann muss ich dieses Vehikel auch in Schuss halten.

Vergleichen wir dies doch einmal mit unserem Auto. Damit es sicher seinen Dienst versieht, fahren wir regelmäßig zur Inspektion. Damit wir überhaupt damit fahren können, müssen wir es mit Kraftstoff befüllen. Die Tankstelle unseres Körpers ist unsere Gemeinschaft, die wir heute Morgen pflegen. Der Kraftstoff ist das Wort Gottes. Und die regelmäßige Inspektion ist mein ganz intimes Gespräch mit unserem Herrn, in welchem er mir zeigt, was noch in Ordnung ist und indem er mir auch zeigt, was vielleicht doch erneuerungsbedürftig ist.

Wenn wir uns mit unserem Auto auf Reisen begeben, dann fahren wir sicherlich alle sehr umsichtig, achten auf die Verkehrsregeln und versuchen alles zu vermeiden, was uns und anderen Schaden zufügen könnte.

Machen wir dies doch genauso mit unserem Körper. Gehen wir pfleglich mit ihm um, muten wir ihm nicht etwas zu, was ihm Schaden zufügen könnte und achten wir darauf, dass wir nicht anderen Menschen durch unseren Körper (zB. auch durch unsere Zunge) Schaden zufügen.

2. Erneuerung des Sinnes

Äußerlich haben wir nun alles getan, damit der Herr unser Vehikel auch benutzen kann. Aber was genau wir tun sollen, das wissen wir immer noch nicht so richtig. Und hier schreibt uns der Apostel Paulus, dass wir zunächst unsere Sinne erneuern müssen, damit wir prüfen können, was denn der Wille Gottes ist.

Viele von uns haben sicherlich eine Satellitenschüssel auf dem Dach oder auf dem Balkon, mit welcher wir unzählige Fernsehprogramme empfangen können. Wenn wir diese Satellitenschüssel aufstellen, dann müssen wir sie genau auf einen Satelliten ausrichten. Wenn wir dies nicht tun, dann sehen wir überhaupt nichts. Kein Empfang, Ende Aus, wir stehen vor einem schwarzen Bildschirm.

Im übertragenen Sinne müssen wir die Satellitenschüssel unseres Lebens auf Gott ausrichten, damit wir seine Worte an uns empfangen und auch verstehen können. Wenn wir dies nicht tun, dann können wir auch nicht erkennen, was denn Gott genau von uns als Gottesdienst will.

Das ist übrigens auch ein Punkt, warum so viele Menschen Schwierigkeiten mit dem Glauben haben. Ihre Satellitenschüsseln sind eben noch nicht auf Gottes Programm ausgerichtet.

Aber wie machen wir das eigentlich, die Sache mit der Ausrichtung der Satellitenschüssel? Nun dazu sagt uns der Apostel Paulus:

3. Seid lebendig uns heilig

Lebendig und heilig sollen wir unseren Gottesdienst ausüben. Nun, lebendig sind wir alle, sonst würden wir heute Morgen nicht hier sitzen.
Aber, liebe Gemeinde, ich glaube, das ist hier nicht mit lebendig gemeint.

Paulus meint, dass wir den rechten Gottesdienst nur ausüben können mit einem lebendigen Geist. Unser natürlicher geistlicher Zustand ist der des Todes. Nur, wenn wir diesen Zustand vor Gott bekennen und anerkennen, dass wir nichts anderes als Sünder sind, dann kann er unseren Geist aufwecken.

Wenn wir unseren Herrn bitten, uns unsere Sünden zu vergeben, wir unsere Sünden also inständig bereuen und wissen, dass nur er allein uns helfen kann, dann wird er uns auch zur Seite stehen und uns unsere Sünden vergeben.

Wenn wir diesen Schritt des Ihm-Ganz-Gehörens gemacht haben, dann wird er auch unseren toten Geist mit Leben erfüllen. Und mit diesem Leben, welches in unseren Geist einzieht mit diesem Leben sollen wir fortan unserem Herrn dienen als ein wahrer Gottesdienst.

Gottesdienst ist also weit mehr als eine Stunde in der Woche brav in der Kirchenbank sitzen. Gottesdienst ist unser ganzes Leben.

Jetzt sollten wir noch ganz kurz auf die Eigenschaft "heilig" eingehen.
Lebendig hatten wir ja gerade schon erklärt. Indem der Herr uns unsere Sünden vergeben hat sind wir heil geworden. Und als diese heilgemachten Menschen, also als diese Heiligen im wortwörtlichen Sinne sind wir berufen unseren Mitmenschen ebenfalls diesen Weg des Heils weiterzugeben.

Das können wir mit Herzen Mund und Händen tun. Wie wir es tun sollen, liebe Gemeinde, da dürfen wir ganz auf Gott vertrauen. Wenn wir unsere Antennen auf Empfang gestellt haben, dann wird er uns schon wissen lassen, was wir wann und wo in seinem Namen tun sollen.

Das setzt natürlich auch voraus, dass wir uns die Zeit nehmen, auf sein Wort zu hören, bzw. auf das, was er uns ganz persönlich sagen will. Ich weiß, wir leben alle in einer hektischen Zeit. Aber wir können uns bestimmt in unserem Alltag täglich ein paar Minuten der Ruhe gönnen. Sei es dadurch, dass wir unseren Wecker 10 Minuten eher klingeln lassen, sei es, dass wir auf dem Weg zur Arbeit mit unserem Herrn reden, oder aber eine tägliche Arbeitspause dazu benutzen, vor ihm stille zu sein.

Bitten wir unseren Herrn doch gemeinsam um seine Führung hier auf Erden mit dem 9. Vers des Liedes "Großer Gott, wir loben dich..." (EG 331) von Ignaz Franz, der da lautet, wie folgt:

Sieh dein Volk in Gnaden an. Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe; leit es auf der rechten Bahn, dass der Feind es nicht verderbe.
Führe es durch diese Zeit, nimm es auf in Ewigkeit.

Der Herr segne dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de


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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Jan 18, 2016 10:46 am

ePredigt vom 17.01.2016 (2. Korinther 4, 6-10)
Liebe Gemeinde,
ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem letzten Sonntag nach Epiphanias. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 4, die Verse 6-10.
Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:
Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen heiligen Schein in unsere Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbart werde.
Liebe Gemeinde,
der heutige Predigttext zeigt uns das Wesen des Glaubens und dessen praktische Konsequenzen für unser Leben auf. An drei Punkten weiht uns Paulus in das Glaubensleben ein. Lassen Sie uns diese drei Punkte einmal gemeinsam betrachten:

1 Achtung zerbrechlich
"Achtung zerbrechlich", dies lesen wir häufig auf Paketen, die uns zugestellt werden und die eine leicht zu beschädigende Ware in sich tragen. Man muss also mit diesem Paket ganz vorsichtig umgehen, wenn man den Inhalt nicht beschädigen will.
So ein "Achtung zerbrechlich" steht auch über unserem Glauben in dieser Welt. Daher ist es auch ganz wichtig, dass wir mit unserem Glauben ganz vorsichtig umgehen, ihn also stets und ständig pflegen.
Gott hat, wie wir es soeben gehört haben einen heiligen Schein in unsere Herzen gelegt. Durch diesen heiligen Schein haben wir wieder den direkten Zugang zu Gott. Indem der Herr Jesus alle unsere Sünden auf sich genommen hat, war für uns der bis dahin versperrte Weg zu Gott wieder frei.
Der Wege ist zwar bereitet, doch beschreiten müssen wir ihn schon selber. Es ist also nicht damit getan, dass wir wissen, dass wir wieder zu Gott kommen können, sondern wir müssen diesen Weg auch aktiv gehen.
Wir gehen ihn, wenn wir uns auf den Weg zu Gott machen. Immer, wenn wir mit ihm reden, benutzen wir diesen freien Weg zu ihm. Immer, wenn wir ihn in Gemeinschaft loben und anbeten sind wir auf diesem freien Weg zu Gott unterwegs. Immer, wenn wir sein Wort lesen oder hören, dann sind wir auf diesem guten Wege.
Der Glaube ist also kein passives Wissen, sondern immer auch ein aktives Tun.
2. Irdene Gefäße
Im Gegensatz zu Metall- oder Steingefäßen haben irdene Gefäße einen ganz gewaltigen Nachteil, sie können nämlich zerbrechen. Auf unseren Glauben übertragen, bedeutet dies, dass der Weg zu Gott für uns zwar wieder frei geworden ist, dieser Weg aber so blockiert werden kann, dass wir unverrichteter Dinge wieder umkehren und somit unser Glaube zu zerbrechen droht.
Das bedeutet de facto nichts anderes, als dass der Teufel während unseres ganzen Lebens versuchen wird, uns von dem guten Weg des Glaubens abzubringen. Jetzt dürfen wir uns den Teufel aber nicht als das gehörnte Tier aus dem Mittelalter vorstellen. Wäre er so klar zu erkennen, dann würde wohl keiner von uns diesem Teufel auf den Leim gehen.
Der Teufel, liebe Gemeinde, kommt indes auf samtenen Pfoten daher. Ich entführe Sie einmal in das damalige Paradies, wo die Schlange, also der Teufel, versuchte, Eva zu verführen. Er machte das nicht plump und direkt.
Ganz listig gab er sich als großer Gotteskenner aus (was er ja auch tatsächlich ist) und stellte die Anweisung Gottes mit den Worten: "Ja, sollte Gott gesagt haben..." in Frage. Was dann kommt ist eigentlich nichts anderes als eine Verführung durch die geschickte Verdrehung des Wortes Gottes. Und der Teufel ist dabei so geschickt und listig, dass uns dies heute meist ebenso wenig auffällt, wie es der Eva im Paradies aufgefallen ist.
Nur haben wir heute einen entscheidenden Vorteil. Wir kennen die Absicht des Teufels, die er gegenüber uns hegt. Und wir kennen unseren Herrn Jesus Christus, den wir immer und überall zu jederzeit um seinen Beistand bitten dürfen, damit wir nicht auf die Tricks des Teufels hineinfallen.
Wir sollen also den heiligen Schein in uns pflegen und höllisch aufpassen, dass wir dem Teufel nicht auf den Leim gehen. Wenn wir dies tun, dann hat das für unser Leben ganz praktische Konsequenzen.
3. Die Konsequenzen
Gott, liebe Gemeinde, lässt keinen im Stich, der ihn ehrlichen Herzens sucht und er auf seinen Pfaden wandelt. Das hatte auch schon der Apostel Paulus erkannt und beschreibt uns, was Gott im Leben seiner Kinder ganz praktisch macht.
1. Trotz aller Bedrängung haben wir keine Angst mehr. Egal, was die Welt oder der Teufel für uns bereit hält. Für uns gilt stets und ständig:
"Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe." (Psalm 91,1-2) Und diese Hoffnung wird unser Herr niemals enttäuschen.
2. Wir verzagen nicht. Verzagen ist ja ein Wort, welches nicht mehr unbedingt zu unserem natürlichen Sprachschatz gehört. Verzagen bedeutet, an etwas so sehr zu zweifeln, dass man den Mut bzw. den Glauben daran verliert.
Natürlich zweifeln auch Christen. Ich habe noch keinen echten Christen kennengelernt, dessen Leben nicht ab und wann von heftigen Zweifeln durcheinander gerüttelt worden ist. Wenn wir uns in diesen Nöten an den einen wenden, der uns versprochen hat: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28, 18), dann macht dieser eine auch diese Verheißung wahr und zieht uns aus unseren Zweifeln heraus wieder zu sich an sein liebendes Herz.
3. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. In Deutschland ist von einer Christenverfolgung derzeit nichts zu spüren. Aber schauen wir uns doch nur einmal Christen an, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind und immer noch kommen. In vielen dieser Länder werden unsere Brüder und Schwestern verfolgt bis in den Tod hinein. Paulus will uns zwar nicht ermuntern den Weg eines Märtyrers zu gehen, um dann Gottes Kraft direkt spüren zu können. Das wäre ja auch fatal.
Aber Paulus will uns auch auf derartige Geschehnisse und andere Unbillen unseres Lebens vorbereiten, indem er uns sagt, dass auch in den dunkelsten Stunden unseres Lebens immer einer an unserer Seite steht, der uns auch durch unser ganz persönliches Leid hindurch trägt und führt.
Wenn wir dies alles bedenken, dann gibt es doch wirklich kein schöneres Leben, als das eines Jesusjüngers, der auf den Pfaden seines Meisters wandelt. Lassen Sie uns dieses Wissen doch gemeinsam in die Welt hinaustragen.
Erbitten wir doch den Segen des Herrn auf diesen unseren Wegen mit dem 4. Liedvers des Liedes von Dieter Trautwein "Komm Herr, segne uns..."
(EG 170), der da lautet, wie folgt:
Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen, sondern überall uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.
Der Herr segne Dich und behüte dich
Der Herr lasse sein Licht leuchten über Dir und sei Dir gnädig Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden
Amen.
Liebe Gemeinde,
ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr
Ulrich Naber

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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Jan 24, 2016 8:15 pm

ePredigt zum 24.01.2016 (1. Korinther 9, 24-27)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Septuagesimae. 70 Tage sind es nur noch und dann gedenken wir am Ostersonntag wieder der Auferstehung unseres Herrn. Mit der Sühnung für unsere Sünden hat Jesus den Himmel wieder aufgeschlossen, das bedeutet, dass wir wieder einen freien Zugang zu unserem Herrn haben. Wie wir diesen Weg hin zu ihm gehen können, darauf bezieht sich unser heutiger Predigttext. Wir finden den Predigttext für den heutigen Sonntag im 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 9, die Verse 24-27. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegerpreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. Ich aber laufe nicht wie auf's Ungewisse; ich kämpfe mit der Faust, nicht wie einer, der in die Luft schlägt, sondern ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.

Liebe Gemeinde,

der Apostel Paulus vergleicht den Glaubensweg mit dem Weg eines Profisportlers. Fragen wir uns doch heute Morgen einmal, was wir denn von einem Profisportler lernen können, damit wir zu einem "Profichristen" werden.

Ich glaube es sind drei Dinge, die wir auf unserem Glaubensweg beachten sollten:

1. Das Ziel

Der Profisportler ist getrieben von einem Ziel, nämlich den, wie Paulus es schreibt, Siegerpreis zu erhalten. Ich glaube es gibt wohl keinen Profisportler, der darauf hinarbeitet, irgendwann einmal an einem großen Wettkampf teilzunehmen. Nein, ein Profisportler hat immer ein ganz konkretes Ziel vor Augen.

Nur wer das Ziel kennt, kann auch prüfen, ob er auf dem richtigen Wege ist.

Auch wir als Christen haben ein solches ganz konkretes Ziel. Dieses lautet: "Wir wollen als Christen in den Himmel kommen um dort die Ewigkeit in der Gegenwart unseres Herrn zu verbringen." Dies sollten wir uns ruhig einmal abtippen und irgendwo befestigen, wo wir mehrmals täglich drauf schauen können.

Alles, was wir tun, liebe Gemeinde, muss sich nämlich diesem Ziele unterordnen. Gerade deshalb sollten wir uns dieses Ziel immer wieder vor Augen führen. Wenn wir nämlich ziellos leben, dann dürfen wir uns nicht darüber wundern, wenn am Ziel vorbeischießen.

2. Das Training

Um ein Ziel zu erreichen ist es wichtig, dass man regelmäßig auf dieses Ziel hin trainiert, sich also entsprechend vorbereitet. Können Sie sich einen Sportler vorstellen, der gelegentlich mal, wenn es ihm gerade so in den Kram passt, seine Sportschuhe anzieht und trainiert ? Von Erfolg gekrönt wird so ein Sportlerleben nicht sein.

Ebenso wenig wird ein Christenleben ein Christusnahes Leben auf Erden werden, wenn wir uns nur ab und wann mal an die Erlösungstat unseres Herrn erinnern und gelegentlich mal den Kontakt zu ihm suchen. Wenn es uns mal wieder so richtig dreckig geht, dann können wir ihn ja mal wieder anrufen und ihn bitten, die Dinge in Ordnung zu bringen.

Wenn wir hier auf Erden schon mit unserem Herrn zusammenleben wollen, dann müssen wir uns auch bemühen, den Kontakt zun ihm aufrecht zu erhalten. Das klappt am besten im Gebet. Unser Herr ist stets nur einen Gebetsruf von uns entfernt und er wartet täglich auf uns, dass wir ihn anrufen.

Wenn ein Sportler sein Training aufnimmt, dann muss er natürlich auch einiges über den Sport wissen. Er muss zu allererst die Regeln genau kennen. Nehmen wir an, wir wollen das Fußballspiel erlernen. Ohne die Regeln zu kennen würden wir ganz bestimmt in die erstbeste Abseitsfalle hineinlaufen. Wir würden vielleicht ganz ungestüm unsere Gegner ganz einfach umrennen und hätten wahrscheinlich schon vor unserem ersten Schuss auf das Tor die rote Karte erhalten.

So ist es auch um Christenleben. Ohne Regeln können wir kein Leben in der Gegenwart unseres Herrn führen. Diese Regeln finden wir alle in unserer Bibel. Die wichtigsten Regeln für ein Leben mit unserem Herrn finden wir in den zehn Geboten und in der Bergpredigt.

Können Sie ich vorstellen, dass ein Sportler, der ein bestimmtes Ziel vor Augen hat, aber einfach mal eine Auszeit nimmt, um ein paar Wochen ganz relaxt Urlaub zu machen. Und weil es ihm dort gut gefällt, beschließt er, den Urlaub zu verlängern. Und nachdem er dies getan hat, fällt ihm noch ein, dass er ja auch seinen ganzen Bekanntenkreis so lange nicht gesehen hat. Bevor er wieder an das Training geht, werden erst mal alle alten Bekannten besucht. Diese Sportlerkarriere geht natürlich gründlichst in die Hose.

Und so müssen auch wir aufpassen, dass wir bei aller Konzentration auf unser Ziel und bei aller Vorbereitung auf das Erreichen unseres Zieles uns nicht von der Welt ablenken lassen. Wissen Sie, sobald der Teufel nämlich merkt, dass uns die Sache mit dem Glauben wirklich ernst ist, sobald er dies erkennt, fährt er alle möglichen Geschütze auf, um uns wieder von dem guten Weg abzubringen.

Alle Reiche dieser Welt hat er schon Jesus versprochen, wenn er vor ihm niederkniet und nur noch ihn anbetet. Soviel braucht er bei vielen anderen Menschen gar nicht aufzufahren, da reichen schon ganz profane Versprechen auf Lüste und Genüsse, welche die Welt bereithält, um die Menschen von dem Glaubensweg abzubringen.

Also seien wir auf der Hut, wenn uns der Teufel versuchen will.

3. Der Trainer

Ein guter Sportler hat immer auch einen noch besseren Trainer. Warum holt sich ein Weltklassetennisspieler namens Dokovic noch einen Trainer namens Boris Becker ? Natürlich weil er noch etwas von ihm lernen kann.

Es geht aber nicht nur um das Lernen, es geht auch darum dass ein guter Trainer darauf achtet, dass sein Sportler auf dem rechten Wege bleibt, Fortschritte macht und ihn bei Niederlagen wieder aufbaut.

Darum sollten wir als Christen auch solch einen Trainer verpflichten. Das schöne ist, dass wir diesen vollkommen gratis und kostenlos verspflichten können. Es ist nämlich unser Herr Jesus Christus.

Wenn er uns in Matthäus 28 verspricht, dass er alle Tage bei uns sein will bis an das Ende der Welt dann will er damit auch sinngemäß zum Ausdruck bringen: Ich passe auf Dich auf. Ich sorge dafür, dass Du immer weiter im Glauben wachsen kannst. Ich passe auf, dass Du den rechten Weg nicht verlässt. Und wenn es doch einmal passieren sollte, dann bin ich da und fange Dich auf und baue Dich wieder auf.

Diesen Trainer können wir also gratis verpflichten, aber nur, wenn wir ihm alle unsere Sünden bekennen und ihm unser ganzes Leben übergeben.

Aber wir sollten uns auch noch Trainerassistenten suchen, die uns in allen Glaubensfragen hier auf Erden in persona zur Seite stehen. Dies können wir am besten, wenn wir uns einer Gemeinschaft von Christen anschließen. In einer Gemeinschaft passt einer auf den anderen auf. In einer solchen Gemeinschaft helfen alle dem einen auf, der vielleicht zu Fall gekommen ist. Und in einer Gemeinschaft lassen sich die Spielregeln des Glaubens viel besser lernen und in die Tat umsetzen.

Worauf warten wir also noch ? Gehen wir die Sache mit dem Glauben doch einmal auf diese Art und Weise recht sportlich an.

Vertrauen wir uns doch ganz unserem himmlischen Trainer an, wie dies auch der Liederdichter Ludwig Helmbold dereinst getan hat. Er beschreibt dies sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes: "Von Gott will ich nicht lassen..." (EG 365). Dieser lautet, wie folgt:

Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir,
führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.
Er reicht mir seine Hand,
den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen,
wo ich auch sei im Land.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten sportlichen Start in die neue Woche unter der stetigen Gegenwart unseres Herrn.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Jan 31, 2016 3:11 pm

ePredigt vom 31.01.2016 (Hebräer 4, 12-13)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag, dem Sonntag Sexagesimae. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Hebräerbrief, Kapitel 4,die Verse 12-13. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.

Liebe Gemeinde,

oftmals stehen wir vor Entscheidungen in unserem Leben. Meist haben wir zwei oder mehr Alternativen zur Hand. Aber was ist richtig? Und was könnte die falsche Entscheidung sein? Und welche Auswirkung hat unser Handeln im Hinblick auf unser Leben und darüber hinaus? Darüber hat uns der heutige Predigttext einiges zu sagen. Lassen Sie uns gemeinsam Antworten zu diesen Fragestellungen suchen.

1. Das zweischneidige Schwert

Ein zweischneidiges Schwert ist eine ganz gefährliche Waffe, die mit äußerster Vorsicht benutzt werden sollte. Und das Wort Gottes ist eine solche, wenn wir so wollen, gefährliche Waffe, die ganz tief eindringt in unseren Körper unsere Seele und unseren Geist.

Diese Waffe trennt genau zwischen gut und böse. Das Wort Gottes zeigt uns daher genau, was wir tun und was wir besser lassen sollten. Das Wort Gottes lässt keine Grauzonen zu, die wir vielleicht ausnutzen könnten, um gerade noch mal so mit einem blauen Auge davon zu kommen.

Was heißt dies ganz konkret für uns? Es bedeutet, dass wir keinerlei Entschuldigung vor Gott vorbringen können, um unsere Fehler und Sünden zu rechtfertigen. Gott legt sein Wort so in uns hinein, dass wir, wenn wir darauf hören, ganz genau wissen, wie wir uns in unserem Leben verhalten sollen. Und dies gilt für alle Situationen in unserem Leben.

2. Der allwissende Gott

Sünden und Fehler beginnen im Herz und im Kopf bevor sie tatsächlich begangen werden. Auch in unsere Herzen und in unsere Gedanken sieht der allmächtige Gott hinein. Lange bevor wir eine Sünde tatsächlich begehen, ist der Plan dieser Sünde dem allmächtigen Gott im Himmel schon längst bekannt.

De facto stehen wir also unter der Dauerbeobachtung Gottes. Die Sache mit dem 11. Gebot, das besagt: Du darfst alles, du darfst dich nur nicht erwischen lassen, klappt also auch nicht. Wohlgemerkt, Gott schaut nicht auf uns herab und wartet, dass wir einen Fehler machen, damit er uns abstrafen kann. Gott schaut ganz neutral auf jeden von uns, was er denn gerade so macht.

Und es geht noch weiter. Einmal, liebe Gemeinde, müssen wir vor dem allmächtigen Gott erscheinen und Rechenschaft über alles abgeben, was wir in unserem Leben getan oder aber gelassen haben.

Ich kenne keinen Menschen, der sündlos durch sein Leben gegangen ist. Also erwartet uns dann alle das schrecklichste aller Urteile, nämlich die Verwerfung in die ewige Verdammnis, also die ewige Trennung von Gott. Und hier endet der Predigttext. Ganz schön grausam, finden sie nicht auch? Der heutige Predigttext endet zwar hier, aber das Wort Gottes geht noch weiter.

3. Jesus

Es ist richtig, wir können uns nicht selbst erlösen. Wir können auch nicht unsere Sünden durch gute Taten neutralisieren. Stellen wir uns dies doch einmal rein praktisch vor: 1000 Sünden stehen 1000 gute Taten gegenüber, das Urteil lautet dann "Himmel". Was aber wenn 1001 Sünden 1000 gute Taten gegenüberstünden dann hieße das Urteil trotzdem "Ewige Verdammnis".

Unser Ziel müsste es doch eigentlich sein, schon hier auf Erden ganz sicher zu sein, dass wir vor dem Richterstuhl Christi einen sicheren Freispruch herausschlagen. Alles andere wäre doch in der Tat ein regelrechtes religiöses Gekrampfe.

Und diesen Freispruch können wir schon hier in unserem jetzigen irdischen Leben erlangen, wenn wir es denn auch möchten. Es gab vor 2000 Jahren nämlich jemanden hier auf Erden, der für alle unsere Sünden und Fehler bereits die gerechte Strafe, die wir verdienen würden, auf sich genommen hat.

Und dieser eine war Jesus, der Sohn des lebendigen Gottes. Jesus, der gänzlich ohne Sünde war, hat all unsere Sünden auf sich genommen und hat für diese mit seinem Leben bezahlt, damit wir wieder ein Leben mit Gott erlangen können.

Das bekommen wir zwar geschenkt, es ist aber kein automatischer Prozess. Zunächst einmal müssen wir unserem Herrn all unsere Sünden bekennen und natürlich auch bereuen. Wenn wir dies machen und zu ihm umkehren, dann tritt er für unsere Sünden ein.

Stellen wir doch einmal ganz plastisch den großen Gerichtstermin für einen Jesusjünger an, an dem er Rechenschaft ablegen muss.

Wir betreten den Gerichtssaal. Auf dem Richterstuhl sitzt der allmächtige Gott. Die Vertretung der Anklageschrift übernimmt natürlich der Teufel. Und der Jesusjünger sitzt mit seinem Verteidiger, dem Herrn Jesus auf der Anklagebank. Nunmehr beginnt der Teufel, die Anklageschrift zu verlesen.

Nach Verlesung der Anklageschrift übernimmt die Verteidigung das Wort. Jesus tritt vor den Richtertisch und erklärt dem Richter, dass alle Anklagepunkte fallen gelassen werden müssen, da diese Straftaten zwar begangen worden sind, ER aber schon für jede einzelne Sünde die Strafe auf sich genommen hat.

Etwas weiter ausgeholt würde der Jurist jetzt sagen, dass durch dieses Vorgehen von Jesus ein Strafklageverbrauch eingetreten ist, also überhaupt keine Anklagepunkte mehr zulässig sind. Das einzig mögliche Urteil lautet dann nur noch: Freispruch.

Und genau dieses Urteil wollen wir doch sicherlich alle gerne hören. Nur dieser Freispruch sichert uns nämlich zu, dass wir die Ewigkeit in der Gemeinschaft mit unserem Herrn verbringen dürfen. Machen wir doch schon hier auf Erden alles klar für unseren Aufenthalt im Himmel. Worauf warten wir noch? Und da Gott nicht möchte, dass auch nur ein einziger Mensch in der Hölle landet, lassen Sie uns diese frohe Botschaft doch möglichst vielen Menschen weitersagen.

Sein Leben voll und ganz dem Herrn übergeben das hat wohl auch der Liederdichter Georg Joachim Zollikofer. Er beschreibt sein Leben mit und in dem Herrn sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes: Lass mich, o Herr, in allen Dingen...." (EG 414), der da lautet, wie folgt:

Lass mich, o Herr, in allen Dingen
auf deinen Willen sehn und dich mir weihn;
gib selbst das Wollen und Vollbringen
und lass mein Herz dir ganz geheiligt sein.
Nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin;
dein, Herr, ist alles, was ich hab und bin.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die erste Februarwoche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Feb 08, 2016 1:46 pm

ePredigt vom 07.02.2016 (Korinther 13; 1-13)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag, dem Sonntag Estomihi. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 1.
Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 13, die Verse 1-13. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Das Hohelied der Liebe

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, da tat ich ab, was kindlich war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Liebe Gemeinde,

was macht uns eigentlich aus, uns als Christen? Worin unterscheiden wir uns von der Welt? Ich glaube es sind drei Punkte, die wir soeben gehört haben, die uns von einem reinen Weltmenschen unterscheiden.

1. Glaube und Hoffnung

Wir alle, die wir heute Morgen eben nicht zum Frühschoppen gegangen sind, wir machen das ja nicht aus, verzeihen Sie, wenn ich das so lapidar sage, aus Jux und Tollerei.

Wir haben etwas, was uns treibt; nämlich unseren Glauben und jemanden, der uns zieht, nämlich unseren Herrn im Himmel. Als Christen glauben wir, dass der Herr Jesus ein für alle Male für unsere Sünden gestorben ist und wir somit wieder Kinder Gottes werden können.

Als Kinder Gottes lieben wir natürlich unseren Vater im Himmel und möchten ihn möglichst gut kennenlernen um dann regelmäßige Gemeinschaft mit ihm zu haben. Aus diesem Grunde gehen wir auch regelmäßig zu Gemeinschaftstreffen, ob dies nun Gottesdienste, Hauskreise oder andere christliche Gemeinschaftsstunden sind.

Zugleich tragen wir aber auch eine gewisse Hoffnung des ewigen Lebens in unseren Herzen. Diese kommt nicht von uns, sondern diese ist uns von unserem Herrn in unser Herz hineingelegt worden. Diese Hoffnung ist eine feste Gewissheit, dass es am Ende unseres irdischen Lebens nicht irgendwie weitergeht, sondern dass es ganz konkret weitergeht; nämlich dass wir direkt nach unserem irdischen Tode unserem Herrn gegenüberstehen.

Daher möchten wir in diesen Stunden der Gemeinschaft auch gern mehr darüber erfahren, wie wir unser Leben auf Erden gestalten sollen. Etwas, was wir in dem Gottesdienst lernen sind:

2. Gute Taten

Der Glaube ohne gute Werke ist ein toter Glaube, so schreibt es schon Jakobus in seinem pragmatischen Brief. Daher sind wir aufgerufen, z.B.
Nächstenliebe zu üben. Wir sind aufgerufen, von dem, was wir haben, auch etwas abzugeben. Und wir sind aufgerufen allen Menschen ein Nächster zu sein, die unseren Lebensweg kreuzen.

So füllen wir das, was wir theoretisch in der Bibel lesen, auch mit Leben.

Nun gibt es aber auch gute Werke ohne Glauben. Kaum zu glauben, aber säkulare Vereinigungen und Verbände sind uns mit guten Werken weit voraus. Man muss also kein Christ sein, um gute Werke und Taten zu vollbringen.

Insofern hinkt dieses Unterscheidungskriterium ein wenig. Aber es gibt noch ein drittes Kriterium, das uns von der Welt unterscheidet

3. Die Liebe

Liebe Gemeinde, das Wort Liebe ist in unserer Sprache so allgemeingültig.
Es gilt für die Beziehung zweier Menschen genau so, wie für die Barmherzigkeit, mit der wir einander lieben. In der Bibel hingegen gibt es einen zweifachen Begriff für die Liebe.

Eros und Agape. Eros ist die Liebe, die liebende Menschen füreinander empfinden und sich gegenseitig schenken. Agape hingegen ist eine ganz andere Form der Liebe. Zu dieser Agape werden wir befähigt, wenn wir unseren Herrn im Glauben annehmen und ihn bei uns einziehen lassen.

Mit seinem Einzug in unser Leben und dem Übernehmen der Regentschaft in unserem Leben zieht zeitgleich auch die Fähigkeit zur Agape bei uns ein.
Ohne unseren Herrn wären wir zur Agape überhaupt nicht fähig. Das glauben Sie nicht? Dann lassen Sie uns doch einmal diese Agape ein wenig näher anschauen. Paulus beschreibt sie ja sehr konkret in unserem heutigen Predigttext.

Agape ist langmütig. Ein Begriff, den wir so meist gar nicht mehr kennen. Langmut ist es, wenn wir einen langen Weg zum Zorn haben. Agape heißt, den anderen in Geduld zu ertragen. Auch wenn er uns nicht besonders liegt und wir vieles, was er macht oder sagt nicht mögen.
Agape hilft uns, den anderen zu ertragen und vor allem hinter seine Fassade zu schauen. Also nicht gleich auf das reagieren, was uns vielleicht zum Zorne reizt, sondern bedächtig zu sein.

Agape treibt keinen Mutwillen. Im Urtext lesen wir anstelle des Wortes Mutwillen "Macht sich nicht groß". Wie oft erleben wir es, dass berühmte oder weniger berühmte Personen und Firmen sich feiern lassen ob ihrer wohltätigen Taten wegen. Tue Gutes und rede darüber. Das ist es, was eine erfolgreiche Pressearbeit schließlich ausmacht. Agape hingegen hat dies nicht nötig. Agape arbeitet im Stillen.

Auch wenn derjenige, dem von uns Agape entgegengebracht worden ist, dies niemals erfährt, werden wir als Christen aufgefordert, dieses auch nicht kundzutun. Also nicht gleich jedes gute Werk heraus posaunen, um es pragmatisch zu sagen.

Agape sucht nicht das Ihre. Wir kennen doch alle den Spruch: Wie Du mir, so ich Dir. Das gilt im Positiven, wie auch im Negativen. Wir sind doch gerne mit Menschen zusammen, die uns sympathisch sind. Warum eigentlich ? Weil wir gleiche Interessen und Ansichten haben, weil wir uns untereinander helfen und uns einfach irgendwie gut verstehen. Dies ist natürlich auch gut so.

Agape hingegen geht hier noch einen Schritt weiter. Agape sagt uns
sinngemäß: Höre hier nicht auf, geh einen Schritt weiter hin zu dem, mit dem sich vielleicht keiner mehr versteht. Geh zu dem Menschen, der Dich vielleicht nicht besonders mag oder geh zu den Menschen, die von allen anderen ausgegrenzt werden und tue denen Gutes.

Agape lässt sich nicht erbittern. "Tausendmal habe ich ihm schon geholfen, aber jetzt ist endgültig Schluss." Kennen sie das auch? Man will jemandem helfen und immer und immer wieder macht dieser jemand den gleichen Fehler. Irgendwann platzt einem doch dann mal der Kragen. Genau so reagiert Agape nicht.

Als Petrus den Herrn Jesus fragte, wie oft er jemandem verzeihen muss, da gab er aus seiner Sicht schon eine gewaltige Zahl von 7mal an. Jesus hingegen vervielfachte das Ganze mit 7-mal 70-mal. Also immer und immer wieder.

Agape erträgt alles, glaubt alles, hofft alles und erduldet alles. Agape geht also im Grundsatz davon aus, dass der andere viel wichtiger ist, als ich es selber bin. Wenn ich alles ertrage, was der andere macht, dann muss er schon ganz schön wichtig für mich sein. Wenn ich alles glaube, was er macht und sagt, dann hat der andere mein vollstes Vertrauen. Wenn ich hoffe, dass alles gut wird mit dem anderen, dann vertraue ich darauf, dass er diese Hoffnung auch erfüllen wird. Und wenn ich alles erdulde, dann nur aus einer ganz tiefen Liebe heraus.

Und dies, was ich gerade gesagt habe ist genau die Liebe, die Jesus einem jeden Menschen entgegenbringt auch wenn er noch ein Sünder ist.
Jeder, der dies einmal erfahren hat, kann gar nicht mehr anders, als im Glauben direkt auf diesen Herrn zuzugehen und ihn zu bitten, doch wieder sein Kind sein zu dürfen.

Natürlich sind wir nicht Jesus und können dies alles auch nicht 1:1 in die Tat umsetzen. Aber wir können uns jeden Tag hier auf Erden bemühen, ein wenig mehr Agape unseren Mitmenschen gegenüber zu zeigen.

Wenn wir dies tun, wenn wir also nicht sofort gleiches mit gleichem vergelten, wenn wir einem Menschen vergeben, auch wenn er uns Böses angetan hat und wenn wir uns den Menschen widmen, die ganz am Rande unserer Gesellschaft stehen, dann setzen wir als Christen Zeichen, die ein Weltmensch in dieser Form gar nicht setzen kann.

Wenn wir dies tun, dann machen wir die anderen neugierig. Neugierig auf das, oder den, der uns dazu treibt genau so zu handeln wie wir es gerade getan haben und nicht, wie es allgemein üblich ist oder wie "man" es eben so macht. Und genau diese Neugierde kann und wird auch andere Menschen in die Arme unseres Herrn treiben.

"Ich kann das alles nicht" das höre ich jetzt den ein oder anderen innerlich sagen. Ich möchte jedem von Ihnen beipflichten. Ich kann das nämlich auch nicht. Aber ich kann mein Herz ganz weit aufmachen und den Herrn Jesus bitten, mir immer wieder die Kraft zu geben so zu handeln, wie es denn diese Agape von mir erwartet.

Dass wir mit unseren Bemühungen allein auf verlorenem Posten stehen, das wusste auch schon Martin Luther. Dies beschreibt er in dem zweiten Vers seines Liedes "Ein feste Burg ist unser Gott.." (EG 362), der da lautet, wie folgt:

Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muss er behalten.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Herzliche Segensgrüße sendet Ihnen allen Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Feb 15, 2016 12:25 pm

ePredigt vom 14.02.2016 (Hebräer 4; 14-16)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen 1. Sonntag in der Passionszeit, dem Sonntag Invokavit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 4. Kapitel des Hebräerbriefes, die Verse 14-16. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Weil wir denn einen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an diesem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.

Liebe Gemeinde,

wenn ich einen Defekt an meinem Auto habe, dann fahre ich damit in die Werkstatt und nicht zum Bäcker. Geht meine Waschmaschine kaputt, dann frage ich auch nicht den Metzger um Rat. Aber wenn Menschen eine persönliche Lebenskrise erleiden, dann gehen sie überall hin, um Hilfe zu suchen, z.B. zum Wahrsager, vertrauen auf Horoskope, was ihre Zukunft anbelangt und machen sich so manchen anderen Zauber zu Eigen.

Und dabei brauche ich doch gerade in meinen ganz persönlichen Lebenskrisen jemanden, der mich voll und ganz versteht. Das Schöne daran ist, dass wir nicht lange nach so jemandem suchen müssen. In Jesus Christus haben wir diesen jemand, der sich all unserer Nöte, Sorgen und Ängste annimmt.

Wie er dies macht, damit beschäftigt sich auch unser heutiger Predigttext. Lassen Sie uns Jesu Wirken in unseren ganz persönlichen Krisen einmal etwas näher betrachten.

1. Der mitleidende Jesus

Jesus hat alles, was wir erleiden, auch schon einmal durchlitten. In der Wüste, wo er vom Teufel versucht worden ist, hat er sicherlich mehr gelitten, als wir uns das jemals vorstellen können. Bei seinem Tod am Kreuz hat er wortwörtlich höllische Qualen durchlitten, damit wir eben nicht mehr in der Hölle landen.

Und gerade jemand, der selber gelitten hat, der weiß genau wie ich mich in meinem Leid fühle. Von dem geht kein Wort aus, wie "Kopf hoch, wird schon wieder". Nein, von einem der im Leid erfahren ist, von dem erfahren auch wir wahres Mitleiden. Wenn Jesus mit uns mitleidet, dann erfahren wir an uns selber, dass jenes bekannte Sprichwort "Geteiltes Leid ist halbes Leid" bei dem Mitleiden von Jesus voll und ganz auf uns zutrifft.

Gerade in den dunkelsten Stunden unseres Lebens erfahren wir es meist, dass jemand bei uns ist, der stumm mit uns mitleidet. Augenblicklich lässt sich dann jedes Leid mit Jesus an unserer Seite viel besser ertragen.

Darum sollten wir auch mit allem, was uns bedrückt und Sorge bereitet zu allererst zu unsere Herrn gehen. Er weiß stets den besten Rat.

2. Der durchtragende Jesus

Im Leiden werden die Zweifel geboren. Dies ist eine alte Binsenweisheit, die aber immer noch stimmt.

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jesaja 43,1). Ich würd ja so gern darauf vertrauen. Aber jetzt, jetzt in meinem großen Leid spüre und fühle ich ihn nicht.

Das, liebe Gemeinde, ist bestimmt ganz vielen unter uns schon einmal so ergangen. Gerade in diesen Situationen wendet sich Gott eben nicht von uns ab, wie wir es vielleicht meinen. Wenn wir anklagend schreien vor Schmerz, dann ist er genau einen Schritt neben uns. Wenn wir irre zu werden drohen an seiner Verheißung, dann ist er ganz nah bei uns und umgibt uns von allen Seiten.

Und wenn wir gar nicht mehr können, dann trägt uns unser Herr. Darauf dürfen wir uns voll und ganz verlassen.

3. Neue Horizonte

Liebe Gemeinde, im Leiden werden uns auch manchmal neue Horizonte und neue Lebenswege aufgezeigt, die wir so viellleicht gar nicht erkannt hätten. Gott möchte uns vielleicht etwas aufzeigen, was vollkommen neu und viel besser ist, als alles, was wir bisher erlebt haben.

Jesus hat durch seinen Kreuzestod den Weg zu Gott für uns alle wieder frei gemacht. Daher können wir jetzt vollkommen zuversichtlich vor unserem Herrn treten, wenn wir seine Hilfe benötigen. Übrigens: Wir können dies ganz ohne Termin tun. 24 Stunden am Tag, 7 Tag die Woche.

Wenn wir also im Leiden feststecken, dann dürfen wir gerade in diesem Leiden darauf vertrauen, dass Gott uns seine Hilfe gewähren wird. Nicht so, wie wir es uns vielleicht vorstellen. Aber seine Hilfe wird dergestalt sein, dass es die beste Hilfe ist, die uns im Leiden widerfahren kann.

Darum lassen Sie uns festhalten an diesem Jesus und lassen Sie uns festhalten an dem festen Bekenntnis zu ihm. Lassen Sie uns festhalten an dem, der selbst den Tod überwunden hat. Denn nur dieser eine ist unsere einzig wahre große Hilfe in allen unseren Lebenssituationen.

Lasen wir also nicht ab, von dem, der der auch von uns nicht lässt. Dies beschreibt auch der Liederdichter Ludwig Helmbold schon sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes: "Von Gott will ich nicht lassen..." (EG 365), welcher sehr schön lautet, wie folgt:

Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir
führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.
Er reicht mir seine Hand,
den Abend und den Morgen
tut er mich wohl versorgen,
wo ich auch sei im Land.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber



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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Feb 21, 2016 5:26 pm

ePredigt vom 21.02.2016 (Römer 5, 1-5)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag, dem Sonntag Reminiszere. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 5. Kapitel des Römerbriefes, die Verse 1-5. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Frieden mit Gott

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus; durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Liebe Gemeinde,

Frieden mit Gott ist doch das wichtigste, was wir im Leben anstreben sollten. Alles andere, ein dickes Bankkonto, ein Nobelauto und eine Prachtvilla verlieren irgendwann ihre Bedeutung. Unser persönlicher Friede mit Gott hingegen bleibt, so wir ihn denn erlangen, bis in alle Ewigkeit bestehen. Wenn wir es so wollen, dann ist der Friede mit Gott unsere Eintrittskarte in den Himmel. Eigentlich müsste doch jeder Mensch daran ein ganz besonderes Interesse haben, seinen ganz persönlichen Frieden in Gott zu finden.

Wenn ich hingegen bundesweit die Gottesdienstbesucher zähle, dann sind es gerade mal noch zwischen 3-4 % der Gemeindemitglieder, die zusammen den Gottesdienst feiern, wenn man dies einmal als ein ganz unverbindliches Indiz für das Interesse am Frieden mit Gott heranziehen möchte.

Jesus Christus hat uns die Türe zu Gott wieder ganz weit aufgemacht. Was hindert also so viele Menschen daran mit Freuden durch diese geöffnete Türe zu gehen hinein in die ewige Gemeinschaft mit unserem Herrn? Ich glaube es sind drei Punkte, die viele Menschen daran hindern, den Weg des Heils zu beschreiten. Schauen wir uns doch heute Morgen diese Punkte einmal ein wenig näher an:

1. Jetzt noch nicht, sondern später

Viele Menschen schieben die "Sache" mit Gott, wie sie es nennen, gern immer wieder vor sich her. Im Moment habe ich keine Zeit für Gott, ich muss erst mein Studium zum Abschluss bringen. Nein, jetzt geht es auch nicht, ich muss mich mit aller Kraft meiner Karriere widmen. Nein und jetzt geht es immer noch nicht, ich muss mich schließlich neben der Arbeit auch den Bedürfnissen meiner Familie widmen.

Ich habe einfach keine Zeit für Gott; später, wenn ich in Rente bin, dann kann ich die Sache ja mal in aller Ruhe angehen.

Wir sehen, liebe Gemeinde, viele Menschen nehmen auf des Teufels liebstem Möbelstück, der langen Bank, Platz und machen es sich dort ein Leben lang gemütlich.

Der norwegische Bischof Ole Hallesby hat einmal in einer seiner bekannten Morgenandachten folgendes gesagt: "Es kann sein, dass Sie heute Abend zu Bett gehen und morgen in der Frühe in der Hölle aufwachen." Natürlich erntete er einen Sturm der Entrüstung für diesen Satz, was ja auch nicht anders zu erwarten war.

Aber so ist es in der Tat. Heute, wenn wir seine Stimme hören, heute sollen wir sein Gnadengeschenk annehmen. Wir wissen alle nicht, was mit uns heute noch passiert. Haben wir aber unser Leben dem Herrn übergeben, dann ist vollkommen egal, was mit uns passiert, wir sind in aller Ewigkeit in seiner Hand und werden in aller Ewigkeit mit ihm leben. Aber nur, wenn wir die lange Bank verlassen und unseren Frieden mit Gott schließen.

"Ich möchte erst noch etwas vom Leben haben, danach bringe ich die Sache mit Gott in Ordnung" ist auch eine beliebte Ausrede, um nicht hier und heute den Frieden mit Gott zu schließen. Der große Erweckungsprediger Spurgeon antwortete einmal einem jungen Mann, der ihm dies ins Gesicht sagte: "Sie enttäuschen mich, junger Mann, warum wollen Sie denn nur ETWAS vom Leben haben, wenn sie jetzt DAS LEBEN in seiner Gesamtheit und Völle haben können ?"

2. Ich brauche keine Erlösung, ich bin ein rechtschaffener Bürger

Ich gehe mal davon aus, das sich unter uns keine notorischen Verbrecher befinden und dass wir alle also ein rechtschaffenes Leben führen. Aber trotz aller Rechtschaffenheit werden wir immer wieder die ein oder andere Sünde begehen. Und wenn wir dafür keine Vergebung erlangt haben, haben wir eben keinen Frieden mit Gott.

Und lassen Sie uns unseren Zeitgenossen, die glauben, Gott würde auch schon mal alle fünf gerade sein lassen, diesen Zahn beizeiten ziehen.

Lassen Sie uns dies einmal mit einem Strafprozess vor einer Strafkammer verdeutlichen. Nehmen wir einmal an, jemand ist des Betruges in einem Falle angeklagt. Glauben Sie allen Ernstes, dass dieser Angeklagte sich damit freisprechen kann, indem er sagt, dass er bisher doch ein rechtschaffenes Leben geführt hat und man könnte doch dann mal alle Fünfe gerade sein lassen? Natürlich nicht.

Uns umso mehr wird Gott dereinst, wenn wir vor ihm stehen nicht alle Fünfe gerade sein lassen. Wenn wir dann nicht beizeiten unseren Frieden mit Gott hier auf Erden geschlossen haben, dann werden wir unweigerlich in der ewigen Verdammnis landen.

3. Ich glaube nur, was ich sehe

Eigentlich schon ein Satz, den ich so nicht stehen lassen kann. Was ich sehen kann, das muss ich ja nicht mehr glauben. Und trotzdem höre ich diesen Satz so ungefähr 50 Mal im Jahr. Ich pflege dann immer, getreu einem meiner großen Glaubensvorbilder, meinem Gegenüber den beherzten Griff in die Steckdose. Wenn er nur glaubt, was er sieht, und alles andere eben nicht existent ist, dann kann ihm ja nichts passieren. Strom kann man nicht sehen, also ist er auch nicht da.

Meines Wissens hat auch noch niemand meiner Aufforderung Folge geleistet. Aber jeder war zumindest ein wenig verunsichert. Was können wir bei solchen Gelegenheiten empfehlen? Ich empfehle immer der das als ob Experiment. "Tun Sie mal so, als ob Gott existiert. Reden Sie einfach mal mit ihm und lassen Sie alles geschehen unter der Prämisse des als ob."

Ich habe ganz erstaunliche Rückmeldungen erhalten. Eine Rückmeldung war so interessant, dass ich sie hier kurz schildern möchte. Eine junge Dame berichtete mir, dass ihr so etwas wie die inneren Augen aufgetan worden sind. Gott habe sich ihr durch eine ganz eigene Art und Weise zu erkennen gegeben. Natürlich habe sie Gott nicht gesehen, aber sie sei jetzt davon überzeugt dass es ihn gibt.

Jetzt bleibt nur noch ein 5. Punkt zu klären, nämlich

5. Wie bekomme ich den Frieden mit Gott?

Den Frieden mit Gott erhalten wir alle, die wir ihn den haben möchten, vollkommen umsonst. Frieden mit Gott haben wir dann, wenn uns unsere Sündenlast nicht mehr drückt, wenn wir also von dieser Last befreit werden.

Befreit werden wir von dieser Last, wenn wir unsere Sünden bereuen und unsere Sünden Jesus übertragen, der ja für alle unsere Sünden bereits den Preis bezahlt hat. Wenn wir danach unserem Herrn unser Leben übergeben und ihn bitten, in uns Wohnung zu nehmen, dann wird er bei uns Einzug halten. Und mit diesem Einzug kommt auch der Friede Gottes in unsere Herzen hinein. Und dieser Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft der bewahrt unsere Herzen in Jesus Christus zum ewigen Leben.

Ein Leben, welches im Frieden mit Gott aufgeht, das beschreibt der Liederdichter Jochen Klepper sehr schön in dem 1. Vers seines Liedes: "Er weckt mich alle Morgen..." (EG 452), der da lautet, wie folgt:

Er weckt mich alle Morgen, er weckt mir selbst das Ohr.
Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor,
dass ich mit seinem Worte begrüß das neue Licht.
Schon an der Dämmerung Pforte ist er mir nah und spricht.

Der Herr Segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Feb 29, 2016 11:07 am

ePredigt zum 28.02.2016 (Epheser 5, 1- 8a)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Okuli, dem 3. Sonntag in der Passionszeit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 5. Kapitel des Epheserbriefes, die Verse 1-8 a. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:


Das Leben im Licht

So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört. Auch schandbare und närrische und lose Reden stehen euch nicht an, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger - das sind Götzendiener - ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts.


Liebe Gemeinde,

viele Dinge im Leben kann man eigentlich nur mit dem Gegenteil erklären. Versuchen Sie einmal jemandem den Begriff "Gut" zu erklären, der den Sinn von dem Wort "Böse" gar nicht kennt. Und so können wir die Aufforderung als Kinder des Lichts zu leben auch am besten dadurch erklären, wie wir eben nicht leben sollen nämlich als Kinder Finsternis. Was sollen wir als Christen also nicht tun? Das ist die zentrale Botschaft unseres heutigen Predigttextes, der die nicht gewünschten Verhaltensweisen in drei Kategorien einteilt.

1. Unzucht und Unreinheit

Für das Wort Unzucht finden wir im Urtext das Wort "Porneia", was uns sofort auf den Begriff der Pornographie hinweist. Das ist sicherlich simpel und für jeden ganz einfach zu verstehen. Aber der Begriff porneia geht nicht etwas weiter; denn wir können ihn auch mit den Worten Götzendienst, Abfall von Gott übersetzen.

Das Wort UN-Zucht beinhaltet ja schon den Begriff: Weg von jeder Art Zucht. Wenn wir weg von aller Zucht unser Leben beschreiten, dann wird es vollkommen durcheinander, nicht mehr zielgerichtet und rein lustorientiert. So sind wir auf dem besten Wege weg von Gott. So sollen wir als Christen eben nicht leben.

Dann haben wir noch den Begriff der Unreinheit. Hier finden wir im Urtext den Begriff "Aktharsia", welcher auch mit moralischer Unanständigkeit und Unsauberkeit übersetzt werden kann. Wir alle, liebe Gemeinde, habe ein Gewissen in uns, welches als eine Art Wächter auf uns achtet. Dieses Gewissen zeigt uns ganz genau, was moralische die Grenzen des gebotenen Verhaltens überschreitet. Und dann sollten wir reagieren und eben die Finger davon lassen.

Nun kann man aber diese jedem Menschen innewohnende moralische Instanz zum Abstumpfen bringen, indem man immer wieder gegen sie verstößt. Keine Bange, unsre Mitmenschen werden uns schon darauf hinweisen, wenn wir den Bogen zu arg überspannt haben. Dann sollten wir zu unserem Herrn im Gebet zurückkehren und ihn bitten, uns doch wieder den rechten Weg zu zeigen.

2. Habsucht

Habsucht entsteht immer zuerst durch den Vergleich. Wir vergleichen uns gern mit dem, was unsere Mitmenschen alles haben. Da ist der Nachbar, der einen Mercedes fährt, ich hingegen nur einen Golf. Da ist die Nachbarin, die nur in teuren Designerkleidern einher geht, während ich mir gerade mal die Sachen von C&A leisten kann.

Aaus diesen schnöden Vergleichen wird dann irgendwann einmal Neid. Neid ist der Zustand, wo ich dem anderen etwas missgönne, was er hat und ich eben nicht habe. Und dann kommt die nächste Stufe des Neides, die Habsucht.

Bis hierher ist ja alles auch noch so halbwegs im grünen bis grauen Bereich. Allerdings führt die Habsucht oftmals so weit, dass sich Menschen Dinge erlauben, die sie sich gar nicht leisten können. Das allerschlimmste an der Habsucht ist aber der Zustand der permanenten Unzufriedenheit. Wenn ich das eine Teil habe, dann weckt das nur die Gier nach mehr und noch mehr und noch viel mehr. Die Spirale der Habsucht hört einfach gar nicht mehr auf.

Bei vielen Menschen endet die Habsucht im positiven Falle in der privaten Insolvenz und im negativen Fall in Räumen, die von innen keine Klinken haben und deren Aussicht auch noch vergittert ist.

Wann immer sich uns, und das geschieht uns allen, ein Vergleich aufdrängt, dann sollten wir uns einfach mal zurücklehnen und überlegen, ob wir das denn wirklich alles brauchen, von dem was z.B. unser Nachbar hat. Wir sollten einmal darüber nachdenken, was wir nicht eh schon alles haben. Und wir könnten einmal ganz konsequent darüber nachdenken, was wir denn wirklich zum Leben brauchen.

Die wirklichen Essentials für das Leben sind doch ein Dach über dem Kopf, ein Einkommen, dass unseren Lebensunterhalt sichert und ein gnädiger Gott, in dessen Hände wir unser Leben ganz getrost legen können.

Das gefährliche an der Habsucht ist nämlich auch, dass diese uns immer mehr in Stück weit von Gott entfernt. Bei all unseren Bemühungen nach immer mehr vergesen wir gar manchmal, dass wir alle von dem, was wir haben nichts mitnehmen können und dass wir alle einmal vor Gott dem Schöpfer Rechenschaft über unser Leben ablegen müssen. Und dann zählt ganz bestimmt nicht mehr das, was wir uns alles erlaubt haben, dann zählt unter anderem nur noch das, was wir anderen abzugeben bereit gewesen sind.

3. Loses Reden

Wir alle, liebe Gemeinde, beherrschen immer eine Sprache mehr, als wir gelernt haben, nämlich die Sprache über andere Leute. Es ist ja auch so schön, mal so richtig abzutratschen. Ich muss dir mal was erzählen..., so fangen diese Tratschgeschichten meist an.

Lassen Sie mich dazu eine kleine Geschichte erzählen:

Zum weisen Sokrates kam ein Mann und sagte: Höre, Sokrates, ich muss dir was erzählen! Halte ein, unterbrach ihn der Weise, hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt? Drei Siebe?, fragte der Mann voller Verwunderung.

Ja, guter Freund ! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht:

Das erste ist die Wahrheit. Hast du das, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist? Nein, ich hörte es jemanden erzählen und...

Aber sicher hast du das zweite Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, wirklich gut ? Zögernd sagte der Mann: Nein, im Gegenteil....

So lass uns auch noch das dritte Sieb anwenden sagte Sokrates. Ist es notwendig, dass du mir das erzählst? Notwendig nun gerade nicht, aber... antwortete der Mann.

Also sagte Sokrates lächelnd zu dem Mann: Wenn es weder wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit.

Liebe Gemeinde, ich versuche seit ich diese Anleitung kenne, sie in mein Leben zu integrieren. Nur leider gelingt mir die allzu oft nicht. Daher sind wir gerade bei losem Reden auf die Hilfe unseres Herrn angewiesen. Bitten wir ihn doch immer wieder, alles, was wir von uns geben wollen, zunächst durch diese drei Siebe prüfen zu lassen.

Wenn wir uns also von Unzucht und Unreinheit fernhalten, der Habsucht den Kampf ansagen und uns vor losen Reden hüten, dann liebe Gemeinde, sind wir alle auf dem besten Wege als Kinder des Lichtes zu leben. Der allmächtige Gott möge und auf diesem Wege stets ein treuer Begleiter sein.

Wie ein Gebet eines Kindes des Lichts lauten könnte, dies beschreibt der Liederdichter Johann Olearius sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes "Herr, öffne mir die Herzenstür..." (EG 197), der da lautet, wie folgt:

Herr, öffne mir die Herzenstür,
zieh mein Herz durch dein Wort zu dir,
lass mich dein Wort bewahren rein,
lass mich dein Kind und Erbe sein.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Mrt 06, 2016 4:59 pm

ePredigt vom 05.03.2016 (2. Korinther 1, 3-7)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Lätare, dem 4. Sonntag in der Passionszeit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 1, die Verse 3-7. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Dank für Gottes Trost in Trübsal

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in all unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet werden durch Christus. Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.


Liebe Gemeinde,

die Passionszeit ist ja auch immer die Zeit, in welcher wir an das Leiden und Sterben unseres Herrn gedenken. Aber wir können auch gemeinsam über unser alltägliches Leid und den Trost durch unseren Herrn nachsinnen. Dies zeigt uns der heutige Predigttext auf. Leiden, Trost und Hoffnung gehören also in einem Christenleben sozusagen als Einheit immer zusammen. Lassen Sie uns über diese Punkte heute Morgen ein wenig näher nachdenken.

1. Leiden

"Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen" so lesen wir es in unserem heutigen Predigttext. Paulus geht also ganz automatisch von Leidenserfahrungen aus, die jeder von uns durchmachen muss.

Gerade bei Neubekehrten treffe ich immer mal wieder die Auffassung an, dass mit ihrer Hinwendung hin zu Gott auch alles Leiden aufgehört hat. Allerdings werden sie immer bald darauf eines Besseren belehrt. Es wäre auch wirklich Augenwischerei, wenn wir unseren Mitmenschen sagen wüden: Bekehre Dich und Deine Leiden haben ein Ende. Das ist sicherlich kolossaler Blödsinn.

Aber, liebe Gemeinde, wir haben seit unserer Bekehrung jemanden an unserer Seite, der uns in all unserem Leiden zur Seite steht, uns begleitet und durch unser Leiden hindurchführt. Und dies unterscheidet uns von allen Menschen, die in ihrem Leiden ganz allein auf sich gestellt sind. Als Christen leiden wir also niemals allein.

Und wir haben noch einen weiteren großen Vorteil: Wir müssen niemals mehr Leid ertragen, als wir ertragen KÖNNEN. Den Rest trägt unser Herr für uns. Daher werden wir als lebendige Christen auch niemals an unserem Leide zugrunde gehen. Dafür liebt uns Gott zu sehr, als dass er dies zulassen könnte.

Darum ist es auch für uns so wichtig, dass wir in ganz enger Gemeinschaft mit unserem Herrn zusammenleben.

2. Trost

"Gott allen Trostes" so lesen wir es in unserem heutigen Predigttext. Das Wort Trost zieht sich ja durch unseren ganzen Predigttext hindurch. Da müssen wir uns einfach einmal fragen: Was ist das denn eigentlich, der Trost ?

Trost ist das Herbeieilen zur Hilfe. Trost ist aber auch das Ermahnen und das Ermutigen zur Tugend. Wenn wir es so wollen, dann ist die ganze Heilige Schrift eigentlich nichts anderes als ein Ermahnen und ein Ermutigen zur Tugend, also ein großes Trostwerk. Paulus bezieht diesen Trost dann auch auf einen jeden von uns ganz persönlich.

Das bedeutet zunächst einmal, dass uns Gott in unserem Leiden nicht nur zur Seite steht, sondern uns stets auch Wege weist, welche wir in unserem Leiden gehen sollen und auch gehen können. Gott eilt also in unserem Leiden herbei um uns zu helfen.

Nun gehören natürlich immer zwei dazu, nämlich der Leidende und der Helfer. Es nutzt herzlich wenig, wenn der Leidende die Hilfe nicht annimmt. Das, liebe Gemeinde, erleben wir leider all zu häufig. Wie viele Menschen lehnen jedwede Hilfe schon von uns Mitmenschen in ihrem Leiden ab. Umso mehr lehnen diese Menschen häufig auch die Hilfe von Gott ab, bzw., wenden sich im Leiden erst gar nicht an den Herrn.

Dann dürfen wir uns natürlich auch nicht wundern, wenn uns im Leiden nicht geholfen wird. Also, wenn wir im Leid verwurzelt zu sein scheinen, dann lassen Sie uns doch all unser Leid und unsere Not dem Herrn vor die Füße legen. Er, der Gott allen Trostes, wird sich gewiss nicht lange bitten lassen und herbeieilen, um uns zu helfen.

Weiter lesen wir in unserem Predigttext "Damit wir auch trösten können". Leid zu erfahren ist sicherlich bitter. Von Gott getröstet zu werden nimmt das Leid zwar nicht weg, aber zeigt uns Wege auf, wie wir aus dem Weg des Leidens herausgehen können. Nur wer dies selber auch persönlich erlebt hat, nur derjenige ist dem anderen auch ein wahrer und echter Tröster.

Von so einem Menschen kommen niemals Sätze, wie "Kopf hoch, wird schon wieder" oder "Augen zu und durch". Jeder Mensch, der Gottes Trost an sich selber erfahren hat, wird diesen Trost im Rahmen seiner Möglichkeiten auch den Mitmenschen weitergeben. "Damit wir auch trösten können" bedeutet ja nichts anderes, als dass der Herr Jesus uns diese Fähigkeit des Tröstens mit seinem Trost in unsere Herzen gelegt hat.

3. Die Hoffnung

Das Licht am Ende des Tunnels kennen wir sicherlich alle. Und so ein Licht in all unserem Leiden ist immer auch die Hoffnung. Wenn Paulus schreibt, dass unsere Hoffnung fest steht, dann meint er damit, dass wir alle, die wir vielleicht gerade mitten in einem Leiden stecken unsere feste Hoffnung haben, die weit über diese Welt hinausgeht.

Die feste Hoffnung bedeutet, dass unsere Hoffnung nicht irgendwelche Hirngespinste oder fromme Wünsche sind, sondern dass unsere Hoffnung einen festen Grundstein hat, nämlich unseren Herrn Jesus Christus.

In Jesus Christus sind alle Verheißungen Gottes für uns sichtbar geworden. Die Auferweckung Jesu von den Toten zeigt uns, dass selbst der Tod für uns seine Schrecken verloren hat. Wenn dies der Fall ist, dann wird auch all unser menschliches Leiden auf Erden von dieser Hoffnung getragen.

Als Christen haben wir die Hoffnung, bzw. die feste Gewissheit, dass mit unserem Tode nicht alles aus ist. Als Christen schöpfen wir Kraft aus der Hoffnung, dass wir dereinst für ewig mit unserem Herrn vereint sein dürfen. Und zwar mit dem Herrn, der dem Tod ein für alle Male seine Macht genommen hat.

Gewappnet mit dieser Hoffnung brauchen wir nicht mehr zu verzagen, wenn wir wissen, dass Christi Leiden reichlich über uns kommen werden. Umso mehr wir leiden, umso mehr werden wir getröstet und umso mehr wird unsere Hoffnung wachsen.

Wenn Leiden, Trost und Hoffnung zusammengehören, dann verwundert es uns auch nicht mehr, wenn wir an vielen Stellen der Bibel darüber lesen, wie fröhlich Menschen durch Leiden vielfältigster Art gegangen sind.

Wenn wir dies wissen, dann können wir die Worten Dietrich Bonhoeffers vor seiner Exekution erst richtig verstehen, wenn er gesagt hat: "Dies ist das Ende, für mich der Beginn des Lebens."

Der gleiche Dietrich Bonhoeffer war auch der Verfasser eines heute am meisten gesungenen Kirchenlieder, nämlich "Von guten Mächten wunderbar geborgen", dessen Kehrvers lautet, wie folgt:

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche, in der wir alle wieder von guten Mächten wunderbar geborgen und getragen werden.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Zo Mrt 13, 2016 5:11 pm

ePredigt vom 13.03.2016 (Herbäer 5, 7-9)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen 5. Sonntag in der Passionszeit, dem Sonntag Judika. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Hebräerbrief, Kapitel 5, die Verse 7-9. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:


Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden.

Liebe Gemeinde,

auch wenn der Predigttext sich auf unseren Herrn bezieht, dann dürfen wir doch indirekt daraus auch das ableiten, was für uns heute Gültigkeit besitzt und unser Leben mit dem Herrn als unsere Mitte bestimmt. Lassen Sie uns daher heute einmal gemeinsam darüber nachdenken, was denn an diesem Leben mit dem Herrn als unserem Lebenszentrum so besonders ist.

1. Bitten Flehen, Schreien

Wir dürfen uns mit allem Bitten, Flehen und Schreien direkt an unseren Herrn wenden.

Wenn wir das Wort Bitten lesen, dann steht dort im Urtext das Wort "deesis", welches sich auf ganz konkrete Bitten bezieht. Gott möchte sich um einen jeden einzelnen von uns ganz besonders kümmern. Wir haben keinen "Weltengott", der sich nur um das große ganze kümmert und dem dabei der einzelne Mensch vollkommen gleichgültig ist. Wir haben einen ganz persönlichen Gott, der stets nur ein Gebet weit von einen jeden von uns entfernt ist.

Daher dürfen wir ihn auch ganz konkret um das bitten, was uns fehlt. Und wenn wir Gott um etwas bitten, was unserem Nächsten fehlt, dann nennen wir das Ganze Fürbitte. Viele Menschen beten ja immer ganz allgemein für den Weltfrieden und die Abschaffung der Hungersnöte auf dieser Welt. Das ist auch gut und richtig. Aber viele Menschen vergessen dabei die ganz persönlichen Anliegen, mit denen sie ebenfalls vor Gott treten können.

Dann lesen wir noch das Wort Flehen. Unter Flehen und Schreien verstehen wir ein ganz besonderes verstärktes Bitten. Insbesondere, wenn es sich um ganz persönliche bittere Nöte handelt, dann kommt Flehen und Schreien zum Einsatz.

Gott ist ein Gott, der möchte, dass es uns gut geht. Wir haben nicht den strafenden Gott über uns, der nur darauf wartet, dass wir einen Fehler machen, damit er uns nach allen Regeln der göttlichen Kunst abstrafen kann. Aber es kann ja auch Situationen geben, in welchen wir uns vielleicht von Gott entfernt haben und wie man so schön zu sagen pflegt "unser eigenes Ding" gemacht haben.

Wenn dieses eigene Ding dann gehörig in die Hose gegangen ist, dann dürfen wir mit all unserem Schmerz trotzdem wieder zu Gott kommen. Gott wendet sich niemals beleidigt ab, sondern wartet immer wieder darauf, dass wir mit unserem Schreien und Flehen zu ihm zurückkehren.

2. Wir werden erhört

Mit diesem Hören ist ein aktives Hören Gottes gemeint. Wir hören ja alle viel, aber nur weniges interessiert uns derart, dass wir aktiv zuhören und uns mit dem beschäftigen, was wir gerade gehört haben.

Gottes "Erhören" ist immer ein derartiges aktives Zuhören. Wir meinen ja manchmal, dass unsere Gebete spätestens unter der Zimmerdecke ihre Wirkung verlieren. Weit gefehlt, liebe Gemeinde. Wir dürfen nicht unsere eigenen Gefühle mit den Gefühlen Gottes verwechseln. Jeder, der sich ehrlichen Herzens an Gott wendet darf davon überzeugt sein, dass Gott sich seiner Nöte und Sorgen annimmt.

Ehrlichen Herzens heißt nichts anderes, als dass wir mit Gottesfurcht angetan vor Gott im Gebet erscheinen. Gottesfurcht klingt heute in unseren Ohren schnell ein wenig pathetisch. Deshalb lassen Sie uns diesen Begriff zu definieren versuchen.

Gottesfurcht ist nichts anderes, als dass ich gehorsam und demütig vor Gott trete. Ds heißt, dass ich meinen eigenen Willen aufgebe und zuallererst nach dem Willen Gottes Frage. Demut ist keine Haltung der persönlichen Erniedrigung, sondern eine innere Haltung, die erkennt, dass der, vor den ich trete alles aber auch wirklich alles besser kann und weiß als ich selber.

Gehorsam resultiert schließlich aus dieser Haltung heraus. Wenn ich meinen eigenen Willen aufgebe und nach dem Willen dessen frage, der mich in- und auswendig kennt und der ganz genau weiß, was den am besten für mich und mein Leben ist, dann ist es doch nur logisch, dass ich diese Weisung für mein Leben dann auch im Gehorsam befolge.

Wie erkenne ich den Das Wort Gottes in meinem Leben ? Natürlich durch das Gebet. Nun leben wir alle in einer hektischen Zeit, wo viele von uns der Meinung sind, überhaupt keine Zeit mehr zu haben. Schnell wird dann noch ein Gebet gesprochen, mit Amen abgeschlossen und dann geht es gleich wieder an das Tagesgeschäft.

Können Sie sich ein Gespräch mit einem Bekannten vorstellen, wo nur Sie reden, und sich nach Abschluss Ihrer Rede dankend verabschieden. Das wird jedenfalls keine Freundschaft auf Dauer sein. Wenn Sie einen Bekannten um seinen Rat fragen, dann sollten Sie sich auch die Zeit des Zuhörens nehmen.

Nichts anderes ist dies mit dem Gebet. Das Gebet mit dem Amen zu beschließen ist sicherlich vollkommen richtig. Es gibt ein Buch von Hans-Peter Royer, welches den Titel trägt: "Nach dem Amen bete weiter."

Und genau dies ist auch der Knackpunkt. Wenn wir in eine wirklich ernsthafte und dauerhafte Beziehung mit unserem Herrn eintreten wollen dann müssen wir uns auch die Zeit des Zuhörens nehmen. Gott redet mit jedem von uns, der sich die Zeit nimmt, ihm zuzuhören. Das ist übrigens genau so sicher, wie das berühmte Amen in der Kirche. Man muss es nur probieren.

3. Die Basis

Wir haben uns damit beschäftigt, wie wir vor Gott treten können und damit, was er alles für uns tun möchte. Wenn ich das Alte Testament lese, dann ging die Sache mit Gott und den Menschen aber ganz anders aus. Da war nichts mehr mit persönlichem Zugang eines jeden von uns.

Der direkte Weg Gott - Mensch war nach dem Sündenfall beendet. Obwohl sich die ersten Menschen über die Gebote Gottes ganz einfach hinweggesetzt hatten, mussten sie zwar bestraft werden, aber trotzdem liebte Gott "seine" Menschen nach wie vor.

Es stand nur ein gewaltiges Hindernis zwischen uns Menschen und Gott, welches die Bibel Sünde nennt. Dieser gewaltige Brocken musste irgendwie an die Seite geräumt werden, damit der Weg von uns Menschen zu Gott wieder frei werden konnte.

Man brauchte also, wie wir es im Predigttext lesen einen Urheber des ewigen Heils. Und dieser Urheber war unser Herr Jesus Christus. Jesus Christus, der vollkommen sündlos war, nahm durch seinen stellvertretenden Opfertod die Strafe für all unsere Sünden mit ans Kreuz. Und wurde so der Urheber des ewigen Heils für alle Menschen, die dies für sich in Anspruch nehmen möchten.

Wenn wir wollen, das all unsere Bitten und Flehen und unser Schreien vor Gott erhört werden, dann brauche wir nur zu ihm umkehren. Das heißt, wir müssen ehrlichen Herzens unsere Sünden bereuen und ihn bitten mit uns einen Neuanfang zu wagen. Da die Strafe für unsere Sünden bereits unser Herr auf sich genommen hat, ist nun unser Weg zu ihm wieder frei.

Diesen Weg, den Jesus für uns bereitet hat, den beschreibt der Liederdichter Philipp Friedrich Hiller sehr schön in dem 5. Vers seines Liedes "Jesus Christus herrscht als König..." (EG 123), der da lautet, wie folgt:

Nur in ihm, o Wundergaben, können wir Erlösung haben,
die Erlösung durch sein Blut.
Hört's: Das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen
kommt in Jesus uns zugut.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und eine guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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