ePredigte.

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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Apr 05, 2021 11:14 am

ePredigt vom 05.04.2021 (Offenbarung 5, 6-14)




Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Ostermontag. In vielen Gemeinden finden die Gottesdienste an diesem Feiertag in den Friedhofskapellen statt als Zeichen, dass das hiesige Ende unserer Person nicht das tatsächliche Ende der Welt ist. Unser heutiger Predigttext entführt uns in das Geschehen jener letzen Tage. Wir finden den Predigttext für den heutigen Ostermontag in der Offenbarung des Johannes, Kapitel 5, die Verse 6-14. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß. Und als es das Buch nahm, da fielen die vier Gestalten und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und ein jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind die Gebete der Heiligen, und die sangen ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht und sie werden herrschen auf Erden. Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron und um die Gestalten und um die Ältesten her, und ihre Zahl war vieltausendmal tausend; die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob. Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die vier Gestalten prachen: Amen ! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.



Liebe Gemeinde,

wie wird es denn sein, wenn ich in den Himmel komme. Dies ist keine Frage, die mir von älteren Christen nicht sehr oft gestellt wird, sondern diese Frage interessiert insbesondere viele Jugendliche. Unter den Älteren findet man ja das Phänomen, dass der Tod totgeschwiegen wird. Selbst unser örtlicher Bestatter wurde gebeten, die Verstorbenen aus unserer Seniorenresidenz doch bitte nicht mit dem Leichenwagen, sondern mit einem neutralen Fahrzeug abzuholen. Und dabei sterben wir doch nicht, sondern wir gehen heim. Und was uns daheim erwartet, darüber lassen Sie uns heute Morgen einmal zusammen reden.

1. No ranks no titles

Diese Überschrift stand vor Jahren als Headline über allen Stellenanzeigen eines großen amerikanischen Unternehmens, welches nach Deutschland expandierte.

Während in deutschen Unternehmen noch starre Hierarchien an der Tagesordnung waren, hatte man in diesem Unternehmen auf flache Hierarchien gesetzt.

Und, liebe Gemeinde, eine solche flache Hierarchie ist ja nichts Neues, diese erwartet uns auch im Himmel.

Dort gibt es einen einzigen Chef. Und danach kommen sofort wird als Schwestern und Brüder alle auf einer gleichen Stufe. Wie wir es soeben gehört haben, werden dort alle Stämme, alle Sprachen, alle Völker und alle Nationen vertreten sein.

Und darauf sollten wir uns hier auf Erden schon einmal richtig vorbereiten. Ich denke gerade daran, wie sich während der ersten Monate der Coronapandemie die Staaten der europäischen Union wieder voneinander abschotteten und viel Kleinstaaterei betrieben wurde.

Genau das wird es im Himmel aber nicht geben. Wir sind alle Gottes geliebte Kinder. Da wird nicht der eine etwas mehr und der andere etwas weniger geliebt.

Und genau das sollten wir hier auf Erden schon untereinander in die Tat umsetzen.

Da ist der Flüchtling aus dem Iran, der alles andere als ein Sozialschmarotzer ist. Er ist genau so ein geliebtes Kind Gottes, wie wir es sind. Da ist der Obdachlose aus der Fußgängerzone. Und auch er ist ein so von Gott geliebtes Kind, wie wir es sind.

Daher, liebe Gemeinde, sollten wir mit allen unseren Schwestern und Brüdern liebevoll umgehen. Ohne Ranks und Titels.

2. Könige und Priester

Liebe Gemeinde, wir sind alle Königskinder. Er, der der König aller Könige ist, hat uns wieder zu seinen Kindern werden lassen.

Wir sind also keine Sklaven, die sich die Wohnung im Himmel sauer verdienen müssen. Nein, zu Königskindern hat uns Gott gemacht, als wir zu ihm zurückgekehrt sind.

Als Kind habe ich natürlich ganz andere Rechte, als ein Sklave. Ich habe das Recht im königlichen Schloss zu wohnen. Nur mal nebenbei bemerkt unser Herr hat uns ja versprochen, dass unsere Wohnungen schon bereitet sind, wenn wir im Himmel ankommen.

Als Kinder sitzen wir mit am königlichen Tisch und nehmen mit dem König zusammen das Mahl ein. Daran erinnern wir uns immer wenn wir gemeinsam das Abendmahl feiern.

Als Kinder haben wir gegenüber unserem Vater im Himmel das Recht auf eine Komplettversorgung. Alles, was wir benötigen, das lässt uns unser Vater im Himmel zukommen. Und das nicht erst in der Ewigkeit, nein schon hier auf Erden wird ER seiner väterliche Fürsorgepflicht gerecht.

Und dann sind wir auch noch Priester. Das steht auch in unserem Predigttext. Als Priester haben wir das Recht, die frohe Botschaft unseren Mitmenschen weiterzusagen. Die Priesterschaft aller Gläubigen besagt, dass die frohe Botschaft nicht nur von den Kanzeln dieser Welt herunter gepredigt werden soll, sondern dass dies vor allem im Alltag von uns allen geschehen soll.

Oder wie es Papst Franziskus einmal gesagt hat: "Die frohe Botschaft muss immer und überall verkündigt werden; notfalls auch mit Worten."

3. Ehre und Preis

Jetzt wird es noch einmal etwas ungemütlich, da eben nicht alles in unserer Hand liegt.

Gott allein ist der Herrscher aller Herrscher. Im Himmel gibt es keine Demokratie. Im Himmel gibt es die göttliche Diktatur.

So, jetzt haben wir alle einmal tief durchgeatmet und uns darüber gewundert. Aber, liebe Gemeinde, dieser himmlische Diktator hat bei seinen Regierungsmaßnahmen immer nur eines im Kopf, nämlich das Wohlergehen seiner geliebten Kinder.

Anders als viele Diktatoren dieser Welt, will er uns immer ein Retter und Begleiter sein. Nicht erst im Himmel sondern schon hier auf Erden.

Und daher gebührt ihm schon hier auf Erden unser aller Lob, Ehre und Preis.

Hören wir doch endlich auf mit der unsäglichen Bibelkritik, die meint, alles besser zu wissen und hören wir doch endlich auf mit unserer permanenten Unzufriedenheit und Nörgelei, wenn etwas mal nicht so läuft, wie wir es gerne hätten.

Lassen Sie uns heute den Anfang damit machen, wieder allein unserem Vater im Himmel darauf zu vertrauen, dass er der einzige ist, der wirklich weiß was gut für uns ist. Und lassen sie uns IHN dafür loben, ehren und preisen.

Lassen Sie uns dies nun zum Abschluss unseres heutigen Gottesdienstes gemeinsam tun, indem wir zusammen in den zweiten Vers des Liedes "Allein Gott in der Höh..." (EG 179) von Nikolaus Decius einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Wir loben, preisn, anbeten dich; für deine Ehr wir danken,
dass du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken.
Ganz ungemessn ist deine Macht, allzeit geschieht, was du bedacht.
Wohl uns solch eines Herren !


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden.

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Ostermontag und einen guten Start in diese neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber



Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Apr 19, 2021 11:12 am

ePredigt vom 11.04.2021 (Johannes 21, 1-14)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 1. Sonntag nach Ostern, dem Sonntag Quasimodogeniti. Übersetzt bedeutet dies: Wie die neugeborenen Kindlein. Und daran dürfen wir uns nicht nur am heutigen Tage, sondern jeden Tag in unserem Leben erinnern, dass auch wir alle, die wir dem Herrn Jesus nachfolgen von neuem geborene Kinder im Geist sind.

Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Johannesevangelium, Kapitel 21, die Verse 1-14.

Der Auferstandene am See von Tiberias

Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See Tiberias. Er offenbarte sich aber so: Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger.
Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will fischen gehen. Sie sprechen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen?
Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten's nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische. Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte dass es der Herr war, gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich ins Wasser. Die anderen Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen. Als sie nun ans Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig.
Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht. Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt's ihnen, desgleichen auch die Fische. Das ist nun das dritte Mal, dass Jesus den Jüngern offenbart wurde, nachdem er von den Toten auferstanden war.



Liebe Gemeinde,

eine schöne Geschichte, die wir eben gehört haben. Da geht einem doch wirklich das Herz auf. Hinter dieser Geschichte steht aber noch etwas anderes; wir erfahren etwas über Gottes Wirken hier und heute im Jahre 2021. Lassen Sie uns dies doch einmal etwas näher betrachten.

1. Nah und Fern

Wo ist Gott? Wenn wir ehrlich sind, dann fragen wir uns doch alle dies hin und wieder.

Besondern dann, wenn manche Gebete einfach unter der Zimmerdecke zu enden scheinen. Da beten wir, und beten wir und es geschieht nix. Warum bete ich dann überhaupt noch?

Nun, liebe Gemeinde, auch wenn wir unseren Herrn nicht sehen können, so ist er doch immer ganz nah bei uns. Er erhört auch jedes Gebet. Aber er beantwortet unsere Gebete in der Form, wie es für uns am besten ist. Für uns mag es dann so ausschauen, als ob Gott Gebete nicht erhört.

Jesus hatte auch das Desaster des nächtlichen Fischzuges gesehen. Und da stelle ich mir die Frage: Wieso lässt Gott die Fischer keine Fische fangen. Es sind doch seine treuesten Jünger, die ihm nachfolgen. Als seine geliebten Kinder haben sie doch einen Anspruch auf Vollversorgung durch ihren Herrn und Meister.

Aber denken wir doch einmal darüber nach, was die Jünger gemacht haben. Sie beschlossen auf eigene Faust fischen zu gehen. Da lesen wir nichts von einem Gebet vor dem Fischzug.

Und so kann es auch uns in unserem Leben gehen, wenn wir auf eigene Faust losmarschieren ohne mit Gott Rücksprache gehalten zu haben. Da kann es tatsächlich passieren, dass wir voll auf die Nase fallen und dass uns nichts von dem gelingt was wir uns vorgenommen haben.

Und dann, liebe Gemeinde, dürfen wir uns nicht beschweren, dass Gott überhaupt nicht eingreift. Wir haben ihn ja auch gar nicht gefragt bzw. darum gebeten.

Jesus wirkt auch heute noch, so wie vor 2000 Jahren. Aber ER möchte gern, dass wir ihn in unser Boot einladen, damit wir gemeinsam mit ihm auf unsere Lebensreise gehen.

2. Gott kommt unerwartet

Denken wir einmal an die Situation der Fischer. Sie hatten die ganze Nacht hart gearbeitet. Aber das Ergebnis war niederschmetternd. Nicht einen einzigen Fisch hatten sie gefangen.

Ein Tag ohne Fang hieß ein Tag ohne Essen für die Familie. Damals gab es eben noch kein Hartz IV. Wer kein Essen hatte, der musste halt hungern.

Da haben sie bestimmt an die Zeit gedacht, als sie mit Jesus unterwegs waren. Sie werden bestimmt auch an die Speisung der fünftausend gedacht haben, wo hinterher noch so viel übriggeblieben war. Das waren noch Zeiten, als der Herr bei ihnen war!!!

Und als sie vielleicht gerade daran dachten sehen sie den Herrn am Ufer stehen. Keiner hatte mit seinem Erscheinen gerechnet. Und doch stand er auf einmal da mitten in ihrem Alltagsdrama. Nicht sonntags im Gottesdienst oder in der Gemeinschaftsstunde. Nein der Herr steht unter ihnen mitten in ihrem Elend.

Und darauf dürfen wir uns auch heute noch verlassen, liebe Gemeinde. Unser Herr kommt auch heute noch meist dann, wenn wir gar nicht mit ihm rechnen. Auf einmal mitten in der Not steht ER auch heute noch Menschen in ihren Nöten bei. Unser Herr kommt spätestens rechtzeitig.

ER lässt uns niemals im Stich, egal, wie groß die Not auch sein mag. Das hat er uns ja versprochen als er uns sagte: Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

3. Gott schenkt unerwartet

Das war ja schon eine sonderbare Situation. Da fordert Jesus die Jünger auf, am hellichten Tage die Netze auszuwerfen. Jeder, der sich ein wenig mit dem Fischfang auskennt der weiß doch, dass die Fische tagsüber abtauchen und erst in der Dunkelheit wieder an die Oberfläche kommen.

Aber trotzdem waren die Jünger dem Herrn gehorsam und erlebten ein wahres Wunder. Sie, die die ganz Nacht lang nichts gefangen hatten, fingen auf einmal 153 Fische, ein vielfaches von dem, was sie sonst gefangen hatten. Und das auch noch tagsüber !!!

Was hatten sie denn nun getan? Die Jünger hatten auf Jesu Wort gehört. Auch wenn es ihnen als blanker Unsinn erscheinen musste, so haben sie den Worten Jesu nicht widersprochen. Und sie haben genau das getan, was Jesus ihnen gesagt hatte. Ohne Diskussionen, ohne Hinterfragen und ohne Nörgeleien.

So sollten wir es auch wieder tun liebe Gemeinde. Als neugeborene Kindlein sollten wir den Worten unseres Herrn wieder unser vollstes Vertrauen schenken und auf seinen Rat hören und diesem dann auch nachkommen.

Jetzt bleibt aber noch ein Problem zu lösen. Wohin mit all den Fischen ? Am nächsten Tag sind sie verdorben.

Wenn der Herr uns beschenkt dann ist er niemals knauserig. Er schenkt immer großzügiger als wir es uns vorstellen können. Er schenkt aber nicht, damit wir etwas horten für schlechte Zeiten. Das ging ja, wie gesagt, bei den Fischen auch gar nicht.

Der Herr schenkt uns viel, damit wir auch viel weitergeben können. Wir sollen mit den Geschenken unseres Herrn verantwortungsvoll umgehen und diese auch weitergeben an Menschen, die sie ganz dringend benötigen.

Das ist übrigens nicht auf materielle Werte beschränkt. Manch einem unter uns schenkt der Herr auch viel Zeit, welche er dann Mitmenschen in Not geben kann.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den 5. Vers des Liedes "Jesus lebt, mit ihm auch ich!" (EG 115) von Christian Fürchtegott Gellert einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Jesus lebt! Ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden,
keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden.
Seine Treue wanket nicht; dies ist meine Zuversicht.


Der Herr segne dich und behüte dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de




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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Apr 19, 2021 11:17 am

ePredigt vom 18.04.2021 (Hesekiel 34, 1-2 und 10-16 und 31)




Liebe Gemeinde,

einige haben die letzte ePredigt vermisst. Durch ein Programmfehler im Newletterprogramm wurden nicht an alle Empfänger die letzte Predigt versandt. Aufgefallen ist dies uns erst jetzt, als wir die neue Predigt einarbeiten wollten und das Programm nunmehr alle Empfänger die letztwöchentliche ePredigt ausgesendet hat. Da das Programm schon einige Male uns herausgefordert hat, werden wir in den nächsten Wochen nach einem Ersatz Ausschau halten und hoffen, dass es bis dahin noch seine Dienste tut.

Mit freundlichen Grüßen
vom ePredigt-Team Mitglied
Jens Steinführer

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Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 2. Sonntag nach Ostern. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Propheten Hesekiel im Kapitel 34, die Verse 1-2 und 10-16 und Vers 31. Lassen Sie uns diesen Predigttext zunächst gemeinsam lesen:

Und des Herrn Wort geschah zu mir: Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden ! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? So spricht Gott der Herr: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Händen fordern; ich will ein Ende damit machen, dass sie Hirten sind, und sie sollen sich nicht mehr selbst weiden.
Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, dass sie sie nicht mehr fressen sollen. Denn so spricht Gott der Herr: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen. Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zurzeit, als es trüb uns finster war. Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes.
Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in Israel sollen ihre Auen sein; da werden sie auf guten Auen lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels. Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der Herr. Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist. Ja, ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich will euer Gott sein, spricht Gott der Herr.




Liebe Gemeinde,

im Buch Hesekiel geht es in den vorangegangene Kapiteln um die Sünden Israels. Und da waren einige zu nennen. Immerhin geht es in den sage und schreibe 32 Kapiteln um nichts anderes. Und jetzt kommt die große Abrechnung. Schauen wir uns diese doch einmal etwas näher an:

1. Die da oben

Wenn ich an die aktuellen Geschehnisse denke, dann kommen auch mir so manches Mal die Worte "Die da oben" in den Sinn.

Da werden Versäumnisse aufgedeckt, die so nicht hätten passieren dürfen, wenn man etwas sorgfältiger gearbeitet hätte. Da bereichern sich Mandatsträger unter Ausnutzung ihres Mandates um siebenstellige Summen. Und es gäbe noch viel mehr darüber zu berichten, wo die da oben mal wieder so richtig "Mist" gebaut haben.

Wie der Herr damals die Sünden Israels ganz genau gesehen hatte, so sieht er die Sünden von "Denen da oben" in der heutigen Zeit genauso.

Und das Urteil klingt vernichtend. ER will sie alle zur Rechenschaft ziehen, alle, die gegen seine Gebote verstoßen haben und sich an der ihnen anbefohlenen Herde versündigt haben.

Das heißt aber auch, dass wir uns gar nicht aufregen sollen über die Sünden derer, die gegenüber uns schuldig geworden sind. Wir sind nicht die Richter dieser Welt. Wir sollen das alles unserem Herrn übertragen; denn ER ist der einzige, ewige und gerechte Richter.

Natürlich kommt in uns manches Mal die Wut hoch, aber einer Tatsache dürfen wir gewiss sein: Gottes Mühlen mahlen zwar langsam, aber vortrefflich fein.

So, Gott wird denen da oben schon zeigen, wo der Hase langsläuft. Aber:

2. Hirten und Schafe

Liebe Gemeinde, wenn wir auf das große Weltgeschehen schauen, dann sind wir sicherlich die Schafe, die unter der Obhut der Hirten stehen.

Aber, und das ist auch ganz entscheidend, wir sind auch Hirten in dieser Welt. Und jetzt wird's ein wenig unbequem.

Als Eltern sind wir zum Beispiel Hirten über unsere Kinder. Als Vorgesetzte sind wir die Hirten unserer Mitarbeiter. Als Lehrer sind wir die Hirten über die uns anvertrauten Schüler. Wir sind also nicht nur Schafe, die meckern dürfen.

Wie der Herr die Hirten da oben richtet, so wird er auch uns als Hirten richten.

Und jetzt müssen wir uns einmal folgende Fragen stellen:

Habe ich mich als Elternteil stets gemäß den Vorgaben des Wortes Gottes gegenüber meinen Kindern verhalten, oder sind mir vielleicht doch so manches Mal die Sicherungen durchgebrannt. Habe ich als Vorgesetzter stets gerecht und ohne Ansehen der Person meine Leitungsfunktion ausgeübt, oder habe ich doch den ein oder anderen Liebling in meiner Mannschaft. Und habe ich dies nicht auch als Lehrer getan, wenn ich, vielleicht auch nicht so ganz bewusst, den einen oder anderen Schüler bevorzugt behandelt?

Wir sehen, liebe Gemeinde, als Hirten sind auch wir in der Pflicht und ich behaupte mal, dass wir alle als Hirten so manches Mal jämmerlich versagt haben. Ich kann das für mich nur immer wieder bestätigen. Wie oft habe ich schon einen Besuch aufgeschoben, der mir unangenehm war. Wie oft habe ich überreagiert, wenn man meine Überzeugungen angegriffen hat. Und wie oft habe ich schlichtweg die Anliegen meiner Mitmenschen nicht so ernst genommen, wie diese sie gesehen haben.

Also wird der Herr auch mit mir so ins Gericht gehen, wie mit denen da oben aus dem ersten Teil der Predigt.

3. Allumfassende Rettung

Bisher sah es ja so richtig düster für uns alle aus. Wenn wir einmal ganz ehrlich sind, dann haben wir alle es verdient, dass Gott mit uns ganz hart ins Gericht geht.

Aber, das haben wir ja an Ostern gesehen, Gott hat für uns alle seinen genialen Rettungsplan in die Tat umgesetzt.

Indem Jesus Christus für all unsere Sünden den Kreuzestod erlitten hat, und für all unsere Sünden bezahlt hat, haben wir wieder die Möglichkeit erhalten Gottes Kinder zu werden.

Es liegt also an uns, wohin die Reise geht. Ja, es geht in den Himmel wenn wir unser Ja zu dem was Jesus für uns getan hat gesagt haben.

ER als der gute Hirte sucht das Verlorene. ER als der gute Hirte bringt das Verirrte wieder zurück. Er als der gute Hirte verbindet uns die wir verwundet sind und ER als der gute Hirte stärkt uns schwache Menschen.

Und dies macht er fortan unser ganzes Leben lang.

Natürlich werden auch wir als bekehrte und wiedergeborene Christen uns immer mal wieder verirren. Dazu ist der Teufel viel zu gerissen, als dass wir all seine Spielchen durchschauen könnten. Natürlich werden auch wir Verwundungen erleiden müssen, die unser Herr dann wieder heil macht. Und auch wir kommen als Christen dahin, wo wir schwach und ausgelaugt sind und vielleicht nicht mehr wissen, wie es denn nun weitergehen soll. Und da spricht ER zu uns, dass ER uns wieder stark machen will.

Kennen Sie etwas Schöneres auf dieser Welt? Ich nicht.

Liebe Gemeinde, zum Abschluss eines jeden Gottesdienstes singen wir ja immer ein Lied. Da unsere heutige Predigt von Hirten und Schafen handelte lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam den Psalm 23 beten, der da lautet, wie folgt:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zu frischem Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, füchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen ein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber



Impressum:
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Apr 26, 2021 11:59 am

ePredigt vom 25.04.2021 (Apostelgeschichte 17, 22-34)



Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 3. Sonntag nach Ostern. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir in der Apostelgeschichte, Kapitel 17, die Verse 22-34. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Paulus aber stand mitten auf dem Aeropag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind.
Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht. Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat.
Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiterhören. So ging Paulus von ihnen. Einige Männer schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dyonisius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.



Liebe Gemeinde,

Paulus kam mit einer Missionsabsicht nach Athen, wo das Christentum noch gar nicht bekannt war. In unserer heutigen Zeit treffe ich auf immer mehr Menschen, die den Buddhismus gut kennen, sich auch im Hinduismus auskennen und auch andere fernöstliche Religionen gut zu kennen scheinen. Wenn ich dann mit dem Christentum beginne, geht es mir wie Paulus. Kaum einer kennt sich noch damit aus.

Und das passiert nicht nur mir, sondern das wird uns allen immer häufiger passieren. Wir werden immer häufiger auf Menschen treffen, die von dem Christentum nur noch eine vage Ahnung haben. Gewiss in unserem inneren Zirkel ist dies nicht so. Aber sobald wir ab morgen wieder in die Welt gehen, wird das so sein. Was sagen wir denn den Menschen über das Christentum und über den, der uns hält und trägt?

Lassen Sie uns heute einmal einen kleinen Evangelisationsleitfaden zusammen erstellen, wie wir in aller Kürze Menschen mit dem Christentum in Berührung bringen können.

1. Gott der Schöpfer

Es gibt nur einen Schöpfer des Himmels und der Erde. Und dies ist, wie wir gleich am Anfang der Bibel nachlesen können unseren Herrn im Himmel.

Und Gott schuf den Menschen und somit das ganze Menschengeschlecht. Wir sind also keine Zufallsprodukte, die irgendwann aus einem Urknall heraus entstanden sind. Und wir sind auch keine Wesen, die sich evolutionstheoretisch immer weiter entwickelt haben.

Etwas ganz interessantes in unserem heutigen Predigttext wird leicht überlesen. "Gott hat festgelegt, wie lange wir leben und bestehen..."

Zum einen bedeutet dies, dass natürlich unsere Tage auf Erden gezählt sind. Aber es bedeutet auch ganz konkret, dass Gott, der unseren Geburtstag kannte auch schon unseren Todestag kennt. Wir meinen ja häufig, wir hätten unser Leben fest im Griff. Aber dies ist nicht der Fall.

Und dann bezieht sich diese Aussage von Paulus auch noch auf das ganze Menschengeschlecht. Das ganze Menschengeschlecht, ja die ganze Erde wird eines Tages nicht mehr sein.

Eigentlich ein Grund, mal darüber nachzudenken, wo unsere Reise denn einmal hingeht. Zunächst nach unserem körperlichen Tode und dann am Ende aller Zeiten.

2. Gott ist nahe

Als ich noch ein Kind war, gab es ein Kirchenlied, welches mit dem Satz: "In dem Himmel ferne, da wo die Englein sind..." begann.

Das war schon ein wenig enttäuschend. Ich musste ja davon ausgehen, dass Gott meine Gebete gar nicht erhören kann. So laut konnte ich doch gar nicht schreien, dass Gott mich erhört.

Wie soll ich Gott also suchen und finden, wenn er für mich so weit weg ist, also unerreichbar ist? Nun, hier schreibt Paulus die entscheidenden Worte: "Er ist nicht ferne von einem jeden unter uns."

Gott ist also immer nur eine Handbreit von uns entfernt. Wenn ich gefragt, werde, wie ich denn Gott finden kann, dann antworte ich: "Rede mit ihm, er steht ja direkt neben Dir!!!"

Natürlich wirkt das für glaubensferne Menschen ein wenig wie Spinnerei. Ich rate jedem Menschen, der an der Existenz Gottes zweifelt zu einem kleinen Experiment. Er möge doch einmal 14 Tage lang so tun, als ob Gott tatsächlich existiert. Das beinhaltet natürlich auch, dass man in dieser Zeit sich mit Gottes Wort beschäftigt und auch mit ihm redet.

Ich kann nur immer wieder sagen, dass es kaum noch Zweifler gab unter den Menschen, die dieses Experiment ehrlichen Herzens mitgemacht haben.

Und auch wir, die wir ja schon Gottes Kinder geworden sind, auch wir dürfen uns immer wieder daran erinnern, dass Gott nur ein Gebet weit von uns entfernt ist. Übrigens Gottes Telefonnummer sollten wir uns alle gut merken: 5015 (Psalm 50, Vers 15).

3. Das Gnadenangebot

Jetzt haben wir unseren Mitmenschen erklärt, dass es Gott gibt und dass er uns ganz nahe ist. Jeder intelligente Mensch wird aber fragen: Und was habe ich davon?

Gott macht jedem Menschen ein Glaubensangebot. Jesus Christus ist für all unsere Sünden ans Kreuz genagelt worden. Er hat für all unsere Sünden ein für alle Male bezahlt. Jetzt kann uns nichts mehr von Gott, der in seiner Gegenwart keine Sünde duldet, trennen.

Doch automatisch klappt daas nicht. Wir müssen alle unsere Sünden ehrlichen Herzens bereuen und den tiefen Wunsch haben von diesen Sünden loszukommen und nicht mehr zu sündigen. Wenn wir dann noch zu dem, was Gott zu uns gesagt hat unser JA sagen, dann sind wir von dem Moment an nicht mehr nur Gottes Geschöpfe sondern wieder seine geliebten Kinder.

Paulus beschreibt dies sehr schön, indem er sagt, dass wir göttlichen Gechlechtes sind. Wir sind nicht nur Kinder, wir sind sogar Königskinder. Und als solche hat der Tod keine Macht mehr über uns, weil Jesus dem Tod die Macht genommen hat.

Er, der am dritten Tage auferstanden ist von den Toten wird auch uns nicht im Tod belassen. An dem Tag, wo Himmel und Erde vergehen werden, ab diesem Tage werden wir mit Gott in der Ewigkeit zusammenleben.

Paulus spricht noch von goldenen und silbernen Bildern. Damit ist die Religion gemeint. Die Beziehung zu Gott ist eine ganz persönliche Beziehung zwischen uns allen und unserem Herrn. Er erwartet nicht, dass wir religiös sind, er erwartet von uns, dass wir in einer Beziehung zu ihm leben. Und da tritt alle Religion, wie Reliquien- oder Heiligenverehrung in den Hintergrund.

Gott will keine religiös verkrampften Geschöpfe um sich haben, er möchte fröhliche Christen aus uns machen, die seine Botschaft auch fröhlich weitergeben. Nicht mehr und nicht weniger.

Menschen, die im Glauben noch unerfahren sind, rate ich immer, den ein oder anderen Bibelspruch auswendig zu lernen. Dazu gehört zum Beispiel der Psalm 23 und der Psalm 121. Aber es gehören auch Liedverse dazu, die uns im Glauben stärken und ermuntern sollen.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in einen solchen Liedvers einstimmen. Es ist der erste Vers des Liedes "Du meine Seele singe..." (EG 302) von Paul Gerhardt, der da lautet, wie folgt:

Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd;
ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber



Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Mei 03, 2021 11:22 am

ePredigt vom 02.05.2021 (Daniel 9, 4-5 und 16-19)




Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 4. Sonntag nach Ostern, dem Sonntag Kantate. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Lukasevangelium, Kapitel 19, die Verse 37-40. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! Und einige Pharisäer in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.




Liebe Gemeinde,

wir befinden uns ja in der nachösterlichen Zeit und haben soeben einen vorösterlichen Predigttext gehört. Irgendwie scheint das nicht so richtig zusammenzupassen. Aber wenn wir genau lesen, dann steckt in diesem Predigttext unser aller Auftrag, den uns Jesus mit auf den Weg gegeben hat. Schauen wir uns dies doch einmal etwas näher an.

1. Die beherzten Jünger

Wir kennen sicherlich alle das Sprichwort: " Wes des Herz voll ist, dem geht der Mund über." Genau dies taten die Jünger.

Sie hatten viel mit Jesus erlebt. Natürlich waren auch viele Wunder dabei. Aber das allein machte ihre Liebe zu Jesus nicht aus.

Dadurch dass sie tagein und tagaus mit Jesus lebten, war ihnen der Herr nicht nur ans Herz gewachsen, sondern in ihr Herz hinein. Das passiert heute genauso wie es damals passiert ist.

Jesus lebt ja auch heute noch mitten unter uns. Mit seiner Kreuzigung war nicht alles vorbei. Bei dem Menschen, der sich ganz bewusst für ein Leben mit Jesus entscheidet, bei diesem Menschen zieht er auch heute noch in sein Herz ein. Dem gibt er sich zu erkennen, dass ER der wahre Heiland unserer Seelen ist.

Und wenn einem so viel Gutes widerfährt, das ist schon einen Lobgesang wert. Die Jünger wollten ja ihre Erkenntnisse nicht für sich behalten. Es sollte ja kein neuer Geheimbund der Jünger Jesu gegründet werden. Jesus macht die Herzen soweit auf, dass auch wir gar nicht anders können, als das weiter zu erzählen, was unser Herr in uns bewirkt hat.

Wenn wir konsequent diesen Weg gehen, dann können wir mit Petrus bekennen " Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes." (Johannes 6,68-69)

2. Die verkopften Pharisäer

Wir hatten gesehen, dass die Jünger Jesu mit Herzblut bei der Sache waren. Äußere Rituale interessierten sie wie man so sagt, einen feuchten Kehricht.

Und nun stieß die Lobpreisgruppe auf die Pharisäer. Die Pharisäer waren eher kopf- als herzgesteuert. Ihnen lag es am Herzen, dass alle Gesetze, die wir in den fünf Büchern Mose nachlesen können auch peinlichst genau eingehalten wurden. Das waren zum Beispiel die Sabbatregeln. Aber auch diverse Reinheitsvorschriften und viele andere Regeln gehörten dazu.

Damit wollten die Pharisäer einen Beitrag leisten, dass der versprochene Messias bald kommen möge. Einige Pharisäer gingen sogar davon aus, dass wenn nur zwei Sabbate hintereinander vorschriftsmäßig eingehalten werden, dass dann das Volk Israel sogleich erlöst würde.

Für so etwas wie sentimentalen Lobpreis war da natürlich kein Platz. Alles ging gesittet und geordnet seinen Gang. Und dass der Wanderprediger aus Nazareth der angekündigt Messias sein sollte, das ging schon mal gar nicht. Das war nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Pharisäer, das war ja schon Gotteslästerung.

Also wiesen sie Jesus an, er möge doch bitte seine Truppe zurechtweisen, da sie offensichtlich gegen die Lehren der Pharisäer verstießen.

Liebe Gemeinde, haben wir das nicht heute auch noch ab und wann in unseren Gemeinden. Ich war mal bei einer Ausschusssitzung anwesend, wo sich zwei Pfarrer anbrüllten, welches denn nun die korrekte Abendmahlsliturgie sei. Da war kein Platz für Lobgesang. Da ging es richtig zur Sache.

Aber auch wir sind nicht vor Pharisäismus gefeit. Wenn junge Menschen in einer Gemeinde den Gottesdienst ein wenig anders gestalten wollen, als dies bisher der Fall war, finden sich mit Sicherheit etliche Gemeindemitglieder, die dies unterbinden wollen.

Natürlich hält jeder Mensch gern an Gewohnheiten fest. Das ist auch gut so. Aber wir dürfen mit dem Kopf nicht unsere Herzen verschließen.

3. Der Meister spricht

Jesus sagt nur einen Satz, aber der hat es in sich: "Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien."

Schreiende Steine kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber wir können vermuten, was uns Jesus mit dieser krassen Aussage mitteilen will.

Jesus sagt übertragen: Ihr Pharisäer seid im Unrecht. Es wird Zeit, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt und unter das Volk gebracht wird. Und meine Botschaft ist so mächtig, dass man sich einfach weitersagen muss. Meine Jünger können nicht schweigen,

Petrus und Johannes drückten dies natürlich schöner aus, als sie vor dem hohen Rat zur Verantwortung gezogen wurden: "Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben." (Apostelgeschichte 4, 20)

Jesus will nicht mit einem Wisch alle Regeln umstürzen. So sollen wir seine Aussage nicht verstehen. Jesus will unsere Herzen und nicht unsere Rituale.

Jesus will, dass wir ihm beherzt nachfolgen und zwar sieben Tage in der Woche und nicht nur am Sonntag eine Liturgie herunterleiern, weil es denn mal so sein muss.

Jesus will uns aufzeigen, dass wir schnell Gefahr laufen unser Herz an ihn zu verlieren, wenn wir zu sehr auf die Einhaltung religiöser Vorschriften bedacht sind.

Und da sollten wir ansetzen. Leben wir in einer lebendigen Beziehung mit unserem Herrn, oder ist diese Beziehung nur noch durch Rituale bestimmt? Ist ER es, der unser Leben bestimmt oder sind es äußere Handlungen an die wir uns klammern.

Ich habe für mich einen ganz einfachen Weg gefunden um dies herauszufinden. Ich besuche regelmäßig alternative Gottesdienste, zum Beispiel der FCJG oder aber der Jesusfreaks. Wenn ich mich dort nicht wohlfühle, weil wir meine Rituale fehlen, dann wird es Zeit meine Beziehung zu Jesus wieder zu überdenken

Wir haben ja heute den Sonntag Kantate. Darum lassen Sie uns diesem Namen gerecht werden und zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den zweiten Vers des Liedes: "Du meine Seele singe..." (EG 302) von Paul Gerhardt einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil!
Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil,
das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt;
sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.

Der Herr segne Dich und behüte dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber






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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Mei 10, 2021 7:26 pm

ePredigt vom 09.05.2021 (Daniel 9, 4-5 und 16-19)




Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 5. Sonntag nach Ostern, dem Sonntag Rogate. Rogate bedeutet übersetzt "Betet". Daher geht es in unserem heutigen Predigttext auch um das Gebet. Wir finden den heutigen Predigttext im Buch Daniel, Kapitel 9, die Verse 4-5 und 16-19. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Ich betete aber zu dem Herrn, meinem Gott, und bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und heiliger Gott, der du Bund und Gnade bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten ! Wir haben gesündigt, Unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrünnig geworden; wir sind von deinen Geboten und Rechten abgewichen.
Ach Herr, um aller deiner Gerechtigkeit willen wende ab deinen Zorn und Grimm von deiner Stadt Jerusalem und deinem heiligen Berg. Denn wegen unserer Sünden und wegen der Missetaten unserer Väter trägt Jerusalem und dein Volk Schmach bei allen, die um uns her wohnen. Und nun, unser Gott, höre das Gebet deines Knechtes und sein Flehen. Lass leuchten dein Antlitz über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr!
Neige dein Ohr, mein Gott, und höre, tu deine Augen auf und sieh an unsere Trümmer und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Ach, Herr, höre! Ach, Herr, sei gnädig! Ach, Herr, merk auf ! Tu es und säume nicht - um deinetwillen, mein Gott! Denn deine Stadt und dein Volk ist nach deinem Namen genannt.



Liebe Gemeinde,

als ich den Text zum ersten Male gelesen habe, da dachte ich: "Das ist doch der ideale Predigttext für den Buß- und Bettag." Nun, bis dahin ist es noch ein Weilchen hin. Aber sollte eigentlich nicht jeder Tag für uns Christen ein Buß- und Bettag sein, wo wir mit unserem Herrn reden?

Schauen wir uns doch heute Morgen ein wenig das an, was so ein Buß- und Bettagsgebet auszeichnet.

1. Erkenntnis

Wenn ich vor Gott trete, dann muss ich alles, aber auch wirklich alles vor ihn bringen. Ein Bußgebet beginnt immer mit dem, womit ich mich gegenüber Gott versündigt habe.

Und diese Erkenntnis ist alles andere als auf die leichte Schulter zu nehmen. Es ist eben nicht so, dass "Der liebe Gott die kleinen Sünden außen vor lässt und auch gern Fünfe mal grade sein lässt." Jede Sünde, die ich willentlich und wissentlich begangen habe, jede dieser Sünden muss ich vor Gott offenlegen.

Wenn wir es so wollen, dann beginnt jedes Bußgebet mit einer persönlichen und privaten Insolvenzerklärung.

Und so tat es auch Daniel. Er beschönigt die Sünde auch nicht und er versucht auch gar nicht erst eine Erklärung dafür zu finden, wieso man eben gesündigt hat. Nein, Daniel verstärkt das Ganze noch, indem er ein "trotzdem" einbaut. Trotzdem Gott ein gnädiger Gott ist, trotzdem hat das Volk gegen ihn gesündigt. Und dadurch wird die eigene Sünde noch einmal in ein anderes Licht gerückt.

Mit Gott auf Augenhöhe zu verhandeln das, liebe Gemeinde, mag ein frommer Wunsch sein, aber das wird es niemals geben. Mit Gott auf Augenhöhe zu verhandeln würde ja bedeuten, dass ich Gott gleich bin.

Vor unserem Herrn bleibt uns also gar nichts anderes übrig, als demutsvoll auf die Knie zu gehen und ihm unsere gesamte Sündenlast darzulegen.

2. Das Gebet

Der entscheidendste Halbsatz aus unserem Predigttext lautet: " Wir vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.

Schon Daniel hatte erkannt, was uns Martin Luther ein paar tausend Jahre später überliefert hat: "Allein aus Gnade" werden wir errettet.

Wie sähe es denn aus, wenn wir auf Gerechtigkeit vertrauen ? Wenn es vor Gott wirklich gerecht zuginge, dann würden wir alle eines Tages in der Hölle landen. Denn der Sünde Sold ist der Tod. Das sagte uns schon der Apostel Paulus. Wenn Gott nur gerecht wäre, dann müsste er all unsere Sünden mit dem Tode bestrafen.

Es gibt ja nun mal keinen einzigen Menschen, die niemals in seinem Leben gesündigt hat. Sünden, liebe Gemeinde, sind nicht nur Taten. Sünden können auch Worte sein. Und noch viel schlimmer: Sünden können auch in Gedanken bestehen.

Ich glaube, wir sind uns einig, dass wir alle, die wir heute Morgen hier zusammensitzen, dass wir alle ganz arme Sünder vor dem Herrn sind.

Wenn Daniel jetzt auf Gottes Barmherzigkeit anspielt, dann ist dies auch einer der ganz konkreten Hinweise das Alten Testamentes auf den Herrn Jesus.

Barmherzigkeit ist ja nicht ein einfaches "Schwamm drüber" oder das bekannte "vergeben und vergessen". Nein, wenn ich barmherzig gegenüber jemandem anderen bin, dann gebe ich etwas von mir weg und zu ihm hin, um ihm gegenüber barmherzig zu sein.

Barmherzigkeit setzt also ein aktives Tun voraus. Und das hat Gott in Jesus Christus für uns getan. Gott wurde Mensch und bezahlte als Mensch, der nie eine Sünde begangen hat für alle unsere Sünden, die wir begangen haben und noch begehen werden mit seinem Leben. Er gab sich für uns dahin, damit wir vor ihm geläutert dastehen können.

Wir sollten immer daran denken, dass wir eigentlich dort hängen müssten, wo unser Herr für unsere Sünden gebüßt hat.


3. Das Flehen

Gegen Ende unseres Predigttextes können wir es quasi vor Augen sehen, wie Daniel vor Gott liegt und ihn anfleht. Er sagt nicht: "Tut uns leid und nun erwarten wir Barmherzigkeit".

Nein, Daniel hat erkannt, dass alle aus seinem Volk gesündigt haben und er hat erkannt, dass nur die Barmherzigkeit Gottes sie erretten kann. Und er hat erkannt, dass er auf diese Barmherzigkeit eben keinen Anspruch hat.

Daher bleibt ihm gar nichts anders übrig, als vor Gott um Gnade zu flehen. Wer so um Gnade fleht, der drückt damit auch die Ernsthaftigkeit seines Anliegens aus. Und doch bleibt ein Stück weit Unsicherheit, ob denn Gott auch das Gebet wirklich erhören wird.

Da sind wir heute wesentlich besser dran. Wir wissen, dass wenn wir unsere Sünden bereuen und das Erlösungsangebot unseres Herrn für uns in Anspruch nehmen dass uns dann unsere Sünden vergeben sind.

Übrigens: Diese sind wirklich mit einem Male vergeben. Viele Christen meinen ja, dass sie so schwere Sünden begangen haben, dass sie diese Tag für Tag vor Gott bringen müssen. Das ist eine reine und obendrein noch unnötige Quälerei. Einmal vor Gott gebracht zählen diese Sünden nicht mehr.

Und auf diese Tatsache dürfen wir uns zu 100 % verlassen. Wenn wir all unsere Sünden im Gebet vor Gott bringen, dann ist er treu und gerecht. Lassen Sie uns dies auch jeden Tag, den wir auf Erden erleben dürfen immer wieder tun.

Lassen Sie uns den Gottesdienst beschließen, indem wir unseren Herrn um ein reines Herz bitten. Lassen Sie uns dies tun, indem wir gemeinsam in den ersten Vers des Liedes: "Ein reines Herz, Herr, schaff in mir.." (EG 389) von Heinrich Georg Neuss einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Ein reines Herz, Herr, schaff in mir,
schließ zu der Sünde Tor und Tür;
vertreibe sie und lass nicht zu,
dass sie in meinem Herzen ruh.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Za Mei 15, 2021 12:33 pm

ePredigt vom 13.05.2021 (Epheser 1, 20b - 23)




Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Himmelfahrtstag. Den Predigttext für den heutigen Feiertag finden wir im 1. Kapitel des Epheserbriefes, die Verse 20b-23. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Durch die Macht seiner Stärke hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.



Liebe Gemeinde,

heute gedenken wir an Christi Aufnahme in den Himmel, nachdem er von den Toten auferstanden war. Was bedeutet dies eigentlich für uns und unser Leben im Alltag? Lassen Sie uns darüber heute ein wenig intensiver nachdenken.

1. Jesus ist Der Herrscher aller Herrscher

Gott hat Jesus nicht nur von den Toten auferweckt und ihn wieder in den Himmel zurückgeholt, nein, Gott hat Jesus als Herrscher eingesetzt über alle Reiche und Gewalten in dieser Welt in der wir leben, aber auch in der zukünftigen Welt, in welcher wir eines Tages Einzug halten werden.

Wenn wir in unserem Predigttext lesen "Alle Reiche", dann ist auch das Reich der Finsternis gemeint, also die Hölle. Jesus ist somit auch Herrscher über den Satan, dem er seine Macht genommen hat.

Das hat uns Jesus auch schon in seiner Abschiedsrede kundgetan, als er sagte: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden." Der gleiche Jesus, der dies gesagt hat, hat uns auch versprochen: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Jesu Reich ist somit ein ewiges Reich. Ein Reich, welches auf Wahrhaftigkeit aufgebaut ist und nicht wie viele Reiche dieser Welt, denen es nur um Machtergreifung und Machterhalt um des Selbstzweckes geht.

Das Reich Gottes welches existiert von Ewigkeit zu Ewigkeit, dieses Reich ist das einzige Reiche, dem wir uns bedenkenlos als Untertanen anschließen können. Unser Herrscher will nämlich nicht das Beste von uns oder das Beste für sich. Nein, unser Herr will das Beste FÜR uns.

2. Jesus ist der verborgene Herr

Wenn ich mich heute in der Welt umschaue, dann ist Jesus so manches Mal nicht sichtbar am Werke. Wenn ich an den Syrienkrieg denke, der nun schon seit über 10 Jahren andauert, oder an all die anderen Kriege und Gewalttaten in dieser Welt, dann mag man es so gar nicht glauben, dass dieser Jesus, der gen Himmel gefahren ist, auch heute noch regiert.

Selbst in unsere Glaubensgemeinschaften greift der Satan gerne ein, um diese durcheinanderzubringen. Und wie schnell gehen wir ihm manchmal auf den Leim.

Wenn wir mit den Augen der Welt sehen, dann bleibt uns dieser Jesus oftmals verborgen. Wenn wir indes unseren Herrn darum bitten, dass er und die Augen des Glaubens auftun mögre, dann werden wir erkennen, dass er tatsächlich auch heute noch regiert.

Letztendlich hat ER alles in der Hand, auch wenn er der Welt verborgen erscheint. Gustav Heinemann, einer unserer Bundespräsidenten hat es einmal so ausgedrückt: "Die Herren dieser Welt gehen, unser Herr hingegen der kommt."

Mit den Augen des Glaubens betrachtet können wir Jesu Wirken auch hier und heute noch erkennen. Dazu eine kleine Geschichte: Johannes Busch, der Bruder von dem bekannten Jugendpfarrer Wilhelm Busch wurde gegen Ende des Krieges inhaftiert. Der Gestapo-Scherge, der ihn unendlich lang verhört hatte, hatte in den frühen Morgenstunden nach einer Nacht des Verhörs Feierabend. Auf dem Weg aus dem Polizeipräsidium hinaus rutschte er auf der Treppe derart ungeschickt aus, dass er mit dem Kopf auf die Kante einer Treppenstufe aufschlug und sich sofort das Genick brach.

Der verborgene Jesus greift aber nicht nur strafend, sondern vor allem helfend ein. Überlegen wir doch einmal heute Nachmittag zu Hause durch wie viel Nöte und Gefahren ER uns in unserem Leben schon auf manchmal wundersame Weise geleitet hat.

3. Jesus ist Gegenwärtig

Wenn Jesus uns versprochen hat, dass er bei uns ist alle Tage bis an der Welt Ende, dann ist ER auch hier und heute gegenwärtig.

Jesus wohnt in den Herzen aller Gläubigen. Wenn wir uns zu ihm bekehren, dann zieht ER bei uns ein und übernimmt fortan die Herrschaft in unserem Leben. Selbst wenn wir dies manchmal gar nicht so konkret merken. Unsere Mitmenschen erkennen aber in aller Regel sehr schnell, dass wir uns verändert haben und ein anderes, ein neues Leben führen. Jesus ist dabei unser täglicher Begleiter auf all unseren Lebenswegen.

Dann ist der Herr heute Morgen unter uns, weil wir uns versammelt haben, um ihn zu loben und zu preisen. Wo zwei oder drei in seinem Namen zusammen sind, da ist er mitten unter ihnen. Wir dürfen also sicher und gewiss sein, dass Jesus mitten unter uns weilt. Mit seinem Wort, welches wir hören und lesen mit seinem Wort will er uns aufzeigen, wie wir als Christen mit ihm zusammen leben können.

Wenn wir das Abendmahl feiern dann ist Jesus in ganz besonderer Art und Weise gegenwärtig. Darüber hatten wir ja auch schon am Gründonnerstag gesprochen. Im Abendmahl will er uns immer wieder unsere Kraft und Stärke erneuern, damit wir nach dem Abendmahl gestärkt zurück in unser Leben gehen.

Und, liebe Gemeinde, Jesus wird noch einmal gegenwärtig bei uns sein. Dann werden ihn alle Augen sehen und erkennen können. Am letzten Tag dieser vergänglichen Erde wird dieser Herr, der gen Himmel aufgefahren ist zum Gericht zurückkommen. Wir die wir ihm gehören dürfen getrost auf diesen Tag warten. Aber wer ihm nicht gehört, der hat nichts Gutes zu erwarten.

Darum ist es jetzt an der Zeit, dass wir alle Anstrengungen unternehmen, um möglichst vielen Menschen die frohe Botschaft weiterzusagen.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdiensts gemeinsam in den ersten Vers des Himmelfahrtsliedes "Jesus Christus herrscht als König..." (EG 123) von Philipp Fridrich Hiller einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig,
alles legt ihm Gott zu Fuß.
Aller Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen,
dem man Ehre geben muss.


Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.



Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Himmelfahrtstag und ich freue mich, wenn wir uns in drei Tagen wiedersehen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber




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