ePredigte.

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Ton
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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Okt 02, 2017 1:09 pm

ePredigt vom 24.09.2017 (Lukas 18, 28-30)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Evangelisten Lukas im 18. Kapitel, die Verse 28-30. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der Lohn der Nachfolge

Da sprach Petrus: Siehe, wir haben, was wir hatten, verlassen und sind dir nachgefolgt. Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlässt um des Reiches Gottes willen, der es nicht vielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.


Liebe Gemeinde,

"Was habe ich denn davon?" ist eine Frage, die nicht nur heute unser Leben zu bestimmen scheint. Nein, das war auch schon zu Lebzeiten Jesu der Fall. Wenn wir uns hinsichtlich unseres christlichen Glaubens diese Frage stellen, dann sollten wir über drei Punkte einmal gemeinsam
nachdenken:

1. Was ist Nachfolge

Wenn ich nach dem Lohn der Nachfolge frage, dann muss ich zunächst einmal in Erfahrung bringen, was denn Jesus von mir als seinem Jünger erwartet.

Jesus sagt es ganz deutlich, dass Nachfolge einen Bruch mit der bisherigen Welt bedeutet. Wenn Jesus sagt, dass Nachfolge das verlassen von Haus, Frau, Brüder, Eltern und Kindern bedeutet, dann dürfen wir dies natürlich nicht so verstehen, dass Jesus von uns erwartet, dass wir uns scheiden lassen und unsere Schutzbefohlenen im Stich lassen nur um ihm nachzufolgen.

Ich weiß, dass dies manche Glaubensgemeinschaften so verstehen. Dies geht aber schon ganz gewaltig in die Richtung Sekte und hat mit dem, was unser Herr von uns als seinen Nachfolgern erwartet, rein gar nichts mehr zu tun.

Haus, Frau, Brüder, Eltern und Kinder stehen vielmehr für unsere bisherigen festen Lebensgewohnheiten. Jeder von uns hatte sich doch vor seiner Bekehrung sein Leben so einigermaßen gemütlich und komfortabel eingerichtet auch ohne Gott. Und in diese Komfortzone bricht nun der Herr Jesus ein und fordert uns auf, diese zu verlassen.

Verlassen heißt nicht, diese aufzugeben, sondern aus der Zone herauszukommen und das, was ich vermeintlich selber bestimmt habe, unserem Herrn zu übergeben.

Jesus sein Leben zu übergeben heißt nichts anderes, als dass ich ihm die Regentschaft über mein Leben übertrage. Wer das gemacht hat wird feststellen, dass Jesus in seinem Leben kräftig aufräumt. Alles, was nicht zum Reiche Gottes passt, wird ausgemerzt und alles, was ER von uns erwartet, das legt er liebevoll in unsere Herzen hinein.

Dass dies Probleme mit unserem Umfeld mit sich bringt ist so sicher, wie das berühmte Amen in der Kirche. Aber bei allem, was auch passieren mag, werden wir feststellen, dass ein tiefer innerer Frieden in uns wohnt, der mit all diesen Problemen fertig wird.

Nur so nebenbei bemerkt: Ich habe noch keinen Menschen kennengelernt, der diese Entscheidung bereut hat.

2. Der Lohn Hier und Heute

Kirchen wird ja seit jeher vorgeworfen, dass sie die Menschen auf das Jenseits vertrösten. Das ist aber nicht der Fall und daher kompletter Unsinn.

Jesus sagt klipp und klar, dass seine Nachfolger, die ihm ihr Leben übergeben haben, schon hier auf Erden ein Vielfaches von dem empfangen werden als dass sie gegeben haben.

Das hört sich erst einmal gut an. Aber was ist denn das denn ganz konkret, ein Vielfaches ? Wenn ich Jesus mein Leben übergeben habe, dann lebe ich in einer ständigen Gemeinschaft mit meinem Herrn an meiner Seite.

All das, was mich betrübt, dass will er mit mir gemeinsam durchstehen.
Er will mein ständiger Ratgeber in allen Lebenslagen sein. Nichts in meinem Leben ist ihm zu klein, als dass er sich nicht darum kümmern möchte und nichts ist ihm zu groß, als dass er nicht in der Lage wäre zu helfen.

Gute Freunde stehen uns zwar auch zur Seite. Aber wie das mit irdischen Freunden nun mal so ist, da kommt ein Streit und schon ist die Freundschaft vorbei. Aber Jesus ist unser guter Freund, der uns niemals mehr im Stich lassen wird. Egal, was auch passiert, egal welchen Bockmist wir wieder einmal verzapft haben, er ist und bleibt unser bester Freund.

Wer das nicht glauben mag, der möge bitte das 28. Kapitel des Matthäusevangeliums lesen wo Jesus zu uns sagt: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende". Wenn das mal kein Lohn der Nachfolge schon auf Erden ist.

3. Der Lohn im Himmel

Was uns im Himmel erwartet, das sagt uns Jesus auch ganz deutlich; nämlich das ewige Leben.

Mit dem Tod ist doch sowieso alles aus. Das höre ich immer wieder. Für denjenigen, der mit Jesus nichts am Hut hat, mag dies sicherlich auch so sein. Aber diejenigen, die ihm nachfolgen haben in der Tat rosige Zukunftsperspektiven.

Pfarrer Wilhelm Busch erklärte es einmal so: "Wenn ich hier auf Erden die letzte liebende Hand, die mir zur Seite steht loslassen muss, dann erwartet mich in der gleichen Sekunde auf der anderen Seite mein Herr, der mich liebevoll in seine Arme nimmt und mich ganz herzlich im Himmel willkommen heißt." Besser kann man es gar nicht ausdrücken.

Wenn das so ist, und die Bibel zeigt uns an vielen Stellen, dass dies so ist, dann gibt es für uns Christen eigentlich den Tod nicht mehr. Wir gehen nur von unserem irdischen Leben in das ewige Leben über.

Natürlich bin ich traurig, wenn ein geliebter Mensch von uns geht. Ich komme gerade aus dem Urlaub zurück. Ein sehr guter Freund von mir ist während meines Aufenthaltes plötzlich und ohne jedwede Vorwarnung im Alter von 61 Jahren heimgegangen. Natürlich jubel ich nicht vor Freude, dass er nunmehr in der Ewigkeit ist. Natürlich bin ich traurig.

Aber diese Trauer wird immer auch davon überlagert, dass er zwar seinen irdischen Lebensweg beendet hat, aber jetzt im Himmel angekommen ist.
Und eines Tages werde ich ihm wieder begegnen.

Das klingt jetzt natürlich alles ein wenig nach dem bekannten "Friede, Freude, Eierkuchen". Und daher muss ich noch kurz auf etwas Entscheidendes hinweisen.

Der Lohn des ewigen Lebens wird uns zwar allen angeboten. Aber nur diejenigen, die sich auf Erden für die Nachfolge entscheiden, haben schon hier jeden Tag die absolute Gewissheit, dass sie im Himmel landen werden. Was mit den anderen Menschen passiert, das, liebe Gemeinde soll nicht unser Thema sein.

Unser Thema sollte es hingegen sein, möglichst viele Mitmenschen auf diese Wahlmöglichkeit hinzuweisen.

Damit wir uns auch jeden Morgen in der Frühe daran erinnern, lassen Sie uns nunmehr gemeinsam in den 1. Vers des Liedes "Er weckt mich alle Morgen..." (EG 452) von Jochen Klepper einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Er weckt mich alle Morgen. Er weckt mir selbst das Ohr.
Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor, dass ich mit seinem Worte begrüß das neue Licht.
Schon an der Dämmerung Pforte ist er mir nah und spricht.

Der Herr segne dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


Impressum:
Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Okt 02, 2017 1:10 pm

ePredigt vom 01.10.2017 (Jesaja 58, 7-12)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem Erntedanktag im Jahr 2017. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Propheten Jesaja, Kapitel 58, die Verse 7-12. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus ! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut ! Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen und der Herr wird dir antworten. Wenn du schreist wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest, sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag. Und der Herr wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und du sollst heißen:" Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, dass man da wohnen könne."

Liebe Gemeinde,

unsere Kirchen sind wieder einmal bunt geschmückt mit den Gaben der Äcker und der Felder, welche uns unser Herr auch in diesem Jahr wieder einmal so überreich beschert hat. Manchmal, so sehe ich es sehr oft, nehmen wir dies als nur allzu selbstverständlich hin. Denken wir einmal an einen Ort 4000 Km südlich von uns. Dort ist es eben gar nicht selbstverständlich, dass die dort lebenden Menschen jeden Tag genug Lebensmittel erhalten.

Grund genug, dass wir uns einmal mit dem inneren Inhalt des Erntedanktages und was dieser für uns bedeutet, auseinandersetzen.

1. Ernten

Die Früchte des Feldes, die Gott wachsen lässt, diese Früchte sollten wir auch nutzen. Das klingt auf den ersten blick doch selbstverständlich.

Wenn ich mir hingegen betrachte, wie viele Lebensmittel bei uns jährlich im Müll landen, dann kommen mir so meine Zweifel. Und wenn ich daran denke, dass sich in Spanien Menschen nur so zum Spaß mit Tomaten bewerfen, dann komme ich mit Fug und Recht zu dem Ergebnis, dass hier bei uns allen ein gehöriger Nachholbedarf besteht.

Aber es gibt noch andere Früchte im übertragenen Sinne, die Gott für uns wachsen lässt und die wir ernten sollen. Denken wir nur einmal an sich bietende Bildungschancen oder Chancen des beruflichen Aufstieges. Das haben wir uns auch nicht selber geschaffen, auch dies hat uns Gott bereitgestellt, damit wir es "ernten" sollen.

Auch Reichtum materieller Art, den Gott uns schenkt, sollen wir nutzen. Unter Christen gilt der materielle Reichtum ja schnell als verpönt. Ich bin aber der Meinung, dass Gott nur den unbotmäßigen Umgang mit Reichtum verdammt, nicht hingegen den verantwortungsvollen Umgang mit materiellen Gütern.

Ernten, liebe Gemeinde ist also immer eine aktive Tätigkeit, die auch unseren Einsatz erfordert. Wer ernten will, muss aufstehen und darf nicht zu Hause auf dem Sofa sitzenbleiben.

2. Danken

Wenn wir denn dann geerntet haben, dann dürfen wir Gott auch für all das danken, was er für uns bereitgehalten hat.

Das bezieht sich natürlich auf die Ernte und unser tägliches Brot, welches er uns bereitstellt. Aber es bezieht sich auch auf alle anderen materiellen und immateriellen Güter, die er für uns geschaffen hat.

In Württemberg gibt es noch den Ausbildungsberuf des Weinkellners. Wenn ein Jahrgang besonders gut gelungen war und ein süßer und leckerer Wein kredenzt werden konnte, dann sagt der Weinkellner sehr gern den Spruch: Der ist uns wirklich gut gelungen.

Haben wir hingegen einen etwas schlechteren Jahrgang vor uns, der auch noch säuerlich schmeckt, dann sagt der Weinkellner gern: Das hat der Herrgott so wachse lasse!!!

Und so sind wir Menschen leider auch all zu oft. Wenn etwas gut gelingt, dann klopfen wir uns gern selber auf die Schultern und loben und preisen uns lieber selber für das, was wir erreicht haben. Klappt etwas nicht, dann ist natürlich der Herrgott daran schuld.

Und hier sollten wir auch einmal ins Nachdenken kommen. Wir sollten auch für das vermeintlich nicht so Gute unserem Herrn Dank sagen. ER hat sich ganz bestimmt auch dabei etwas gedacht. Und wie oft ist aus dem vermeintlich nicht so Guten etwas ganz Tolles hervorgegangen. Denken Sie einmal rückwirkend über Geschehnisse und Ereignisse in Ihrem Leben nach, die anfangs gar nicht positiv ausschauten, sich aber im Lauf der Zeit sehr positiv entwickelt haben.

3. Teilen und Weitergeben

Liebe Gemeinde, der Erntedanktag soll uns nicht nur daran erinnern, wie gut es uns doch geht. Er soll uns auch daran erinnern, dass es überall unter uns Menschen gibt, denen es eben nicht so gut geht und denen es an all dem fehlt, was wir im Überfluss besitzen.

Und genau diesen Menschen sollen wir von dem, was wir im Überfluss haben auch entsprechend abgeben.

Und auch hierbei kommt es auf die Feinheiten an, die uns unser Bibeltext heute lehrt. Wir lernen nämlich genau, was es mit dem Abgeben auf sich hat.

"Brich dem Hungrigen dein Brot", das sollten wir hinbekommen. Während meines Studiums besuchte ich einen Studienkollegen, der gerade eine Mahlzeit zu sich nahm. Ich war etwas klamm und hatte Hunger, was dieser auch sogleich bemerkte. Kurzerhand gab er mir eine Gabel, dehte seinen Teller um und trat mir die Hälfte seiner Mahlzeit ab. Das bleibt mir ewig im Gedächtnis.

Den Nackten mit Kleidung zu versorgen dürfte uns auch nicht allzu schwer fallen. Das kriegen wir alle hin, wenn ich einmal nur an meinen übervollen Kleiderschrank denke.

Jetzt kommt aber der Knackpunkt des Teilens: "Die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus". Das wird schon ein wenig schwieriger.

Ein Pfarrer meiner Nachbargemeinde hatte in seinem Pfarrhaus stets ein Zimmer frei für Obdachlose und andere Menschen in Not. Dort konnte jeder Mensch in Not anklingeln, bekam ein Dach über dem Kopf, nahm an den Mahlzeiten teil und wurde auch noch, falls erforderlich von seiner eigenen Kleiderkammer eingekleidet.

Wer von uns ist heute denn dazu noch bereit ? Und dann muss ich mich ganz persönlich einmal fragen: Wer bin ich denn, der Ulli Naber, der sich Gottes Anordnung immer wieder mit teils fadenscheinigen Ausreden widersetzt. Denn eines ist klar, wenn Gott uns einen Auftrag ereilt, dann handelt es sich nicht um unverbindliche Vorschläge über die wir bei Gelegenheit ja mal nachdenken können. Wenn Gott uns eine Auftrag erteilt, dann müssen wir diesen auch 1:1 in die Tat umsetzen.

Das Ganze endet auch mit einer ganz tollen Verheißung. "Und du wirst ein bewässerter Garten sein...", so lesen wir es am Ende unseres Predigttextes. Nun müssen wir uns einmal kurz zurückversetzen an den Ort an dem Gott Jesaja dies verheißen hat. Dort war Wasser ein wertvolles Gut und eben nicht überall an jedem Wasserhahn verfügbar.

Wasser ist seit jeher ein Elixier des Lebens. Ohne Wasser kein Leben. Wenn wir das tun, was Gott uns aufträgt, dann versorgt er uns immer und überall in unserem Leben mit dem Elixier des Lebens, welches wir jeden Tag so dringend benötigen. Wir erhalten so viel, dass es nicht nur für uns reicht, sondern dass wir von diesem Elixier des Lebens umsonst an alle Menschen weitergeben können.

Im übertragenen Sinne ist natürlich der Herr Jesus Christus mit diesem Elixier des Lebens gemeint. Alle Menschen die ihn als Ihren Retter und Erlöser im Glauben annehmen, all diese Menschen versorgt er fortan in ihrem gesamten Leben mit allem, was sie benötigen und gibt allen, die ihm ihr Leben übergeben haben auch noch soviel, dass sie davon großzügig abgeben können.

Diese herrlichen Zeiten, die auf uns zukommen beschreibt der Liederdichter Cyriakus Günther sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes: "O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit..." (EG 560), der da lautet, wie folgt:
O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, die Jesus lebt ohn alles Leid !
Er ist erstanden von dem Tod, wir sind erlöst aus aller Not !
O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit !

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Erntedanktag und einen fröhlichen und dankbaren Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Okt 09, 2017 11:44 am

ePredigt vom 08.10.2017 ( Markus 9, 17-27)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem 17. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 9. Kapitel des Markusevangeliums, die Verse 17-27. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist. Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe mit deinen Jüngern geredet, dass sie ihn austreiben sollen, und sie konnten's nicht. Er aber antwortete ihnen und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund. Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist's, dass ihm das widerfährt? Er sprach: Von Kind auf. Und oft hat er ihn ins Feuer uns ins Wasser geworfen, dass er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns! Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst - alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube, hilf meinem Unglauben! Als nun Jesus sah, dass das Volk herbeilief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein! Da schrie er und riss ihn und fuhr aus. Und der Knabe lag da wie tot, sodass die Menge sagte: Er ist tot. Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf, und er stand auf.

Liebe Gemeinde,

sich allein auf Jesus verlassen, das scheint wohl der Tenor des heutigen Predigttextes zu sein. Und doch steckt beim mehrmaligen Lesen doch ein wenig mehr hinter der Faszination Jesus. Lassen Sie uns daher am heutigen Sonntag drei Punkte betrachten, welche diese Faszination Jesus ausmachen:

1. Faszination Jesus - "Und sie konnten's nicht"

Die Jünger konnten und sollten auch Wunder vollbringen. Das war der Auftrag, den Jesus ihnen erteilte. Und dann dies! Es klappte vorne und hinten nicht mit dem Vollbringen der Wundertaten.

Jesus setzt dann noch eins drauf, indem er sich nicht sogleich liebevoll der Situation annahm. Er schalt seine Jünger mit den Worten: "O, du ungläubiges Geschlecht" und etwas später mit den Worten "Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt".

Das war natürlich eine richtige Klatsche für die Jünger. Viel schlimmer konnte es eigentlich gar nicht kommen. So in aller Öffentlichkeit bloßgestellt zu werden von dem Meister, dem sie bisher ergeben gefolgt waren.

Ich glaube, die Jünger hatten das, was von ihnen erwartet war, falsch verstanden. Die Autorisierung, Wunder zu vollbringen war keine zusätzliche Qualifikation zu ihren anderen Fähigkeiten. Jesu Auftrag setzte eines voraus; nämlich die Kapitulation vor den eigene Fähigkeiten und das alleinige volle Vertrauen in ihn als den Herrn.

Müssen wir uns da nicht heute alle an unsere eigene Nase fassen? Wir verlassen uns doch ach so gern auf unsere Fähigkeiten, die wir selber erworben haben. Und die Sache mit Jesus, die kommt häufig erst dann ins Spiel wenn es mit unseren Fähigkeiten nicht mehr klappt. Salopp gesagt, haben wir Jesus stets als Joker in der Tasche.

Keiner gibt gern die Kontrolle über sein Leben aus der Hand. Aber, wenn wir wirklich etwas mit Jesus erleben wollen, dann müssen wir dies tun. Und das schöne ist: Wir können es ganz getrost tun, denn dieser Jesus will immer und ewig nur das Beste für uns.

2. Faszination Jesus - Wir sind nicht Jesus

Unserem Predigttext vorausgegangen war das Erlebnis seiner Verklärung auf dem Berge, welches einige Jünger mit Jesus erlebt hatten. Wenn wir uns dieses Erlebnis genauer anschauen dann stellen wir zwei Dinge fest:

ER wird verklärt
ER wird durchströmt von göttlicher Liebe

Nicht die Jünger wurden verklärt oder gar mit göttlicher Liebe durchströmt, sondern Jesus allein. Dieses Erlebnis zeigt uns wieder einmal, dass unser Herr aus der göttlichen Welt kommt und wir eben hier auf Erden leben.

Gewiss, wir erleben viel mit unserem Herrn, aber wir müssen doch immer wieder zurück in die Welt. Als Christen leben wir mit dem Kopf im Himmel aber mit unserem Körper noch in der Welt. Und dort liegen auch unsere Grenzen.

Wir kommen eben nicht aus der göttlichen Welt in diese Welt. Aber unsere Grenzen, die wir, oder gar die Jünger erfahren sind SEINE Gelegenheiten.

In der Welt können wir nur immer wieder sagen, was der Vater des Kindes zu Jesus sagte: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben".

3. Faszination Jesus - ER hilft spätestens rechtzeitig

Wir haben die Worte des Vaters alle noch im Ohr. Liebe Gemeinde, wer sich so Jesus ausliefert, der darf ganz gewiss sein, dass der Herr sich seiner auch annimmt. Wenn wir uns mit allem was uns Not bereitet so an unseren Herrn wenden, dann geben wir ihm die Möglichkeit zu helfen.

Jetzt müssen wir uns natürlich auch noch anschauen, in welcher Art und Weise unser Herr hilft. Das macht er nämlich, wie uns der Predigttext aufzeigt auf zweifache Art und Weise:

ER nimmt uns an die Hand. Wenn wir selber nicht mehr ein noch aus wissen, dann nimmt uns unser Herr zunächst einmal an seine Hand. Als kleine Kinder sind wir vermutlich alle an der Hand unserer Eltern gegangen. Dort fühlten wir uns sicher und geborgen.

Das macht Jesus genau so im übertragenen Sinne. Er nimmt uns an die Hand. Er will uns zunächst einmal trösten und uns das Gefühl der absoluten Sicherheit und Geborgenheit in seiner Gegenwart geben.

Und dann kommt der zweite Schritt. Er richtet uns auf. Wenn Jesus mich in meinen Nöten tröstet und dann wieder von dannen zieht, dann hätte ich schon ein mulmiges Gefühl im Magen. Mich trösten, liebe Gemeinde, das können auch meine Mitgeschwister. Jesus hingegen greift ganz tief in die Nöte ein.

Er beseitigt zwar nicht alle meine Nöte, Sorgen und Probleme. Aber er richtet mich auf, dass ich mich diesen auch wirklich stellen kann. Er tröstet mich nicht nur über den Tod eines lieben Menschen hinweg, nein, er stellt mich wieder auf die Füße sodass ich mit diesem Verlust auch umgehen kann.

Jesus trösten uns nicht nur, nein er gibt uns auch alle notwendige Kraft, die wir für unser Leben in dieser Welt benötigen. Wir erhalten diese Kraft allerdings nicht als Vorratspack für all unsere Nöte, Sorgen und Probleme, sondern portionsweise immer genau dann, wenn wir sie benötigen.

Ansonsten bestünde ja bei uns allen wieder die latente Gefahr, dass wir uns mehr auf uns, als auf unseren Herrn verlassen.

Sich allein auf den Herrn zu verlassen, das beschreibt der Liederdichter Gerhard Tersteegen sehr schön in dem 2. Vers des Liedes "Ich bete an die Macht der Liebe" (EG 661), der da lautet, wie folgt:
Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesus offenbart;
ich geb mich hin dem freien Triebe, wodurch ich Wurm geliebet ward;
ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr
Ulrich Naber


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GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Okt 16, 2017 2:53 pm

ePredigt vom 15.10.2017 (Markus 10, 17-27)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 18. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 10. Kapitel des Markusevangeliums, die Verse 17-27.
Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und als er sich auf den Weg machte, lief einer herbei, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe? Aber Jesus sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, als Gott allein. Du kennt die Gebote: "Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemanden berauben; ehre Vater und Mutter." Er aber sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach. Er aber wurde unmutig über das Wort und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter. Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist's, ins Reich Gottes zu kommen! Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. Sie entsetzen sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann dann selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.

Liebe Gemeinde,

wie erlange ich das ewige Leben ? Das ist doch mal ein Thema, welches jeden von uns interessiert. So auch der junge Mann, der mit genau dieser Frage zu Jesus kam. Schauen wir uns doch heute Morgen einmal gemeinsam die Antwort an, die Jesus ihm gegeben hat.

1. Gebote kennen

Wer jetzt sofort wieder an Werkgerechtigkeit denkt, dem sei gesagt, dass der Herr nicht gesagt hat: Gebote halten, sondern Gebote kennen. Wer die Gebote kennt, der hat sich zumindest schon einmal mit der Bibel und dem Glauben ernsthaft auseinandergesetzt.

Die erste Voraussetzung um das ewige Leben zu erlangen ist also die eigene Auseinandersetzung mit dem Glauben und dem Worte Gottes.

Und dann kommt die überraschende Antwort des Fragestellers, dass er all diese Gebote seit seiner Jugend gehalten hat. Das war schon mal kein Pappenstiel. Wir sind vermutlich alle keine Mörder, Ehebrecher und ehren auch unsere Eltern. Ich kann von mir allerdings nicht sagen, dass ich noch niemals gelogen habe. Also Hut ab vor dem jungen Mann.

Was Jesus vermutlich erwartet von jemandem, der sich ernstlich mit dem Glauben beschäftigt ist die innere Bereitschaft nach seinen Möglichkeiten die Gebote zu halten. Eine weitere Voraussetzung zur Erlangung des ewigen Lebens ist dann, dass wir uns auf den Weg mit Jesus machen. Die Marschrichtung, also unter anderem die 10 Gebote, halten wir ja in Händen.

2. Die Über-Bord-Strategie

Jesus gewann den jungen Mann lieb, der ihm aufrichtig berichtete, dass er all diese Gebote seit Jugend an eingehalten hat. Jesus sagt nicht, dass es Unsinn ist sich an die Gebote zu halten oder das deren Einhaltung nicht notwendig sei.

Aber Jesus sagt dem Fragesteller noch etwas ganz entscheidendes, nämlich dass ihm nur noch eines zur Erlangung des ewigen Lebens fehle. Er solle sich von allem trennen, was er hat und nur noch ihm allein nachfolgen.

Jesus möchte, dass wir all unser Vertrauen allein auf ihn setzen. Er will nicht irgendeine Randfigur in unserem Leben spielen, die ab und wann mal ins Spiel kommen darf, wenn es mal gerade nicht so rund läuft. Nein, Jesus möchte uns einladen, all unser Vertrauen und alles was wir haben und sind, ihm allein zur Verfügung zu stellen.

Wir sollen die Eigenherrschaft über unser Leben aufgeben und IHN als Regenten unseres Lebens bestimmen. Ein bekannter christlicher Autor brachte dies mit dem Zitat: "Sei ganz sein, oder lass es ganz sein" sehr gut auf den Punkt.

Bevor Jesus überhaupt in und an uns wirken kann, müssen wir ihm dies also ausdrücklich gestatten. Als Christen nennen wir diesen Vorgang Bekehrung.

3. Die klare Ansage

Bei dem, was wir gerade gehört haben, da scheiden sich bekanntlich die Geister. Die einen gehen betreten weg, weil sie halt doch lieber der alleinige Herrscher in ihrem Leben bleiben wollen.

Die anderen fangen an zu diskutieren und gelangen irgendwann zu der Frage: Wie soll das denn gehen ? So waren auch Jesu Jünger, die sich nach diesem Erlebnis zu eben dieser Diskussionsrunde zusammenfanden.

Und jetzt kommt das Erstaunliche, was mich immer wieder an Jesus fasziniert; nämlich seine Engelsgeduld. Er hätte seinen Jüngern ja auch sagen können: Macht genau das, was ich dem jungen Mann gesagt habe. Mehr gibt es nicht darüber zu sagen.

Das besondere an unserem Herrn ist es ja gerade, dass er keine willfährigen Jünger haben will, die ihm ohne Verstand blindlings nachfolgen. Der Herr liebt die aufrichtigen Zweifler und Fragesteller. Denn erst, wenn alle Zweifel beseitig sind, dann kann ich zu einer vernünftigen und richtigen Entscheidung gelangen.

Jesus erklärt seinen Jüngern in aller Ruhe also nochmals, worauf es ankommt. Er sagt Ihnen sinngemäß: Wenn ihr alles verkauft und folgt mir nach ist das der rechte Weg. Aber ihr dürft dabei keine irdischen Perspektiven und Wertesysteme an diesen Weg anlegen. Wenn ihr das macht, dann führt das zu gar nix.

Aber wenn ihr alles aufgebt, was ihr habt und mir nachfolgt und Gott in und an euch wirken lasst, dann habt ihr die richtige Entscheidung getroffen. Auch wenn manches in der Welt unmöglich erscheint, dann denkt bitte daran, für Gott gibt es kein unmöglich.

Also machten wir uns doch treu auf den Weg mit Jesus in der festen Gewissheit, dass er stets bei uns ist. Alle Tage bis an der Welt Ende.

Wenn wir unseren Herrn bitten, in uns Wohnung zu nehmen, dann können wir dies auch mit dem 8. Vers des Liedes "Gott ist gegenwärtig.." (EG 165) von Gerhard Tersteegen tun, der da lautet, wie folgt:
Herr, komm in mir wohnen, lass mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden;
komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, dass ich dich stets lieb und ehre.
Wo ich geh, sitz und steh, lass mich dich erblicken und vor dir mich bücken.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen fröhlichen Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber



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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Okt 23, 2017 1:10 pm

ePredigt vom 22.10.2017 (Markus 1, 32-39)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 19. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 1. Kapitel des Markusevangeliums, die Verse 32-39. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Am Abend aber, als die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm alle Kranken und Besessenen. Und die ganze Stadt war versammelt vor der Tür. Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Gebrechen beladen waren, und trieb viele böse Geister aus und ließ die Geister nicht reden; denn sie kannten ihn. Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort. Simon aber und die bei ihm waren, eilten ihm nach. Und als sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht dich. Und er sprach zu ihnen: Lasst uns anderswohin gehen, in die nächsten Städte, dass ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. Und er kam und predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die bösen Geister aus.

Liebe Gemeinde,

heute sind wir live dabei, wie Jesus auf Erden gewirkt hat. Dieses Wirken hat auch Auswirkungen auf unser eigenes Christenleben. Schauen wir uns doch Jesu Wirken einmal etwas genauer an.

1. Jesus heilt

Jesus heilte alle Kranken, die man zu ihm brachte. Jesus trieb aber auch böse Dämonen aus. Darüber mögen wir vielleicht ein wenig schmunzeln und innerlich sagen: Die gibt's doch gar nicht. Auf den ersten Blick mag ich uns auch recht geben.

Aber schauen wir uns doch einmal an, wie viele Menschen in Süchten jedweder Art gefangen sind. Ich meine nicht nur Alkohol- und Drogensüchte. Denken wir nur einmal an Internetsucht oder die Spielsucht. Allen gemein ist doch, dass eine innere Stimme den Süchtigen immer tiefer in den Abgrund treibt und er von allein gar nicht aus dieser Sucht herauskommen kann.

Anders als wie viele Krankheiten beginnt die Wirkung der Dämonen bei den Süchten ganz langsam sodass man die Gefahr am Anfang gar nicht bemerken kann. Der Teufel ist ja schließlich nicht dämlich.

Ich hatte einen guten Freund, der sich ein Spielprogramm für das Casino zurechtgebastelt hatte. Jede Woche ging er einmal in ein Casino und kam immer mit kleinen, bescheidenen Gewinnen nach Hause. Irgendwann reizte ihn doch etwas an dem schnellen und großen Geld, was man ja in einem Casino gewinnen kann. So nahm er den Gewinn der vergangenen Monate und probierte sein System im großen Stil aus und verlor alles. Er hörte aber nicht auf und nahm sich Kredite auf, weil eine innere Stimme ihm sagte, dass er nur weitermachen müsste, dann käme schon der große Gewinn. Und der kam natürlich nicht.

Was können wir daraus lernen? Seien wir vorsichtig, wenn es um den Umgang mit dämonischen Mächten geht. Das Gläschen in Ehren kann bald schon zum Fässchen werden ohne dass wir gar nicht mehr leben möchten. Der totsichere Casinotipp kann uns bald schon in den Ruin führen ohne das wir dies bewusst mitbekommen. Der vielleicht harmlose Joint kann uns schon bald in die Abhängigkeit von harten Drogen führen.

Gewiss, Jesus kann uns auch heute noch mit einem Schlag von diesen Süchten befreien, aber wir müssen sie ja trotzdem nicht reizen, die Dämonen, die uns dort hineintreiben wollen.

2. Jesus betet

An vielen Stellen der Bibel lesen wir, dass Jesus nach seinen Heilungstaten und anderem wunderbaren Wirken stets die Stille suchte. In dieser Stille besprach er sich mit seinem Vater im Himmel und erhielt die notwendige Kraft für sein weiteres Wirken.

Ohne Gebet keine Kraft und ohne Gebet keine Vollmacht. Dies sollten wir auch in unserem Alltags- und Christenleben, die natürlich zusammengehören, stets berücksichtigen.

Es ist ganz wichtig für unser Überleben, dass wir den Kontakt zu unserem Vater im Himmel nicht abreißen lassen. Gebet ist bekanntermaßen das Gespräch mit Gott und kein herunterleiern von wohlformulierten hochtheologischen Reimen.

Gott möchte uns helfen. Er möchte, dass wir mit allem, was uns bedrückt zunächst zu ihm kommen und ihm alles vor die Füße legen. Gott möchte uns trösten, er möchte uns aber gleichzeitig auch stärken für das Leben in der Welt.

Ein Bekannter von mir ist Pfarrer in einer unserer Nachbargemeinden. Er beklagte sich einmal darüber, dass er einfach keine Zeit mehr für das Gebet habe. Es sei ja auch nicht so wichtig. Im Laufe der Jahre bemerkte dies auch seine Gemeinde. Er predigte über alles, aber kaum mehr über Gott. Und so kam es, dass er irgendwann in einem Burnout landete.

Halten wir also fest am Gebet zu unserem Herrn. Natürlich haben wir alle wenig Zeit. Dafür nur ein paar Tipps. Stellen wir doch unseren Wecker einfach 15 Minuten vor der sonst üblichen Zeit und beginnen den Tag mit einem Gebet. Sogar beim Zähneputzen und beim Duschen ist Zeit dafür. Nutzen wir doch den Weg zur Arbeit und zurück einfach mal wieder für ein Gespräch mit dem Herrn. Wir werden erstaunliches erleben.

Ein bekannter Evangelist sagte einmal: Wenn ich einen Tag nicht bete, merke ich dies sofort. Wenn ich zwei Tage nicht bete, dann merkt es meine Familie und wenn ich drei Tage nicht bete, dann merkt dies meine Gemeinde. Soviel zur Kraft de Gebetes.

3. Jesus predigt

Gewiss, die Heilungsgeschichten in der Bibel sind schon wahre Sensationen. Wenn Blinde wieder sehen und taube Menschen auf einmal wieder hören können dann ist dies gewaltig. Und wenn wir erfahren, dass dies auch heutzutage noch geschieht, dann können wir es fast nicht glauben.

Und doch sind dies nur Demonstrationen der Macht, die Jesu Allmacht unter Beweis stellen. Und Jesus sagt es ja selbst, dass er nicht auf die Welt gekommen ist, um Wunderheilungen zu vollziehen, sondern um zu predigen.

Und predigen, das lesen wir auch z.B. bei Wikipedia ist nichts anderes als Gottes Wort zu verkündigen. Und daher zieht Jesus immer weitere Kreise, um dieser Aufgabe auch gerecht zu werden.

Und hier kommen wir wieder ins Spiel. Das predigen ist auch unsere Aufgabe als Christen in der Welt. Dabei sollen wir im Kleinen beginnen, also im Bereich unserer Familien, danach sollen wir größere Kreise ziehen. Zum Beispiel Freunde und Verwandte und Arbeitskollegen von der frohen Botschaft zu berichten.

Wie es in einem schönen Kirchenlied heißt: "Mit Herzen, Mund und Händen.." Predigen heißt nämlich nicht auf einer Kanzel zu stehen und die Gemeinde 20 Minuten lang zu unterhalten. Gottes Wort sollen wir überall kundtun, wo uns der Herr gerade hinstellt.

Mit dem Herzen tun wir dies, indem wir für die Nöte und Sorgen unserer Mitmenschen ein offenes Ohr haben und ihnen unsere Zeit schenken. Mit Worten tun wir dies unter anderem damit, dass wir den Menschen davon erzählen, was wir mit Jesus schon alles erlebt haben. Und mit den zupackenden Händen predigen wir ganz praktisch, wenn wir uns zum Beispiel mit unseren körperlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Dienst einer Gemeinschaft einbringen oder ganz einfach dem Mitmenschen dort helfen, wo er unsere Hilfe benötigt.

Jeder von uns wird von Gott mit Fähigkeiten ausgestattet, die er in den Dienst der frohen Botschaft stellen kann. Überlegen wir doch heute Nachmittag einmal, mit welchen Fähigkeit wir unserem Herrn und unseren Nächsten dienen können.

Der Liederdichter Salomo Liscow beschreibt diese Art des Dienstes für unseren Herrn sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes : "In Gottes Namen fang ich an..." (EG 494), der da lautet, wie folgt:
In Gottes Namen fang ich an, was mir zu tun gebühret;
mit Gott wird alles wohlgetan und glücklich ausgeführet.
Was man im Namen Gottes tut, ist allenthalben recht und gut
und kann uns auch gedeihen.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Okt 30, 2017 2:17 pm

[b][size=200]ePredigt vom 29.10.2017[/size] [i][size=150](1. Mose 8, 18-22)[/size][/i]

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem 20. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im [i]1. Buch Mose, Kapitel 8, die Verse 18-22[/i]. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

[i]Und so ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und mit den Frauen seiner Söhne, dazu alle wilden Tiere, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen. Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.[/i]

Liebe Gemeinde,

die Geschichte von der Sintflut kennen wir sicherlich alle. Viele von uns bestimmt noch aus Zeiten des Kindergottesdienstes. Unser heutiger Predigttext ist zeitlich an das Ende der Sintflut angelagert und lehrt uns einiges über das Wirken Gottes in dieser Welt. Lassen Sie uns dies doch heute morgen ein wenig näher betrachten.
1. Erde 1.0
Unser heutiger Predigttext hat ja auch eine Vorgeschichte. Gott zerstört ja nicht so mir nichts dir nichts seine Schöpfung, weil es ihm mal eben so gefällt. Was war also zuvor geschehen ?
Am Anfang schuf Gott für den Menschen einen Lebensraum in welchem es sich wohl vorzüglich leben ließ. Nicht umsonst wurde dieser Lebensraum als Paradies bezeichnet. Gott vertraute dem Menschen dieses Paradies vertrauensvoll an und der Mensch hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, das in ihn gesetzte Vertrauen zu zerstören.
Aber es sollte noch schlimmer kommen. Bis zu Zeiten Noahs wurde noch schlimmer gesündigt und Gottes Anweisungen einfach komplett missachtet. Und daher entschloss sich Gott, diese seine Schöpfung zu vernichten.
Darf Gott dies überhaupt, so fragen wir uns nun vielleicht. Gott hat jedem von uns sein Leben auf Erden geschenkt. Und ER allein bestimmt, wann dieses Leben ein Ende hat. Ein alter Prediger sagte einmal die Worte: "Kein Mensch stirbt an einer Krankheit, jeder Mensch stirbt nach Gottes Willen."
Aber Gott macht sicherlich niemals etwas so einfach willkürlich. Auch wenn er seine Schöpfung zerstörte, so lesen wir doch in 1. Mose 6,8: Aber Noah fand Gnade vor dem Herrn. Gott urteilt und verurteilt also nicht pauschal. Dieser Noah, der sich ganz dem Willen Gottes unterworfen hatte, war ausgenommen von der Zerstörung der Schöpfung.
2. Erde 2.0
Und hier sind wir mittendrin in unserem heutigen Predigttext. Als Noah nun sah, dass die Erde wieder getrocknet war, nahm er die Insassen der Arche und alles Getier und stieg aus der Arche.
Dies war sicherlich kein fröhlicher Auszug, hatte er doch sicherlich auch von all dem Leid etwas mitbekommen, das seinen Mitmenschen geschehen war. Aber aus dem Leid wuchs eine große Dankbarkeit. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Es kann nur der jeinige tiefe Dankbarkeit empfinden, der auch das Leiden kennt.
Und was machte Noah als erstes ? Er baute dem Herrn aus Dankbarkeit einen Altar. Er sah sich nicht zuerst um, wo es wohl am besten sei, zu leben oder wo man Ackerbau betreiben könnte. Nein Noah opfert zuerst dem Herrn.
Und Gott sieht auch dies. Und jetzt kommt das erstaunliche, ich möchte fast sagen, das menschliche Element Gottes: Gott bereut es, dass er die treulosen Menschen vernichtet hat. Ist Gott wirklich so menschlich ? Lesen Sie es selber in der Bibel nach. Dies sagt ein eindeutiges Ja.
Und nun kommt neben dem menschlichen Element das göttliche Element zum Zuge. Obwohl Gott ganz genau weiß, dass der Mensch sich in Zukunft keinen Deut ändern wird, schwört er, dass er niemals wieder seine Schöpfung von sich aus zerstören wird.
Gott wagt den Neuanfang mit seinen Menschen, obwohl er genau weiß, dass er wieder enttäuscht werden wird. Das ist doch mal eine Zusage. Die können wir heute besser gebrauchen, als alle unsere Vorfahren.
3. Der Prüfstein
Hat sich Gott auch wirklich daran gehalten ? Schauen wir doch kurz einmal in der Bibel nach. Da schließt er einen Bund mit Abraham. Dann führt er sein Volk aus Ägypten, obwohl das gleich schon wieder in eine Schieflage gerät. Denken wir nur an das goldene Kalb. Dann lesen wir etwas von dem Neuanfang nach der babylonischen Gefangenschaft. Und daraus können wir doch nur eines schließen, liebe Gemeinde, nämlich dass Gott sein Volk niemals aufgibt.
Und jetzt kommen wir als Nichtisraeliten auch noch ins Spiel. Gott schenkt nicht nur einen Neuanfang, sondern er gibt sogar seinen eigenen Sohn dem Tode preis, damit alle, die diesen Gnadenakt für sich im Glauben annehmen wieder als geliebte Kinder zu ihm kommen können.
Also nicht nur ein Neuanfang der Schöpfung, sondern Gott schenkt jedem seiner Geschöpfe einen Neuanfang mit ihm ganz persönlich. Und diese Zusage gilt für alle Ewigkeiten.
Nun bleibt ja trotzdem auch uns als Christen so manches Leid nicht erspart. Wir leben ja immer noch auf Erden und noch nicht im Himmel. Und dann sind natürlich auch die Verschwörungstheoretiker nicht fern, die in nahezu jeder Naturkatastrophe das Gericht Gottes sehen.
Und daher ist es ganz wichtig, dass wir uns immer wieder an die feste Zusage Gottes erinnern, dass ER geschworen hat, diese Schöpfung nicht nochmals zu zerstören. Nur so nebenbei bemerkt: Wenn WIR unsere Schöpfung selber zerstören, dann dürfen wir nicht Gott die Schuld dafür in die Schuhe schieben.
Und trotzdem steht sie immer wieder im Raume, diese WARUM Frage nach dem Leid. Das geht auch mir noch immer so, wenn ich täglich die Nachrichten schaue. Ich glaube, wir sollten es wie Dietrich Bonhoeffer halten, der einmal sagte: "Es gib keine hinreichende Erklärung für menschliches Leiden, aber es gibt die Erfahrung der Bewältigung menschlichen Leidens".
Und so betet auch der Psalmbeter in Psalm 5,9 nicht die Worte: Ebne vor mir meinen Weg, sondern die Worte Ebne vor mir Deinen Weg.
Wenn wir dem Gott, der geschworen hat, seine Schöpfung niemals wieder zu zerstören und der seinen eigenen Sohn dem Tode übergab nur damit wir gerettet werden können, wenn wir allein diesem Gott unser ganzes Vertrauen schenken, dann können auch wir aus vollem Herzen in die Worte: Ebne vor mir Deinen Weg einstimmen. Dann können wir fest darauf vertrauen, das alles, was uns geschieht nur zu unserem Besten dient und das Gott uns immer einen Weg zeigen wird auf dem wir mit ihm zusammen gehen können.
Davon war sicherlich auch der Liederdichter Paul Gerhardt fest überzeugt, als er den ersten Vers seines Liedes "Befiehl du deine Wege..." (EG 361) verfasste, der da lautet, wie folgt:
Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.
Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.[/b]

Liebe Gemeinde,
ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche. Bis zum kommenden Dienstag dem Reformationstag verabschiede ich mich von Ihnen allen und grüße Sie alle ganz herzlich.

Ihr Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Di Okt 31, 2017 3:23 pm

ePredigt vom 31.10.2017 (Matthäus 10, 26b - 33)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Reformationstag. Häufig wird dieser Tag ja auch als Tag der Kirchenspaltung bezeichnet. Das jedenfalls hatte Dr. Martin Luther niemals im Sinn, als er verkrustete Strukturen der Kirche aufbrechen und diese zurück zum wahren Glauben führen wollte. Unser Predigttext beschäftigt sich daher auch mit einem zentralen Thema des Glaubens, welches Jesus uns auch heute noch direkt in unser Herz hineinlegt. Wir finden den Predigttext für den heutigen Feiertag bei Matthäus im 10. Kapitel, die Verse 26b-33. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Menschenfurcht und Gottesfurcht

Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das predigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen ? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge. Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.


Liebe Gemeinde,

wir komme ich in den Himmel, oder aber wie gerate ich an einen gnädigen Gott ? Dieses waren zentrale Fragen, die sich Martin Luther stellte. Und aus der Bibel heraus hatte er auch die Antworten gefunden. Schauen wir uns diese Antworten doch heute morgen einmal zusammen an.

1. Die fünf Solas

Sola fide (allein der Glaube) allein der Glaube ist es, der uns vor Gott gerecht macht. Alle Taten und guten Werke treten dahinter zurück. Natürlich sind damit nicht die guten Taten gemeint, die aus dem Glauben heraus entstehen.

Sola Scriptura (allein die Schrift) ist es, die für uns alles enthält, was wir von und über Gott und ein Leben als Christ wissen müssen. Alles, was uns außerhalb der Schrift zu verpflichten versucht, hat für uns als Christen keine verbindliche Verpflichtung.

Solus Christus (allein Christus) ist es, der uns den Weg zu Gott freigemacht hat und jeden Tag, den wir auf Erden leben weiter freihält. Es gibt keine andere Eintrittskarte in die Ewigkeit, als diejenige, die wir von unserem Herrn Jesus Christus erhalten.

Sola Gratia (allein die Gnade) ist es, die uns als Sünder wieder zu Gott führt. Wir können uns auf Erden noch so mit guten Taten und Werken abstrampeln. Das ist bestimmt nicht verkehrt, aber diese guten Werke führen uns dem Himmel keinen Deut näher. Allein Gottes Gnadengeschenk ist es, welches uns in den Himmel bringt.

Soli Deo Gloria (allein Gott gehört die Ehre). Was verehren wir Menschen nicht alles auf Erden. In jungen Jahren ist es vielleicht der Popstar, der einen Kultstatus genießt. Werden wir erwachsen, dann ist es vielleicht der Beruf, das Geld oder den sozialen Status, den wir verehren. Und im Alter ist es vielleicht die Gesundheit, für die wir alles tun, um diese zu erhalten. Und dabei sollen wir uns in allen Lebenslagen nur auf den einen fokussieren, dem unsere ganze Ehre gehören soll, nämlich unserem Vater im Himmel.

Die 5 Solas stellen, wenn man es so will das theoretische Gerüst des Glaubens dar. Aber nun kommt ja noch die Praxis.

2. Bekenntnis

"Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater." So haben wir es vorhin in unserem Predigttext gelesen. Den fünf Solas können wir auch zu Haue im stillen Kämmerlein zustimmen. Diese Entscheidung sollen und müssen wir auch jeder für sich ganz allein treffen. Aber diese Entscheidung hat auch Konsequenzen.

Wenn ich Jesus als meinen Herrn im Glauben annehme, dann ist es doch nur logisch und folgerichtig, dass ich mich auch zu ihm bekenne. Nehmen wir doch ein ganz banales Beispiel zur Hand. Ich z.B. bin Fan von einem Fußballverein namens VfL Bochum. Wenn ich zum Fußball gehe, dann stehe ich zu meinem Verein und drücke das unter anderem nach außen hin dadurch aus, dass ich einen Schal vom VfL Bochum trage. Ich laufe jedenfalls nicht mit einem Schal von Borussia Dortmund in der Gegend herum.

So sollen wir uns auch als Christen zu unserem Herrn bekennen. Wir sollen, dort wo es möglich ist, öffentlich zu unserem Glauben an unseren Herrn stehen. Natürlich werden wir den ein oder anderen hämischen Lacher ernten. Aber da müssen wir eben durch. Aber als Fans von Jesus kommen wir auch damit wohl bestens zurecht.

3. Verleugnung

"Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater." Auch das haben wir vorhin gelesen.

Das ist schon ziemlich starker Tobak. So dachte ich es im ersten Moment, als ich den Predigttext gelesen habe. Aber wenn man einmal etwas näher darüber nachdenkt ist auch dies die Konsequenz aus unserer Entscheidung für die 5 Solas.

Wenn mein Verein, als der VfL Bochum, ein Spiel verliert, dann verleugne ich doch nicht meine Vorliebe für diesen Verein. Und genauso sollten wir als Fans von Jesus, wenn mal etwas nicht so ganz nach unserem Geschmack verläuft nicht unsere Gotteskindschaft verleugnen.

Auch in kritischen Lebenssituationen an dem Herrn festhalten, der mir die Eintrittskarte in den Himmel geschenkt hat, das ist doch für uns als Christen eine Selbstverständlichkeit.

4. Neutralität

So, uns jetzt kommen wir zu einem ganz entscheidenden Punkt. Heute ist man ja gern neutral. Früher sagte man dazu sein Mäntelchen in den Wind hängen. Wenn es eben schick ist, dass die Ehe für alle offen ist, dann verhalte ich mich eben neutral, auch wenn ich insgeheim dagegen bin und weiß, dass dies vor Gott eine Sünde ist.

Wenn es eben in ist, dem Dalai Lama und anderen fernöstlichen Plastikreligionen anzuhängen, dann verhalte ich mich als Christ lieber neutral. Ich muss ja keinen Ärger provozieren.

Und wenn es gerade mal wieder aktuell ist, die Aussagen der Bibel als fromme Legenden zu bezeichnen, die keinerlei Auswirkung auf unser Leben haben, dann verhalte ich mich am besten neutral. Ansonsten hole ich mir womöglich nur wieder mal eine blutige Nase.

Natürlich ist die Neutralität immer der bequemste Weg. Man tritt niemandem auf die Füße und es herrscht immer, wie man so schön sagt: Friede, Freude, Eierkuchen.

Herrscht wirklich Friede mit Gott, wenn wir uns neutral verhalten ? In Offenbarung 3, Vers 16 lesen wir an die Gemeinde von Laodizea gerichtet folgendes: "Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde."

Das sagt übrigens derselbe Jesus, der die Sache mit der Verleugnung gesagt hat. Neutralität gibt es nämlich im Christentum gar nicht. Entweder ich stehe zu meinem Herrn oder aber ich verleugne ihn. Die angebliche Neutralität führt nämlich zu demselben Ergebnis wie die aktive Verleugnung.

Ich weiß, dass dies heute kein angenehmer Text war. Aber in Zeiten immer stärker zunehmender "Alles ist gleich gültig" Mentalität müssen wir als Christen wieder aufstehen und den Menschen diese warnenden Worte Jesu sagen, ehe es dafür zu spät ist.

Ein Notarzt hält sich ja auch nicht vornehm zurück, wenn er gerufen wird, sondern tut alles, um das Leben des Patienten zu retten. Und wir alle sind als Himmelsretter berufen, alles dafür zu tun, dass möglichst viele Menschen errettet werden.

Als Himmelsretter sind wir allerdings niemals auf uns allein gestellt, wir dürfen stets die allgegenwärtige Hilfe unseres Herrn in Anspruch nehmen. Daher lassen Sie uns gemeinsam in den zweiten Vers unseres Reformationsliedes "Ein feste Burg ist unser Gott..." (EG 362) von Martin Luther einstimmen, der da lautet, wie folgt:
Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren;
es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist ? Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Feiertag und eine schöne restliche Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Nov 06, 2017 1:07 pm

ePredigt vom 05.11.2017 (Matthäus 10, 34-39)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 21. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Matthäusevangelium, Kapitel 10, die Verse 34-39. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Entzweiungen um Jesu willen

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.


Liebe Gemeinde,

eines ist mir bei der Lektüre des heutigen Predigttextes sofort in den Sinn gekommen, nämlich dass Jesus niemals um den heißen Brei herumredet. Schauen wir uns doch einmal an, was uns Jesus heute sagen möchte.

1. Das Schwert

Jesus wird ja immer wieder gern als der große Friedensstifter und der Allversöhner dargestellt. Der liebe Gott, der niemandem auf der Welt etwas Böses antun kann und der alles gut findet, was auch immer wir machen.

Das ganze hat bloß einen kleinen Haken. Diesen "Wünsch-Dir-Was" Gott gibt es nicht. Aber es gibt den Gott, der das Schwert bringt.

Jetzt denken wir aber bitte nicht gleich islamorientiert und meinen, damit sei der Tod aller Ungläubigen durch unsere Hände gemeint. Nein, liebe Gemeinde, das Schwert von dem Jesus spricht, ist das Wort Gottes.

Jetzt stellen wir uns einmal einen ungläubigen Menschen vor. Diesen erreicht auf wundersame Weise das Wort Gottes. Wem dies passiert, der merkt sofort, dass dieses Wort ganz tief in sein Herz eindringt. Und wo dieses Wort in das Herz eindringt, da schmerzt es ungemein.

Bei wem das Wort gottes wirkt, der merkt auf einmal, dass er bisher vollkommen falsch gelebt hat, dass er vollkommen falsche Prioritäten in seinem Leben gesetzt hat. Und dieser Mensch merkt auch, dass er nur einen Schritt von der Hölle, also der ewigen Verdammnis entfernt ist.

Die Heilung, die Jesus einem jeden Menschen verspricht setzt also zunächst einmal voraus, dass der Mensch seine Krankheit erkennt und Jesus um Heilung bittet.

2. Die Entscheidung

Jeder Kranke möchte doch geheilt werden. Und so sollte man meinen, dass dies auch auf die Krankheit zutrifft, die uns in die Hölle bringen kann.

Bei vielen Menschen ist dies in der Tat der Fall. Sie möchten nur noch eines, nämlich von Jesus die Errettung ihrer Seelen erfahren. Der einzige Weg dafür besteht darin, dass sie Jesus um Vergebung ihrer Sünden bitten, ihm ihr gesamtes Leben übergeben und den Herrn bitten, fortan die Regentschaft in ihrem Leben zu übernehmen.

Jeder, der dies ernsthaft unternimmt, dem vergibt der Herr alle Sünden und zieht in sein Herz ein um fortan dort die Regentschaft zu übernehmen.

Wenn ein Mensch dem Herrn Jesus sein Leben übergibt, dann bleibt dies natürlich nicht ohne Konsequenzen. Jesus räumt nämlich als erstes mal ganz kräftig in dem alten Leben auf und wirft alles über Bord, was seiner Regentschaft im Wege stehen könnte.

Und das merkt natürlich auch das Umfeld des jungen Christen. Am ehesten merken es, wie wir es im Predigttext gehört haben, die engsten Verwandten. Und wenn sich Dinge ändern, dann kommt es häufig zum Streit und Zank in den Familien.

Da holt ein Familienmitglied zur besten Fernsehzeit den alten Schinken aus dem Bücherschrank heraus, auf dessen Rücken "Die Bibel" steht und schaut eben nicht mehr den Krimi, sondern liest diesen alten Schinken auch noch. Anfangs erntet er natürlich nur Spott und Häme.

So nach und nach verändert das Familienmitglied seinen ganzen Lebensstil. Da wird samstags abends eben nicht mehr gesoffen, sondern da bleibt einer nüchtern, weil er am nächsten Tag zum Gottesdienst gehen will. Und das geht natürlich überhaupt nicht. Und so geschieht es gar nicht mal so selten, dass dem Neubekehrten ein Knüppel nach dem anderen zwischen die Beine geworfen wird.

Gerade deshalb, liebe Gemeinde ist es ganz, ganz wichtig, dass wir uns gerade der neuen Gemeindemitglieder ganz besonders annehmen. Wir sind nicht nur aufgefordert, ihnen Gottes Wort auszulegen, sondern wir sollen vor allen Dingen ein echter Beistand in all den dringenden Lebens- und Leidensfragen seien, durch die der Neubekehrte nun einmal hindurch muss.

3. Die Konsequenzen

Nun könnte man ja die Auffassung vertreten, dass man doch lieber die Finger vom Christentum lassen sollte, wenn es schon in der eigenen Familie nur noch Streit gibt.

Und hier macht unser Herr einem jeden von uns die Konsequenzen ganz deutlich. Er sagt nämlich klipp und klar, dass derjenige, der sich von seinem alten Leben in der Welt absagt, der also sein Leben in der Welt verliert, der wird sein wahres und ewiges Leben finden.

Soweit die schöne Seite der Medaille. Jesus sagt aber auch, dass derjenige, der sein Leben allein auf diese Welt ausrichtet und nichts mit ihm zu tun haben will, dass dieser Mensch sein Leben verlieren wird.

Das bedeutet in letzter Konsequenz, dass ein Mensch, der Zeit seines Lebens auf Erden so rein gar nichts mit Gott zu tun haben wollte, auch nicht in den Himmel kommt, sondern in der ewigen Verdammnis landet.

Liebe Gemeinde, die sind nicht meine Worte, sondern Worte des lebendigen Gottes, der lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und wenn dieser Jesus, der den Tod überwunden hat, dieses Worte klipp und klar ausspricht, dann sollten wir diese Worte auch für bare Münze nehmen und sie nicht als biblische Märchen abtun.

Gerade in Zeiten, wo die Bibel und damit das Wort Gottes immer häufiger mit Füßen getreten wird, gerade in diesen Zeiten sind wir alle aufgerufen, diese Worte Jesu unseren Mitmenschen wieder näher zu bringen. Gott möchte nämlich nicht, dass auch nur eines seiner Geschöpfe verloren geht. Gott möchte, dass alle Menschen einmal die Ewigkeit mit ihm zusammen verbringen können.

Darum lassen Sie uns nicht aufhören, diese frohe Botschaft unter's Volk zu bringen. Und keine Angst; Jesus ist bei uns, alle Tage bis an der Welt Ende. Was kann uns also noch passieren ? Richtig: Gar nichts. Also dann liebe Gemeinde, frisch ans Werk.

Wie wir dies tun können, das sagt uns der Liederdichter Johann Mentzer in dem ersten Vers seines Liedes: "O, dass ich tausend Zungen hätte..." (EG 330), der da lautet, wie folgt:
O, dass ich tausend Zungen hätte und einen tausendfachen Mund,
so stimmt ich damit um die Wette vom allertiefsten Herzensgrund
ein Loblied nach dem andern an von dem, was Gott an mir getan.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Nov 13, 2017 11:30 am

ePredigt vom 12.11.2017 (Lukas 11, 14-23)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen drittletzten Sonntag des Kirchenjahres. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Lukasevangelium, Kapitel 11, die Verse 14-23. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Jesus und die bösen Geister

Und er trieb einen bösen Geist aus, der war stumm. Und es geschah, als der Geist ausfuhr, da redete der Stumme. Und die Menge verwunderte sich. Einige aber unter ihnen sprachen: Er treibt die bösen Geister aus durch Beelzebul, ihren Obersten. Andere aber versuchten ihn und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Er aber erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und ein Haus fällt über das andre. Ist aber der Satan auch mit sich selbst uneins, wie kann sein Reich bestehen ? Denn ihr sagt, ich treibe die bösen Geister aus durch Beelzebul. Wenn aber ich die bösen Geister durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus ? Darum werden sie eure Richter sein. Wenn ich aber durch Gottes Finger die bösen Geister austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. Wenn ein Starker gewappnet seinen Palast bewacht, so bleibt, was er hat, in Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seine Rüstung, auf die er sich verließ, und verteilt die Beute. Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.


Liebe Gemeinde,

Böse Geister gibt´s doch gar nicht !!! Dies wird mir oftmals entgegengehalten. Ich muss dann aber immer wieder darauf hinweisen, dass böse Geister keine Erfindung des finsteren Mittelalters sind, sondern dass unser Herr Jesus und schon auf deren Realität und deren Vorgehensweise hingewiesen hat. Grund genug also, dass wir uns heute morgen mit diesem Thema einmal etwas näher beschäftigen sollten.

1. Die Kriegsgeneration

Bei vielen unter uns wird mir dieser Überschrift der Menschen gedacht, die in den wirren der beiden letzten großen Kriege gelebt haben.

Aber, liebe Gemeinde, auch heute noch sind wir eine Kriegsgeneration. Wir sind nämlich in der Tat auch heute noch allgegenwärtig von bösen Mächten und Dämonen umgeben. Nur weil wir es nicht wahrhaben wollen oder es ins Lächerliche ziehen bedeutet dies ja nicht, dass wir damit auch ihre Existenz beseitigen können.

Hierin besteht sogar eine große Gefahr. Der Teufel und seine Mächte haben immer dort ein leichtes Spiel, wo sie nicht ernst genommen werden. Dort können sie ganz ungehemmt ihr Unwesen treiben, ohne dass die Betroffenen es zunächst merken. Und wenn sie es dann doch bemerken, sind viele Menschen schon so tief in die Gefangenschaft dämonischer Mächte geraten, dass sie gar nicht mehr von selber wieder aus diesen Banden herauskommen können.

Als Kriegsgeneration sollten wir also ständig auf der Hut sein, dass wir nicht von fremden Mächten und Dämonen in deren Bann gezogen werden. Wir können als Menschen von uns aus natürlich nur mit menschlichen Waffen kämpfen, die wir diesen Mächten entgegensetzen können.

Diese menschlichen Waffen bestehen in erster Linie aus der Prävention, also der Vermeidung des Umganges mit derartigen Mächten.

2. Jesus der Kämpfer

Wozu wir nicht in der Lage sind, nämlich uns selbst von den Mächten des Bösen zu befreien, dass macht der Herr Jesus mit einem Federstrich. "Und er trieb einen bösen Geist aus...", so lesen wir es zu Beginn unseres heutigen Predigttextes.

Das alles geschah auch nicht mittels eines ausgeklügelten Zauberrituals, welches die Menge in Staunen versetzte, sondern ganz einfach auf sein Wort hin.

Jesus hat nämlich ganz andere, nämlich göttliche Mittel zur Verfügung um dämonische Mächte zu besiegen. Und diese göttlichen Mächte sind stärker als alle Dämonen dieser Welt.

Jetzt fragen wir uns natürlich zu recht, warum auf unserer Erde immer noch die Mächte der Finsternis ihr Unwesen treiben, wenn doch unser Herr stärker ist, als alle diese Mächte zusammen. Nun, Jesus mischt sich niemals ungefragt in die Geschicke eines Menschen ein.

Wenn wir uns die Heilungsberichte aus dem Neuen Testament anschauen, dann fragte Jesus immer vorher, was denn der Kranke möchte, was er denn für ihn tun sollte.

Und hier müssen wir uns, die wir vielleicht mit Menschen zu tun haben, die dämonischen Mächten verfallen sind, tatsächlich fragen, ob diese Menschen wirklich davon befreit werden möchten. Nehmen wir z.B einen Alkoholiker. Wir können noch so viel für ihn beten, Jesus kann ihm erst dann helfen, wenn er selber möchte, dass ihm geholfen wird. Göttliche Zwangserrettung gibt es nämlich nicht.

Wir können allenfalls den Herrn bitten, dass er dem Besessenen die Augen auftun möge, damit er erkennt, in welch schlimmer Lage er sich befindet. Nur so nebenbei bemerkt, Alkohol ist stellvertretend nur ein Dämon unter vielen. Denken wir nur an die Spielsucht, die schon viele Menschen erst in den Ruin und dann in den Selbstmord geführt hat.

Spätestens jetzt, wo dämonische Mächte ganz konkrete Namen erhalten haben, können wir nicht mehr allen Ernstes deren Existenz in Frage stellen. Aber wir kennen auch den, an den wir uns wenden können, wenn wir selber Gefahr laufen in die Fänge dieser Mächte zu geraten.

3. Ganz praktische Alltagstipps

Wie lebe ich ein Leben ohne Gefahr zu laufen, finsteren Mächten auf den Leim zu gehen ? Wenn wir diese Frage zufriedenstellend beantworten können, dann können wir alle ein noch beruhigenderes Leben führen.

Es sind glaube ich nur zwei Dinge, die wir beachten sollten:

a. Die Wahrheit anerkennen. Das bedeutet, dass wir finstere Mächte nicht verleugnen, sondern anerkennen, dass es diese wirklich gibt. Wenn ich die Gefahr kenne, dann kann ich ihr auch ein gutes Stück weit aus dem Wege gehen. Nur wenn mir die Gefahr in der ich schwebe gar nicht bewusst ist, erst dann kann es richtig gefährlich werden.

b. Mit dem Retter unterwegs sein. Wir haben gesehen, dass es für den Herrn Jesus ein leichtes ist, uns von Dämonen und finsteren Mächten, die uns bedrohen zu befreien. Das setzt natürlich voraus, dass wir auch in einer intakten Beziehung zu unserem Herrn leben.

Habe ich wirklich Jesus mein Leben übergeben ? Habe ihm wirklich die Regentschaft über mein Leben bedingungslos übertragen ? Soll er wirklich der alleinige Herr und Herrscher in meinem Leben sein ? Wenn ich diese drei Fragen mit einem sicheren Ja beantworten kann, dann bin ich wirklich auf der sicheren Seite.

Sollte ich auch bei nur einer der drei Fragen ins Wanken kommen, dann ist es höchste Zeit, dass ich den Bund mit meinem Herrn erneuere. Und dafür, liebe Gemeinde, ist es nie zu spät.

Und sollten wir wirklich einmal in die geschickt aufgestellten Fallen des Teufels hineingeraten, auch dann ist es für ein ehrliches Gebet noch nicht zu spät. Gott möchte uns von allen diesen finsteren Mächten befreien, wir müssen ihn nur anrufen.

Sie kennen Gottes Telefonnummer noch nicht ? Nun, hier ist sie: 5015. Schauen Sie einmal im Psalm 50 den Vers 15 an und lassen Sie uns diesen stets in unserem Gedächtnis behalten. Nur so für alle Fälle.

Eine tiefe Beziehung zu unsrem Herrn beschreibt der Liederdichter Georg Neumark sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes: " Wer nur den lieben Gott lässt walten...." (EG 369), der da lautet, wie folgt:

Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinen Sand gebaut.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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Jens Steinführer * Schäferstegel 57 * D-29410 Salzwedel * info@epredigt.de



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Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of theFather, and of the Son, and of the Holy Ghost Matthew 28 : 19

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Ton
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GeregistreerdCOLON Do Jan 07, 2016 11:08 am

Re: ePredigte.

Berichtdoor Ton » Ma Nov 20, 2017 1:26 pm

ePredigt vom 19.11.2017 (Lukas 16, 1-8)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen vorletzten Sonntag des Kirchenjahres. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Lukasevangelium, Kapitel 16, die Verse 1-8. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:
Vom unehrlichen Verwalter

Er sprach aber auch zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir ? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. Der Verwalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt mir das Amt; graben kann ich nicht, auch schäme ich mich zu betteln. Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich von dem Amt abgesetzt werde. Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden für sich, und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Eimer Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setzt dich hin und schreib flugs fünfzig. Danach fragte er den zweiten: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Sack Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig. Und der Herr lobte den untreuen Verwalter, weil er klug gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind unter Ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts. Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.

Liebe Gemeinde,

ehrlich gesagt würde ich eine derartige Gaunerkomödie wohl eher nicht in der Bibel vermuten. Und ich habe mich auch ein wenig schwer getan, in dieser Geschichte etwas zu entdecken, was uns unser Herr damit sagen will. Dazu bedurfte es schon der mehrmaligen Lektüre des Textes. Lassen Sie uns heute Morgen doch einmal den Hintergrund dieses Gleichnisses ein wenig näher betrachten.

Wenn wir uns die Reaktion von Jesus anschauen, dann steht dort ja nicht, dass Jesus den untreuen Verwalter gelobt hat, weil er betrogen hatte, sondern weil er klug gehandelt hatte. Lassen Sie uns dieser Klugheit ein wenig näher auf den Grund gehen.

1. Jetzt wird's ernst

Unser Verwalter hatte die Sachlage vollkommen richtig eingeschätzt. Jetzt wird's richtig ungemütlich. Die Entlassung steht vor der Tür und wer weiß, was sonst noch alles auf mich zukommt.

Der Verwalter hätte sich ja auch aus dem Staube machen können, oder aber, was heutzutage gern gemacht wird, er hätte die Bilanzen frisieren können. Aber dazu war er zu klug.

Wäre er einfach abgehauen, dann hätte man ihn vermutlich irgendwann irgendwo aufgegriffen und wieder seiner Herrschaft zugeführt. Und auch das Schönen der Bilanzen wäre irgendwann ans Tageslicht gekommen. Daher hat der Verwalter sehr klug und realistisch seine Lage eingeschätzt.

Und jetzt übertragen wir dies mal auf unser eigenes Leben. Irgendwann steht auch unsere Entlassung aus diesem Leben an und dann heißt es auch für uns "Gib Rechenschaft..."

Wir dürfen nämlich eines niemals vergessen. Alles, was wir haben und was wir sind ist uns von Gott anvertraut worden. Und als seine Sachwalter auf Erden sind wir in genau der gleichen Situation wie unser Verwalter aus dem Predigttext.

Wie schaut es denn bei uns aus ? Sind wir darauf vorbereitet auf unser persönliches "Gib Rechenschaft.." oder etwa nicht ? Diese Frage können wir uns nur jeder für sich selber beantworten. Aber wir sollten uns wirklich die Frage stellen, ob wir alles, was uns Gott anvertraut hat nur für unser eigenes Wohlergehen eingesetzt haben oder ob wir das, was uns anvertraut worden ist auch in den Aufbau des Reiches Gottes investiert haben.

2. Jetzt wird's Zeit

Als unser Verwalter die Situation erkannt hatte, da handelte er sofort und ließ nicht noch weitere wertvolle Zeit für sein Handeln verstreichen. Und er musste etwas tun, damit ihm nach seinem Rauswurf die Türen seiner Mitmenschen weiterhin offenstehen würden.

Und jetzt übertragen wir auch dies auf unser ganz persönliches Leben.

Wir wissen weder Tag noch Stunde an welchem uns unser Herr heimholt in sein Reich. Holt er uns überhaupt in sein Reich? Stellen wir uns doch auch diese unbequeme Frage einem in einer stillen Stunde. Habe ich meine Eintrittskarte für den Himmel schon in der Hand oder etwas doch noch nicht?

Hier und heute haben wir alle die Chance Frieden mit Gott zu machen. Wenn wir dereinst von dieser Erde abberufen werden, ist es dafür zu spät. Und da wir weder Tag noch Stunde kennen, sollten wir wie der kluge Verwalter keine Zeit verstreichen lassen, um unsere Eintrittskarte in den Himmel zu lösen.

Wenn wir dies auf Erden tun, wenn wir also Umkehren, Buße tun und dem Herrn unser Leben übergeben, dann werden uns auch die himmlischen Türen offenstehen, wenn wir unsere letzte Reise in dieser vergänglichen Welt antreten.

3. Jetzt wird's teuer

Um sich bei den Untergebenen beliebt zu machen, erlässt der Verwalter diesen einen Großteil ihrer Schulden, welche sie bei seinem Vorgesetzten haben. Natürlich ist dies Betrug. Gar keine Frage.

Die Botschaft Jesu hinter dieser Geschichte ist allerdings die, dass wir Geld nicht um des Selbstzweckes anhäufen sollen. Natürlich sollen und dürfen wir Geld verdienen, natürlich dürfen wir uns auch etwas gönnen. Darum geht es ja gar nicht.

Jesus fordert uns auf, unser Geld zu benutzen. Wir sollen uns mit unserem Geld Freunde machen, so wie es der Verwalter getan hat. Natürlich mit ehrlich erworbenem Geld und nicht a la Robin Hood. Wir sollen das Geld, was wir eben nicht benötigen, ruhig an die Menschen abgeben, denen es wesentlich schlechter geht als uns.

Reich ist, wer viel hat, reicher ist, wer wenig benötigt, aber am reichsten ist, wer viel gibt. Probieren Sie es einfach mal aus.

Das kann ich nicht. Und wenn ich mal in Not bin, was dann ? Natürlich sollen wir unser Geld nicht verteilen bis wir selber nichts mehr haben. Aber wir können sicherlich alle auf das ein oder andere neue Handy, Schmuckstück oder Kleidungsstück getrost einmal verzichten und diesen Betrag spenden.

Jesus weiß, dass wir dies können. Er sagt es ja in unserem Gleichnis einem jeden von uns mit den Worten: Wenn selbst der untreue Verwalter im Angesicht der Ewigkeit zum Gönner wird, dann kannst du dies auch. Und wir sind doch schließlich bessere Menschen, als dieser untreue Verwalter, oder!!!???

Was sollen wir nun schlussendlich tun? Wir sind aufgerufen, unsere Lage vor Gott auf den Prüfstein zu stellen. Falls notwendig sollen wir sofort aktiv handeln. Und wir sollen uns immer bewusst sein, dass alles nur geliehen ist, dass wir nichts, was wir auf Erden angehäuft haben in den Himmel mitnehmen können.

Der Liederdichter Paul Gerhardt beschreibt unseren Lebensweg mit dem Herrn an unserer Seite auf Erden sehr schön in dem 6. Vers seines Liedes "Ich bin ein Gast auf Erden..." (EG 529), der da lautet, wie folgt:
So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt,
doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt.
Ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt,
da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.


Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und ich freue mich, Sie am kommenden Mittwoch, dem Buß- und Bettag, wieder begrüßen zu dürfen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber


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